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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Lateinamerika und karibische Inseln ( kleine und große Antillen)
santiaguero aleman
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Venezuela: Ungleichheit und Armut weiter reduziert
29.12.2008 19:41

28.12.2008
Ungleichheit und Armut weiter reduziert

Venezuela kann auch 2008 soziale Fortschritte vorweisen. Deutsche Bundesregierung hat Kritik
Von Maxim Graubner
amerika21.de
Caracas. Die Armut unter der venezolanischen Bevölkerung ist in der vergangenen Dekade um 24,5 Prozent gefallen, gab das Nationale Statistikinstitut Venezuelas (INE) zum Jahresende bekannt. Die aktuelle Armutsrate betrage demnach 26 Prozent, während vor der Wahl von Hugo Chávez zum Präsidenten 1998 die Zahl bei 50,5 Prozent gelegen habe. Der Präsident des Statistikinstituts, Elias Eljuri, betonte, dass die Daten nur auf Basis der Haushaltseinkommen berechnet würden. Staatliche Unterstützungen wie kostenlose Gesundheitsversorgung und Schulessen für über vier Millionen Kinder blieben dabei unberücksichtigt...
http://www.amerika21.de/nachrichten/inha...eichheit-Armut/

ehemaliges mitglied
Beiträge:
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#2 RE: Venezuela: Ungleichheit und Armut weiter reduziert
01.01.2009 16:59

Erschreckende Armut in Venezuela


Zur Wahl in Venezuela

Ich bin zurzeit als Austauschschülerin in Venezuela. Die Armut hier ist erschreckend! Auf dem Weg von meinem zu Hause zur Schule erstreckt sich ein Armenviertel und in diesem Viertel können die "Gebildeten" gerade mal ihren Namen schreiben. Neulich ist hier im Fernsehen ein Video aufgetaucht in dem Chávez einen Manager einer Firma erpresst und ihm damit droht, dass er seinen Job verlieren wird und seine Firma eine Menge Geld, wenn sie nicht Chávez wählen. Es ist an der Zeit, dass ein Demokrat an die Macht kommt und diesem Land hilft!

Julia Schöne



Keinen Christbaum

Alles von Chávez ist Lüge, in diesen acht Jahren haben wir mehr Armut und Unsicherheit bekommen. In acht Jahren wurden 90.000 Menschen ermordet, 1530 gekidnappt. Es gibt hier keine echte Freiheit. Eine meiner Töchter ist Kindergärtnerin. In diesem Jahr dürfen die kein Nikolaus feiern, keinen Christbaum im Kindergarten aufstellen. Die Kinder müssen stattdessen "revolutionär" erzogen werden. Wir haben hier einen Castro-Kommunismus.

Theresia Dreher


http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2265238,00.html


Venezuelas Mission: der Kampf gegen die Armut

..........Ganz davon abgesehen, wie die Programme der Regierung und der Opposition aussehen, scheinen die Armutsdaten eine seltsamen Widerspruch aufzuweisen. Einerseits bestätigen viele Forschungszentren, dass die Armut seit Chávez Amtsantritt zugenommen hat. Andererseits deuten einige Indikatoren darauf hin, dass die Armut in den letzten fünf Jahren abgedämpft werden konnte. Ich werde im folgenden ein Teil diese Armutsdaten untersuchen und die Politik der Chávez Administration mit der Politik früherer Regierung vergleichen......

Armutsdaten

Es gab in den vergangenen 20 Jahren zwei schier unanfechtbare Trends in Venezuela, die sich tiefgreifend auf den Zuwachs der Armut ausgewirkt haben. Erstens, nimmt die Ungleichheit beständig zu. Zweitens sinkt gleichzeitig das pro Kopf Einkommen. Diese beiden Tendenzen sind der Grund für den größten Anstieg der Armutsrate in ganz Lateinamerika.

Der Standardindikator für Ungleichheit, der so genannte „Gini- Koeffizient“, mit dem die Einkommensunterschiede in jedem Staat festgestellt werden, weißt jedoch in den letzten knapp 30 Jahren keine bedeutenden Veränderungen auf. Zwischen 1971 und 1997 verschob er sich unregelmäßig, aber insgesamt pendelte er zwischen 0.45 und 0.50. Letztendlich gleichen sich die Werte für 1971 und 1997 fast.[1] Der Gini- Index berücksichtigt allerdings nur Lohn- und Gehaltsbezüge, nicht jedoch Kapitaleinnahmen. Andere Daten zeigen auch, dass in Venezuela in diesen 30 Jahren z.B. der Anteil des Kapitaleinkommens (Einkommen aus Kapitalinvestitionen) grundsätzlich stärker wächst als die Lohn- und Gehaltsbezüge. Eine Untersuchung von Francisco Rodriguez belegt z.B., dass Arbeit 11 Prozentpunkte am BSP an das Kapital zwischen den 70ern und 90ern verloren hat.[2]

Demzufolge ist laut Rodriguez die Ungleichheit in Venezuela, wenn m. die Kapitaleinkommen mit einfließen lässt, dramatisch angewachsen, so dass die venezolanische Gesellschaft mittlerweile eine der ungerechtesten auf der ganzen Welt ist und sogar Südafrika und Brasilien übertrifft.[3] Dies ist auf viele unterschiedliche Gründe zurück zu führen: der bedeutendste ist die Konzentration des Kapitals und der Zusammenbruch der Lohnerhöhungen in dieser Zeitspanne.

Zum Teil kann m. wiederum die Lohneinbrüche vom Rückgang der Öleinnahmen pro Kopf in Venezuela herleiten. Denn trotz der Verdoppelung der Ölexporte zwischen 1973 und 1983 sind die Öleinnahmen pro Kopf gesunken. Dies liegt hauptsächlich an den rückläufigen Ölpreisen, die von 15,92 U.S. Dollar pro Barrel im Jahre 1982 auf 3,19 U.S. Dollar pro Barrel im Jahr 1998 zurückgehen (beide Zahlen gemessen an den Preisen im Jahre 1973). [4] Der Wert der Ölexporte und der Exporte pro Kopf verringerte sich folglich von $955 1974 auf $384 neunzehn Jahre später 1993.[5]

http://zmag.de/artikel/Venezuelas-Missio...gegen-die-Armut

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