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Dieses Thema hat 4 Antworten
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don olafio
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Die Hugo-Show
28.11.2006 06:13
Die Hugo-Show
Er ist Revolutionär, Held der Armen und Großmaul: Hugo Chávez, Präsident Venezuelas. Dollars hat er genug, dem Öl sei Dank. Damit mischt er die Weltpolitik auf. Was treibt diesen Mann, der am kommenden Sonntag vermutlich wieder gewählt wird? Der Teufel war hier, sagt Chávez vor der UN. Er meint Bush
Von Christoph Twickel
Die große Karriere beginnt mit einer Niederlage.

Als die Sonne am 4. Februar 1992 über Caracas aufgeht, ist klar: Der Putschversuch, den mehrere Kommandanten des venezolanischen Militärs in der Nacht begonnen hatten, ist kläglich gescheitert. Die Aufständischen haben keinen Funkkontakt, ihnen fehlt der Rückhalt im Militär. Zuletzt kriecht ein Panzer ohne Munition die Freitreppe zum Präsidentenpalast Miraflores hinauf und schafft es nicht, das Tor einzudrücken. Nach kurzen Kämpfen werden die Rebellen festgesetzt. Präsident Carlos Andrés Pérez spricht von einem „faschistoiden Coup“.

Noch am Mittag will er der Nation in einer landesweiten Fernsehübertragung die Putschisten vorführen. Doch die Rechnung geht nicht auf. Denn der junge Comandante, der 20 Millionen Venezolanern auf den Bildschirmen entgegentritt, wirkt nicht wie einer der starrgesichtigen Militärs mit Sonnenbrille, die Lateinamerika aus unzähligen Staatsstreichen kennt. „Als Erstes möchte ich dem gesamten Volk Venezuelas einen guten Tag wünschen“, beginnt er. Der Name des unbekannten Oberstleutnants wird eingeblendet: Hugo Chávez. Auf dem Kopf trägt er ein schmuckes rotes Barett, er spricht ruhig und blickt gefasst in die Kamera. Die Zeitung „El Nacional“ schreibt anderntags: „Es handelt sich um einen Mann von athletischer Statur und dunkler Haut, gebürtig in den Voranden mit kleinen Schlitzaugen, gerötet wegen seines übernächtigten Zustands.“

Der erste öffentliche Auftritt des Hugo Chávez dauert nur eine Minute, doch sie genügt, um die Venezolaner zu elektrisieren. Der 37-Jährige gehört offensichtlich nicht zur weißen Oligarchie. Doch er verkündet den staunenden Fernsehzuschauern, das Land müsse sich „auf den Weg zu einem besseren Schicksal machen.“ Schon am nächsten Tag finden sich in den Telefonzellen die ersten „Viva Chávez!“-Graffitis. Im Karneval, einige Tage darauf, werden Chávez’ Uniform samt rotem Barett zum beliebtesten Kostüm der Kinder. „Das ist jetzt Mode“, sagen die Eltern. In den Barrios, den armen Vierteln von Caracas, beginnt die Chávez-Mania. Über Nacht ist der Kommandant zum Gegenspieler einer korrupten Regierung geworden, die sich die Taschen vollstopft, während die Löhne sinken...


http://www.tagesspiegel.de/sonntag/archi...006/2914857.asp

Etwas umfangreicher - aber doch sehr lesenswert


Don Olafio

dirk_71
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#2 RE: Die Hugo-Show
28.11.2006 08:36
Hier ein Kommentar aus der FAZ zu dem Buch von Christoph Twickel

In Antwort auf:
Linkes Gehabe und Kraftmeierei

Eine materialreiche, aber unkritische Annäherung an Venezuelas Präsidenten Chávez


08. November 2006
Venezuelas Präsident Hugo Chávez gibt sich gern als Hoherpriester der revolutionären Linken einer längst vergangen geglaubten Epoche. Inbrünstig ruft er bei jeder sich bietenden Gelegenheit Che Guevara und andere revolutionäre Ikonen an. Außerdem pflegt er eine intime Freundschaft mit seinem Mentor, dem kubanischen "Comandante en Jefe" Fidel Castro. Wer Chávez' Politik näher betrachtet, bemerkt indes rasch, daß das, was "links" an ihr ist oder sein soll, nur wenig mit den radikalen Ideen der klassischen Revolutionäre früherer Zeiten zu tun hat.

Hartgesottene Altlinke halten Chávez vor, daß seine "Revolution" bestenfalls in einer Reform des Kapitalismus bestehe, die an den Einkommens- und Produktionsverhältnissen nicht das geringste ändere. Zwar bescheinigen sie ihm, daß mit der - auf sein Betreiben verabschiedeten - neuen "bolivarischen" Verfassung die einfache Bevölkerung stärker als früher am politischen Leben beteiligt wird, die grundlegenden Entscheidungen würden jedoch nach wie vor von einer "Machtelite" getroffen, also von niemand anderem als Chávez selbst und seiner Entourage.

Das "linke" Gehabe von Chávez speist sich vor allem aus seinem obsessiven Antiamerikanismus und seiner Aversion gegen die neoliberale Politik der neunziger Jahre, was fälschlicherweise mit einer "antikapitalistischen" Einstellung gleichgesetzt wird. Auch wenn Chávez auf Washington und den amerikanischen Präsidenten Bush schimpft, macht er doch gut geölte Geschäfte mit den Vereinigten Staaten nach bester Kapitalistenart. Mit seinem Plan, seine "Revolution" in andere lateinamerikanische Länder weiterzutragen, ist Chávez bisher nur bis Bolivien gekommen. Dort fand er in dem Präsidenten Evo Morales allerdings einen besonders gelehrigen Adepten.

Wer Chávez als "Galionsfigur des lateinamerikanischen Linksrucks" bezeichnet, läßt schon damit erkennen, daß er unkritisch auf der Seite all derer steht, die an eine Wiederbelebung der einstigen "Linken" in Lateinamerika durch die Erweckungsgestalt Chávez glauben. Die meisten arglosen Beobachter geben sich damit zufrieden, dem dank seiner Weitsicht, Kaltblütigkeit und Gerissenheit derzeit einflußreichsten und umstrittensten Politiker Lateinamerikas ein untaugliches Etikett anzuheften. In die Falle einer derart an der Oberfläche haftenden Beschreibung des Phänomens Chávez ist der Autor eines Buches getappt, das nichts weniger als "eine Biographie" von Chávez sein will.

Nach den Jahrzehnten, in denen das im frühen Erdölboom reich gewordene Venezuela von der traditionellen politischen Kaste regelrecht ausgeplündert wurde, war das Erscheinen einer Erlöserfigur, die für eine Verbesserung der Lage der völlig vernachlässigten und verarmten unteren Bevölkerungsschichten eintritt, nahezu unausweichlich. Doch auf die entscheidende Frage, warum ausgerechnet Chávez diese Rolle zufiel, bleibt das Buch des Journalisten Christoph Twickel eine Antwort schuldig. Es enthält nur spärliche Angaben über Chávez' Herkunft, Jugend und frühe Entwicklung und hangelt sich an Begebenheiten der jüngeren venezolanischen Geschichte entlang, die für Chávez' Weg an die Macht bedeutsam waren oder die er aktiv beeinflußte, wie etwa seine beiden gescheiterten Putschversuche.

Bei alledem erscheint Chávez schon gewissermaßen als "fertiger" Revolutionär, der alle Regeln konspirativen Verhaltens beherrscht, der sein Privatleben in den Dienst an der vorgeblichen Rettung des Vaterlandes stellt und der selbst Liebschaften im Zweifel mit Vorwänden, Ausflüchten und Lügen dem verschwörerischen Tun opfert. Statt die auch in anderen Quellen gut dokumentierten Ereignisse wie den "Caracazo", den Sozialaufstand in Caracas von 1989 und seine blutige Niederschlagung, oder den gescheiterten "Staatsstreich" von 2002, mit dem die Opposition Chávez stürzen wollte, ausführlich zu beschreiben, wäre es für eine Biographie zweckmäßiger gewesen, wenn Twickel wenigstens versucht hätte, ein Psychogramm des neopopulistischen Präsidenten zu entwerfen. Das hätte gezeigt, wie sich Chávez allein wegen seiner unbestreitbaren Talente als Volksredner, Alleinunterhalter, Störenfried und Rechthaber an die Spitze des Staates katapultiert hat und mit allen Mitteln seine Führerposition verteidigt. Chávez hat eine Reihe von Methoden entwickelt, für ihn widrige Vorgänge schönzufärben, zu verdrängen oder gar nicht wahrzunehmen. Auf Niederlagen wie etwa jüngst in den UN reagiert er mit noch größerer Kraftmeierei, indem er etwa Venezuela zu einer "Weltmacht" hochredet. Ohne stichhaltige Beweise dafür vorzulegen, behauptet er in regelmäßigen Abständen, seine Widersacher trachteten ihm nach dem Leben.

Schon daraus ist zu ersehen, daß Chávez in allererster Linie seine Person meint, wenn er "Venezuela", "Revolution" und "Simón Bolívar" sagt, als dessen Reinkarnation er sich versteht. Es wäre spannend, in einer wirklichen "Biographie" zu erfahren, wie sich eine derart narzißtische Persönlichkeit herausgebildet hat. In Ansätzen werden einige charakteristische Eigenschaften des venezolanischen Präsidenten sehr wohl erkennbar. Aber für den Leser ist es mühsam, sich trotz des lebendigen und anschaulichen Stils aus den einzelnen Episoden ein Gesamtbild von Chávez zu formen. Immerhin wird deutlich, in welch großem Maß Chávez' militärische Karriere, die freilich nicht über den Rang eines Oberstleutnants hinausgekommen ist, sein Verhalten bestimmt. Seine politischen und sozialen Projekte nennt er "Missionen" oder "Kommandos", als handle es sich um militärische Manöver. Sein Neo-Bolivarismus, den er als reine Lehre verkauft, ist keine kohärente Doktrin, sondern ein Sammelsurium aus angelesenen Zitaten und rhetorischen Versatzstücken, in beliebiger Mischung zelebriert wie seine frei assoziativ vorgetragenen Gedanken, seine Possen und Ausfälle in seinen stundenlangen Reden.

Manche Begleiterscheinungen des "chavistischen" Venezuela, wie etwa die ausufernde Korruption, die Chávez gelegentlich sogar selbst anprangert, ohne etwas gegen sie auszurichten, bleiben in dem Buch weitgehend ausgeblendet. Immerhin wird der hohe Unterhaltungswert der allsonntäglichen Fernsehsendung "Aló Presidente" (Hallo, Präsident) ausgiebig gewürdigt, die für Chávez Ersatz für alles ist, für Kabinettsitzungen, Konferenzen, Unterhaltungsshows und Kultveranstaltungen. Das Buch von Christoph Twickel ist gleichfalls vieles und von allem ein bißchen: Reportage, politische Analyse, Essay. Leider keine Biographie, aber es enthält so viele Daten, Fakten, Anekdoten und Details, daß sich sehr gut daraus eine machen ließe.

JOSEF OEHRLEIN

Christoph Twickel: Hugo Chávez. Eine Biographie. Edition Nautilus, Hamburg 2006. 352 S., 19,90 [Euro].



Quelle:http://www.faz.net/s/RubA330E54C3C124107...n~Scontent.html
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#3 RE: Die Hugo-Show
28.11.2006 09:15

O je, es nervt ein wenig... - nein, nicht dass dir Twickel zu "links" ist (oder so), sondern die ellenlang kopierten Beiträge.
Machs doch einfach so, wie (fast) alle anderen auch: Ein paar Sätze (oder auch Absätze) einstellen und dann den Link ran. Glaub mir, wers lesen will, wird die Kraft des zusätzlichen Mausklicks sicher aufbringen.


Don Olafio

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#4 RE: Die Hugo-Show
28.11.2006 09:25
In Antwort auf:
O je, es nervt ein wenig... - nein, nicht dass dir Twickel zu "links" ist (oder so), sondern die ellenlang kopierten Beiträge.
Machs doch einfach so, wie (fast) alle anderen auch: Ein paar Sätze (oder auch Absätze) einstellen und dann den Link ran. Glaub mir, wers lesen will, wird die Kraft des zusätzlichen Mausklicks sicher aufbringen.


War mir schon klar, dass Dir der Artikel nicht gefällt...
Habe ich irgendwo etwas gesagt, dass mir der Artikel von Twickel zu links ist???
Darf man nun schon nicht mal mehr einen Kommentar zu einem Buch aus einer Zeitung wie der FAZ hier einfügen???

Für solche Kommentare wie von Dir gibt es auch die Möglichkeit der PM
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#5 RE: Die Hugo-Show
28.11.2006 09:45

Leider OffTopic aber:
Interessant ist zudem, dass Dich an anderer Stelle "ellenlange" kopierte Artikel zu dem Buch nicht gestört haben...

Siehe: http://www.kubaforen.de/t513897f11745512...-Biografie.html

Immerhin ist der Kommentar ja auch positiv...


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