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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 771 mal aufgerufen
 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
Seiten 1 | 2
don olafio
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Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 15:05

..fordert die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD):

"(...)Wenn allerdings Parlamentspräsident Ricardo Alarcón davon sprach, "die Revolution geht weiter", lenkt das von den tatsächlichen Zuständen im heutigen Kuba ab. Dazu heißt es in dem 1993 erschienenen Buch 'Der Neokolonialismus und die Veränderungen im nationalen Befreiungskampf' von Stefan Engel und Klaus Arnecke: 'Die Abkehr vom sozialistischen Weg der nationalen Befreiung und die Verwandlung Kubas in ein abhängiges bürokratisch-kapitalistisches Land ... bewirkten seinen gesellschaftlichen Niedergang. (...) Ende 1988 war Kuba mit 31 Milliarden US-Dollar in Ost und West verschuldet.' (S. 187/188)

Diese Entwicklung setzte sich auch nach dem Zerfall des bürokratisch-kapitalistischen Ostblocks und der Sowjetunion fort. Allerdings ist eine neue offene Abhängigkeit von den USA oder anderen imperialistischen Mächten dazu keine Alternative. Sie besteht auch in Kuba nur im konsequenten Kampf für nationale und soziale Befreiung mit der Perspektive des echten Sozialismus. Dazu braucht es den Aufbau einer marxistisch-leninistischen Partei, die überzeugende Schlussfolgerungen aus der revisionistischen Entartung der jetzigen Partei- und Staatsführung zieht."

http://www.rf-news.de/rfnews/aktuell/Int...2006-08-02.0425


Noch Fragen?

Don Olafio






derhelm
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#2 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 16:06

Die MLPD aht doch vor kurzem Millionenspenden von einem Privatmann, einem Bergmann im Ruhestand erhalten, der so sein Erbe weitergegeben hat. Es war die größte private Spende für eine Partei in D überhaupt.
Ich find den passenden Artikel nur nicht mehr.
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Socke
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#3 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 19:35
Ah, die MLPD, ein trauriges Beispiel für Deutschlands angebliche Linke.

In Antwort auf:
Erbärmliche deutsche Linke

Wie erbärmlich der Zustand der deutschen Linken ist, lässt sich an zwei Begebenheiten im Juni 2006 festmachen.
1) Die SAV-Fraktion der WASG gibt sich gegenüber der Linkspartei/PDS klassenkämpferisch als Kraft gegen den Sozialabbau. Andererseits unterstützt man die politische und militärische Durchsetzung des Neoliberalismus und Unilateralismus durch die USA, indem man wie z.B. Jörg Fischer, Ex-Nazi und Neo-Nazi, jetzt SAV/WASG-Spitzenpolitiker an der kriegshetzerischen Demo am 17. Juni in Frankfurt gegen den Iran teilnimmt. SAV Hand in Hand mit Zionisten, rechten CDUlern und christlichen Fundamentalisten unter US-Fahnen und zionistischen Fahnen. Jörg Fischer schreibt auch bei der zionistischen Hagalil und hetzt gegen andere trotzkistischen Gruppen wie Linksruck, weil die den Pro-Bush-Kurs der SAV nicht mitmachen.
2) Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD gibt in der Jungle World Nr. 24/2006 ein Interview. Ausgerechnet einem der übelsten Presseerzeugnisse Deutschlands, der Mossad-Jungle World, dem Zentralorgan der Antideutschen, das die Kriegspolitik der USA als Verbreitung der Menschenrechte feiert. Wo bleibt da der Klassenstandpunkt, die "proletarische Denkweise" und der Antiimperialismus?
Es scheint, dass der Großteil der deutschen Linken keine Oppositionspolitik
betreibt, sondern nur den linken Flügel der kapitalistischen Globalisierung
darstellt.

Einzig ein paar kleine Gruppen wie Initiativ e.V., KPD(Bolschewiki), KPD/ML-Roter Stern, Offensiv, Kommunisten-Online, die Antiimperialistische Korrespondenz von Klaus von Raussendorf etc. halten an einem klaren antikapitalistischen, antiimperialistischen Kurs fest. Leider viel zu wenig
N.N.


http://www.kpd-ml.net/

bischen runterscrollen, Webdesign ist konterrevolutionär.
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George1
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#4 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 19:37

Zitat von don olafio
Dazu braucht es den Aufbau einer marxistisch-leninistischen Partei, die überzeugende Schlussfolgerungen aus der revisionistischen Entartung der jetzigen Partei- und Staatsführung zieht."


!!!!! Die "Nachwuchsfunktionäre" um Felipe Pérez Roque und Carlos Lage stehen bereit.

derhelm
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#5 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 19:46
Die größten Einzelspenden im Jahr 2006:

Spender ___________________Betrag _____Partei

Michael May, Moers 1 215 000 Euro MLPD
Michael May, Moers 500 000 Euro MLPD
Michael May, Moers 50 000 Euro MLPD
BMW AG, München 93 396,86 Euro SPD
BMW AG, München 81 639,03 Euro CDU
BMW AG, München 78 435,01 Euro SPD
BMW AG, München 51 917,35 Euro FDP
Ruhrkohle AG, Essen 100 000 Euro SPD
Ruhrkohle AG, Essen 70 000 Euro CDU
Altana AG,Bad Homburg 125 000 Euro CDU
Altana AG,Bad Homburg 100 000 Euro CDU
VBM e.V., München 330 000 Euro CSU
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George1
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#6 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 19:51

Zitat von derhelm
Die größten Einzelspenden im Jahr 2006:
Spender ___________________Betrag _____Partei
Michael May, Moers 1 215 000 Euro MLPD
Michael May, Moers 500 000 Euro MLPD
Michael May, Moers 50 000 Euro MLPD
BMW AG, München 93 396,86 Euro SPD
BMW AG, München 81 639,03 Euro CDU
BMW AG, München 78 435,01 Euro SPD
BMW AG, München 51 917,35 Euro FDP
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Ich sollte ´ne Partei gründen .

derhelm
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#7 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 22:01

Jetzt hab ich auch den Artikel gefunden.


Herr May und der üble Duft des Geldes

Ein Privatmann hat der Marxistisch-Leninistischen Partei sein Vermögen gespendet - jetzt ist er damit beschäftigt, sich dafür zu rechtfertigen.
Von Jörg Heims
sueddeutsche.de - 15.08.2006

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Chaval
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#8 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
17.08.2006 22:10

Es ist doch völlig belanglos, was eine winzige Sekte wie die MLPD zum Thema Kuba sagt. Eigentlich genauso belanglos wie die von Ahnungslosigkeit triefenden Kommentare eines Franz Josef Wagner in BILD.

el loco alemán
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#9 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 10:53

Egal ob winzig oder nicht. Das hier ist eine Tatsache und beweist sich fast täglich immer wieder:

In Antwort auf:
Es scheint, dass der Großteil der deutschen Linken keine Oppositionspolitik
betreibt, sondern nur den linken Flügel der kapitalistischen Globalisierung
darstellt.


e-l-a
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Gladis_Y_Erik
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#10 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 11:38

Hallo zusammen,

jetzt macht ihr aber ein Fass auf.

In Antwort auf:
Ah, die MLPD, ein trauriges Beispiel für Deutschlands angebliche Linke.



Ach die MLPD. Ich erinnere mich noch gut, wie sie vor round about 15 - 20 Jahren Perú als Objekt ihres Kampfes entdeckte. Der Vorsitzende ist damals dorthin in den Urlaub geflogen und danach wurde Perusolidarität befohlen. Sie hätten es beinahe geschafft, die ganze Bewegung noch einmal zu spalten. Als das nicht gelang, war es dann auch aus mit der Solidarität und man suchte sich neue Opfer. Schade nur, dass ich die Unterlagen vor einiger Zeit weggeworfen habe. Da waren echte Highlights der Realsatire dabei. Kurz: Bei der MLPD kann man davon ausgehen, dass sie von nichts, worüber sie schreiben, eine Ahnung haben. Deshalb nimmt die auch keiner mehr wirklich ernst. Jetzt haben sie halt Cuba entdeckt und es wird mit Sicherheit in nächster Zeit viel Lustiges zu lesen geben.

In Antwort auf:
2) Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD gibt in der Jungle World Nr. 24/2006 ein Interview. Ausgerechnet einem der übelsten Presseerzeugnisse Deutschlands, der Mossad-Jungle World, dem Zentralorgan der Antideutschen, das die Kriegspolitik der USA als Verbreitung der Menschenrechte feiert. Wo bleibt da der Klassenstandpunkt, die "proletarische Denkweise" und der Antiimperialismus?


Was für ein Schmock (diesmal nicht Engel, sondern der Autor dieser Zeilen). Nun hat es auch die deutsche Linke übrigens im Gegensatz zu Fidel endlich begriffen, dass es durchaus historische Situtationen gibt, in denen man sich mit den bürgerlichen Kräften gegen feudale oder faschistische Strukturen verbünden muss, und dann kommen solche Kommentare. Ihr kennt mich alle als ausgewiesenen Linken. Und Ihr kennt alle meinen Standpunkt hinsichtlich der USA. Aber einem Land, dessen Frauen und Kinder mit Raketen beschossen und mit Bomben in die Luft gejagt werden, das Recht abzusprechen, sich zu verteidigen, ist nicht links, sondern einfach nur dumm. Und wer meint, im Nahen Osten wäre Israel der Kriegstreiber und die Araber die Friedliebenden, der hat von der Geschichte des Nahen Ostens nicht den blassesten Schimmer.

Und bevor ihr jetzt losschimpft lest erst einmal die Rede von Ben Gurion zur Proklamation des Staates Israel und die Reaktionen der arabischen Welt.

Leschana haba biruschaljim.

Liebe Grüße

Erik

Socke
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#11 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 11:45
Zitat von el loco alemán
Egal ob winzig oder nicht. Das hier ist eine Tatsache und beweist sich fast täglich immer wieder:
In Antwort auf:
Es scheint, dass der Großteil der deutschen Linken keine Oppositionspolitik
betreibt, sondern nur den linken Flügel der kapitalistischen Globalisierung
darstellt.

e-l-a


Nicht ganz, Lafontaine u.a. biedern sich bei den Islamisten an. Mal sehen wann er seinen Rotwein aufgibt und seine Frau verschleiert um die Gefühle der Moslems nicht weiter zu verletzten.

Was auch interessant ist, die rechten sind Antisemiten und die linken Antizionisten, die einen reden von der amerikanisch/jüdischen Weltverschörung und die anderen von der US/zionistischen.


Ich bleibe dabei, die einzige Möglichkeit einen aufrechten Politiker zu bekommen ist ihm einen Strick um den Hals zu legen.

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el loco alemán
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#12 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:05

In Antwort auf:
Aber einem Land, dessen Frauen und Kinder mit Raketen beschossen und mit Bomben in die Luft gejagt werden, das Recht abzusprechen, sich zu verteidigen, ist nicht links,
Verteidigung? Erzähl das mal den einfachen Menschen im Libanon. Indem bei der Suche nach 2 Kriegsgefangenen und nach Terroristen gleich die Zivilbevölkerung flächendeckend bombardiert wird?
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ElHombreBlanco
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#13 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:11
Zitat von el loco alemán
Verteidigung? Erzähl das mal den einfachen Menschen im Libanon. Indem bei der Suche nach 2 Kriegsgefangenen und nach Terroristen gleich die Zivilbevölkerung flächendeckend bombardiert wird?

Ich glaube, da war noch was mit einem Raketenbeschuss auf Nordisrael?
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Socke
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#14 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:16

Zitat von el loco alemán
In Antwort auf:
Aber einem Land, dessen Frauen und Kinder mit Raketen beschossen und mit Bomben in die Luft gejagt werden, das Recht abzusprechen, sich zu verteidigen, ist nicht links,
Verteidigung? Erzähl das mal den einfachen Menschen im Libanon. Indem bei der Suche nach 2 Kriegsgefangenen und nach Terroristen gleich die Zivilbevölkerung flächendeckend bombardiert wird?
e-l-a


Und was ist mit den Menschen die von der Hisbollah mit Raketen beschossen werden? Übrigens nicht nur Juden sondern auch Moslems. Haben die kein Recht auf ein friedliches Leben nur weil sie nicht im Libanon leben?

Ich meinte aber was ganz anderes:

In Antwort auf:
Berlin (ots) - Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag,
Oskar Lafontaine, hat sich für besondere Bemühungen der Linken beim
Dialog mit dem Islam ausgesprochen. »Es gibt Schnittmengen zwischen
linker Politik und islamischer Religion«, sagte er der Tageszeitung
»Neues Deutschland« (Montagausgabe, 13.02.06). Ein »Berührungspunkt«
sei, »dass der gläubige Muslim verpflichtet ist zu teilen. Die Linke
will ebenso, dass der Stärkere dem Schwächeren hilft.« Auch spiele
das Zinsverbot im Islam »wie früher auch im Christentum« noch eine
Rolle. »In einer Zeit, in der ganze Volkswirtschaften in die Krise
stürzen, weil die Renditevorstellungen völlig absurd geworden sind,
gibt es Grund für einen von der Linken zu führenden Dialog mit der
islamisch geprägten Welt.«


http://www.presseportal.de/story.htx?nr=784861

Dazu dann die Kairoer Deklaration der Menschrechte:

http://www.aidlr.org/german/mag/36_1%20-5.pdf

Keine Religionsfreiheit, keine Gleichberechtigung der Frau, Folter und Verstümmelung erlaubt usw. usf.

Das findet Lafontain positiv? Naja, ich muss ja nicht seiner Meinung sein, noch ...
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don olafio
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#15 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:26

Zitat von Socke

Und was ist mit den Menschen die von der Hisbollah mit Raketen beschossen werden? Übrigens nicht nur Juden sondern auch Moslems. Haben die kein Recht auf ein friedliches Leben nur weil sie nicht im Libanon leben?



Aber ja doch. Allerdings gilt es bei der Betrachtung der Angelegenheit, die Abfolge zu beachten: Z u e r s t bombte Israel (auf Wohnviertel, Hilfskonvois und Flüchtlingstrecks) und d a n a c h flogen Katjuschas nach Israel (tröste dich: Unsere beste Kanzlerin aller Zeiten wusste das in einem öffentlichen Statement auch nicht mehr auseinanderzuhalten). Es gibt da offensichtlich einen gewissen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung.


Don Olafio

ElHombreBlanco
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#16 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:30

Zitat von don olafio
Allerdings gilt es bei der Betrachtung der Angelegenheit, die Abfolge zu beachten:

Jupp. Siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahostkonfl...Libanonkrieg.29

Zuerst wurde Israel beschossen, dann flogen Bomben auf Libanon.
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ElHombreBlanco
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#17 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:33
doppelt

Socke
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#18 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:40
Alles klar, die Hisbollah hat dem Grenzposten also nur einen freundlichen Besuch gemacht.

Wenn die Palästinenser Israelis nach Libanon einladen ist das ja auch was ganz anderes als Menschen ohne Gerichtsverfahren in Guantanamo festzuhalten.


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Chaval
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#19 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 13:58

Zitat von Gladis_Y_Erik
Aber einem Land, dessen Frauen und Kinder mit Raketen beschossen und mit Bomben in die Luft gejagt werden, das Recht abzusprechen, sich zu verteidigen, ist nicht links, sondern einfach nur dumm. Und wer meint, im Nahen Osten wäre Israel der Kriegstreiber und die Araber die Friedliebenden, der hat von der Geschichte des Nahen Ostens nicht den blassesten Schimmer.

Respekt, Erik, du hast vollkommen recht!! Und zu den weltweit vielen, die keinen blassen Schimmer von der Geschichte des Nahen Ostens haben, gehören auch die Kubaner, die angesichtes der unsäglichen Anti-Israel-Propaganda ihrer Regierung völlig desinformiert sind!

Rody
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#20 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 14:10
1.) Also wenn ein paar Terroristen 4 Raketen in die Wüste schießen, mit einer Zielgenauigkeit von ca. 100 km um den kalkulierten Einschlagpunkt, stellt das eine Rechtfertigung zur vollständigen Zerstörung der zivilen Infrastruktur eines Landes dar, einschließlich der flächendeckenden Bombardierung mit Splitter und Napalm-Bomben von Wohngebieten, was natürlich zur Bekämpfung der Hisbollah-Milizen in den Bergen und in der Wüste unabdingbar ist, genau wie die Bombadierung der Häfen und des einzigen Flughafen des Landes in der Hauptstadt.

Es ist echt unglaublich, wie gut die Propaganda wirkt, es gibt immer noch so viele Leute sogar hier in Deutschland, die den Schwachsinn glauben, genau wie derzeit die Mehrheit der Deutschen der Meinung ist, es würde nicht genug für die Sicherheit im Flugverkehr getan, rofl.
Und das obwohl noch kein einziger Beweis vorgelegt wurde, daß tatsächlich in London Attentate geplant wurden, es gibt lediglich die Behauptung von Scotland Yard (zur Erinnerung: das sind die, die letztes Jahr einen vollkommen Unschuldigen ohne Vorwarnung in den Kopf geschossen haben und dann mehrere Tage behaupteten, einen gefährlichen Terroristen erledigt zu haben, was auch von allen Zeitungen so ungeprüft als Tatsache berichtet wurde, bis es dann kleinlaut korrigiert wurde).
Ganz zu schweigen davon, daß selbst wenn man die Kontrollen an den Flughäfen ins Unermessliche steigern würde, wobei jetzt ja tatsächlich schon die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck verboten ist (juhuu, endlich zählt der Rum aus der Karibik mit ins Gewicht, und die Billigflieger freuen sich über mehr Umsatz, da man jetzt ja keien Getränke mehr mitnehmen kann), die Bahnhöfe und Gleise der Bahnverbindungen quasi völlig unbewacht sind. Ist vielleicht schonmal jemandem der Gedanke gekommen, daß in so einenm ICE ein Vielfaches an Passagieren sitzt, und ein bei Tempo 300 entgleisender ICE deutlich mehr Tote hinterließe als ein abgestürztes Flugzeug? Dazu braucht man nicht mal eine Bombe, sondern eine Betonplatte auf den Gleisen würde völlig ausreichen, am besten im Tunnel.

2.) @ Eric:

Ich würde gerne einmal sehen was in den USA los wäre, hätte die UN damals Israel einfach im Staat New York gegründet und die dort lebenden Amerikaner entrechtet und das Territorium den Juden aller Welt geschenkt hätte.
Das ist so ähnlich wie mit dem Recht auf Selbstbestimmung was immer propagiert wird und wo überall auf der Welt die Unabhängigkeit von Teilrepubliken unterstützt wird, aber als in den USA ein Teil der Staaten sich unabhängig machte, folgte selbstverständlich sofort der Sezessionskrieg mit hundertausenden Toten.
Glaubst du etwa, die USA würden heute eine Unabhängigkeitserklärung von Alaska oder Hawaii akzeptieren? Träum weiter.

Genauso mit der Freigiebigkeit von fremden Territorium. 1881, zu Beginn der jüdischen Einwanderung lebten 457.000 Menschen in Palästina. 400.000 waren Muslime, 13.000-20.000 Juden und 42.000 meist griechisch-orthodoxe Christen. Das Land war seit rund 1300 Jahren islamisch und gehörte in der Zeit abgesehen von den Kreuzzügen zum Seldschukischen, später zum Osmanischen Reich. Einen unabhängigen jüdischen Staat gab es ohnehin nur von 1050 bis 586 vor Christus.

Es wurde also wissentlich nach der Niederlage des osmanischen Reiches ein fremdes Gebiet einfach verschenkt und die dort lebende Bevölkerung zu Menschen zweiter Klasse deklassiert (Balfour-Erklärung). Einfach zu verlangen, daß die Bevölkerung das akzeptiert, weil es nunmal geschehen ist, ist einfach unrealistisch. Würde ich ehrlich gesagt auch nicht.
Jetzt den Palästinensern als Brotkrumen die unwirtschaftlichen Wüstengebiete im Gaza-Streifen und im Osten zu überlassen, ohne jegliche Industrie oder Wirtschaftskraft, und dann noch die Wege zu den Arbeitsstätten und Schulen zu versperren und dann noch sagen: "Was wollt ihr denn, ihr habt doch jetzt euren eigenen Staat, stellt euch doch nicht immer so an", ist eigentlich eine Frechheit. Daß es dann immer noch einzelne Gruppierungen gibt, die einen solchen Friedensprozess nicht mittragen wollen, sollte eigentlich nicht verwundern.

Da kannst du noch so sehr auf die schönen Worte von Ben Gurion verweisen und behaupten die Israelis, die sich seit Jahrzehnten auf einem besetzten, fremden Gebiet, ausschließlich mit extremer finanzieller, wirtschaftlicher und militärischer Unterstützung vor allem seitens der USA halten können, seien die friedlichen Bewohner, die sich ausschließlich gegen die bösen Araber verteidigen, es ist nicht so schön schwarz/weiß, wie die Befürworter von Israel es gerne darstellen möchten.

Socke
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#21 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 14:12

Zitat von Gladis_Y_Erik
Hallo zusammen,
jetzt macht ihr aber ein Fass auf.
Was für ein Schmock (diesmal nicht Engel, sondern der Autor dieser Zeilen). Nun hat es auch die deutsche Linke übrigens im Gegensatz zu Fidel endlich begriffen, dass es durchaus historische Situtationen gibt, in denen man sich mit den bürgerlichen Kräften gegen feudale oder faschistische Strukturen verbünden muss, und dann kommen solche Kommentare. Ihr kennt mich alle als ausgewiesenen Linken. Und Ihr kennt alle meinen Standpunkt hinsichtlich der USA. Aber einem Land, dessen Frauen und Kinder mit Raketen beschossen und mit Bomben in die Luft gejagt werden, das Recht abzusprechen, sich zu verteidigen, ist nicht links, sondern einfach nur dumm. Und wer meint, im Nahen Osten wäre Israel der Kriegstreiber und die Araber die Friedliebenden, der hat von der Geschichte des Nahen Ostens nicht den blassesten Schimmer.
Und bevor ihr jetzt losschimpft lest erst einmal die Rede von Ben Gurion zur Proklamation des Staates Israel und die Reaktionen der arabischen Welt.
Leschana haba biruschaljim.
Liebe Grüße
Erik


Hast ja recht, die KPD/ML ist nix besser als die MLPD. Ich halte allerdings auch nichts von Lafontaine und seinem islamischen Schmusekurs, zumindest solange er seine Frau nicht verschleiert und dem Alkohol abschwört .

Als damals die KBWler zu den Grünen übergelaufen sind habe ich stundenlang solchen Schrott zu höhren bekommen, ich erinnere mich da an einen ehemaligen Bundesminister der stundenlang solche Sprüche von sich geben konnte
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don olafio
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#22 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 14:19

Zitat von ElHombreBlanco
Zitat von don olafio
Allerdings gilt es bei der Betrachtung der Angelegenheit, die Abfolge zu beachten:

Jupp. Siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahostkonfl...Libanonkrieg.29
Zuerst wurde Israel beschossen, dann flogen Bomben auf Libanon.




Auch "Wikipedia" kann irren - möglicherweise hatte der "Wiki"-Autor einen ähnlichen Blackout wie die Kanzlerin (bewusste, interessengeleitete Fälschungen möchte man ja niemandem unterstellen, nicht wahr?) Aber in solchen Fällen hilft ein Blick zurück - und da man mit zunehmender Vergreisung auch dem eigenen Gedächtnis nicht mehr so recht trauen kann, nehme man einfach mal die in die Zeitungen jener Tage zur Hand. Und siehe: Das an den Gaza-Streifen grenzende israelische Gebiet wurde tatsächlich immer mal wieder mit Raketen beschossen - von palästinensicher Seite aus. daraufhin gab es israelische Kommandoeinsätze in Gaza. Das hat nun aber mit dem Libanon-Krieg gleich gar nichts zu tun. Hier war die Abfolge in der Tat: Entführung von zwei israelischen Soldaten - Angriff auf den Libanon - Hibollah-Raketen auf Israel.

Siehe z.B.:

http://www.taz.de/pt/2006/07/13/a0049.1/text
http://www.taz.de/pt/2006/07/14.1/ressort.q,TAZ.re,sw
http://www.taz.de/pt/2006/07/15.1/ges.q,TAZ

und dann die Meldung vom 17. Juli:
"Hisbollah-Raketen auf Haifa

Dramatische Eskalation im Libanonkonflikt: Raketen töten acht Israelis in der Hafenstadt Haifa. Die Hisbollah droht mit Angriffen in ganz Israel. Israel fliegt schwere Angriffe im Libanon: Mindestens zehn Tote in Tyrus SEITE 2, 3, 13"

http://www.taz.de/pt/2006/07/17/a0038.1/text.ges,1

Wie gesagt, manchmal "irrt" auch Wikipedia - warum auch immer...


Don Olafio








Gladis_Y_Erik
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#23 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 22:48

Hallo zusammen,

Zitat von Rody
Es wurde also wissentlich nach der Niederlage des osmanischen Reiches ein fremdes Gebiet einfach verschenkt und die dort lebende Bevölkerung zu Menschen zweiter Klasse deklassiert (Balfour-Erklärung).


Hmmmm, was steht denn in der Balfour-Erklärung?

"Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden."

Hier wird eindeutig die Bevölkerung zu Menschen zweiter Klasse deklariert. Ich empfehle: Erst lesen, dann zitieren.

Die Briten waren sehr bedacht darauf, dass sich arabische und jüdische Siedlungen nicht überschnitten. Darauf basierte dann auch der Teilungsplan. Noch in derselben Nacht, in der der Staat gegründet wurde, griffen sechs arabische Staaten den jungen Staat an, obwohl Ben Gurion ein friedliches Miteinander in einer sehr bewegenden Rede angeboten hatte. Diese sechs hochgerüsteten Armeen wollten die Juden ins Meer werfen. Es war schlicht ein Genozid geplant auch an Menschen, die ebenso schon recht lange dort siedelten. Die israelische Armee, die in großen Teilen aus Menschen bestand, die gerade aus den europäischen KZs gekommen waren, und die kaum mehr hatte als Mut und Gewehre, hat den Krieg gewonnen. Die Araber, die damals in Palästina gelebt haben, wurden zum Teil durch die abrückenden arabischen Armeen gezwungen, das Land zu verlassen.

Zitat von Rody
zu Beginn der jüdischen Einwanderung lebten 457.000 Menschen in Palästina. 400.000 waren Muslime, 13.000-20.000 Juden und 42.000 meist griechisch-orthodoxe Christen.


Man hat also kein dichtbesiedeltes Gebiet wie z. B. New York genommen, sondern ein so gut wie nicht besiedeltes Gebiet. Heute leben laut World Fact Book der CIA in Israel 6.350.000 Menschen. Davon sind 80% Juden, absolut also etwas mehr als 5 Mio. Die restlichen 20% sind Araber, absolut knapp 1,3 Mio. Nach Deinen Zahlen haben vor der jüdischen Siedlung etwa 400.000 Muslime und 42.000 Christen, also die beiden großen arabischen Gruppen, gelebt. Nun, d. h. doch dann wohl, dass sich die Anzahl der Araber, die auf dem Gebiet Israels leben, in der Zeit verdreifacht hat. Ob angesichts dieser Tatsache die Grundthese der Verurteilung Israels, es wären die Araber vertrieben worden, haltbar ist, ist doch nun wirklich mehr als fraglich.

Sorry, wenn ich etwas abschweife. Vielleicht sollten wir den thread woanders hin verlegen.

Liebe Grüße

Erik


Rody
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#24 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
18.08.2006 23:26
Zitat von Gladis_Y_Erik

Hmmmm, was steht denn in der Balfour-Erklärung?
"Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden."
Hier wird eindeutig die Bevölkerung zu Menschen zweiter Klasse deklariert. Ich empfehle: Erst lesen, dann zitieren.


Schöne Worte kann man immer in eine Erklärung setzen. Tatsächlich wurde im Rahmen der Balfour-Erklärung den Juden in einem fremden Territorium die vollständige politische und exekutive Gewalt eingeräumt und die dort lebende Bevölkerung vollkommen entrechtet. Dass man das Gegenteil als frommen Wunsch in die Präambel gesetzt hat, ist dabei unbeachtlich.

In Antwort auf:
Die Briten waren sehr bedacht darauf, dass sich arabische und jüdische Siedlungen nicht überschnitten. Darauf basierte dann auch der Teilungsplan.


Klasse, heisst das, solange man auf Rassentrennung achtet, ist es unbeachtlich wenn man fremde Ländereien enteignet und die dortige Bevölkerung politisch entmündigt?

In Antwort auf:
Noch in derselben Nacht, in der der Staat gegründet wurde, griffen sechs arabische Staaten den jungen Staat an, obwohl Ben Gurion ein friedliches Miteinander in einer sehr bewegenden Rede angeboten hatte. Diese sechs hochgerüsteten Armeen wollten die Juden ins Meer werfen. Es war schlicht ein Genozid geplant auch an Menschen, die ebenso schon recht lange dort siedelten. Die israelische Armee, die in großen Teilen aus Menschen bestand, die gerade aus den europäischen KZs gekommen waren, und die kaum mehr hatte als Mut und Gewehre, hat den Krieg gewonnen. Die Araber, die damals in Palästina gelebt haben, wurden zum Teil durch die abrückenden arabischen Armeen gezwungen, das Land zu verlassen.


Sorry, aber das ist ja wohl pure Geschichtsverfälschung...

Die arabischen Armeen waren zahlenmässig deutlich überlegen, aber mit total veralteten Waffen ausgestattet, während die israelische Armee mit modernster Technologie ausgestattet war. Außerdem erhielt Israel massive finanzielle Unterstützung vor allem seitens der USA. Nur aufgrund dieser Unterstützung mit Waffen und Geld war es Israel möglich, den Krieg zu gewinnen.

Zu deinem letzten Satz ein Zitat:
In der arabischen Welt werden der erste arabisch-israelische Krieg und seine Folgen heute als nakba („Katastrophe”) bezeichnet. Ungefähr 720.000 Araber flohen. Die von Israel bis heute erhobene Behauptung, die Araber seien z. T. geflohen, weil sie von ihren Führern mit Radiomeldungen dazu aufgefordert worden seien, ist durch Untersuchungen der britischen Überwachungsmitschnitte des Radio und Funkverkehrs durch Erskine Hamilton Childers als falsch nachgewiesen worden. [1]. Es kam neben gezielten Vertreibungen durch die israelische Armee auch zu Terroranschlägen durch die Irgun unter Menachem Begin und die Lechi unter Jitzhak Schamir unter Duldung durch die Haganah. Parallel zu den Terroranschlägen und Massakern (01.01.1948 Al-Sheikh, 15.02.1948 Sa\\'Sa, 09.04.1948 Deir Jassin, 13.–14.04.1948 Naser Al-Din, 14.05.1948 Abu Schuscha, 21.05.1948 Beit Daras, 23.05.1948 Tantura, 11.07.1948 Dahmash-Moschee, 29.10.1948 Dawayma, u. a.) drängten israelische Politiker die Araber allerdings zum Bleiben und versicherten ihnen, sie würden nicht behelligt werden.

Klar, gleichzeitig mit der Armee die Araber vertreiben und massive Terroranschläge verüben und währenddessen versichern sie würden nicht behelligt werden, wenn sie blieben..., anschließend dann heißt es, die Araber wären von ihren eigenen Armeen vertrieben worden.

Die weit zahlreichere jüdische Bevölkerung in der arabischen Welt, die bis dahin unbehelligt ihr Leben führen konnte, musste im übrigen unter der Gründung von Israel als Heimstätte für ausschließlich europäische Juden, die man in Europa nicht mehr haben wollte, massiv leiden:
Die mangelnde Integration der Flüchtlinge in den arabischen Staaten liefert noch heute Konfliktpotential. In Folge des Krieges kam es im Jemen, Ägypten, Marokko, Libanon, Syrien und im Irak zu antijüdischen Aufständen und Vertreibungen. Ungefähr 600.000 Juden emigrierten daraufhin nach Israel.

In Antwort auf:

In Antwort auf:
<blockquote><font size="1">Zitat von Rody
zu Beginn der jüdischen Einwanderung lebten 457.000 Menschen in Palästina. 400.000 waren Muslime, 13.000-20.000 Juden und 42.000 meist griechisch-orthodoxe Christen.

Man hat also kein dichtbesiedeltes Gebiet wie z. B. New York genommen, sondern ein so gut wie nicht besiedeltes Gebiet. Heute leben laut World Fact Book der CIA in Israel 6.350.000 Menschen. Davon sind 80% Juden, absolut also etwas mehr als 5 Mio. Die restlichen 20% sind Araber, absolut knapp 1,3 Mio. Nach Deinen Zahlen haben vor der jüdischen Siedlung etwa 400.000 Muslime und 42.000 Christen, also die beiden großen arabischen Gruppen, gelebt. Nun, d. h. doch dann wohl, dass sich die Anzahl der Araber, die auf dem Gebiet Israels leben, in der Zeit verdreifacht hat. Ob angesichts dieser Tatsache die Grundthese der Verurteilung Israels, es wären die Araber vertrieben worden, haltbar ist, ist doch nun wirklich mehr als fraglich.


Nicht vertrieben, entrechtet wurden die Araber, außerdem wurden sie in die unfruchbaren und geografisch benachtigten Gebiete umgesiedelt, während die neu zugezogenen Juden sich die Rosinen herausgepickt haben.

Auch die Schlußfolgerung finde ich interessant..., wenn wir also eine verfolgte Minderheit aus Deutschland nach Ohio, Montana oder einem ähnlich gering besiedelten US-Bundesstaat umsiedeln würden und den als neuen Staat aus dem Machtbereich der USA herauslösen würden, wäre das in Ordnung? Nur weil der Staat relativ gering besiedelt war?

Versteh mich nicht falsch, ich mag weder die Araber noch die Israelis (Juden wäre das falsche Wort, denn jüdisch sein ist ein religiöses Bekenntnis und keine Nationalität), von mir aus könnte man Mauer drumherumziehen und beide Seiten mit Waffen beliefern bis keiner mehr da ist, aber die eine Seite so derart zu bevorzugen und alle Verbrechen und Verfehlungen der israelischen Juden zu vertuschen, zu beschönigen und zu verleugnen, ist eindeutig der falsche Weg und führt garantiert nur dazu, daß wir wie die USA bald den Zorn der gesamten arabischen Welt zu spüren kriegen würden, und das nicht einmal zu Unrecht.

Entweder man hält sich heraus und bleibt neutral, oder man versucht den Konflikt zu lösen, den die UNO damals der Weltgemeinschaft höchst leichtfertig eingebrockt hat, und dann muß man aber bitte wirklich neutral und sachlich beide Seiten betrachten.
Genaugenommen ist der Konflikt heute eigentlich gar nicht mehr ordentlich zu lösen, dazu ist die Situation mittlerweile viel zu verfahren.

Meine Vermutung ist, daß die Gewalt im nahen Osten solange weiter anhält, bis irgendwann eines Tages ein arabischer Staat oder eine terroristische Organisation die Finger an nukleare Waffen bekommt, und wenn irgendwann die erste Atombombe in Tel Aviv explodiert ist, emigriert der Rest der Juden dann eh in die USA.

Socke
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#25 RE: Kuba muss endlich sozialistisch werden...
19.08.2006 04:23

Zitat von Rody

(Juden wäre das falsche Wort, denn jüdisch sein ist ein religiöses Bekenntnis und keine Nationalität),


Da haben wir das große Problem der heutigen Linken.

Gegen Juden darf man nicht sein, weil dann wäre man Antisemit und somit Faschist, gegen Israel darf man sein ohne seine linke Existenzberechtigung zu verlieren.

Was den Nazis die Amerikanisch/Jüdische Weltverschwörung war hat natürlich überhaupt nichts mit der heutigen US/Zionistischen Weltverschwörung zu tun die den gerechten Zorn der Linken hervorbringt.

Und wenn ich die Linke für miese Oportunisten halte bin ich ein Faschist. Ich hoffe wirklich, dass das nächste Ziel des islamischen "Freiheitskampfes" möglichst viele Linke trift, eine nette kleine Bombe auf einer PDS oder WSAG Veranstaltung sollte doch volle Unterstützung finden.

Die bringen die Menschen ja nur um weil sie so missverstanden werden.

Und nicht vergessen Artikel 10 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte:

Artikel 10:
Der Islam ist die Religion der reinen Wesensart. Es ist verboten, irgendeine Art von Druck auf einen Menschen auszuüben oder seine Armut oder Unwissenheit auszunutzen, um ihn zu einer anderen Religion oder zum Atheismus zu bekehren.

und

Artikel 24:
Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung genannt wurden, unterstehen der islamischen Scharia.

Macht euch keine Illusionen, das sozialistische Utopia ist nicht das Ziel der Hissbollah und auch nicht der Hamas.
Die Linken werden unter den ersten an der Wand sein wenn der Islamismus sich durchgesetzt hat.
----
"Bier lagert man in einem dunklen Raum"

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