Dom. Rep. ganz unvoreingenommen

12.01.2016 21:12 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2016 21:16)
#1 Dom. Rep. ganz unvoreingenommen
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Irgendwie kann ich mir die Vergleiche nicht verkneifen, aber ich bin ja voll unvoreingenommen, natürlich!

Vielleicht weil "Dom. Rep." Pflicht und Kuba eher "Kür" schaue ich mich schon sehr genau um, wohl auch mit dem Hintergedanken, wie sich Kuba wohl in Zukunft entwickelt, oder entwickeln könnte - Quisqueya ist ja nur eine Insel weiter.

Ich weiß, viele kann man mit der DR "jagen", deshalb auch nur eine Kurzfassung.

Also, dass die DR entwickelt, kann man nicht abstreiten, dass sieht man zum einen vielen Kleinigenkeiten, etwa dass mehr Cayenne herumfahren wie bei uns, in Santo Domingo eine Mall nach der anderen aufmacht und eher mit Läden wie Louis Vuitton wie Primark, oder die Altstadt von Santo Domingo eine Straße nach der anderen neu gepflastert wird und schöne Lampen bekommt, oder dass Marriott bereits das dritte Hotel in SD aufgemacht hat.

Auf der anderen Seite stechen die Bauruinen von unvolldendeten Rohbauten etwa in "Little Miami" Juan Dolio ins Auge, und daneben endlose Anlagen mit Eigentumswohnungen, alle natürlich etwas über dem Sozialwohnungsbau positioniert. Die Haupteinkaufsstraße El Condo machen immer mehr Läden dicht, Restaurants gehen rein, oder es bleiben schlicht die Rolläden unten. Polizei an jeder Ecke, um die Touris vor Damenbesuch zu bewahren (Moment, das kenne ich doch irgendwo her) Der Malecon (heißt wirklich so) eher trostlos und ziemlich ungemütlich, weite Strecken nur Müll und endloser Lastwagenverkehr, kaum Fußgänger an der Meerseite unterwegs. Auf der dem Meer abgewandten Seite, Bürohäuser, Betongerippe, Hotels, jedes mit Casino. In die kleinen Gässchen geht man besser nicht rein, es könnte irgendwo ein Stück Eisen rausstehen....

Auch dass die Domis immer mehr aufrüsten: "open carry" sieht man immer mehr, und das meist bei Einheimischen, nicht bei den Gringos.

Reiseführer sagen, Santo Domingo hätte 3 Mio Einwohner, die Einheimischen sagen 5 Mio - die Gegensätze: extrem krass!


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12.01.2016 21:55
#2 RE: Dom. Rep. ganz unvoreingenommen
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Könnte Kuba in 20 Jahren so aussehen? Also in jeder Seitengasse eine Grußkarte aus Solingen? Eine Shopping-Mall neben der anderen und die ärmsten können sich noch nicht mal arroz blanco con huevos fritos leisten?


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12.01.2016 22:02
#3 RE: Dom. Rep. ganz unvoreingenommen
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super Mitglied

Das was du da beschreibst nennt man gemeinhin Absatzmarkt. Es wird ein schöner Schein aufgebaut damit der Dominikaner kauft was der Ami angeschleppt bringt und billig Urlaub machen kann dieser auch.Bis der arme Dominikaner irgendwann erkennt das da nix für ihn übrigbleibt. Dann ist's zu spät oder er greift zur Waffe.
Schau mal etwas weiter. Ich war mal in Yucatan bei so einem Guide zu Hause im Dschungel. Da gab's Strom nur vom Notstromer, Wasser musste mit dem Eimer aus dem Brunnen geleiert werden, aber im Dschungel rund ums Haus lagen die leeren Coca Cola Dosen.
Als Beispiel für eine Stufe weiter, fahr mal in eine brasilianische Großstadt.


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25.01.2016 17:43
avatar  mojito
#4 RE: Dom. Rep. ganz unvoreingenommen
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sehr erfahrenes Mitglied

Und in Cuba con sich jeder arroz con huevos leisten? Wohl auch nicht. Das Problem Armut und Hunger ist leider ueberall noch gegenwaertig. Auch im feudalistischen Cuba.
Einfach mal abeits von Boca Chico, Sosua. S. Domingo verweilen. Die Strasse heist uebrigens CALLE CONDE.
Wir waren in der Gegend Barahona. Klar 99,9% kenne das nicht, heist ja auch nicht Boca Chica.
Zum stress freien Urlaub ohne die permanenten Basic-Probleme wie in Cuba gut geeignet.
Muss jeder selbst wissen.


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25.01.2016 18:31
#5 RE: Dom. Rep. ganz unvoreingenommen
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Top - Forenliebhaber/in

Zitat von mojito im Beitrag #4
Und in Cuba con sich jeder arroz con huevos leisten? Wohl auch nicht. Das Problem Armut und Hunger ist leider ueberall noch gegenwaertig. Auch im feudalistischen Cuba.
Einfach mal abeits von Boca Chico, Sosua. S. Domingo verweilen. Die Strasse heist uebrigens CALLE CONDE.
Wir waren in der Gegend Barahona. Klar 99,9% kenne das nicht, heist ja auch nicht Boca Chica.
Zum stress freien Urlaub ohne die permanenten Basic-Probleme wie in Cuba gut geeignet.
Muss jeder selbst wissen.


ob Calle Conde oder El Conde: das ist, also ob du einen Berliner belehrst: es heißt aber Kurfürstendamm und nicht Q-Damm, bitteschön!

Die Gegend um Barahona - heißt übrigens Santa Cruz de Barahona - ist nicht unbekannt, allerdings fast nur von Einheimischen Touris frequentiert. Aber die DR besteht nicht nur aus den drei oder vier genannten Orten: es gibt noch viel mehr interessante Flecken. Aber es zeigt sich auch, dass der int. Tourismus keine Chance hat, sobald man "etwas" weiter weg ist von einem int. Flughafen. Ein weiterer Unterschied zu Kuba ist, dass es der DR an jeglichem kulturellen Gütern fehlt, und du bei vielem, was die Domis so anstellen, Augenkrebs bekommst. So Städte wie Trinidad, Santa Clara oder Santiago findest du in der DR nicht, dafür jetzt immer Fucktorry Outlets.


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