Che Guevaras Erben

04.07.2005 21:23
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Che Guevaras Erben

Der Linksruck in Lateinamerika ist auch Folge gescheiterter neoliberaler Politik

Von Philipp Lichterbeck

Als im April 2002 Teile des venezolanischen Militärs gegen Präsident Hugo Chávez putschten, zeigte sich die US-Regierung „nicht unzufrieden“ über den Machtwechsel in Caracas. Sie rechnete nicht damit, dass der Staatsstreich schon nach wenigen Stunden scheitern würde. Hunderttausende strömten aus den Slums von Caracas zum Präsidentenpalast und forderten die Rückkehr ihres Präsidenten. Seitdem wird Chávez in Lateinamerika von den Unterschichten und linken Gruppierungen regelrecht verehrt.

In den USA und Europa betrachtet man seine „Bolivarianische Revolution“ unterdessen mit Argwohn. Die Bush-Regierung beschwört ein zweites Kuba und nennt Chávez eine „Gefahr für die Stabilität der Region“. Die Rhetorik verhindert eine Analyse, warum linke Politik in Lateinamerika derzeit Konjunktur hat.

Chávez ist dreimal mit großer Mehrheit gewählt worden. Er ist so erfolgreich, weil er sich daran gemacht, den alten Widerspruch Lateinamerikas aufzulösen: den immensen Reichtum Bodenschätzen bei gleichzeitiger Armut der Menschen. Öl macht 80 Prozent der Exporte und die Hälfte der Staatseinnahmen Venezuelas aus. Die Regierung bringt die Petrodollars unters Volk. Allein im letzten Jahr hat sie 3,7 Milliarden Dollar fürs Soziale aufgewendet. Als „Petro-Populismus“ hat man Chávez’ Politik deshalb bezeichnet. Doch ihre Ergebnisse sind bemerkenswert: 1,5 Millionen Erwachsene haben in den vergangenen Jahren lesen gelernt.

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http://www.tagesspiegel.de/meinung/index...005/1915273.asp


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