UN-Generalversammlung: Blockade aufheben

08.11.2005 20:10
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#1 UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Blockade aufheben!
Seit 1992 verurteilt die UN-Generalversammlung jedes Jahr die aggressive Kuba-Politik der USA. Trotzdem verschärft Washington seine Politik der Isolation der Inselrepublik


Caleb McCarry ist ein verdienter Mann in Washington. Und er ist der größte Feind Kubas. Während der vergangenen acht Jahre gehörte er dem Komitee für Internationale Beziehungen des US-Repräsentantenhauses an. Neben der Republikanerin Ileana Ros-Lehtinen trat er in dem Gremium als kompromißloser Verfechter der seit 1962 bestehenden Kuba-Blockade auf. Als US-Präsident Bush im Mai 2004 die »Kommission für ein freies Kuba« gründete, war der Politiker mit dabei, um an der erneuten Verschärfung der Isolationspolitik mitzuwirken. Vor wenigen Wochen dann stellte McCarry – seit Juli auch »Beauftragter der Regierung für die Transition in Kuba« – einen der größten »Erfolge« dieser Politik vor. Die Zuspitzung der Blockade habe Havanna alleine im vergangenen Jahr 417 Millionen US-Dollar zusätzlich gekostet, erklärte er stolz. Nach kubanischen Angaben entstand dem Inselstaat seit 1962 ein Verlust von 82 Milliarden US-Dollar.

UN gegen Blockade
Am Dienstag nachmittag (Ortszeit) stand die Blockadepolitik Washingtons vor der 60. Generalversammlung der UN zur Debatte. Seit 1992 bringt die kubanische Regierung jedes Jahr einen entsprechenden Antrag in das höchste Gremium der Weltorganisation ein, Titel: »Zur Notwendigkeit, die wirtschaftliche, finanzielle und handelspolitische Blockade der USA gegen Kuba zu beenden«. Sprachen sich 1992 noch 59 Staaten für diesen Antrag aus, wurde das Anliegen in den vergangenen Jahren durchweg mit überwältigenden Mehrheiten angenommen. Im letzten Jahr votierten 179 (von 191) UN-Mitgliedern gegen die US-Politik, dieses Jahr wird ein ähnliches Ergebnis erwartet. An der US-Politik wird das wahrscheinlich nichts ändern, denn das Votum der Generalversammlung ist unverbindlich.

Folgen für das Ausland
Doch der Widerspruch wächst innerhalb wie außerhalb der USA. Denn während durch die Blockade bislang vor allem US-Firmen von dem nahen kubanischen Markt ausgeschlossen wurden, spüren zunehmend auch ausländische Unternehmen die Folgen von Washingtons Politik. Mit der Verschärfung der Bestimmungen im vergangenen Jahr drohen ihnen Strafen von bis zu einer Million US-Dollar. Privatpersonen, die gegen die Blockaderegeln verstoßen, können mit bis zu 250000 US-Dollar belastet werden. In einem aktuellen Bericht der kubanischen Regierung an die UNO werden 77 Fälle aufgeführt, in denen Firmen und Organisationen zu solchen Strafzahlungen gezwungen wurden. Insgesamt flossen so 1,26 Millionen US-Dollar in die Staatskasse. Die spanische Fluglinie Iberia wurde vor einigen Monaten etwa mit einer 8200-Dollar-Strafe belegt, weil nach der Landung in den USA Frachtgut aus Kuba gefunden wurde. Den Vorstandsmitgliedern des kanadischen Sherritt-Konzerns und ihren Angehörigen wurde erst im April die Einreise in die USA verweigert, weil das Unternehmen in Kuba präsent ist.

Unmittelbar vor der UN-Generalversammlung bezeichnete der neue kubanische Botschafter in Deutschland, Gerardo Peñalver, die erwartete Verurteilung der Blockade als »wichtige moralische Unterstützung«. Kuba könne die USA nicht mit Waffengewalt zum Ende der Blockade oder zum Abzug aus Guantánamo zwingen, sagte Peñalver im Gespräch mit junge Welt, sondern nur durch diplomatischen Druck. Ähnlich hatte sich zuvor der kubanische Gewerkschaftsdachverband CTC geäußert. Kuba vertraue in seinen Widerstandwillen und in die Anklagen der Völker der Welt, heißt es in einer Erklärung des Verbandes, dem drei Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter angehören. Und weiter: »Eines Tages werden die Imperialisten ihre makaberen Versuche einstellen müssen, ein Volk durch Hunger in die Knie zu zwingen«.

Quelle:http://www.jungewelt.de/2005/11-09/008.php


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08.11.2005 21:25 (zuletzt bearbeitet: 08.11.2005 21:27)
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#2 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Kuba erzielt vor UNO Rekord-Votum für Ende des US-Handelsembargos

NEW YORK - An der UNO-Vollversammlung haben sich so viele Staaten wie noch nie für ein Ende des US-Handelsembargos gegen Kuba ausgesprochen. (...)
182 Nationen stimmten für eine entsprechende Resolution. Dagegen stimmten neben den USA nur drei weitere Länder: Israel, die Marshallinseln und Palau. Mikronesien enthielt sich der Stimme. In der Resolution wird die Aufhebung der seit vier Jahrzehnten geltenden Handelssperre gefordert.
Die UNO-Vollversammlung hat seit 14 Jahren immer wieder eine entsprechend Resolution verabschiedet. Im vergangenen Jahr hatten 179 Länder dafür gestimmt.
Quelle: http://www.sfdrs.ch/system/frames/news/s...=20051108brd101


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08.11.2005 23:33
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#3 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Und Polen oder Tchechien nicht dabei?
Welch Wunder. Einer der Beiden war doch, seit ihrer Wende, immer mit dabei, wenn es an der Seite der USA gegen Kuba ging.


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09.11.2005 08:05
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#4 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Rey/Reina del Foro

Uno missbilligt US-Embargo gegen Kuba

Seit vier Jahrzehnten besteht das US-Embargo gegen Kuba. Die Blockade sei aber niemals "mit solcher Brutalität" gehandhabt worden wie jetzt, klagte Kubas Außenminister bei der Uno-Generalversammlung. Das Gremium missbilligte das Embargo daraufhin erneut.

New York - Mit 182 Ja- und vier Nein-Stimmen bei einer Enthaltung entschied die Versammlung am Dienstag, in ihrer nächsten Sitzung über die «Notwendigkeit der Beendigung des Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargos der Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba» zu beraten. Die Generalversammlung erneuerte ihren Aufruf an alle Mitgliedsstaaten, von Gesetzen und Maßnahmen wie dem US-Embargo abzusehen. Es war bereits die 14. Verurteilung durch das Gremium.

Vor der Abstimmung sagte der kubanische Außenminister Felipe Perez Roque: "Niemals zuvor gab es eine solch grausame und unerbittliche Verfolgung seitens der US-Regierung wie in den letzten 18 Monaten."

Das US-Embargo gegen Kuba ist seit dem Jahr 1961 in Kraft. Die Abstimmungen in der Generalversammlung sind nicht rechtsverbindlich, spiegeln aber die Meinung der Staatengemeinschaft wider.

http://www.spiegel.de


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09.11.2005 09:16
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#5 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Kuba erzielt vor UNO Rekord-Votum für Ende des US-Handelsembargos

NEW YORK - An der UNO-Vollversammlung haben sich so viele Staaten wie noch nie für ein Ende des US-Handelsembargos gegen Kuba ausgesprochen. Zuvor hatte die Schweiz die Arbeit des internationalen Strafgerichtshofes gelobt.

182 Nationen stimmten für eine entsprechende Resolution. Dagegen stimmten neben den USA nur drei weitere Länder: Israel, die Marshallinseln und Palau. Mikronesien enthielt sich der Stimme. In der Resolution wird die Aufhebung der seit vier Jahrzehnten geltenden Handelssperre gefordert.

Die UNO-Vollversammlung hat seit 14 Jahren immer wieder eine entsprechend Resolution verabschiedet. Im vergangenen Jahr hatten 179 Länder dafür gestimmt.

Der US-Diplomat Ronald Godars bestritt, dass die Handelsbeschränkungen seiner Regierung der kubanischen Bevölkerung Medizin und Lebensmittel vorenthielten. In Wahrheit sei der kommunistische Staatschef Fidel Castro daran schuld.

Vor fünf Jahren hatte der Kongress in Washington auf Druck der US-Agrarlobby das Kuba-Embargo gelockert und Lebensmittelexporte erlaubt. Kuba muss etwa die Hälfte seines Nahrungsmittelbedarfs importieren, und die US-Farmer wollen dieses Geschäft nicht der Konkurrenz aus anderen Ländern überlassen.

Der erste Bericht des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) an die UNO-Generalversammlung zeige, wie dringend notwendig diese Instanz sei. Dies sagte der Schweizer UNO-Botschafter Peter Maurer, vor der UNO-Vollversammlung.

Maurer lobte in seiner Rede die Arbeit des ICC und zeigte sich beeindruckt vom Ausmass der Aktivitäten, die dem Gericht in nur drei Jahren seit seiner Gründung übertragen wurden.

Dass der Strafgerichtshof vom Sicherheitsrat mit einer Beurteilung der Lage in Darfur beauftragt wurde, beweise, dass das Gericht bereits zu einer unverzichtbaren Stütze des internationalen Friedens und der Sicherheit geworden sei, sagte Maurer.

Mehr als die Hälfte aller Länder würden den ICC bereits anerkennen, sagte Maurer. Er rief die anderen Staaten dazu auf, dem Römer Statut genannten Vertrag ebenfalls beizutreten. Von den ständigen Sicherheitsratsmitgliedern anerkennen bisher weder die USA, Russland noch China das Gericht.

http://www.swissinfo.org/sde/swissinfo.h...y=1131481273000
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09.11.2005 09:23
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#6 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Und hier noch der Text vom "UN-News Centre":

General Assembly issues annual call for an end to US embargo against Cuba
8 November 2005
– For the 14th year in a row, the United Nations General Assembly today overwhelmingly approved a resolution calling for an end to the 41-year-old commercial, economic and financial embargo by the United States against Cuba and objecting to laws and regulations compelling third countries to adhere to it.

The resolution passed with a vote of 182 in favour to four against (Israel, Marshall Islands, Palau and United States) with one abstention (Federates States of Micronesia). Last year's resolution garnered 179 in favour with the same countries voting no and abstaining.

Introducing the resolution, Cuba's Foreign Minister Felipe Perez Roque said that over the decades-long blockade, the measures had not been enforced with such brutality as in the last 18 months. As a result, for the first time an American would be barred from smoking a Cuban cigar even when travelling to another country. "Such insanity should go into the Guinness Book of World Records," he said.

Travel to Cuba from the United States and elsewhere had dropped markedly since the imposition of the heightened sanctions. The blockade had cost Cubans nearly $82 billion, and had as well deprived the United States of low-cost goods, cholesterol-reducing drugs, drugs for HIV/AIDS and much more.

The Foreign Minister claimed the strengthened embargo was an economic war against Cuba, carried out on a global scale.

Ambassador Ronald Godard of the United States said his country's trade embargo against Cuba was merely bilateral, or a matter between the two countries, which should not come before the Assembly. However, since Cuba had raised the issue, he responded that Cuban President Fidel Castro was using it to try to blame the United States for the failures his economic policies.

"If the people of Cuba are jobless, hungry or without medical care, as Mr. Castro admits, it is because of his economic mismanagement, not because of the embargo," he said.

He said that the Cuban President continued with his "cynical and baseless" claims that the embargo denied Cuba access to food and medicine, but he knew that since 1992, the United States had licensed over $1.1 billion in the sale and donation of medicines and medical equipment to the Cuban people, as well as over $5 billion worth of agricultural commodities in the past five years.

In its resolution the Assembly reiterated that, since its first resolution on the matter in 1992, the United States had taken further measures to strengthen and extend the restrictions, adversely affecting the Cuban people at home and abroad.

It also expressed concern about the implementation of laws and regulations, such as the US's Helms-Burton Act of March 1996, "the extraterritorial effects of which affect the sovereignty of other States, the legitimate interest of entities or persons under their jurisdiction and the freedom of trade and navigation."

It noted that the declarations and resolutions of different governments, intergovernmental forums and bodies had rejected those laws and regulations and it called on all states to repeal or invalidate them as soon as possible.

Among those countries speaking on lifting the United States embargo against Cuba today were the representatives of Jamaica on behalf of the "Group of 77" developing countries and China, Saint Lucia on behalf of the Caribbean Community (CARICOM) and Uruguay on behalf of the Southern Common Market (MERCOSUR).
http://www0.un.org/apps/news/story.asp?N...490&Cr=cuba&Cr1=
hpblue - zurich - switzerland


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09.11.2005 09:41
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#7 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Kubanische Presse zum Thema:

Granma:

Cuba obtiene apoyo abrumador en resolución que insta fin del bloqueo
http://www.granma.cu/espanol/2005/noviembre/mar8/voto.html
Otra irrebatible derrota del bloqueo de EE.UU. contra Cuba
http://www.granma.cubaweb.cu/2005/11/08/interna/artic18.html
Reclama ministro cubano fin del bloqueo de Estados Unidos
http://www.granma.cubaweb.cu/2005/11/08/interna/artic17.html
Cuba obtains overwhelming support for resolution calling for an end to the blockade
http://www.granma.cu/ingles/2005/noviemb.../46votac-i.html
Cuba Expects Trouncing of US Blockade
http://granma.co.cu/secciones/ingles/noticias/art08.html
US Blockade makes food more expensive for Cuban population
http://granma.co.cu/secciones/ingles/noticias/art10.html

Prensa Latina:

Votación en ONU refleja aislamiento de política estadounidense
http://www.prensa-latina.com/article.asp...CF42C})#uage=ES
Rotunda victoria de Cuba en ONU contra el bloqueo
http://www.prensa-latina.com/article.asp...2-C544BE36C3C2}
UN Resolves: The US Must Eliminate the Economic Blockade of Cuba
http://www.plenglish.com/article.asp?ID=...5})&language=EN
Perez Roque Hails UN Support of Cuba against Blockade
http://www.plenglish.com/article.asp?ID=...67}&language=EN

Juventud Rebelde

Rede des kubanischen Außenministers Felipe Perez Roque:
El bloqueo contra cuba debe ser levantado
http://www.jrebelde.cubaweb.cu/2005/octu...tervencion.html
Estados Unidos, al banquillo
http://www.jrebelde.cubaweb.cu/2005/octu.../mundo-onu.html

Bohemia:

Victoria de Cuba contra el bloqueo en ONU
http://www.bohemia.cubaweb.cu/2005/oct/0...oqueoenonu.html


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10.11.2005 14:57 (zuletzt bearbeitet: 11.11.2005 23:45)
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#8 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Regimewechsel erwünscht
Die US-Regierung verschärft die Blockade gegen Kuba und verspricht zugleich großzügige Wirtschaftshilfen
Welche Möglichkeiten hat ein kleiner Inselstaat, sich gegen die Blockade einer Weltmacht zu wehren? "Militärisch keine", sagt der kubanische Botschafter in Deutschland, Gerardo Peñalver. Kuba könne die USA nicht mit Waffengewalt zum Ende der Blockade oder zum Abzug aus Guantánamo zwingen, referierte der Diplomat die Position seiner Regierung unlängst in Berlin: "Uns bleibt nur der diplomatische Druck." Diese Strategie verfolgt Havanna spätestens seit 1992 in der UNO – mit zunehmendem Erfolg. Am Dienstag wurde die Blockade von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum inzwischen 14. Mal in Folge verurteilt. Im ersten Jahr hatten sich noch 59 Befürworter des Antrages mit dem etwas sperrigen Titel "Zur Notwendigkeit, die wirtschaftliche, finanzielle und handelspolitische Blockade der USA gegen Kuba zu beenden" gefunden. Im vergangenen Jahr votierten bereits 179 der insgesamt 191 Mitglieder der UN für das kubanische Papier. Auf der 60. Generalversammlung dann lehnten 182 Staaten die Blockadepolitik ab. Gegen den Antrag stimmten die USA, Israel, Palau und die Marschall-Inseln. Die einzige Enthaltung kam von Mikronesien.
Die US-Regierung erklärt inzwischen offen, mit der seit 1962 bestehenden Blockade und zunehmender politischer Lobbyarbeit einen Systemwechsel auf Kuba herbeiführen zu wollen. Die sozialistische Regierung in Havanna reagiert auf solche Ankündigungen erwartungsgemäß: "Der einzige Übergang auf Kuba findet zum Sozialismus hin statt", sagte Kubas Außenminister Felipe Pérez Roque vor der Abstimmung in New York. Die Schäden durch die Blockade beziffert seine Regierung auf inzwischen 82 Milliarden US-Dollar.
Washington hält an bisheriger Kuba-Politik fest
Trotz der breiten Ablehnung in den UN wird Washington seine Politik wohl nicht ändern – zumal die Entscheidungen der Generalversammlung unverbindlich ist. Im Mai vergangenen Jahres waren die Blockadebestimmungen erst verschärft worden. Seither können ausländische Unternehmen, wenn sie auf Kuba tätig sind, mit Strafen von bis zu einer Million US-Dollar belegt werden. Privatpersonen müssen im Fall des Verstoßes gegen die Regelungen mit bis zu 250.000 US-Dollar Bußgeld rechnen. Nach einem Bericht der kubanischen Regierung an die Vereinten Nationen wurden seit der Verschärfung der Bestimmungen im vergangenen Jahr 77 Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen mit Strafen in einer Gesamthöhe von 1,26 Millionen Dollar belegt. Vorstandmitgliedern des kanadischen Konzerns Sherritt International und ihren Familien wurde im April dieses Jahres die Einreise in die USA verwehrt, weil das Bergbauunternehmen in der kubanischen Nickelindustrie aktiv ist. Bisweilen nehmen die Reaktionen der US-Behörden abstruse Züge an. So wurde die spanische Fluglinie Iberia zu 8.200 US-Dollar Strafe verurteilt, nachdem eines ihrer Flugzeuge Fracht transportiert hatte, die nach Ermessen der US-Zollbehörden aus Kuba stammte.
Nach der wiederholten Verschärfung der Blockadebestimmungen, hatte Präsident George W. Bush im Mai 2004 eine Kommission für ein freien Kuba ins Leben gerufen. Ihr vorrangiges Ziel soll es sein (...)
Harald Neuber 09.11.2005

Quelle und vollständiger Artikel mit links: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21309/1.html
______________________________________________________________________________________________

14. Kuba-Abstimmung der UNO – 14. USA-Niederlage
Kuba-Blockade Washingtons wird immer mehr zur Absurdidtät

Zum 14. Mal in Folge hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen ihr Urteil über die US-amerikanische Kuba-Blockade gefällt – es war die 14. Niederlage für Washington. (...)
Das Ganze ist zu einem Ritual geworden, das schon längst keine Überraschungen mehr zulässt. Die Blockade-Befürworter in der Südsee sind als karge Koralleninseln bis zu 70 Prozent direkt von amerikanischen Hilfsgeldern abhängig, die plus Militärstützpunkte und Endlager für Nuklearmüll, die sie Washington zur Verfügung gestellt haben, ihre Existenzgrundlage bilden.
Vor der Abstimmung trugen die 20 Sprecher der Blockade-Gegner-Gruppen – zum Beispiel die Karibische Gemeinschaft, China, Mercosur, die asiatischen und afrikanischen Regionalorganisationen – ihre Argumente vor und erwähnten dabei, dass Kuba durch die Blockade 82 Milliarden US-Dollar an materiellem Schaden erlitten hat – für ein Land der Dritten Welt eine enorme Summe, wobei die USA Kuba auch Medikamente und Geräte zur Kinderkrebshilfe vorenthalten.
Die Blockade verstößt gegen die Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen, des freien Handels und der freien Schifffahrt. Sie provoziert Spannungen in den internationalen Beziehungen, da sie auch Drittländer in die Sanktionsmechanismen einbezieht. Sie unterbindet normale Bankverbindung. US-Bürger wurden mit drakonischen Reisebeschränkungen belegt. Die US-Delegierten in der Vollversammlung ließen alles über sich ergehen, ohne eine Miene zu verziehen. In Kuba wurden Debatte und Abstimmung vom Fernsehen und zwei Rundfunkstationen live übertragen.
Die Blockade gegen Kuba ist ausgereizt, mehr ist nicht drin. Sie ist unmenschlich, sinnlos, eine Torheit und Absurdität obendrein. (...)
Quelle und vollständiger Artikel: http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=80902&IDC=2


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14.11.2005 16:07
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#9 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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( Gast )

Zur Blockade gab es noch ein nettes Detail:

http://haraldneuber.twoday.net/stories/1148307


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21.11.2005 10:15 (zuletzt bearbeitet: 21.11.2005 10:30)
avatar  Garnele
#10 RE: UN-Generalversammlung: Blockade aufheben
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Top - Forenliebhaber/in
Übersetzung der Rede des kubanischen Außenministers Felipe Pérez Roque auf der UN-Generalversammlung
vom 8. November in New York:
"Die Notwendigkeit der Beendigung der Kuba von den Vereinigten Staaten von Amerika
auferlegten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade“

http://www.cuba-si.de/kuba-direkt/blocka...uno_081105.html

und auf spanisch:
http://www.cubasocialista.cubaweb.cu/texto/csroque051108.htm


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