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Dieses Thema hat 87 Antworten
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 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
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Renate
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Mitglied seit:

#76 RE:Lesetips
19.08.2002 10:18
In Antwort auf:
Das ist doch nicht objektiv was du schreibst, dass "wenn man überleben will, muss man die Straftaten begehen"


Na, ich kenne jedenfalls keine in Kuba lebenden Kubaner, die keine Straftaten begehen.

Schon deswegen nicht, weil Kuba ein Polizeistaat ist, in dem einfach alles verboten ist. Das fängt damit an, dass man seine Meinung nicht laut sagen darf und hört damit auf, dass ehrliche Arbeit leider überhaupt keinen Sinn macht.

joe1
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#77 RE:Lesetips
19.08.2002 11:13
Joaquin, Renate

Ich möchte nicht wiederholen was ich Alles über Thema "Polizeistaat" und Sozialismus geschrieben habe.
Vielleicht hilft dieser Vergleich:
Ich wurde im Glauben erzogen, dass es die Hölle gibt und wenn man die Sünden macht kommt man hin .
Trotz grossem Bemühen ist dieses Glauben nicht restlos verschwunden.

Die Leute im Westen wurden im Glauben erzogen, dass System im Osten der Hölle gleicht und einige Beispiele waren gute Argumente dafür.
Im meinen Beitrag über Sozialismus habe ich versucht das zu erklären.

So:
Dagegen hilft das Wissen.
Auch mit mehr Wissen ist es schwer das Jugendglauben zu verlieren, wenn man sich aber überhaupt nicht bemüht, dann bleibt diese falsche Vorstellung.

Und die Mehrheit hat Angst das vorhandene Glauben zu verlieren, weil dann kann man vor Nichts stehen und so ist es wesentlich bequemer mit Schlagwörtern wie "Polizeistaat" zu argumentieren.

Gruss
Jose







Renate
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Mitglied seit:

#78 RE:Lesetips
19.08.2002 11:31
In Antwort auf:
Die Leute im Westen wurden im Glauben erzogen, dass System im Osten der Hölle gleicht


Joe -

wie Du, glaube ich, weißt, beziehe ich persönlich meine Kenntnisse im Hinblick auf den Sozialismus nicht aus Schulbüchern, sondern habe mehrere Jahre am Stück in der Sowjetunion gelebt. Meine Überzeugungen hat mir also nicht irgendeine übermächtige Organisation im zarten Kindesalter ins Hirn geblasen (wie Dir der Vatikan den Katholizismus), sondern ich habe als erwachsene Person ausgiebig Gelegenheit gehabt, zu beobachten, wie es halt so zugeht im Sozialismus.

Außerdem bin ich fest überzeugt davon, dass meine Russlanderfahrung die Grundlage dafür ist, dass ich in Kuba und mit Kubanern im Allgemeinen ziemlich gut zurechtkomme. Die zugrunde liegende Denkweise ist nämlich bei Russen und Kubanern haargenau dieselbe.




joe1
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Mitglied seit:

#79 RE:Lesetips
19.08.2002 12:17
Aber Renate
Du liest doch auch die USA Zeitungen. Sie schreiben nicht einfach Kuba, sondern kommunistische Kuba. Für einen Amerikaner gleicht das Wort kommunistisch, nach wie vor wie eine Hölle.
Nun zu SU und Russland jetzt.
Weil jetzt die Korruption gewonnen hat, hat dieses Land keine Zukunft, so, wie die ehemalige Kolonien in Africa.
Die elementaren Menschenrechte sind nicht z:B. sogenannte freie Presse
sonder Recht auf Gesundheit, Bildung und die Korruption muss verhindert werden. Warum weigert sich USA, dass man diese elementare Menschenrechte in die UNO - Carta aufnimmt. Ja dann müssten sie sich fragen was ist mit 40 Millionen nicht kranken Versicherten, mit Tendenz steigend und sich auch fragen ob das Geld auf ihren Banken gestohlen wurde oder nicht.
Kuba ist ein armes Land, Die Monostruktur Zucker hat keinen Preis, auch deswegen nicht, weil im Westen die Zuckerproduktion subventioniert wird.
Und Kuba hat diese elementaren Menschenrechte in Bezug auf ihre Armut besser gelöst als reichere Länder.
Ja zu freier Presse. Heute werden nicht mehr die kritischen Beiträge veröffentlicht, weil dann die Inserate nicht mehr kommen.

Ach ich werde einen neuen Thread mit dem Titel öffnen: Brain Storming
Vielleicht werden Einige ihre Vorstellungen, was in Kuba zu tun wäre, schreiben.

Gruss
José









el loco alemán
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Rey/Reina del Foro

Beiträge: 22.662
Mitglied seit: 11.11.2001

#80 RE:Lesetips
19.08.2002 13:22

@ Renate
In Antwort auf:
dass man seine Meinung nicht laut sagen darf und hört damit auf, dass ehrliche Arbeit leider überhaupt keinen Sinn macht
da hast du ein schlechtes beispiel gewählt. beides trifft nämlich gleichermaßen auch auf viele andere länder der sog. "freien" welt und ganz besonders auf deutschland zu.

e-l-a

Renate
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Mitglied seit:

#81 RE:Lesetips
19.08.2002 14:45

Joaquin -

vielen Dank für Deine ausführliche und amüsante Buchrezension!

Ich finde, Du solltest für die Qualen, die Dir das Studium dieses Schinkens bereitet hat, mit dem Reich-Ranicki-Preis ausgezeichnet werden.

Renate
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Mitglied seit:

#82 RE:Lesetips
26.08.2002 16:21
In Antwort auf:
El insaciable hombre araña


Gefällt mir sehr gut, das Buch.

Unter anderem deshalb, weil Gutiérrez hier weniger egozentrisch, dafür aber ziemlich selbstironisch auftritt. An einer Stelle lässt er zum Beispiel die Bemerkung fallen, welch gemütliche Erwerbsquelle das Verfassen seiner autobiografischen Werke doch ist - nun muss er gottseidank nicht mehr im Lkw-Reifen nachts zum Fischfang auf den Atlantik rauspaddeln und sich dabei das Hinterteil aufweichen und die Eier abfrieren...

Insgesamt kreist er viel weniger um sich selbst und erzählt mehr von seiner Umgebung. Was andere Menschen, die mit seiner Person nicht viel zu tun haben (also nicht nur Frauen, auf die er scharf ist, war oder sein wird), so tun und lassen. Und auf diese Weise kommt er endlich auch mal dazu, ganz normale Durchschnittskubaner zu porträtieren.

Zum Beispiel lernt man seine Mutter kennen, eine ziemlich energische Alte, die ihre Familienpolitk in jungen Jahren erfolgreich mit Hilfe eines chinesischen Dolchs betrieben hat. (Mit der Waffe in der Hand hat sie der Geliebten ihres Ehegatten aufgelauert und ihr gedroht, sie damit abzustechen und anschließend in den Fluss zu werfen, sollte sie die Beziehung zu ihrem Mann nicht aufgeben.)

Eine nüchterne Note erhält das Ganze auch durch die sich im Endstadium befindende Liebesbeziehung zu der Frau, mit der er seit fünf Jahren zusammenlebt. Und diese Julia verdient ihren Lebensunterhalt, man höre und staune, nicht mit vaginalen Dienstleistungen, sondern arbeitet 12 Stunden am Stück ziemlich diszipliert in einer Pizzeria (und kommt jeden Abend um acht total verschwitzt und nach ranzigem Käse stinkend nach Hause, wie sich Gutiérrez des öfteren beschwert).

Insgesamt basiert auch dieses Buch auf einer Art poetischem Sarkasmus, wobei Gutiérrez hier weniger Groteskes präsentiert, als in der Trilogía. Zufrieden stellt man fest, dass der gute Mann sich mittlerweile beruhigt hat und in sein Leben wieder mehr Normalität eingekehrt ist.



Le Baron
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sehr erfahrenes Mitglied

Beiträge: 248
Mitglied seit: 12.04.2002

#83 RE:Lesetips
26.08.2002 18:19
In Antwort auf:

Zufrieden stellt man fest, dass der gute Mann sich mittlerweile beruhigt hat...



Jaja, das Alter beruhigt das Gemüt.

Die nachlassende Physis spielt dann auch keine wesentliche
Rolle mehr. Man kann nicht mehr eine Stunde, sondern man braucht eine.
Und es bedarf schon die Kraft beider Ärmchen um ihn nach
unten zu drücken.

Na und? Solange dies mit einer abklingenden Libido
harmonisiert, ist ja alles wunderbar. Aber da bin ich mir
bei einigen Forums-Opas hier nicht so sicher...

Le Baron
------------------------
- "Lass den anderen Frauen noch 'was von mir übrig."
- "Nein!"

joaquin
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#84 RE:Lesetips
26.08.2002 21:48
@ Renate

Mir hat "El insaciable hombre araña" etwas zu viel Leerlauf. Sicher, einige Geschichten haben Pfiff (En el minuto exacto, Un buen team, Algo que me haga saltar, Unos pocos elegidos), aber das Tempo des Buches und die Pointen können doch nicht mit "Triologia" mithalten.

Ich lese übrigens gerade "El Rey de la Habana"

Hier eine besonders putzige Passage:

In Antwort auf:
Eran las siete de la tarde, pero el sol aún estaba alto y fuerte. Caminó despacio, llegó frente al Hotel Deauville y descansó un rato sentado en el muro. Había poca gente. De noche el lugar se cubre de jineteras, y chulos, travestis, mariguaneros, gente de provincia que no se enteran de nada. Pajeros, vendedores de maní, jineteros con ron y tabaco falsificado y coca verdadera, puticas recién importadas desde las provincias ,músicos callejeros con guitarras y macaras, vendedores de flores, triciclos con sus taxi-drivers multioficio, policías, aspirantes a emigrantes. Y algunas mujeres infelices, algunas viejas, algunas niños, los mas pobres entre los pobres, que se dedican a pedir monedas incesantemente. Cuando un turista incauto y melancólico aterriza en medio de esta fauna no agresiva, pero pícara y convincente, generalmente cae fascinado en esta trampa. Finalmente compra ron o tabaco mierdero, creyendo que es original y que él es un tipo hábil con una buena estrella. A veces, meses depués,se casa con una de aquellas ésplendidas muchachas o forma pareja con un muchacho-pinguero. Después de esas proezas, e turista le asegura a sus amigos que ahora es feliz, que la vida en el trópico es maravillosa y que le gustaría invertir aquí su dinero y tener una casita junto al mar, con su negrita complaciente y atractiva, y abandonar el frío y la nieve y no ver más a las educadas, cuidosas, calculadoras y silenciosas personas de su país. En fin, cae en trance hipnótico y sale de la realidad.



El Guajiro
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#85 RE:Lesetips
26.08.2002 22:31
Tja
das trifft meiner Meinung nach auf viele hier zu
Selbst Bocelli sieht mehr als manchen hier da lachen die huehner und die baerinnen.



Saludos

Renate
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#86 RE:Lesetips
27.08.2002 10:28
In Antwort auf:
das Tempo des Buches und die Pointen können doch nicht mit "Triologia" mithalten


Wohl war.

Dafür wird mit den Erzählungen die kubanische Realität wesentlich besser erfasst, als mit den vielen grotesken Überzeichnungen in der Trilogía.

Eine Menge Leute, die er da beschreibt, habe ich genau so erlebt in Kuba bzw. die Geschichten von meinem Sportlehrer erzählt bekommen. Kuba, wie es leibt und lebt.

Außerdem beleuchtet das Buch durch die Retrospektiven auch den Hintergrund, auf dem die Trilogía entstanden ist, sehr schön:

Dass Gutiérrez bis zum Ausbruch des Período especial ein hundsgewöhnlicher Nomenklatura-Journalist war, der eben von seiner privilegierten Stellung in jeder Hinsicht profitiert hat. Zudem immer schön polititsch korrekt war, was in Kuba u. a. heißt, dass er als Weißer selbstverständlich immer nur weiße Frauen hatte (ich meine damit die offiziellen, mit denen er zusammen gelebt hat). Schön angepasst eben an das System.

Und dieser Sachverhalt ändert sich ja auch mit seinem Ausstieg aus dem Beruf nicht: Zusammenleben tut er nach wie vor nur mit Weißen, alle dunkelhäutigen Frauen kann er offensichtlich nur im Bett gebrauchen.

Dieser kubanische Blickwinkel auf die verschiedenen Hautfarben ist natürlich sehr instruktiv. Wenn er auch Gutiérrez selber nicht gerade im besten Licht dastehen lässt. Unter diesem Gesichtspunkt wirkt er nämlich, wie der typische kubanische Spießbürger, den er ja im Prinzip selber so verachtet.







Renate
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#87 RE:Lesetips
27.08.2002 15:50
In Antwort auf:
Ich lese übrigens gerade "El Rey de la Habana"


Und wo hast Du das Buch gekauft, Joaquin?

Moskito
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Rey/Reina del Foro


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Mitglied seit: 02.06.2001

#88 RE:Lesetips
28.08.2002 08:04
In Antwort auf:
...y que le gustaría invertir aquí su dinero y tener una casita junto al mar, con su negrita complaciente y atractiva, y abandonar el frío y la nieve ....
hm...und was bitte soll daran falsch sein?......M

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