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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 126 mal aufgerufen
 In Gedenken an Guzzi
oveja
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Grosseltern in den Urlaub
04.01.2009 02:22

Schon Früh am Morgen wurden wir durch den Lärm in der Küche und Bad geweckt. Mühsam schlich ich mich auf den Balkon. Der Grossvater war bereits am duschen. Ach ja kam es mir in den Sinn, Abuelos machen ja Urlaub im Gampo in ihrem früheren Wohnort el Purio.
Abuela, jetzt ist 7.30 und der Taxi kommt um 11. Uhr, ihr habt ja noch gnadenlos Zeit, was soll den das. Ich muss noch die ganze Küche und den Balkon in Ordnung bringen, alles packen, wir möchten gerne zur Zeit fertig sein, sagte sie zu mir. Ist ja klar gab ich zur Antwort, schau nur zu, dass du fertig wirst. Sie waren vor einem Jahr das letzte mal in ihrem Dorf und Abuelo hat riesen Sehnsucht nach seinen Kollegen, was für mich nur als verständlich ist. Abuela doppelte nach, auch ich habe Sehnsucht nach meiner Schwester.
Diese Gelegenheit benutzte ich gleich um nachzudoppeln, genau das habe ich auch, ich habe meine Schwester in der USA seit 30 Jahren nicht mehr gesehen. Mir steht doch das gleiche Recht zu, sie wieder einmal zu sehen. Darum werde ich jahrelang nicht mehr kommen, zuerst kommt meine Gesundheit, dann der besuch bei meiner Schwester. Ganz zum Schluss kommt dann wieder Cuba, nach Jahren. Aber Edi, du kannst doch von der EEUU direkt nach Cuba kommen, das könnte man doch verbinden. Das ist ganz klar Abuela, wenn du bereit bist den Aufpreis dafür zu zahlen. Aber deine Schwester, könnte doch zu dir in die Schweiz kommen, kam die Antwort. Ganz klar Abuela, das könnt ihr doch auch, wenn ihr die Kohle aufbringen könnt, in die Schweiz zu reisen. Die Diskussion war somit beendet.
Abuela, schau zu, dass ihr nur die neuen Kleider und Schuhe mitnehmt, eure Campo Lumpen könnt ihr ruhig da lassen. Sie haben nämlich die Gewohnheit alles auf zu sparen. Carera, so heisst ihr Mann, hast du gehört was Edi gesagt hat, rief sie ins Zimmer, wo der Abuelo die Reisetasche fertig packte. Er kam mit ihr auf den Balkon, stellte sie auf einen Stuhl. Jetzt gehst du noch in die pelugeria und lässt dich fein rasieren, mahnte sie ihn, ich gehe mich jetzt auch fertig machen. Abuela beieile dich bitte, denn es ist schon 8.30 Uhr um 11 Uhr müsst ihr fertig sein. Sie waren echt im Reisefieber, mochten kaum warten. Zu guzzine sagte sie, dass sie noch eine Flasche Honig mitnehmen möchte für den piedra, das ist ein Onkel dachte ich.
Endlich war es soweit, das Taxi kam, alles wurde verstaut im Kofferraum, auch ich hatte meinen Rucksack gepackt, für die Tante Juana, der guzzine, die nun alleine ist. Ich bringe ihr immer was mit, an essen oder Kleider, weil sie mit ihrer Rente von 180 PMN auszukommen hat. Alles im Kofferraum verstaut, so ging die Fahrt los beim besten Wetter. Nach Encrusijada, da wurde abgebogen nach Calabazar. Wir fuhren an vielen Mango Bäumen vorbei, die voll mit Blüten waren. Roberto, der Taxifahrer, ein Kumpel von mir, sagte mucho mango, mucho hambre. Ja das ist so, doppelte Abuela nach, ich dachte schon wieder an die Ciclòns in diesem Jahr, dachte aber auch, dass das mir am Arsch vorbei gehen wird. Endlich nach 30 Km fuhren wir in Calabazar ein, doblar derecha Roberto rief guzzine nach vorn, nein erwiderte ich, wir fahren zuerst auf den Gemüsemarkt, was da alles zu haben ist. Gemüsemarkt, das sind gerade 3 oder 4 Stände. Es hatte doch Tomaten, Kohl, schwarze Frijoles, Yuca und erst noch Papaya, dann war aber schon fertig. Die Tomaten kosteten aber nur 1.5 PMN das libra. Ich kaufte 5 Libra Bohnen zu 8 PMN, es waren aber schon neue und sehr weiche, dann noch 6 Libra Schweinefleisch, natürlich für die Tante Juana.
Wir fuhren wieder los, zuerst zu Juana, die gerade auf der chisme war. Nun hörte ich wieder was von dem Piedra, dann geh doch zu ihm, schon alles in die Wege geleitet, war guzzines antwort. Abuela kam nun mit einer Frau aus dem Haus mit einem vollen Wassereimer. Wunderig lief ich ihnen nach um das Hauseck, da sah ich den Piedra, es war ein riesen Findling ( Stein ). Der wurde jetzt gewaschen, mit den Händen, alle halfen mit, nur ich schaute zu. Dass sie den Stein nicht noch küssten, war gerade ein wunder. Dann wurde die Flasche mit Honig darüber geschüttet, der Stein glänzte wie frisch poliert. Roberto fragte guzzine, kann ich auch Alkohol, claro gab guzzine zur Antwort. Roberto, füllte den Mund und prustete es über den piedra, dann gab er mir die Flasche, ich konnte es nicht verkneifen, zuerst einen kräftigen Schluck runter zu spülen, dann auch das gepruste. Was mir noch gut gelang, nur guzzine war wieder einmal nicht zu frieden, du bist doch immer der gleiche. Nein, nein Dali, zuerst muss ich doch den Mund säubern, so viel Achtung habe ich dann schon noch, so mit unsauberer Mundhöhle. Alle lachten, es wird mit der Santeria eigentlich ziemlich locker umgegangen, nicht so Heilig wie bei uns die Kirche.
Endlich ging es weiter ins nächste Dorf el Purio, aber was ich da alles für Geschichten hören musste, was der Stein für eine Wirkung hat. Er verhalf schwerst Invaliden zur Gesundheit und Arme zu Reichtümern. Eigentlich ist mir ja gleich ob einer einen Stein, eine goldenes Kalb oder der INRI anbetet, es kommt ja fast aufs Gleiche raus. Aber ich konnte nicht verkneifen einzuwenden, dass es bei uns eben Sitte ist, dass man in der Schule lernt, die einen weiter auf der Uni, die anderen im Berufsleben. Ihr betet aber einen Stein an und wartet auf das Wunder, darum ist doch alles so armselig hier. Mit lernen und arbeiten stehen die Chancen wesentlich grösser an Kohle zu kommen, für ein gutes Leben. Was natürlich in Cuba nicht der Fall sei.
Endlich zu Hause, eine Begrüssung vom feinsten. Auch wurde sofort Kaffee gemahlen und zubereitet. Das war ein Kaffee, nur schon wie er duftete, nicht so ein Eichelkaffee (Chicharo) von der Libreta. Sie wohnen in einem gemauerten Haus, aus Zementsteinen, mit einem Betondach, auf einem festen Fundament. Der Fussboden gekachelt, ist in der mitte des Hauses gerissen und die eine Seite ca. 5 cm tiefer, durch das ganze Mauerwerk, breite Risse.
Auch die Columnas (Eckpfeiler waren gerissen), effektiv ein Abbruchhaus. Das sind Schäden, von einem Steinbruch, der früher immer Sprengungen durchführte. Das ist leider so da, da bezahlt niemand eine Entschädigung, auch die anderen Häuser wiesen die gleichen Schäden auf. Das gibt mir natürlich schon zu denken. Hinter dem Haus ein riesen Patio, wo früher Scharen von Hühner und Scheinen rumliefen, auch die Schweine Corales sind leer. Man kann nichts mehr haben, alles wird gestohlen, sagte der Onkel. Es müsste schon einer immer Nachtwache schieben. Man könnte sich aber auch zusammen tun, mit mehrere Nachbarn, gab ich zur antwort. Das lassen wir lieber sein, wir sind alle schon über 80, da haben wir echt keine Lust mehr dazu. Es stimmte mich wirklich sehr nachdenklich, es waren alles klein Bauern, die noch im Zucker und Reisfelder arbeiteten, oder eben in der Zuckerfabrik. Wir tranken noch etwas Kokoswasser, füllten noch eine Flasche ab und machten uns wieder auf den Heimweg.
In Calabazar kehrten wir nochmals bei der Tante Juana ein. Die mitbekommen hat, dass Besuch da war und brachten mein Zeug vorbei, echt, sie weinte vor lauter Freude. Auch da gab es einen Kaffee, das Gespräch wieder zurück zum Piedra, dann zeigte sie uns noch ihr Rancho, abgeschlossen, was mit verschiedenen Altaren und Santeros beschmückt war. Es war noch ein Kopf da und ein Knochen aus ihrer früheren Familie. Fein säuberlich auf ein ehemaliges Kleidungsstück gebettet. Es brannten auch Kerzen und ein Stuhl war da, wo sie sich ihrer Andachten hingibt.
Die Zeit war eben zu kurz, ich hatte mit Roberto, dem Taxifahrer abgemacht, dass wir in 4 Stunden wieder zurück sind in Santa Clara, was auch gerade eben so hinkam. Hoffe die Abuelos geniessen ihren 14 Tägigen Urlaub, das abholen, überlasse ich dann aber guzzine.

el-che
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Mitglied seit: 09.02.2006

#2 RE: Grosseltern in den Urlaub
04.01.2009 05:30


guzzi wie immer wunderschöner bericht,ausgezeichnete detaillierte beschreibung.sag mal in deiner familie sind alle santeros oder haben hohen respekt vor santeria,dieser besuch zu la piedra anfangs des jahres ist tradition in deiner familia al parecer. muy interesante. glückwunsch,sehr gut gelungen,weiter sooo

elCondor
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#3 RE: Grosseltern in den Urlaub
04.01.2009 08:46

das ist wieder eine richtig gute guzzi geschichte...so fängt der sonntag morgen schon mal schön an,

danke

oveja
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#4 RE: Grosseltern in den Urlaub
04.01.2009 10:57

Zitat von el-che
sag mal in deiner familie sind alle santeros oder haben hohen respekt vor santeria,dieser besuch zu la piedra anfangs des jahres ist tradition in deiner familia al parecer


Ja das ist so, bei den meisten Cubis, bei uns gerade, für mich etwas extrem, werde es akzeptieren. Selbst Roberto ist der Santeria sehr angetan. Obwohl er jedesmal wenn er an einem Friedhof vorbei fährt sich bekreuzigt und ein Handkuss zum Friedhof sendet.

el-che
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Mitglied seit: 09.02.2006

#5 RE: Grosseltern in den Urlaub
11.01.2009 23:03



oyee guzzi was ist los mit dir? wir sind gespannt auf deine tolle kubasberichte.es gibt neue nachrichten bestimmt.
angeblich ist die lage etwas entspannter,wie ich gehört habe.kannst du uns aus deiner sicht etwas erzählen?
saludos

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