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Dieses Thema hat 71 Antworten
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 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
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#51 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 13:09

Vilmaris, ich bin auf ähnliche Ergebnisse gekommen. Die kubanische Geschichte scheint mir im wesentlich von Missernten zu berichten :-)

Was mich überrascht hat, ist das Cuba eine Ikarus Bus Endfertigung hatte und dann selbst keine Busse auf die vorhandenen LKW Fahrgestelle bauen konnte.
Das ist IMHO ein anderer Grund für die fehlende Industriealisierung bzw. Industriealisierbarkeit.
In Cuba wird offensichtlich eine gerade mal eben brauchbare Lösung einer guten vorgezogen.
Der Container mit groben Holzbänken ist immer noch besser als zu Fuss gehen und daher gut genug, kein Gund mehr zu tun :-(

Und dann hat man ja noch das Embargo, prima Ausrede für alles!
Coca und Pepsi Cola kommen ja genau so wenig aus den USA wie der Reis und die Lucky Strike Zigaretten. Dieses Embargo ist so löchrig wie ein Schweitzer Käse und wenn die USA Fidel wirklich los werden wollten, würden sie das sofort aufheben!

vilmaris
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#52 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 13:11

@ Rody

RENAISSSANCE AND DECAY: A COMPARISON OF SOCIOECONOMIC INDICATORS IN PRE-CASTRO AND CURRENT-DAY CUBA

In Antwort auf:
An enduring myth is that Cuba in the 1950s was a
socially and economically backward country whose
development, especially in the areas of health and education,
was made possible by the socialist nature of
the Castro government. Despite the widespread acceptance
of this view, readily available data show that
Cuba was already a relatively well-advanced country
in 1958, certainly by Latin American standards, and
in some cases by world standards. The data show that
Cuba has at best maintained what were already high
levels of development in health and education, but
that in other areas, Cubans have borne extraordinary
costs as a result of Castro-style totalitarianism and
misguided economic policies. Indeed, with the possible
exception of health and education, Cuba’s relative
position among Latin American countries is lower
today than in it was in 1958 for virtually every
socioeconomic measure for which reliable data are
available.

http://lanic.utexas.edu/la/cb/cuba/asce/cuba8/30smith.pdf

el loco alemán
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#53 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 15:24

Wenn ich von Vilmaris hier lese, was Kuba so für ein soziales Wohlstandsland für alle unter Batista gewesen sein soll, dann frage ich mich, wieso es erstens überhaupt eine Revolution gegeben hat und zweitens wieso diese dann vom Volke weitestgehendst unterstützt und mitgetragen wurde.

Es gibt also offensichtlich nicht nur rosarote Revolutionsverklärer sondern eben auch selektive Wahrnehmungsstörungen der anderen Art.

Mein Opa sagte immer: Ein satter Bürger steigt nicht auf die Barrikade.


Buchtipp http://www.privatreisen-cuba.de/12603.html
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#54 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 15:39

Nun, die Einkommensverteilung war mit Sicherheit alles andere als gleichmässig und Batistas Regime hatte ja auch noch eine andere Seite.

Stillstand scheint aber eine wesentliche Eigenschaft des Marxismus zu sein und meiner Meinung nach hat Cuba den Anschluss an den Rest der Welt verspielt.
Und Embargo hin oder her, ohne irgendeine Gegenleistung liefert niemand, ausser vieleicht Venezuela, Waren nach Cuba.

Was mir immer wieder auffällt, ist das Cuba trotz politischer Stabilität von allen anderen Ländern ausser Haiti abgehängt wird.

Rody
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#55 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 17:38

Vilmaris, wie wäre es denn mal mit neutraleren Quellen?

Der Propaganda aus den USA kannst du ja nun überhaupt nicht trauen. Wirf doch einfach mal einen Blick in die Geschichtsbücher...

Natürlich ist Kubas "Wohlstand" deutlich gefallen. Das habe ich auch nie anders behauptet. Ich habe auch nicht gesagt, daß Sozialismus gut für ein Land ist. Aber Castro für die Armut in Kuba verantwortlich zu machen, ist einseitig und voreingenommen.

Wenn du dir den Rest von Lateinamerika anguckst, wirst du feststellen, daß die meisten Einwohner der Nachbarländer mindestens ebenso schlecht dran sind. Wirf mal einen Blick auf die normale Bevölkerung in der Dom Rep, in Jamaika oder in Haiti...
Geh mal nach Mexiko, und überleg dir wieso so viele unter Todesgefahr versuchen illegal in die USA einzureisen.

Eine Industrialisierung Kubas ist unrealistisch aufgrund mangelhafter Logistik, nicht bzw. unzureichend vorhandener Rohstoffe, mangelnder Infrastruktur sowie ausgebildeter Facharbeiter, der Arbeitseinstellung der Einwohner sowie des politischen Umfeldes. Du wirst Kuba genausowenig industrialisieren können wie Jamaika, DomRep, Haiti oder irgendeine andere karibische Insel.

Wenn du schon den Blick nach Osteuropa empfiehlst, dann schau dir doch mal Rußland an. Dem Großteil der russischen Bevölkerung geht es heute keinesfalls besser, eher schlechter als zur Zeit der Sovietunion. Viele Familien sind unterernährt, haben im Winter Probleme Heizmaterial zu bekommen um nicht zu erfrieren. Die Renten sind zusammengebrochen, ein Großteil der Bevölkerung lebt unter dem Existenzminimum.
Die neuen Mitglieder der EU sind massiv vom Westen unterstützt worden und profitieren weiterhin von dem Steuerwettbewerb und dem Lohndumping, wodurch Investitionen aus Westeuropa angelockt wurden. Möglich wurde dies aufgrund der in Aussicht gestellten Mitgliedschaft in der EU. Einen ähnlichen Effekt wird es für Kuba nicht geben, da die USA nicht so beschränkt sind, Kuba in die USA zu integrieren. Wenn die USA wirklich wollten, könnten sie Kuba jederzeit "befreien" oder auch annektieren. Wäre ne Sache von maximal einem Tag. Da gibt es aber kein Öl, keinerlei Gründe für den Aufbau einer Industrie, im Gegenteil, das ist ja schlimmer als die DDR bei uns, keine vorhandene Industrie, massive erforderliche Investitionen und 6 Millionen Arbeitslose bei Einführung einer richtigen Marktwirtschaft. Da wären die USA schön blöd. Der einzige Grund, warum Kuba bei den USA überhaupt thematisiert wird, ist der Gesichtsverlust durch die Konfrontation mit Castro und die benötigten Wählerstimmen von 500.000 Exilkubanern im Swingstate Florida.

Socke
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#56 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 17:55

Rody, die Quellen sind ziemlich neutral.

Und wo du Mexico ansprichst, warum versuchen so viele Cubaner unter Todesgefahr illegal in die USA einzureisen?

Warum wollten so viele DDR Bürger unter Todesgefahr in die Bundesrepublik?

Hinter dem Hügel ist das Gras immer grüner!

Und was die mangelnde Logistik anbelangt, die hätte in den letzten 45 Jahren sehr wohl geschaffen werden können! Wer hatte denn in ganz Südamerika als erster eine Eisenbahnlinie?

Wenn das Bildungssystem so toll ist, warum fehlen dann ausgebildete Facharbeiter?

Das Problem ist die Stagnation, die Ausgangsbedingungen waren nicht so schlecht.

Aber wir wissen ja, das Embargo ....

Rody
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#57 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:03

Also das Embargo ist wirklich relativ unwirksam seit Europa nicht mehr mitmacht.

Und vorher gingen die Waren ja eh zum überteuerten Preis an die SU.

Ich habe nie behauptet, daß das Bildungssystem toll ist, es ist lediglich besser als in einem Großteil des Restes von Mittel und Süd-Amerika. Zweifellos ist es deutlich hinter westlichem Standard zurück. Und es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen einem Arzt, Architekten oder einer sonstigen schulischen Ausbildung und einem Facharbeiter, der entsprechende Maschinen warten, instandhalten und bedienen kann. Dafür braucht man nämlich erstmal die entsprechende Industrie, wo solche Maschinen auch benutzt werden.

Logistik: Die Rohstoffe müssten erst umständlich auf langen Transportwegen nach Kuba transportiert werden, dort verarbeitet werden, wobei es schon Probleme mit Wasservorräten geben dürfte, da moderne Industrien einen ungeheuren Bedarf an Reinigungs- und Kühlwasser haben, dann wieder verschifft werden in die Absatzgebiete, also nach Europa. Der logistische Aufwand ist viel zu groß.

Da ist die Produktion in anderen Ländern deutlich billiger. In China arbeiten gut ausgebildete Fachkräfte für genausowenig Geld und die Absatzmärkte liegen direkt vor der Tür bzw. sogar im eigenen Land. Die Löhne für normale Fabrikarbeiter die Werkzeuge herstellen die du hier im Baumarkt kaufst liegen sogar unter dem Lohnniveau von Kuba. Für die Produktion für Europa ist Osteuropa zu bevorzugen, zwar höhere Löhne, aber kürzere Transportwege und bessere Arbeitsmoral und Kontrolle.
Jeder westliche Unternehmer der in Kuba investieren würde, bei der dortigen Arbeitsmoral müsste doch eh einen Sockenschuß haben, und ohne ausländisches Kapital läßt sich in einem Staat keine Industrie aufbauen.

Meine Angaben stammen aus Geschichtsbüchern und Enzyklopädien. Ich denke die sind relativ neutral und gesicherter als irgendwelche Internetartikel, insbesondere wenn die von der Universität von Texas (Neutralität, yeah) stammen.

Ich habe auch nie gesagt, daß es den Leuten in Kuba oder der DDR gut geht (ging). Jeder versucht sich wirtschaftlich zu verbessern, insbesondere wenn es einem wirklich schlecht geht. Und es geht den Kubanern zweifelsohne schlecht, sogar ziemlich schlecht.
Ich bezweifele jedoch, daß es bei einer konsequenten Marktwirschaft anders wäre. Die Marktwirtschaft ist kein Heilmittel. Als Beispiel habe ich Mexiko und die anderen karibischen Inselstaaten angeführt.

In Kuba ist die Bevölkerung im Regelfall wenigstens ausreichend ernährt und ich bin, obwohl ich gut rumgekommen bin, nicht angebettelt worden, und habe auch keine echten Slums gesehen. Natürlich sind die Gebäude heruntergekommen und arg mitgenommen, aber im Vergleich zu z.B. Rio de Janeiro? Wo Gangs durch die Straßen marodieren, die Leute auf der Straße vor sich hinsiechen und verhungern, in abgerissenen Lumpen?
Ich glaube viele von euch waren zwar in Kuba, haben aber kein Bild von dem Elend in großen Teilen der Welt...

user
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#58 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:15

@ Rody,

In Antwort auf:
Aber Castro für die Armut in Kuba verantwortlich zu machen, ist einseitig und voreingenommen.

Alleine ist er das wohl kaum. Aber wo gibt es das schon, dass ein Mann allein verantwortlich wäre, für die Armut eines ganzen Volkes
Monokausalitäten, die hierfür Voraussetzung wären, sind bei gesellschaftspolitischen Prozessen nicht möglich.

Wofür er aber die volle und letztlich die alleinige Verantwortung trägt, das ist der "capitalismo del estado". Dieses System der Ausbeutung war bis heute nicht in der
Lage die Probleme Cubas zu lösen und wird es auch in Zukunft nicht sein. Wozu also wird an dem System des "capitalismo del estado" festgehalten

Letztlich ist es dieses System, welches den Kubanern )übrigens auch den Touristen) zu schaffen macht, nicht dass sie in einem Land leben, welches in Latainamerkia liegt.

In Antwort auf:
Natürlich ist Kubas "Wohlstand" deutlich gefallen.

Warum Du das so "natürlich" findest, schreibst du nicht...

Mit besten Grüßen,
P.

el loco alemán
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#59 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:16

In Antwort auf:
Warum wollten so viele DDR Bürger unter Todesgefahr in die Bundesrepublik?


Na weschn eh Fiedscho-regordar, Marlbohroh un e Golf Geh dee ieh.

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Rody
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#60 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:18

Aeh, Nachtrag:

Selbstverständlich bin ich als Steuerberater ein Verfechter der Marktwirtschaft und halte Sozialismus für höchst schädlich..

Was ich mit obigen Ausführungen sagen möchte, ist daß ich es voreingenommen und einseitig finde, Castro alleine die Schuld an Kubas Misere zu geben.

Man könnte sagen, daß meiner Auffassung nach bei Kuba Hopfen und Malz verloren ist. Bei den Voraussetzungen, die die Insel bietet, und der Lebenseinstellung der Bevölkerung ist da nicht viel draus zu machen, ob nun bei Marktwirtschaft oder Sozialismus.

Wenn sich das Land öffnet, wird es Leute geben, die Geld verdienen und reich werden. Es wird andererseits aber auch viele Verlierer geben. Zu guter Letzt wird es wenige Reiche geben, einen relativ kleinen Mittelstand und viele Arme, wie in vielen anderen Dritte Welt Ländern.

Socke
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#61 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:20

Die Zahlen aus dem Bericht stammen von den Vereinten Nationen und dem Internationalen Währungsfond, das ist mindestens so neutral wie die Geschichtsbücher und Enzyklopädieen, die basieren warscheinlich auf denselben Quellen.

Ich hab das Ding gelesen und ich meine es ist auch für einen nicht Volkswirt verständlich und nachvollziehbar.

Rody
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#62 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:23

In Antwort auf:
Warum Du das so "natürlich" findest, schreibst du nicht...

Das natürlich bezog sich auf die Wahrnehmung des derzeitigen Status. Niemand kann bestreiten, daß Kubas Wohlstand gefallen ist. Es war keineswegs ein Hinweis auf die Unabdingbarkeit der historischen Entwicklung, sondern lediglich ein Hinweis darauf, daß mir die Wohlstandsminderung selbstverständlich bewußt ist.

Rody
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#63 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:35

In Antwort auf:
Die Zahlen aus dem Bericht stammen von den Vereinten Nationen und dem Internationalen Währungsfond, das ist mindestens so neutral wie die Geschichtsbücher und Enzyklopädieen, die basieren warscheinlich auf denselben Quellen.

Ich hab das Ding gelesen und ich meine es ist auch für einen nicht Volkswirt verständlich und nachvollziehbar.


Nachvollziehbar ist es allemale, meine wirtschaftswissenschaftliche Qualifikation ist wohl durchaus gegeben.

Die Zahlen sind korrekt, die daraus gezogenen Schlußfolgerungen sind jedoch teilweise voreingenommen und nicht neutral. Der gesamte Bericht ist aus amerikanischer Feder und daher keineswegs neutral. Wenn du Volkswirt bist, solltest du Vorlesungen in Statistik gehabt haben und daher wissen, daß es bei der Aufstellung und Auswertung von Statistiken auf Glättung, Ausschnitt und Auswahl der Statistiken ankommt. Man kann nahezu jede Statistik verfälschen, wenn man es darauf anlegt.

Im übrigen steht in dem Bericht als Literacy Rate für Kuba 57 eine Rate von 76 %, die von mir oben angeführte Zahl von knapp 24% Analphabeten ist also demzufolge zutreffend, was ja auch bestritten worden war.

Die einzige andere maßgebliche Tabelle in dem Bericht ist die Sterblichkeitsrate, die zwar deutlich gesunken, aber über dem Wert der anderen Vergleichsländer liegt. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß keinerlei andere dritte Welt Länder im Vergleich enthalten sind, sondern ausschließlich Länder der ersten Welt, nämlich Europa und die USA, und die Sterblichkeitsrate nur 1% über der der USA liegt. Angesichts der mangehaften Ausstattungen der Krankenhäuser und Ärzte in Kuba aufgrund fehlender finanzieller Mittel ist das schon sehr beachtlich.

Die übrigen Statistiken sind im Zusammenhang eigentlich belanglos, Autos pro Einwohner, Reisproduktion pro Einwohner, Milchproduktion, Gesamtexport

Alles in allem halte ich den Bericht für voreingenommen und nicht aussagekräftig. Die Zahlen sind allerdings interessant, da würde ich allerdings direkt in das Jahrbuch der UN schauen, das kann man näcmlich auch machen ohne auf die Auswertung einer US-amerikanischen Einrichtung zurück zu greifen.

Andy
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#64 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:48

In Antwort auf:
Man könnte sagen, daß meiner Auffassung nach bei Kuba Hopfen und Malz verloren ist. Bei den Voraussetzungen, die die Insel bietet, und der Lebenseinstellung der Bevölkerung ist da nicht viel draus zu machen, ob nun bei Marktwirtschaft oder Sozialismus.

Da hast Du ja einen wichtigen, wenn nicht gar den wichtigsten Punkt genannt. Viele arbeiten gar nicht, andere, die Arbeit haben, betrügen ihren Arbeitgeber (Diebstahl, etc.), wo sie nur können.
Woran liegt das ? Weil sich Arbeit nicht lohnt und man mit illegalen Geschäften oder Jinterismo besser über die Runden kommt.

Und an dieser Tatsache hat einzig und allein das Regime Castro schuld. Punkt.
Sozialismus funktioniert nicht. Wer mehr leistet, erwartet zu recht mehr. Warum soll ich Lehrer oder Arzt werden, wenn jemand für Zimmervermittlungen das zehnfache an Provision im Monat kassiert ?

Andy

Rody
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#65 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 18:56

Grundsätzlich würde ich dir zustimmen, Andy, aber ich habe in Kuba zu meinem Leidwesen erlebt, daß selbst die, die eigentlich von Ihrer Arbeit profitieren würden, sei es durch Trinkgeld oder aber als Entgeld für eine Dienstleistung (illegales Taxi, Verkauf von Artikeln, etc.) eine derart schlechte Arbeitsmoral an den Tag gelegt haben, daß ich auf ihre Dienste gerne verzichtet habe, und das Trinkgeld auch radikal gekürzt bzw. gestrichen habe.

Einige wenige haben hervorragende Arbeit geleistet (z. B. das Mädchen, das unser Zimmer gereinigt hat), das habe ich auch entsprechend honoriert, die hat sich ne goldene Nase für kubanische Verhältnisse verdient. Leider findet man diese Einstellung nicht allzu häufig.

Devil-D
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#66 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 22:24

In Antwort auf:

In Kuba ist die Bevölkerung im Regelfall wenigstens ausreichend ernährt und ich bin, obwohl ich gut rumgekommen bin, nicht angebettelt worden, und habe auch keine echten Slums gesehen.

Dann empfehle ich Dir mal dringend den Besuch der Vororte von Santa Clara (exemplarisch) und die schönen Wellblechhütten bzw. Holzbaracken, die auch südamerikanischen "Wohngebäuden" Konkurrenz machen können.
Oder die Unterhaltung mit Frauen ca. 35, die nicht mal fließend warmes Wasser kennen.
Und und und

Und Castro ist sehr wohl verantwortlich für das Elend!!! Immer wenn er Geld von aussen bekommen soll, um die Bevölkerung zu unterstützen (und damit einhergehend kleine Reformen zulassen muss), dann blockt er dies ab und nutzt es, um RiesenDemos gegen die bösen ausländischen kapitalistischen Staaten organisieren zu lassen. Und so "sein" Volk wieder hinter sich zu bringen. Aber nach und nach durchschauen die meisten Menschen wohl seine Spielchen. Unterhalte Dich mal mit einigen.....
___________________________________
Die Gerechtigkeit bricht, wenn man sie biegt.
Der, der zum ersten Mal anstelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation. (Siegmund Freud)

Quesito
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#67 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 23:05

Rody, es gibt auch in Kuba Slums, vielleicht nicht immer leicht zu finden, aber die Hänge in der Nähe von Nueva vista alegre (lol), Stadtteil von Santiago (das Reparto hat auch einen Namen, habe ich aber vergessen) entstehen wilde Siedlungen mit Welchblechhütten, die die Kubis zynischer Weise "Hornitos" - kleine Backöfen nennen! Auch hinter so mancher Fassade in Centro Labana verbergen sich "Solares", über die Innenhöfe ereichbare Zwischenstockwerke, wo ganze Familien ohne jegliche Intinimität mit entsetzlichen hygienischen Verhältnissen in winzigen Buden vor sich hinbrüten! Auch die Hüttensiedlungen von Boniato, wo meine Freundin lebt, sehen verdammt modest aus!

Piper, ich habe nicht so große Lust auf Recherche, aber als Architekt, der sich ein wenig mit Stilen und Epochen auskennt fällt mir schon einiges auf. Zum Beispiel, daß es in den 50igern ganz offenbar eine florierende Mittelschicht gab. Eine typische Siedlung ist zum Beispiel Santa Babara in Santiago. Das heute so eine Siedlung in Kuba entstehen würde, wäre ganz unvorstellbar. Das waren keine Hotelbauten der Mafia in Miami, sondern Häuschen von einer Mittelschicht gebaut - weit ab im Oriente!
Oder man schaue sich nur die Autos an. Wenn es heute noch soviele Cacharos gibt, wieviel Kubaner konnten sich dann in den fünfzigern solche Wagen (wo bei uns Isetta, Kabinenroller,Goggomobil etc. noch die Traumwagen waren leisten. Alles nur Mafiosi, Schergen der United Fruit Company, Zuhälter? Dafür fahren aber heute noch verdammt viel vorrevolutionären Fahrzeuge!

Noch ein paar andere Stichpunkte:
Die miese Einstellung der Kubaner - die sie angeblich für Industiearbeit untauglich macht, Haupteinnahmequelle der Kubaner, die nicht durch Familie im Ausland unterstützt werden und/oder Jineterismo betreiben, ist es den Arbeitgeber zu beklauen! Das ist eine Folge von Castros Politik!

Wenn Länder wie Kuba nicht für Industriearbeit taugen, dann muß man sich Fragen, warum so ein Land wie Kuba, nicht mal sich selbst ernähren kann und Reis aus China und Thailand und insbesondere Lebensmittel aus den USA (die halbvergammelten Hühnchenteile - die verwöhnten Amis mögen nur die zarten Brüstchen, die irgendwann mal überlagerten Keulen werden zu Billigpreisen an an den Erzfeind verscherbelt. Zu Preisen, daß die faulen Kubis keine Lust mehr haben selbst Hühner zu züchten!)
Warum die kubanische Landwirtschaft, in einem Land wo man nur die Samen auswerfen muß nicht funktioniert ist leicht erklärt: Viel, viel, viel zu spät wurde erkannt das Zuckermonokulturen nicht das Heil bringen (mit katastrophalen Folgen) und das jegliche Eigeninititive sofort unterdrückt wird. Dazu braucht man nur mal das Angebot der Bauernmärkte 2000 und heute vergleichen! Damals sah das schon richtig gut aus, heute gibs nur noch ollen Yucca! Die Stimmung auf diesen Märkten ist auch eine andere!

Zum Analphabethismus: Wie schon von Elisabeth gesagt, vor der Revolution konnten in Kuba mehr Leute schreiben als in Spanien oder Italien! Hot Rod, die kubanischen Rechenkünste hast Du ja schon kennen gelernt. Die kubanischen "Schreibkünste" kennen wir hier alle. Meine Novia ist Spanischlehrerin, ihre Rechtschreibung ist dafür beschämend! Ich habe, wie bei allen Zahlen von Castro, größte Zweifel! Er ist der größte Scharlatan! Nichts dahinter! Brasilien hat sich wenigstens Pisa gestellt! Sowas würde Kuba nie tun, wenn es nicht Möglichkeiten der Manipulion geben würde! Dann Tarnen, tricksen, täuschen ist die Maxim im Staate des größten aller Führer!

Prostitution - vor der Revolution gab es in Labana reichlich Huren! Nur dort! Heute! Ich will die Zahlen nicht schätzen, vor allem weil Prostituition auch ein innerkubanisches Phänomen ist! Es gibst viel mehr Huren, die für eine paar Pesos, nordamerikanische Hühnerkeulen oder was weiß ich, ihren Vorteil suchen als Jineteras, die sich mit Touristen einlassen. Die meisten von denen, sind sowie so in irgenwelchen Lagern auf dem Campo, wo sie sich auf andere Dinge KONZENTRIEREN dürfen!

Hach, über die tollen kubanischen "Ärzte" zu reden habe ich keine Lust mehr! Arme Venezualer!

Mein Fazit, auch wenn ich denn schon damals wahrlich kein Freund des Sozialismus war, so fand ich auf meinen ersten Reisen noch Fidel toll. Aber je mehr man das Land kennen lernt, desto mehr merkt man, daß alle Erungenschaften des größten aller Führer nur hohle Propaganda sind! Nette Märchen! Und da mögen sie alle Kuba mit Haiti und irgendwelchen Hungerländern vergleichen, Castro ist ein Scharlatan, alles nur heiße Luft, die wir Dummköpfe ihm glauben!

Das schlimmste dabei, in Angesicht seines doch recht nahen Todes (ich hoffe mal) sorgt Castro nicht für entsprechende Weichenstellungen! Keinen adäquaten Nachfolger, kein Reformen, die Kuba mal in die normale Welt zurück bringen wird! Wenn Kuba nach Castros Ableben in Chaos, Bürgerkrieg oder bestenfalls eine "Neokolonie" der Amerikaner verfällt, so ist das alleine sein Weg!

Leider wird er nie am Laternenpfahl am Malecon baumeln, was einer meiner schönsten Träume wäre!



"dann sind wir fast auf Cuba" meint Kubanito11

otaegui
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#68 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 23:49

Quesito: Centro "Labana" ist eigene Erfindung? entweder La Habana oder Habana. Labana klingt es zigeunerhaft so geschrieben! saludos

user
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#69 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
07.05.2005 23:59

Ja klar.
Nur einer hat Schuld!
Und 11 Millionen können nichts dafür.

Meine Meinung ist, dass man auch im Sozialismus, was aus sich, bzw. seinem Haus und seiner Familie machen kann.
Nicht aber mit der Einstellung Chef sein zu wollen, denn wenn man den ganzen Tag nur im Schaukelstuhl sitzt, passiert einfach nichts.
Es gibt immer Mittel, Wege und Möglichkeiten was zu tun.

Das ist aber nicht das Thema.
Siehe
RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs

MfG

Lotscheck
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#70 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
08.05.2005 00:17

Ich habe hier mal gelesen ,
Fiedel hat 550 Mio Euro gebunkert,

Frage
Wo ,für was , und was will der alte Sack damit,
und Sein Volk frist Reis mit Bohnen,

Revolutionäre gehen nie in Pension
http://www.ebaumsworld.com/flash/fartingcat.html

Jorge2
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#71 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
08.05.2005 01:33

Wieso Lotscheck?
Jetzt gibts doch Reiskocher für´s Volk und Fidel rückt noch ein paar Rezepte dazu heraus - z.B. wie man "richtig gut" Congris zubereitet!

Lotscheck
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#72 RE:Einsatz von Visa/Master mieser Skandalkurs
08.05.2005 08:01

@Jorge
Seine Lachnummer auf der Bühne ,habe ich gesehen,ein Revolutionär muß sein eigenes Essen tragen.
Aber ich habe gerade einmal versucht auszurechnen,wieviel Reiskocher man für 550 Mio Euronen kaufen kann,
bei nur 11 mio Einwohnern ,und 550000 Exil Cubaner in den USA,da gibt wohl für jeden Cubi direkt einen 2 Topf,
Nur was macht man mit einem Topf ,ohne Bohnen und Reis , keine Congris
wie sagt @ ich, immer , mit Hungerden Grüßen
http://www.ebaumsworld.com/flash/fartingcat.html

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