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Dieses Thema hat 133 Antworten
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 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
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user
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Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:11

Auch wenn ich mit diesem Thread wahrscheinlich eine Lawine los trete, mich würde einfach eure Meinung interessieren und ich hoffe auf viele unterschiedliche Wortmeldungen, jedoch keine Streitereien.

Ich fliege am 1. Mai zum 4. Mal nach Cuba, weiß somit längst noch nicht alles von Land und Leute, hab dort meinen novio (von dem mir schon viele von euch zurecht abgeraten haben) und möchte folgende Frage(n)/Themen in die Runde werfen, weil mich das Thema im Moment sehr beschäftigt:

Schlechte / hinterhältige Menschen gibt es in jedem Land, auf der ganzen Welt. Wer ist schuld daran dass man in Cuba vielleicht häufiger als in anderen Ländern auf Menschen trifft, von denen man ausgenutzt wird? Ist es die Mentalität? Ist es die generelle Lage in Cuba? Der Tourismus? Hat das Regime Schuld?

Wie würdet ihr handeln und denken wenn ihr Cubaner wärt, wenn ihr dort geboren wärt und zB im Tourismus arbeiten würdet? Wie würdet ihr euch fühlen wenn ihr tagein, tagaus Touristen kommen und gehen seht, die es sich leisten können in Luxushotels Urlaub zu machen, die nach ihrem 14-tägigen Aufenthalt wieder in ihre scheinbar perfekte Welt nach Hause kehren und einem Hotelangestellten mal im Vorbeigehen seinen Monatslohn als Trinkgeld in die Hand drücken, nur weil sie die letzten 20 Pesos die ihnen übrig geblieben sind nicht mehr zurück wechseln wollen? Ich würde mich klein und völlig erniedrigt fühlen. Dennoch sind sie alle darauf angewiesen und viele haben sich mit dem Gedanken abgefunden oder angefreundet dass das durchaus so in Ordnung ist und nutzen die Lage natürlich aus. In wie weit kann man das verurteilen? Würden wir nicht alle das Gleiche machen?

Würdet ihr ein Stück dieser scheinbar perfekten Welten aller Touristen haben wollen denen ihr begegnet? Mir sind in den wenigen Malen die ich dort war immer wieder Cubaner über den Weg gelaufen die mich nach meiner ehrlichen Meinung über Cuba gefragt haben und die ehrlich (so kam es mir zumindest vor) daran interessiert waren zu erfahren wie das Leben in Österreich / Deutschland ist, die sich nicht vorstellen konnten dass man in unseren Breiten Miete zahlen muss und dass ein Bier nicht 1 Peso sondern 3 – 4 Euro kostet, dass wir uns alles kaufen könnten was wir wollten wenn wir das Geld dazu hätten, dass wir randvolle Supermärkte haben usw.

Wie würdet ihr euch fühlen wenn ihr weder die Möglichkeit noch das Geld dazu hättet einfach mal Urlaub in einem anderen Land zu machen, so wie wir es können? Viele können es nicht glauben dass wir – wenn wir das Geld dazu haben – ins Reisebüro gehen, unseren Traumurlaub buchen, uns die Touristenkarte für Cuba besorgen bzw. diese einfach vom Reisebüro bekommen und uns in das Flugzeug setzen können, ohne lang und breit um ein Visum bzw. um eine Ausreisegenehmigung ansuchen zu müssen.

Unter Betrachtung all dieser Gesichtspunkte frage ich mich in wie weit kann man das Handeln und Denken vieler Chulos, Jineteras usw. verurteilen und sagen sie sind einfach alle von Natur aus schlechte Menschen? Versteht mich richtig, ich möchte das Handeln dieser Art von Cubis nicht rechtfertigen, entschuldigen oder sie in Schutz nehmen und sagen sie können nicht anders, ich verurteile das genauso wie viele andere, aber ich frage mich wessen Schuld das Ganze ist und bin auf der Suche nach einer Erklärung dafür. Und aus diesem Grund frage ich mich oft was aus diesen Cubis geworden wäre wenn sie nicht in Cuba geboren worden wären, wenn sie hier aufgewachsen wären wie wir. Was für eine Art von Mensch wären sie geworden? Wíe würden sie denken? Und umgekehrt, was wäre aus uns geworden, wären wir in Cuba geboren? Was denkt ihr?

Mit diesem Thread möchte ich keineswegs alle Cubaner in Schutz nehmen, ich möchte auch nicht als "blauäugig" und naiv hingestellt werden, weil ich mir über derartige Dinge Gedanken mache und ihr vielleicht denkt ich werde bei meinem novio bleiben, egal was er macht und lasse mich nach Strich und Faden ausnutzen. Ich denke nicht "er ist so arm und kann ja nicht anders" wie viele von euch jetzt vermutlich glauben könnten.

Ich freue mich auf viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten, auch von denen die schon jahrelange Cuba-Erfahrung haben, anders als ich zB.

Liebe Grüße
Schmunzelhäschen

chavalito
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#2 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:23
Zitat von schmunzelhase80
Schlechte / hinterhältige Menschen gibt es in jedem Land, auf der ganzen Welt. Wer ist schuld daran dass man in Cuba vielleicht häufiger als in anderen Ländern auf Menschen trifft, von denen man ausgenutzt wird? Ist es die Mentalität? Ist es die generelle Lage in Cuba? Der Tourismus? Hat das Regime Schuld?

Schuld hat das System.
Eindeutig, da kann es keine zwei Meinungen geben!!

Ein System, das die Menschen von Kindesbeinen an zu Doppelmoral, Werterelativismus und Verlogenheit "erzieht", bringt eben massenhaft die Art von Personen hervor, von denen hier die Rede ist.

Alles andere wäre absurd. Wieso sonst sollten Kubaner schlechtere/hinterhältigere Menschen sein??

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„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“
Winston Churchill

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Rafael_70
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#3 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:26
In Antwort auf:
Schlechte / hinterhältige Menschen gibt es in jedem Land, auf der ganzen Welt. Wer ist schuld daran dass man in Cuba vielleicht häufiger als in anderen Ländern auf Menschen trifft, von denen man ausgenutzt wird? Ist es die Mentalität? Ist es die generelle Lage in Cuba? Der Tourismus? Hat das Regime Schuld?


Schlechte Menschen sind wohl normalverteilt.

Die kubanische Kultur - wie viele andere laterinamerikanische Kulturen - legt einen grossen Wert auf das Wahren des Gesichtes. So ist es normal jemanden anzulügen, wenn man die Person nicht verletzen will. Die Menschen sind viel stärker gegenwartsorientiert als in Europa, was in allen primitiven vorindustriellen Gesellschaften der Fall ist. Weiter haben Familie und Sippenbeziehungen einen hohen Stellenwert.

Die sozialistische Mangelwirtschaft zwingt viele Menschen zu lügen, zu stehlen und zu betrügen. Dies wird im Allgemeinen nicht als Unrecht empfunden.

In Antwort auf:
Wie würdet ihr handeln und denken wenn ihr Cubaner wärt, wenn ihr dort geboren wärt und zB im Tourismus arbeiten würdet? Wie würdet ihr euch fühlen wenn ihr tagein, tagaus Touristen kommen und gehen seht, die es sich leisten können in Luxushotels Urlaub zu machen, die nach ihrem 14-tägigen Aufenthalt wieder in ihre scheinbar perfekte Welt nach Hause kehren und einem Hotelangestellten mal im Vorbeigehen seinen Monatslohn als Trinkgeld in die Hand drücken, nur weil sie die letzten 20 Pesos die ihnen übrig geblieben sind nicht mehr zurück wechseln wollen? Ich würde mich klein und völlig erniedrigt fühlen. Dennoch sind sie alle darauf angewiesen und viele haben sich mit dem Gedanken abgefunden oder angefreundet dass das durchaus so in Ordnung ist und nutzen die Lage natürlich aus. In wie weit kann man das verurteilen? Würden wir nicht alle das Gleiche machen?


Es gibt viele arme Länder, wo die Menschen keinswegs nur darauf aus sind, Fremde zu betrügen und auszunehmen. Wenn die Kubaner Mumm hätten, würden sie ihr Schicksal in die Hand nehmen und ihre Regierung stürzen.

Leider kanalisiert sich die Unzufriedenheit der Kubaner in der latenten Massenflucht, in der höchsten Selbstmordrate Lateinamerikas und in Alkoholismus und Eskapismus.

In Antwort auf:
Würdet ihr ein Stück dieser scheinbar perfekten Welten aller Touristen haben wollen denen ihr begegnet? Mir sind in den wenigen Malen die ich dort war immer wieder Cubaner über den Weg gelaufen die mich nach meiner ehrlichen Meinung über Cuba gefragt haben und die ehrlich (so kam es mir zumindest vor) daran interessiert waren zu erfahren wie das Leben in Österreich / Deutschland ist, die sich nicht vorstellen konnten dass man in unseren Breiten Miete zahlen muss und dass ein Bier nicht 1 Peso sondern 3 – 4 Euro kostet, dass wir uns alles kaufen könnten was wir wollten wenn wir das Geld dazu hätten, dass wir randvolle Supermärkte haben usw.


Nicht unm jeden Preis. Es ist unmoralisch, andere Leute zu betrügen, auch wenn sie mehr Geld haben.


In Antwort auf:
Wie würdet ihr euch fühlen wenn ihr weder die Möglichkeit noch das Geld dazu hättet einfach mal Urlaub in einem anderen Land zu machen, so wie wir es können? Viele können es nicht glauben dass wir – wenn wir das Geld dazu haben – ins Reisebüro gehen, unseren Traumurlaub buchen, uns die Touristenkarte für Cuba besorgen bzw. diese einfach vom Reisebüro bekommen und uns in das Flugzeug setzen können, ohne lang und breit um ein Visum bzw. um eine Ausreisegenehmigung ansuchen zu müssen.


Die entscheidende Frage ist doch, warum die Kubaner keine funktionierende Wirtschaft besitzt, die ihnen die notwendigen Ressourcen verschafft. Ausplündern von Touristen hilft zwar kurzfristig dem Einzelnen, ändert aber nichts an der Situation der Masse.

In Antwort auf:
Unter Betrachtung all dieser Gesichtspunkte frage ich mich in wie weit kann man das Handeln und Denken vieler Chulos, Jineteras usw. verurteilen und sagen sie sind einfach alle von Natur aus schlechte Menschen? Versteht mich richtig, ich möchte das Handeln dieser Art von Cubis nicht rechtfertigen, entschuldigen oder sie in Schutz nehmen und sagen sie können nicht anders, ich verurteile das genauso wie viele andere, aber ich frage mich wessen Schuld das Ganze ist und bin auf der Suche nach einer Erklärung dafür. Und aus diesem Grund frage ich mich oft was aus diesen Cubis geworden wäre wenn sie nicht in Cuba geboren worden wären, wenn sie hier aufgewachsen wären wie wir. Was für eine Art von Mensch wären sie geworden? Wíe würden sie denken? Und umgekehrt, was wäre aus uns geworden, wären wir in Cuba geboren? Was denkt ihr?


Auch wenn ich arm bin, gibt mir das nicht das Recht andere anzulügen und zu betrügen. Der richtige Weg wäre, die Verhältnisse zu ändern, die dazu führen, dass diese Dinge so sind, d.h. die Regierung zu stürzen ...

eltipo
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#4 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:31

Zitat von Rafael_70
Auch wenn ich arm bin, gibt mir das nicht das Recht andere anzulügen und zu betrügen. Der richtige Weg wäre, die Verhältnisse zu ändern, die dazu führen, dass diese Dinge so sind, d.h. die Regierung zu stürzen ...




Wahre Worte

eltipo
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#5 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:34

Zitat von schmunzelhase80
frage] Schlechte / hinterhältige Menschen gibt es in jedem Land, auf der ganzen Welt. Wer ist schuld daran dass man in Cuba vielleicht häufiger als in anderen Ländern auf Menschen trifft, von denen man ausgenutzt wird? Ist es die Mentalität? Ist es die generelle Lage in Cuba? Der Tourismus? Hat das Regime Schuld?




Schuld an der ganzen misere hat Fidel Castro und das von Ihm geschaffene System !!

chavalito
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#6 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:38
Zitat von eltipo
Zitat von Rafael_70
Auch wenn ich arm bin, gibt mir das nicht das Recht andere anzulügen und zu betrügen. Der richtige Weg wäre, die Verhältnisse zu ändern, die dazu führen, dass diese Dinge so sind, d.h. die Regierung zu stürzen ...


Wahre Worte



Ein erster Schritt wäre, wenn vom Elternhaus aus mit einer ethisch-moralischen, im Christentum verankerten Erziehung ein wirksames Gegengewicht zu der Indoktrinierung und Gehirnwäsche der Kinder geschaffen würde.
Leider sind die meisten Eltern dazu nicht in der Lage, weil die selbst Produkte dieses verdammten Systems sind und die Doppelmoral bis in die tiefsten Poren des Körpers verinnerlicht haben.

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Rafael_70
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#7 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:40

In Antwort auf:
Culture of poverty

Finally, lumpenproletarians, or an urban poverty culture, is another example of the strong sharpening of social representations by the material situation.

With regard to the structural position:

a) Urban poors have low and instable incomes, they work in marginal economic domains. Poor people are less willing to save money for thrift.

b) They mistrust social institutions and are reluctant to participate in social institutions (political partys, trade-unions). Lewis posits that subjects living in these marginal conditions have a distinct set of attitudes, values and practices.

c) The poor are aware of dominant values of work, nuclear family and child care (Protestant work ethics, etc.) that they share verbally, but do not practice.

d) They are fearful, suspicious and apathetic toward the government and major institutions of society.

e) Social cohesion in poor communities is lower and limited to the extended family.

f) Strong familism, authoritarianism, matrifocality or monoparental families, absent fathers and lower intimacy characterizes family relationships. Children begin to work when still very young, and sexual activity also begins very young.

Finally, poor people have a set of psychological dispositions:

g) Orality, a weak disposition to defer gratification and strong present-time orientation, apathy and helplessness, beliefs in male superiority, tolerance when confronted with deviant behavior and psychopathology are psychological aspects of the culture of poverty^(Lewis, 1966; Gissi, 1991).

A culture of poverty appears partly as a logical or rational response to the objective conditions of powerlessness and poverty and share some attributes (individualism, reluctance to innovation) with the image of limited good. Empirical research confirms partially some of the attributes of the culture of poverty. However, some aspects as the discrepancy between values, norms and behavior, the tendency to spend above one’s means, and the mistrust in social institutions are actually shared by the middle-class (Harris, 1997)

In Latin America even stable jobs are related to lower incomes unable to cover even minimal needs. Similarly to the poor peasants’ situation, additional hard work, thrift and futureoriented planning are pointless because they do not produce a real increase in income or surplus protection against future problems.

Social movements and new political opportunities shake apathy and helplessness in the urban poor - as Lewis described in the 1950s in Cuba (Lewis, 1966). Differences in social behaviour are viewed as arising from the socio-economic situation of groups, classes and nations.


http://www.psicothema.com/pdf/393.pdf

sarchi
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#8 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:45

Wieso hat Castro schuld????
das ganze gabs schon vor 1958.
Auf den nachbarinseln ist es genau so.

Schuld ist die Armut .
Dann kommen wir und geben an einenb tag mehr aus als dort eine ganze Familie im Monat
verdient.

user
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#9 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:47

Zitat von Rafael_70
In Antwort auf:

Die kubanische Kultur - wie viele andere laterinamerikanische Kulturen - legt einen grossen Wert auf das Wahren des Gesichtes. So ist es normal jemanden anzulügen, wenn man die Person nicht verletzen will. Die Menschen sind viel stärker gegenwartsorientiert als in Europa, was in allen primitiven vorindustriellen Gesellschaften der Fall ist. Weiter haben Familie und Sippenbeziehungen einen hohen Stellenwert.
Die sozialistische Mangelwirtschaft zwingt viele Menschen zu lügen, zu stehlen und zu betrügen. Dies wird im Allgemeinen nicht als Unrecht empfunden.

fühlen sich hier viele als opfer?

In Antwort auf:

Es gibt viele arme Länder, wo die Menschen keinswegs nur darauf aus sind, Fremde zu betrügen und auszunehmen. Wenn die Kubaner Mumm hätten, würden sie ihr Schicksal in die Hand nehmen und ihre Regierung stürzen.
Leider kanalisiert sich die Unzufriedenheit der Kubaner in der latenten Massenflucht, in der höchsten Selbstmordrate Lateinamerikas und in Alkoholismus und Eskapismus.

woran liegts dass gerade cubaner diesen mumm nicht haben?

In Antwort auf:
Würdet ihr ein Stück dieser scheinbar perfekten Welten aller Touristen haben wollen denen ihr begegnet? Mir sind in den wenigen Malen die ich dort war immer wieder Cubaner über den Weg gelaufen die mich nach meiner ehrlichen Meinung über Cuba gefragt haben und die ehrlich (so kam es mir zumindest vor) daran interessiert waren zu erfahren wie das Leben in Österreich / Deutschland ist, die sich nicht vorstellen konnten dass man in unseren Breiten Miete zahlen muss und dass ein Bier nicht 1 Peso sondern 3 – 4 Euro kostet, dass wir uns alles kaufen könnten was wir wollten wenn wir das Geld dazu hätten, dass wir randvolle Supermärkte haben usw.

Nicht unm jeden Preis. Es ist unmoralisch, andere Leute zu betrügen, auch wenn sie mehr Geld haben.

das ist natürlich richtig, sehe ich genauso


In Antwort auf:
Der richtige Weg wäre, die Verhältnisse zu ändern, die dazu führen, dass diese Dinge so sind, d.h. die Regierung zu stürzen ...


ich denke dass viele angst davor haben, die regierung zu stürzen, denn wie gehts danach weiter?

chavalito
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#10 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:53

Man kann es drehen und wenden wie man will, am Ende muss man zwangsläufig (in Abwandlung an ein Clinton-Zitat) feststellen: "It´s the system, stupid!!"

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George1
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#11 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:55

Zitat von schmunzelhase80
Wer ist schuld daran dass man in Cuba vielleicht häufiger als in anderen Ländern auf Menschen trifft, von denen man ausgenutzt wird? Ist es die Mentalität? Ist es die generelle Lage in Cuba? Der Tourismus? Hat das Regime Schuld?


Wer ist Schuld - Ganz einfach : DU

Was ich damit sagen will:
Es ist einfach Unsinn. Du wirst in jedem Touristengebiet der Welt Schnorrer und Betrüger finden. Klar - je ärmer das Land desto höher die Wahrscheinlichkeit.
Aber ob mich nun der tunesische Kamelkaravanenführer in die Kneipe seines Onkels schleppen will, der türkische Markthändler in Antalya mir ´n original Adidas-Shirt für 10 Euronen verkaufen will am Kenias Stränden preisgünstig Rolex-Uhren verkauft werden oder auf Cuba ... was auch immer passiert liegt doch immer daran ob ich das mit mir machen lasse.

Ich bin bisher noch nie ausgenutzt worden ( zumindest nicht ohne es gewollt zu haben ) - weder auf Cuba noch sonstwo auf der Welt. Wie auch - Ich habe nix , ich brauche nix und ich gebe nix.

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Rafael_70
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#12 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 11:58
Zitat von George1
Ich bin bisher noch nie ausgenutzt worden ( zumindest nicht ohne es gewollt zu haben ) - weder auf Cuba noch sonstwo auf der Welt. Wie auch - Ich habe nix , ich brauche nix und ich gebe nix.


Georgie, ich dachte du bist der Exklusivsponsor einer ausgewanderten Santiaguera ...

user
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#13 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:07

Zitat von George1
Wer ist Schuld - Ganz einfach : DU

hab dank edler fremder

In Antwort auf:
Was ich damit sagen will:
Es ist einfach Unsinn. Du wirst in jedem Touristengebiet der Welt Schnorrer und Betrüger finden. Klar - je ärmer das Land desto höher die Wahrscheinlichkeit.
Aber ob mich nun der tunesische Kamelkaravanenführer in die Kneipe seines Onkels schleppen will, der türkische Markthändler in Antalya mir ´n original Adidas-Shirt für 10 Euronen verkaufen will am Kenias Stränden preisgünstig Rolex-Uhren verkauft werden oder auf Cuba ... was auch immer passiert liegt doch immer daran ob ich das mit mir machen lasse.

das ist schon klar dass es das auf der ganzen Welt gibt, hab auch nicht das gegenteil behauptet hab auch schon in tunesien meine blauen wunder erlebt, original adidas-shirt usw...

In Antwort auf:
Ich bin bisher noch nie ausgenutzt worden ( zumindest nicht ohne es gewollt zu haben ) - weder auf Cuba noch sonstwo auf der Welt. Wie auch - Ich habe nix , ich brauche nix und ich gebe nix.

na dann kannst du dich ja glücklich schätzen wenn ich hinfliege und die casa bezahle und das meiste vom täglichen bedarf natürlich auch (die paar peso die er beisteuern kann fallen ja eh nicht ins gewicht), werde ich dann ausgenutzt? ich fühl mich nicht so, augenutzt würde ich mich fühlen wenn ich permanent geld schicken würde, was ich allerdings noch nie getan habe und auch nicht tun werde, da hörts auf für mich. noch schlimmer wärs wenn man immer wieder dazu aufgefordert wird geld zu schicken, das wäre dann klar

Don Arnulfo
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#14 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:09

Zitat von Rafael_70
Zitat von George1
Ich bin bisher noch nie ausgenutzt worden ( zumindest nicht ohne es gewollt zu haben ) - weder auf Cuba noch sonstwo auf der Welt. Wie auch - Ich habe nix , ich brauche nix und ich gebe nix.


Georgie, ich dachte du bist der Exklusivsponsor einer ausgewanderten Santiaguera ...




Äpfel mit Birnen verglichen.....

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#15 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:27

Sehr interessante Fragen

Der Ehrgeizige, der in Kuba bleibt:
Also ich würde mich für die Revolution zuerst mal aufopfern, mir wird ja beigebracht das ist das beste, die Kindheit soll ja in Kuba nicht so schlecht sein, auch wenn dank Mangel die Menschen etwas verdummt sind. Irgendwann merke ich das ich nicht weiter komme und gebe den verfluchten Amis die Schuld. Nur die sind weit weg, also suche ich die Schuldigen vor Ort, jene die nicht arbeiten, jene die ich wähle und keine Gesetze erlassen die Kuba besser machen.
Danach kommt die Frage: Habe ich irgendwelche Talente das ich ins Ausland komme? Kann ja meinen Körper nicht anbieten, abgesehen sind mir die Kubanerinnen viel lieber. Oder vergesse ich sämtliche Moral, stehle und betrüge. Wahrscheinlich nein, es gibt andere Wege.
Also arbeite ich weiter und suche einen Ausländischen Investor und arbeite für diesen um eine Firma hinzubekommen. Jetzt sehe ich endlich Erfolg mit 40 Jahren und das Land hat auch was davon.
Wird es dann den ausl. Investor mit den Kubanern zu blöd, haut er ab. Und ich? Nochmal von vorne? Nein ich werde Beamter und arbeite so als wäre es ein Streik, dabei brauche ich aber nur so zu arbeiten wie die Regierung es befiehlt. Mittlerweile habe ich eine gespaltene Persönlichkeit entwickelt, träume vom Leben im "Wo alles funktioniert Land" und glaube alles besser zu wissen.

Der Faule:
Keine Ambitionen, meckert und weiss alles besser und ist verantwortlich das der Ehrgeizige vielleicht keinen Erfolg hat. Nutzt andere aus und findet vielleicht einen Ausländer.

Der Parteihirsch:
Kuba ist ein Paradies und mit der zusätzlichen Kohle kann ich wenigstens leben und mehr ist nicht drinnen mit dem Embargo.

Ich:
In Kuba bestmöglich studieren und abhauen mittels Stipendium, Kohle verdienen und mit dieser irgendwann mal zurückkommen, weil es doch der beste Platz ist. Aber das mach ich in Österreich auch und jeder hat was davon. Emigration ist ein Vorteil für beide Länder.

George1
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#16 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:30

Zitat von Rafael_70
Georgie, ich dachte du bist der Exklusivsponsor einer ausgewanderten Santiaguera ...


Falsch Rafaela - wir haben nur ´nen lebenslänglichen AI-Hotel Vertrag ( Übernachtung, regionale Speisen und Getränke sowie einige "sportliche" Aktivitäten sind inklusive - Ausflüge und Sonderwünsche sind zuzahlungspflichtig. )

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#17 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:34
Zitat von sarchi
Wieso hat Castro schuld????
das ganze gabs schon vor 1958.
Auf den nachbarinseln ist es genau so.

Schuld ist die Armut .
Dann kommen wir und geben an einenb tag mehr aus als dort eine ganze Familie im Monat
verdient.



Mit Sicherheit spielt Armut eine grosse Rolle aber das diese armen Menschen von Kindesbeinen an zu Doppelmoral, Werterelativismus und Verlogenheit erzógen werden ist ein produkt der castro Diktatur .
In vielen Ländern der Welt ist es möglich mit viel Fleis,Willenskraft und natürlich mit etwas Glück der Armut zu entkommen.Fidel hat ein System geschaffen in dem Leistung sich nicht lohnt .Da ist schnoren und betrügen viel ertragreicher.Da es das Castro-Regime leider schon ca 50 Jahre gibt sind schon 2 Generationen "versaut "
Die meisten cubaner kennen nichts anderes ...leider
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#18 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:37

Zitat von Gary
Sehr interessante Fragen

Gary, mit Deinem Artikel beweist Du mal wieder, dass Dein Studium in Kuba verlorene Liebesbemühungen waren. Den Durchblick schaffst Du so nicht.

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#19 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:39

Zitat von eltipo
Fidel hat ein System geschaffen in dem Leistung sich nicht lohnt .Da ist schnoren und betrügen viel ertragreicher.Da es das Castro-Regime leider schon ca 50 Jahre gibt sind schon 2 Generationen "versaut "
Die meisten cubaner kennen nichts anderes ...leider

dazu muss ich sagen dass ich bei meinem letzten cuba-aufenthalt zum ersten mal verstanden habe warum viele nicht arbeiten sondern versuchen was auch immer bestmöglichst zu verscherbeln (kann noch immer nicht glauben dass es leute gibt die davon leben glasflaschen zu sammeln und diese dann zu verkaufen - wer braucht eine leere glasflasche und wofür? keine ahnung...). fraglich wohin das führen soll und wie lange es noch dauert bis das ganze system in sich zusammenbricht.

George1
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#20 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:39

Zitat von eltipo
In vielen Ländern der Welt ist es möglich mit viel Fleis,Willenskraft und natürlich mit etwas Glück der Armut zu entkommen.Da ist schnoren und betrügen viel ertragreicher.


Was du schnorren und betrügen nennst - nenne ich "Freie Marktwirtschaft" - und dazu gehört ( vielleicht nicht unbedingt Fleiß aber zumindest ) Willenskraft und Glück.

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jan
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#21 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 12:55
Zitat von schmunzelhase80

(kann noch immer nicht glauben dass es leute gibt die davon leben glasflaschen zu sammeln und diese dann zu verkaufen - wer braucht eine leere glasflasche und wofür? keine ahnung...)..


Fragen, Fragen, Fragen

Für 1 Kg. Aludosen gibt es z.B. 1 kleine Fl. Shampoo oder 1/2 Flasche Rum oder was so gerade da ist!
Je nach Ort und Gegend, mal mehr mal weniger

Leere Glasflaschen braucht man um das Öl von der libreta aus der tienda abzuholen
Für eine gefundene Glasflasche gibt es 1 Peso

Edit Dirk: Jan versuch doch mal die Zitate nicht jedesmal kaputt zu machen.....
Angefügte Bilder:
dosen.jpg  
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#22 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 13:06

Zitat von jan
Fragen, Fragen, Fragen

ja, häschen hat heute fragestunde

In Antwort auf:
Für 1 Kg. Aludosen gibt es z.B. 1 Fl. Shampoo oder 1/2 Flasche Rum oder was so gerade da ist!
Leere Glasflaschen braucht man um das Öl von der libreta aus der tienda abzuholen
Für eine gefundene Glasflasche gibt es 1 Peso

da mach ich mich auch auf die suche
aludosen hätt ich ja noch verstanden, da kann man wenigstens was draus basteln und das dann verscherbeln

jan
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#23 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 13:09

In Deutschland gibts 0,25 EURO für 1 Dose!

Was meinst du wieviel da sammeln?

Nicht auf deinem Dorf

Don Arnulfo
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#24 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 13:14

und aus den Getränkedosen machen die Kubis Souvenirs
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#25 RE: Ein Stich ins Wespennest...
12.04.2008 13:15

Zitat von jan
In Deutschland gibts 0,25 EURO für 1 Dose!
Was meinst du wieviel da sammeln?
Nicht auf deinem Dorf

in meinem kleinen dorf in wien sammeln auch genug, war ja nur blöd geredet von wegen fang jetzt auch an zu sammeln

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1. Mal Kuba und gleich mal 3 Wochen Individual-Reise mit offenen Fragen
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14 30.03.2014 18:25
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bestes Mittel, nach Stich von Mosk...
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20 28.08.2003 11:14
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Paket nach Cuba: Kosten-Verbote-Einschränkungen
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