»Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«

09.03.2007 20:52 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2007 20:53)
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#1 »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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»Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«

(...) Alí Rodríguez Araque war Außenminister der Bolivarischen Republik Venezuela. Seit September vergangenen Jahres ist er als Botschafter in Havanna verantwortlich für die besonderen Beziehungen zwischen Venezuela und Kuba.


(...) Welche Zukunft liegt in der kontinentalen Energieintegration, die von Kuba, Bolivien und Venezuela im Rahmen der alternativen Wirtschaftszone ALBA vorangetrieben wird?
Ich glaube, es gibt kein besseres Modell für Länder, die bisher wenig industriell entwickelt sind und solche, wie Brasilien und Argentinien, die auf eine lange industrielle Entwicklung zurückblicken können, um gemeinsam voranzukommen. Venezuela besitzt riesige Erdölvorkommen. Diese haben in der Vergangenheit dazu gedient, die Lebensqualität der Venezolaner zu verbessern. Doch dieses Modell erfuhr einen herben Rückschlag, als die Einkünfte aus dem Energiegeschäft zurückgingen und das ungerechte Verteilungsschema dennoch beibehalten wurde. So profitierten die Ärmsten ab den 70er Jahren immer weniger von unserem Erdölreichtum. Das änderte sich erst mit dem Amtsantritt von Hugo Chávez.
Wir verfügen jetzt in Lateinamerika über ein ungewöhnlich großes Energiepotential. Allein Venezuela besitzt eine der weltgrößten Erdölreserven und einen der größten Gasvorräte. Wenn wir noch die Vorräte Boliviens, Perus, Ecuadors, Brasiliens, Argentiniens und Mexikos hinzunehmen, werden wir zu einem Giganten im Brennstoffsektor. (...)
Wie schätzen Sie die Entwicklung der Beziehungen zwischen Kuba und Venezuela ein?
Wir sind im Augenblick dabei, unsere Beziehungen noch stärker auszuweiten, zum einen auf neue Bereiche, zum anderen vertiefen wir sie in den Bereichen, in denen wir bereits in den vergangenen Jahren Abkommen geschlossen haben. Das Wichtigste Ergebnis unserer Beziehungen ist, daß wir die Energieblockade Kubas durchbrochen haben. Venezuela versorgt das Land täglich mit ca. 92000 Barrel Erdöl und Raffinerieprodukten. Zusammen mit der gestiegenen Produktion auf der Insel trägt das dazu bei, die vor allem durch die Spezialperiode entstandene besondere Situation zu überwinden. Wenn die Energieversorgung sichergestellt ist, wächst die Wirtschaft und steigt die Lebensqualität der Bevölkerung. Für alle die, die die 90er Jahre hier erlebt haben, bedeutet es viel, jetzt substantielle Fortschritte beobachten dürfen.
Venezuela hat im Gegenzug von Kuba unschätzbare Unterstützung erhalten. Teilweise völlig kostenfrei, da viele Hilfen nicht in den Austauschabkommen enthalten waren. Die Alphabetisierungskampagne z.B. hat es möglich gemacht, eine halbe Million Venezolaner in die Gesellschaft einzugliedern. Es ist unfaßbar, daß ein Land, das über so riesige Ölvorkommen verfügt wie Venezuela, den Analphabetismus vorher nicht erfolgreich bekämpfen konnte, und daß die Einkünfte aus dem Energiegeschäft der breiten Bevölkerung nicht zugute kamen.
Im Gesundheitssektor zeigt sich inzwischen ein völlig anderes Bild: 17 Millionen Venezolaner haben bereits eine kostenfreie Behandlung genossen. Kuba und Venezuela haben jetzt gemeinsam ein Programm begonnen, das in der ersten Etappe 10000 Ärzte ausbilden soll. Später sollen es bis zu zehn Mal mehr werden. Damit wollen wir den Ärztemangel in Venezuela bekämpfen und andere Länder medizinisch unterstützen.
In welchen Bereichen wird künftig enger zusammengearbeitet?
Für die Energieversorgung Kubas ist sehr wichtig, daß die Raffinerien in Cienfuegos wieder in ihrem ursprünglichen Umfang in Betrieb genommen werden können. Die momentan nicht benutzbare Ölpipeline von Matanzas nach Cienfuegos wird wieder instand gesetzt. Mit dieser Pipeline können wir künftig am Hafen in Matanzas Erdöl termingerecht liefern. Mit dem Rohstoff können dann nicht nur Kuba, sondern auch andere Karibikstaaten versorgt werden. Außerdem haben wir ein Abkommen zur geotechnischen Zusammenarbeit geschlossen. Wir werden Kuba bei der Wiederinstandsetzung eigener Ölquellen unterstützen. Auch bei der Nutzung erneuerbarer Energien arbeiten wir eng zusammen. Wir stellen gemeinsam Sonnenkollektoren her.
Darüber hinaus haben wir ein Joint-venture gegründet, um Spezialstahle zu entwickeln und die Nickelvorkommen auf Kuba und den venezolanischen Stahl zu nutzen. Auch bei anderen Baustoffen arbeiten wir inzwischen zusammen. Kuba versorgt Venezuela mit Zement.
Der Austausch zwischen unseren Nationen nähert sich mittlerweile der Gesamtsumme von drei Milliarden US-Dollar. Damit haben wir unser erstes Ziel erreicht. Kuba ist zu einem der Haupthandelspartner Venezuelas geworden. Der wichtigste sind immer noch die USA, darauf folgen Kolumbien und Brasilien. Kuba könnte eines dieser Länder bald überholen.
Wie wirken sich die engen Beziehungen von Hugo Chávez und Fidel Castro auf die internationale Politik aus?
Erstaunlicherweise versetzen diese Beziehungen den US-amerikanischen Imperialismus am meisten in Unruhe. Das von Chávez und Castro vorangetriebene Integrationsmodell ist beispielhaft. Es fußt auf Solidarität, Kooperation und die strikte Wahrung der Souveränität. Das sind Prinzipien, die 2005 in einem gemeinsamen Abkommen festgelegt wurden.
Unabhängig von allen Schmutzkampagnen der venezolanischen Presse steht fest, daß Kuba in den erwähnten Bereichen für Venezuela sehr wichtige Hilfe geleistet hat. Und das, ohne daß Kuba Bedingungen für seine Unterstützung gestellt oder umkehrt mein Land Kuba etwas diktiert hätte. (...)
Haben die Abkommen zwischen beiden Ländern auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen und der Diversifizierung der industriellen Produktion Venezuelas geführt?
Natürlich. In Kuba gibt es zur Zeit eine starke Bautätigkeit. Es besteht große Nachfrage nach Produkten fürs Bad, wie z.B. Waschbecken, Rohre und Kacheln. Wir haben uns verpflichtet, diese Materialien nach Kuba zu liefern. Die Produktionskapazitäten sind dadurch in Venezuela praktisch ausgeschöpft. Wir können jetzt also leicht die Produktion in diesem Bereich ausweiten. Es hat sich gezeigt, daß wir, indem wir Märkte vereinen und erweitern, also einen größeren Binnenmarkt schaffen, der industrielle Entwicklung einen neuen Schub verpassen.
Heutzutage sorgen für die regionale Entwicklung zu einem guten Teil die engen Beziehungen zwischen Kuba und Venezuela, zwischen Kuba, Venezuela, Bolivien und Nicaragua und, wie wir hoffen, bald auch zu Ecuador. Unsere Politik geht also mittlerweile über die Boliviarischen Alternative für die Amerikas (ALBA) hinaus. Auch mit Ländern wie Brasilien und Argentinien ist der Wirtschaftsaustausch inzwischen stark gewachsen.

Quelle und vollständiger Artikel: http://www.jungewelt.de/2007/03-10/059.php

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10.03.2007 06:53
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#2 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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elcrocoloco ( gelöscht )



Das ist wohl eine riesengrosse Bedrohung für den amerikanischen Raubkapitalismus.


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10.03.2007 07:54
avatar  elcrocoloco ( gelöscht )
#3 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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elcrocoloco ( gelöscht )


Kennan würde wohl im Grab rotieren wenn er wüsste was sich einige lateinamerikanische Staate
mittlerweile alles erlauben würden.

Worum es den US-Imperialisten in Wirlichkeit geht, hat George F.
Kennan, stellv. US-Außenminister, 1948 verraten:
"Die Ungleichheit aufrecht erhalten
George F. Kennan, stellv. US-Außenminister, Direktor des Politischen
Planungsstabes und Initiator des Marshall-Plans zur 'wahren Antwort
auf Moskau', 1948, in der 'Policy Planning Study 23', einem damals
geheimgehaltenen Dokument des State Department

...wir haben etwa 50% des Weltvermögens, jedoch nur 6,3% der
Bevölkerung. In dieser Situation werden wir unweigerlich die
Zielscheibe von Neid und Ressentiment sein. Unsere wirkliche Aufgabe
für die nächste Zeit wird sein, Beziehungen zu schaffen, die uns
erlauben, diese Relation der Ungleichheit aufrecht zu erhalten. Um
dies zu erreichen, werden wir uns alle Sentimentalität und Träumerei
versagen müssen, und unsere Aufmerksamkeit muss stets auf unser
unmittelbares nationales Interesse konzentriert bleiben. Wir sollten
aufhören, über vage und ... unrealistische Vorstellungen wie
Menschenrechte, Erhöhung des Lebensstandards und Demokratisierung zu
reden. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem wir im Umgang mit Anderen
unsere Macht stets werden herauskehren müssen. Je weniger wir dann
von derartigen idealistischen Slogans behindert sind, desto besser."
> http://www.arbeiterfotografie.com/galeri...dex-zitate.html


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10.03.2007 12:42
#4 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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Rey/Reina del Foro

Zitat von Garnele
In Kuba gibt es zur Zeit eine starke Bautätigkeit. Es besteht große Nachfrage nach Produkten fürs Bad, wie z.B. Waschbecken, Rohre und Kacheln. Wir haben uns verpflichtet, diese Materialien nach Kuba zu liefern. Die Produktionskapazitäten sind dadurch in Venezuela praktisch ausgeschöpft. Wir können jetzt also leicht die Produktion in diesem Bereich ausweiten. Es hat sich gezeigt, daß wir, indem wir Märkte vereinen und erweitern, also einen größeren Binnenmarkt schaffen, der industrielle Entwicklung einen neuen Schub verpassen.

Na, da hat Venezuela aber Glück, dass sich die rege Bautätigkeit der Kubaner auf's Bad beschränkt - man stelle sich nur mal vor, dass in Cuba noch Nachfrage nach anderen Sachen bestehen würde, da wäre es wohl mit den Produktionskapazitäten von Hugo ganz vorbei und seine eigenen Leute könnten nicht mehr bauen

Toleranz als gesellschaftliche Tugend wird meist von denen gefährdet, die unter ihren Schutz fallen...

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10.03.2007 13:49
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#5 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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b12
Rey/Reina del Foro



"kuba versorgt venezuela mit zement"

wie machen die kubaner jetzt ihre neuen badfließen an die wand?

gruß


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10.03.2007 22:38
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#6 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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b12
Rey/Reina del Foro

[quote="elcrocoloco"]Kennan würde wohl im Grab rotieren wenn er wüsste was sich einige lateinamerikanische Staate
mittlerweile alles erlauben würden.
Worum es den US-Imperialisten in Wirlichkeit geht, hat George F.
Kennan, stellv. US-Außenminister, 1948 verraten:
"Die Ungleichheit aufrecht erhalten
George F. Kennan, stellv. US-Außenminister, Direktor des Politischen
Planungsstabes und Initiator des Marshall-Plans zur 'wahren Antwort
auf Moskau', 1948, in der 'Policy Planning Study 23', einem damals
geheimgehaltenen Dokument des State Department
...wir haben etwa 50% des Weltvermögens, jedoch nur 6,3% der
Bevölkerung. In dieser Situation werden wir unweigerlich die
Zielscheibe von Neid und Ressentiment sein. Unsere wirkliche Aufgabe
für die nächste Zeit wird sein, Beziehungen zu schaffen, die uns
erlauben, diese Relation der Ungleichheit aufrecht zu erhalten. Um
dies zu erreichen, werden wir uns alle Sentimentalität und Träumerei
versagen müssen, und unsere Aufmerksamkeit muss stets auf unser
unmittelbares nationales Interesse konzentriert bleiben. Wir sollten
aufhören, über vage und ... unrealistische Vorstellungen wie
Menschenrechte, Erhöhung des Lebensstandards und Demokratisierung zu
reden. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem wir im Umgang mit Anderen
unsere Macht stets werden herauskehren müssen. Je weniger wir dann
von derartigen idealistischen Slogans behindert sind, desto besser."
der geist der "allianz für den fortschritt"


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10.03.2007 22:55
avatar  Socke
#7 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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Top - Forenliebhaber/in

Zitat von b12
"kuba versorgt venezuela mit zement"
wie machen die kubaner jetzt ihre neuen badfließen an die wand?
gruß


Mit Fliesenkleber?

----
Have Space Suit, will travel.

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10.03.2007 23:26
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#8 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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b12
Rey/Reina del Foro




oder mit der braunen klebmasse, die sie immer stundenlang kochen

gruß


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13.03.2007 00:28
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#9 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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b12
Rey/Reina del Foro

Zitat von elcrocoloco
Kennan würde wohl im Grab rotieren wenn er wüsste was sich einige lateinamerikanische Staate
mittlerweile alles erlauben würden.
Worum es den US-Imperialisten in Wirlichkeit geht, hat George F.
Kennan, stellv. US-Außenminister, 1948 verraten:
"Die Ungleichheit aufrecht erhalten
George F. Kennan, stellv. US-Außenminister, Direktor des Politischen
Planungsstabes und Initiator des Marshall-Plans zur 'wahren Antwort
auf Moskau', 1948, in der 'Policy Planning Study 23', einem damals
geheimgehaltenen Dokument des State Department
...wir haben etwa 50% des Weltvermögens, jedoch nur 6,3% der
Bevölkerung. In dieser Situation werden wir unweigerlich die
Zielscheibe von Neid und Ressentiment sein. Unsere wirkliche Aufgabe
für die nächste Zeit wird sein, Beziehungen zu schaffen, die uns
erlauben, diese Relation der Ungleichheit aufrecht zu erhalten. Um
dies zu erreichen, werden wir uns alle Sentimentalität und Träumerei
versagen müssen, und unsere Aufmerksamkeit muss stets auf unser
unmittelbares nationales Interesse konzentriert bleiben. Wir sollten
aufhören, über vage und ... unrealistische Vorstellungen wie
Menschenrechte, Erhöhung des Lebensstandards und Demokratisierung zu
reden. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem wir im Umgang mit Anderen
unsere Macht stets werden herauskehren müssen. Je weniger wir dann
von derartigen idealistischen Slogans behindert sind, desto besser."
> http://www.arbeiterfotografie.com/galeri...dex-zitate.html


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17.03.2007 20:37
avatar  b12
#10 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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b12
Rey/Reina del Foro

Zitat von b12
Zitat von elcrocoloco
Kennan würde wohl im Grab rotieren wenn er wüsste was sich einige lateinamerikanische Staate
mittlerweile alles erlauben würden.
Worum es den US-Imperialisten in Wirlichkeit geht, hat George F.
Kennan, stellv. US-Außenminister, 1948 verraten:
"Die Ungleichheit aufrecht erhalten
George F. Kennan, stellv. US-Außenminister, Direktor des Politischen
Planungsstabes und Initiator des Marshall-Plans zur \'wahren Antwort
auf Moskau\', 1948, in der \'Policy Planning Study 23\', einem damals
geheimgehaltenen Dokument des State Department
...wir haben etwa 50% des Weltvermögens, jedoch nur 6,3% der
Bevölkerung. In dieser Situation werden wir unweigerlich die
Zielscheibe von Neid und Ressentiment sein. Unsere wirkliche Aufgabe
für die nächste Zeit wird sein, Beziehungen zu schaffen, die uns
erlauben, diese Relation der Ungleichheit aufrecht zu erhalten. Um
dies zu erreichen, werden wir uns alle Sentimentalität und Träumerei
versagen müssen, und unsere Aufmerksamkeit muss stets auf unser
unmittelbares nationales Interesse konzentriert bleiben. Wir sollten
aufhören, über vage und ... unrealistische Vorstellungen wie
Menschenrechte, Erhöhung des Lebensstandards und Demokratisierung zu
reden. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem wir im Umgang mit Anderen
unsere Macht stets werden herauskehren müssen. Je weniger wir dann
von derartigen idealistischen Slogans behindert sind, desto besser."
> http://www.arbeiterfotografie.com/galeri...dex-zitate.html


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17.03.2007 21:08
#11 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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Rey/Reina del Foro

Mit Fliesenkleber?(Zitat von "Socke")
--------------------------------------------------------------
Quatsch, mit Zement!Geklaut von Baustellen der
Venozelanischen Schulandheime in Cuba.
So leicht lassen sich die Cubis nicht veräppeln!


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25.03.2007 13:54
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#12 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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b12
Rey/Reina del Foro

[quote="b12"][quote="b12"][quote="elcrocoloco"]Kennan würde wohl im Grab rotieren wenn er wüsste was sich einige lateinamerikanische Staate
mittlerweile alles erlauben würden.
Worum es den US-Imperialisten in Wirlichkeit geht, hat George F.
Kennan, stellv. US-Außenminister, 1948 verraten:
"Die Ungleichheit aufrecht erhalten
George F. Kennan, stellv. US-Außenminister, Direktor des Politischen
Planungsstabes und Initiator des Marshall-Plans zur \\\'wahren Antwort
auf Moskau\\\', 1948, in der \\\'Policy Planning Study 23\\\', einem damals
geheimgehaltenen Dokument des State Department
...wir haben etwa 50% des Weltvermögens, jedoch nur 6,3% der
Bevölkerung. In dieser Situation werden wir unweigerlich die
Zielscheibe von Neid und Ressentiment sein. Unsere wirkliche Aufgabe
für die nächste Zeit wird sein, Beziehungen zu schaffen, die uns
erlauben, diese Relation der Ungleichheit aufrecht zu erhalten. Um
dies zu erreichen, werden wir uns alle Sentimentalität und Träumerei
versagen müssen, und unsere Aufmerksamkeit muss stets auf unser
unmittelbares nationales Interesse konzentriert bleiben. Wir sollten
aufhören, über vage und ... unrealistische Vorstellungen wie
Menschenrechte, Erhöhung des Lebensstandards und Demokratisierung zu
reden. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem wir im Umgang mit Anderen
unsere Macht stets werden herauskehren müssen. Je weniger wir dann
von derartigen idealistischen Slogans behindert sind, desto besser.

da hier wieder einige zukunftsvisionen von cuban- und usa zusammenarbeit herumgeistern, möchte ich mal wieder die fakten sprechen lassen


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25.03.2007 19:31
avatar  Socke
#13 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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B12, es ist wirklich schön das du mich immer erinnerst, dass sich in 60 Jahren nichts geändert hast.

Ich vergesse das oft und wunder mich warum Adenauer und Lübke so lange nicht im Radio waren.

----
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25.03.2007 20:00
avatar  dirk_71
#14 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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Rey/Reina del Foro

In Antwort auf:
hat George F.
Kennan, stellv. US-Außenminister, 1948 verraten:



Zum Glück ist die Welt von 2007 nicht mehr die Welt von 1948....

Nos vemos
Dirk

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25.03.2007 21:49
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#15 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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Rey/Reina del Foro



@ socke und dirk, manche sachen ändern sich nicht, auch kennedy bließ seinerzeit ins gleiche horn. und george w.?

solche sachen sind doch langzeitstrategisch. da ändert nichtmal ein präsidentenwechsel was, denn wenn er den langzeitplanungen nicht entspricht, wird er nicht präsident.

wir könnten heute ein neutraler staat sein und nicht in der nato. das ist jetzt auch ein alter hut.

aber jetzt kommt die rechnung: phantom´s für afghanistan und gleichzeitig wideraufbauhilfe. im kongo.....naja, träumt weiter.

gruß


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25.03.2007 22:17
avatar  Socke
#16 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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Afghanistan? Gabs da nicht auch was aus der Sovietunion?

----
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25.03.2007 22:25
avatar  dirk_71
#17 RE: »Auf unser Amerika wartet eine große Zukunft«
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Rey/Reina del Foro

In Antwort auf:
manche sachen ändern sich nicht


Der Mensch aber schon.... und somit auch die Welt...

Nos vemos
Dirk

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