Warmer Regen

11.02.2007 15:53
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Rey/Reina del Foro

Warmer Regen
von Klaus Ehringfeld

Was würden Millionen Mexikaner ohne ihre Verwandtschaft im Ausland machen? Viele würden schlicht verhungern oder müssten betteln gehen. Denn Mexiko ist das Land mit den höchsten Auslandsüberweisungen von Gastarbeitern weltweit.

Nach Zahlen der Interamerikanischen Entwicklungsbank IDB sandten die Mexikaner im Ausland vergangenes Jahr 25 Mrd. Dollar an ihre Familien in der Heimat. Dies entspricht einem Plus von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber 2003 liegt der Zuwachs der Übweisungen sogar bei 73 Prozent. Die sei allerdings kein Grund stolz zu sein, sagte Donald Terry vom Multilateralen Investmentfons der IDB. „Es bedeutet, dass die Volkswirtschaft nicht genügend Arbeitsplätze schafft und die Menschen das Land verlassen müssen, um zu überleben.“ Die 25 Mrd. Dollar sind die zweithöchste Devisenquelle des Schwellenlandes hinter den Erdöleinkünften (34,74 Mrd. Dollar) und noch vor den Direktinvestitionen (17 Mrd. Dollar).

Nach Mexiko fließen demnach mehr als 50 Prozent aller Heimüberweisungen, die in Lateinamerika und der Karibik ankommen. 2006 wurden insgesamt 45 Mrd. Dollar in die Region geschickt. Manche Volkswirtschaften, wie zum Beispiel die von El Salvador, sind vollständig von den Zahlungen der Gastarbeiter abhängig. In das kleine zentralamerikanische Land flossen vergangenes Jahr rund drei Milliarden Dollar.

http://blog.handelsblatt.de/mexico-city-ehringfeld/


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