Die Integration Lateinamerikas

18.06.2005 21:25
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#1 Die Integration Lateinamerikas
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Aufbruch? Stimmen aus Kuba, Mexiko, Kolumbien, Peru, Chile, Brasilien, Argentienien & Kanada
Schwerpunktausgabe der Marxistischen Blätter 3-05: Die Integration Lateinamerikas

Editorial (Auszug)
Die Integration Lateinamerikas - die Klammer, die die folgenden Beiträge verbindet. Nicht nur, da diese Ecke des Planeten zur Zeit die einzige zu sein scheint, aus der wir Hoffnungsvolles vernehmen. Hinzu kommt, dass für eine Integration der Völker einer Region genau Lateinamerika die besten Voraussetzungen zu haben scheint - wo doch von einigen Karibikinseln abgesehen überall Spanisch oder Portugiesisch gesprochen wird.
Diese vereinfachende Betrachtungsweise verkennt die Verschiedenheit der Völker und die Unterschiedlichkeit der ökonomischen Entwicklung in den einzelnen Ländern. Sie lässt zudem offen, ob eine Integration notwendiger Weise der Hoffnung auf soziale Befreiung Rechnung trägt.
Sie kann aber ein Schritt dahin sein. Genau damit befasst sich diese Ausgabe der Marxistischen Blätter und darauf beschränkt sie sich auch. Nach einer Einleitung zu den historischen Konzeptionen, die dem Thema zu Grunde liegen, kommen Autoren von Kommunistischen Parteien aus Lateinamerika zu Wort. Sie nehmen Bezug auf die Initiativen Venezuelas und Kubas, deren Projekt "ALBA" (http://www.granma.cubaweb.cu/secciones/alba/)eine Vorreiterrolle einnimmt - dennoch beurteilen sie die Integration jeweils auch aus dem Blickwinkel der konkreten Situation, in der sich ihr Land befindet. (...)
Ein überaus interessanter Beitrag kommt aus Kuba, wo Lourdes Maria Regueiro vom Zentrum für Amerikastudien eine wirtschaftliche Betrachtung der Integration vornimmt. Sie sieht Konkurrenzsituationen, die sich für die heutigen Integrationsmodelle wie MerCoSur oder Andennationengemeinschaft aus der Suche nach Präferenzen für den US-Markt ergeben können.
Gert Eisenbürger von der Informationsstelle Lateinamerika geht dagegen der Frage nach, wie sich die Kunst mit der Repression auseinandersetzt: die länderübergreifende Verfolgung der Linken zeigte eine pervertierte Form der Integration. "Die Vergangenheit ist nicht tot", folgert er.
Die Zukunft, so scheint es, ist aber nicht minder lebendig.

Inhalt:
Lateinamerikanismus oder Panamerikanismus
Von Günter Pohl
Integration zwischen Amerikanischer Freihandelszone und bilateralen Verträgen
Von Lourdes Maria Regueiro Bella / Kuba
Auf dem Weg zur Befreiung der Völker
Von Cuauhtemoc Amezcua Dromundo / Mexiko
Integration und der Freihandelsvertrag Peru - USA
Von Renan Raffo Munoz / Peru
Kolumbiens Außenpolitik - Konsequenzen für den Kontinent
Jaime Caycedo / Kolumbien
Heraus aus dem Neoliberalismus, hin zu einem neuen Modell
Jose Cademärtori / Chile
Integrationsprozesse im sich verändernden Lateinamerika
Renata Rabelo / Brasilien
Argentinien bleibt auf der gleichen Route
Patricia Echegaray / Argentinien
Ein frischer Wind der Veränderung
Von James D. Cockcroft / Kanada
Unbegrabene Tote
Von Gert Eisenbürger

Die Ausgabe 3-05 kann bestellt werden für 7,50 EUR bei
Marxistische Blätter
Hoffnungstr. 18
45127 Essen

oder
MarxBlaetter@compuserve.de


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