Vergiftete Nachbarschaft

01.03.2008 14:49
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Die Geiselaffäre hat die Situation zugespitzt

Vergiftete Nachbarschaft

KOMMENTAR VON RAUL ZELIK

Paradoxer kann es kaum zugehen: Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe hat seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez schon vor Monaten jedes Verhandlungsmandat in der kolumbianischen Geiselaffäre entzogen. Trotzdem hat Chávez Vermittlung dafür gesorgt, dass die Farc-Guerilla vergangenen Mittwoch erneut vier entführte Politiker ohne jede Gegenleistung freiließ. Dankbarkeit darf Chávez dafür allerdings nicht erwarten.

Die Beziehungen zwischen den südamerikanischen Nachbarländern und ihren ungleichen Regierungen sind so schlecht wie nie zuvor. Dabei war das Verhältnis zwischen dem Linken Hugo Chávez und dem US-nahen Rechten Álvaro Uribe lange Zeit auffallend freundlich. Trotz unüberbrückbarer politischer Differenzen pflegten die Präsidenten einen geradezu kumpelhaften Umgang. 2004 vereinbarte man sogar den Bau einer Gaspipeline, um die Kooperation auch ökonomisch zu zementieren. Doch mit der Geiselaffäre hat sich diese Situation dramatisch zugespitzt: Caracas schloss zeitweise die Grenze zum Nachbarland. Kolumbien, mit 600 Millionen US-Dollar jährlich drittgrößter Empfänger von US-Militärhilfe weltweit, orderte 23 neue "Kfir"-Kampfflugzeuge in Israel. Sogar über einen offenen militärischen Konflikt wurde in letzter Zeit diskutiert..........


http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/ar...Hash=8c62a56b1f


Don Olafio


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