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CARACAS, 4. April 2007 - Der venezolanische Präsident Hugo Chávez sagte am Montag auf einer Veranstaltung in Caracas: "Eines Tages muss ein südamerikanisches Militärbündnis auf unserem Kontinenten bestehen, das die Interessen und die Souveränität unseres gemeinsamen Vaterlandes verteidigt". Dies schreibt die argentinische Wirtschaftszeitung El Cronista in ihrer Ausgabe vom Mittwoch.
Diese - hypothetische - Militärorganisation schliesse dann auch die "Karibik mit ein, die ein Teil Südamerikas" sei.
Chávez machte die Aussagen auf einem offiziellen Festakt zum Gedenken an den 25. Jahrestag des Beginns des Krieges um die Malvinas (Falkland-Inseln).
In Anspielung auf die "südamerikanische Nato", über die Chávez keine weiteren Details verlautbaren ließ, erinnerte er an den Falkland-Krieg, in dem die USA das TIAR-Abkommen (Tratado Interamericano de Asistencia Reciproca/Inter-American Treaty of Reciprocal Assistance) verletzt hätten, in dem sich das Land mit Grossbritannien alliiert habe "anstatt Argentinien zu verteidigen".
Diese - nach Meinung von Chávez - "schmachvolle" Position der USA wurde ergänzt durch die "Passivität" der restlichen lateinamerikanischen Staaten, "die mit verschränkten Armen vor der Brust ausharrten" und "Argentinien alleine ließen". Lediglich Kuba habe angeboten, Truppen zu entsenden.
Der venezolanische Präsident glaubt, dass im Kampf gegen "mangelnde Solidarität" die Integration und Einigkeit Südamerikas das angemessene Mittel sind. "Nur geeint werden wir frei sein".
Hintergrund: TIAR (Tratado Interamericano de Asistencia Reciproca/Inter-American Treaty of Reciprocal Assistance) ist ein interamerikanischer Beistandspakt, das amerikanische Gegenstück zur NATO. Nach diesem Vertrag tritt der Verteidigungsfall bei zwischenstaatlichen Konflikten ein. Der Vertrag wurde 1947 in Rio de Janeiro geschlossen und 1948 ratifiziert. Dem TIAR-Vertrag gehörten, bis auf Kuba, alle amerikanischen Staaten an. Als Folge des Irakkrieges ist Mexiko 2002 ausgetreten.
In Antwort auf:Der venezolanische Präsident glaubt, dass im Kampf gegen "mangelnde Solidarität" die Integration und Einigkeit Südamerikas das angemessene Mittel sind. "Nur geeint werden wir frei sein".
Ronald Reagan verstand die Welt nicht mehr, die Völkergemeinschaft zeigte sich hilflos: Vor 25 Jahren besetzte Argentinien die britischen Falkland-Inseln - und das Königreich reagierte noch einmal mit imperialer Militärmacht. Der 74-Tage-Krieg wirkt bis heute nach.
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