Der Revolutionsführer meldet sich zurück

11.04.2007 23:42
avatar  Garnele
#1 Der Revolutionsführer meldet sich zurück
avatar
Top - Forenliebhaber/in

Der Revolutionsführer meldet sich zurück
Ob Umweltpolitik oder der Menschenrechtsdialog mit der EU - Kuba und sein Staatschef Fidel Castro zeigen sich seit kurzem äußerst diskussionsfreudig.


Fidel Castro bereitet offenbar seine Rückkehr auf die politische Bühne vor. Gut acht Monate nach seinen schweren Darmoperationen hat sich der kubanische Staatschef im Krankenstand jüngst gleich mehrfach zu aktuellen politischen Themen zu Wort gemeldet. Anfang des Monats kritisierte er die US-Regierung in einem Artikel in der kommunistischen Parteizeitung Granma scharf für ihr Vorhaben, künftig mehr Mais, Zuckerrohr und Soja für die Herstellung von Biodiesel einzusetzen. Bereits Tage zuvor hatte der 80 Jahre alte Castro in einem langen Beitrag auf der Granma-Titelseite die Umweltpolitik der USA gegeißelt. Er warf Washington vor, dadurch drei Milliarden Menschen zum "vorzeitigen Tod" zu verurteilen. Die Artikel sind in bester kubanischer Tradition gehalten und kritisieren die USA dafür, die Staaten der Dritten Welt für ihre Interessen auszunutzen. Ausländische Diplomaten gehen davon aus, dass die Beiträge tatsächlich aus der Feder Castros stammen und der Staatschef sich damit auf internationalem Parkett wieder Gehör verschaffen will.
Bereits seit längerem verdichten sich die Anzeichen, dass Castro die Fäden auf seiner Insel wieder fester in der Hand hält. So betonte Parlamentspräsident Ricardo Alarcón kürzlich, der Revolutionsführer werde sich vermutlich in einem Jahr wieder in die Nationalversammlung wählen lassen. Boliviens Präsident Evo Morales wurde konkreter. Castro feiere am 28. April sein öffentliches Comeback, sagte Morales, der neben Venezuelas Staatschef Hugo Chávez der engste Vertraute Castros in Lateinamerika ist. Ende des Monats findet in Havanna der Festakt zum dreijährigen Bestehen des alternativen Wirtschaftsblocks Alba statt, der als Gegenentwurf zur amerikaweiten Freihandelszone Alca gilt, die von den USA gefordert und gefördert wird. Zu dem Alba-Treffen werden auf Kuba sechs Staatschefs aus Mittel- und Südamerika erwartet.
Gleichzeitig näherten sich Spanien und Kuba diplomatisch wieder an, was auch die verhärteten Positionen zwischen der Europäischen Union und der kommunistisch regierten Karibikinsel aufweichen könnte. Die Regierungen in Madrid und Havanna vereinbarten anlässlich des Besuchs von Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos in Havanna die Wiederaufnahme des Menschenrechtsdialogs. Die EU hatte nach der Verurteilung von Dissidenten und der Hinrichtung von Bootsentführern 2003 die diplomatischen Beziehungen zu Havanna auf Eis gelegt.
Und noch ein Zeichen: Scharf protestierte die kubanische Regierung gegen die Entscheidung einer US-Richterin, den Exilkubaner Luis Posada Carriles unter Auflagen freizulassen. Der 79-Jährige soll vor 31 Jahren einen Bombenanschlag auf ein kubanisches Flugzeug verübt haben, bei dem 73 Menschen ums Leben kamen. Posada wurde im Mai 2005 wegen illegaler Einreise aus Mexiko verhaftet. Die US-Regierung habe "die Freilassung eines Monsters" beschlossen, hieß es in einer Erklärung, die am Dienstag in Havanna veröffentlicht wurde. Unterzeichnet hat sie Staatschef Fidel Castro.

Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/p...&em_cnt=1113227


 Antworten

 Beitrag melden
12.04.2007 17:40
avatar  ( Gast )
#2 RE: Der Revolutionsführer meldet sich zurück
avatar
( Gast )

In Antwort auf:
Die EU hatte nach der Verurteilung von Dissidenten und der Hinrichtung von Bootsentführern 2003 die diplomatischen Beziehungen zu Havanna auf Eis gelegt.


und das war damals eine richtige Entscheidung.

Ich würde mich als Europäer noch besser fühlen, wenn Europa alle diplomatischen Beziehungen zu Staaten, die die Todesstrafe nicht abgeschafft haben, auf Eis legt.....


 Antworten

 Beitrag melden
12.04.2007 18:01
avatar  greenhorn ( gelöscht )
#3 RE: Der Revolutionsführer meldet sich zurück
avatar
greenhorn ( gelöscht )

Wie heisst nochmal der Außenminister der EU?


Auf Eis gelegt heisst nicht, dass irgendein Botschafter eines EU-Staates abgezogen wurde.


 Antworten

 Beitrag melden
13.04.2007 07:35
avatar  ( Gast )
#4 RE: Der Revolutionsführer meldet sich zurück
avatar
( Gast )

In Antwort auf:
Auf Eis gelegt heisst nicht, dass irgendein Botschafter eines EU-Staates abgezogen wurde.



Hmmm ? Jan, was willst Du uns damit sagen......


 Antworten

 Beitrag melden
13.04.2007 19:52
#5 RE: Der Revolutionsführer meldet sich zurück
avatar
sehr erfahrenes Mitglied

Also die Botschafter in den USA, China und weiß der Henker wo noch sonst, werden dann abgezogen.

Viel Spaß auch dabei wünscht

dpan


 Antworten

 Beitrag melden
14.04.2007 04:20
avatar  elcrocoloco ( gelöscht )
#6 RE: Der Revolutionsführer meldet sich zurück
avatar
elcrocoloco ( gelöscht )


Chavez: Castro fast vollständig genesen

http://www.orf.at

Der erkrankte kubanische Staatschef Fidel Castro ist nach Angaben seines venezolanischen Kollegen Hugo Chavez fast vollständig genesen und arbeitet bereits wieder.

Ärzte würden von einer "wirklichen Gesundung" sprechen, sagte Chavez gestern auf einer Pressekonferenz. Der 80-Jährige habe, wenn auch nicht formell, "einen Großteil seiner Pflichten wieder aufgenommen".

Castro trat seit einer schweren Darmoperation im Juli vergangenen Jahres nicht mehr in der Öffentlichkeit auf. Damals hatte er die Macht übergangsweise an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raul abgegeben. Über die genaue Art der Erkrankung des Staatschefs hüllt sich die kubanische Führung in Schweigen.


 Antworten

 Beitrag melden
14.04.2007 11:20
avatar  ( Gast )
#7 RE: Der Revolutionsführer meldet sich zurück
avatar
( Gast )

@ chico tonto

Wenn die EU die Beziehungen zu allen Staaten wo die Todesstrafe vollstreckt wird, auf Eis legen würde, hätte sie ein Problem. Einige der Mitgliedsstaaten der USA haben die Todesstrafe. Zum Beispiel Texas und Florida. Auch in Arnis Kalifornien.


@ Garnele

Ich finde, für Cuba wäre es besser, wenn Fidel Castro endgültig von der Politik zurück tritt.

Nun ist es Zeit zur Annäherung mit dem Westen und Castro wird das nicht können. Die USA werden es ebenfalls nicht können, solange Fidel Castro auf Kuba Macht hat.


 Antworten

 Beitrag melden
Seite 1 von 1 « Seite Seite »
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!