Wie Bolivien ausländische Investoren vergrätzt

21.01.2008 14:58
#1 Wie Bolivien ausländische Investoren vergrätzt
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Rey/Reina del Foro

VERSTAATLICHUNG DER ÖLINDUSTRIE
Wie Bolivien ausländische Investoren vergrätzt

Von Knut Henkel

Kampf dem Kapitalismus: Die linksgerichtete Regierung Boliviens reißt die Kontrolle über die Ölindustrie an sich - und geht dabei immer härter gegen ausländische Unternehmen vor. Jetzt erwischt es auch eine Firma aus Hamburg.


Hamburg - "Unabhängig, flexibel und verlässlich": Mit diesem Slogan hat sich die Hamburger Firma Oiltanking international einen guten Ruf erarbeitet. In 21 Ländern besitzt das Unternehmen eigene Tanklager für Öl, Gas und Chemikalien. Auch in Bolivien ist Oiltanking präsent - allerdings nicht mehr sonderlich gerne.

Oiltanking betreibt in dem Andenstaat zusammen mit dem peruanischen Partner GMP ein landesweites Netz von 19 Terminals. Außerdem gehören zu dem Gemeinschaftsunternehmen rund 1500 Kilometer Pipeline. Erst vor knapp acht Jahren hatten die Hamburger die Anlagen vom bolivianischen Staatsunternehmen YPFB übernommen.

Nun will die linksgerichtete Regierung in La Paz die Anlagen wieder unter ihre Kontrolle bringen. Eine entsprechende Verfügung hat Energieminister Carlos Villegas kurz nach Weihnachten erlassen - und jetzt macht er ernst. Nicht nur das deutsch-peruanische Konsortium ist betroffen, sondern auch internationale Erdöl-Unternehmen wie Shell, BP oder Repsol-YPF.

Bei Investoren kommt die Rückkehr zur Staatswirtschaft überhaupt nicht gut an. Boliviens Außenminister David Choquehuanca Cespedes reist deshalb quer durch Europa, um für die Politik seines Landes zu werben. Kernaussage: Von "Verstaatlichung" könne keine Rede sein, die Umgestaltung der Ölindustrie finde auf freiwilliger Basis statt.

...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,528519,00.html

--
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21.01.2008 15:28 (zuletzt bearbeitet: 21.01.2008 15:43)
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#2 RE: Wie Bolivien ausländische Investoren vergrätzt
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( gelöscht )
Fazit: Heftige Überschrift, die im Artikel Step by Step zurückgenommen wird.
Schließlich der Hinweis, dass ja niemand gezwungen ist da mitzumachen, sondern - gegen eine angemessene Entschädigung - auch ganz aussteigen kann.
Will man aber offensichtlich nicht.
Also doch nicht ganz so "vergrätzt".

Tja.

Überhaupt nicht "vergrätzt" sind offenbar die Brasilianer und Venezuelaner (natürlich nur aus "politischen Gründen", na klar...,), doch - im Artikel schamhaft verschwiegen - auch GASPROM steht längst in den Startlöchern...

Immerhin eine wirkliche Neuigkeit weiß der Artikel dann doch noch zu vermelden: Sächsische Musikgruppen halten sich offenbar Wirte, die aus der Bevölkerung kommen und dessen oberster Repräsentant daher "Chefvolkswirt" genannt wird:
Zitat von Spegel-Online


Um welche Band aus Dresden es sich dabei handelt, erfährt der nun erstmals neugierig gewordene Leser leider auch nicht.


Henkel! - Sechs!! - Setzen!!!

Don Olafio

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21.01.2008 15:33
#3 RE: Wie Bolivien ausländische Investoren vergrätzt
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Rey/Reina del Foro

Zitat von don olafio
Zitat von Spegel-Online
Eine Position, die Heinz Mewes nachvollziehen kann. Er war früher Chefvolkswirt der Dresdner Band...

Um welche Band aus Dresden es sich dabei handelt, erfährt der nun erstmals neugierig gewordene Leder leider auch nicht.

Leder kann auch neugierig sein?

--
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21.01.2008 15:40 (zuletzt bearbeitet: 21.01.2008 15:44)
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#4 RE: Wie Bolivien ausländische Investoren vergrätzt
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( gelöscht )

Damit man mich jetzt nicht der Feigheit zeiht: Aus der gegerbten Tierhaut wurde bereits vor Kenntnisnahme deines allzu berechtigten Einwurfes wieder ein richtiger "Leser"...

Don Olafio

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