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Dieses Thema hat 35 Antworten
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 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
Seiten 1 | 2
Alf
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Beiträge: 1.932
Mitglied seit: 21.05.2001

#26 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
16.12.2004 08:25

In Antwort auf:
Und wer sích mit der Historie Cubas seit den 50er Jahren befasst, wird feststellen,
dass einige Ursachen für den Status Quo 60 Seemeilen nördlich von Havanna beginnen und erst an
der kanadischen Grenze wieder aufhören

Das ist doch die faule Ausrede mit der sich FC an der Macht hält. Das schlimste was FC passieren kann ist, daß die USA ihre Sanktionen beenden.

In Antwort auf:
Wer nun, wie du, den Nazionalsozialismus in die Nähe des heutigen cubanischen Systems rückt, der
hat in Geschichte vorallem durch Abwesenheit geglänzt.

Du scheinst dafür in so ziemlich allen Fächern durch Abwesenheit geglänzt zu haben. Das das cub System dem Nazionalsozialismus näher steht als etwa dem Deutschen oder dem Amerikanischen steht doch außer Frage.

Devil-D
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Mitglied seit:

#27 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
16.12.2004 09:11

In Antwort auf:

Das ist doch die faule Ausrede mit der sich FC an der Macht hält. Das schlimste was FC passieren kann ist, daß die USA ihre Sanktionen beenden.

Genau, dann hat er keine Ausrede mehr. Denn immer wenn seine Macht schwindet oder er das Gefühl hat, "sein" Volk steht nicht mehr 100% hinter ihm, dann wird mal eben wieder der Gegner aus den USA hervorgeholt und eine RiesenDemo veranstaltet und alles angeprangert. Auch die EU eignet sich gut, wenn mal wieder von dort Demokratische Reformen und die Freilassung politischer Gefangener gefordert wird..
Wurde öfter so gemacht und wird auch jetzt wieder bei der Demo der Armee so durchgeführt.
_________________________________
(Lebe das Leben! Du hast nur eins!)

uwe.s
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#28 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
16.12.2004 09:13

In Antwort auf:
Castros System Cuba steckt voller Widersprüche, ja, das ist so. Dafür gibt es auch jede Menge Ursachen
jede menge? es gibt nur eine ursache: cuba ist eine kommunistische diktatur!
dass die kommunisten sich allerhand vom klumpfuss goebbels abgeschaut haben, steht ja wohl ausser frage. die mechanismen, leute zu verdummen, sind in diktaturen nun mal dieselben.
man koennte das ja schnell abhaken, wenn es nicht immer wieder leute geben wuerde, die selbst in demokratien leben, aber mit diesem regime sympathisieren.

uwe.s
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Mitglied seit:

#29 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
16.12.2004 09:19

In Antwort auf:
Castros System Cuba steckt voller Widersprüche, ja, das ist so. Dafür gibt es auch jede Menge Ursachen
jede menge? es gibt nur eine ursache: cuba ist eine kommunistische diktatur!
dass die kommunisten sich allerhand vom klumpfuss goebbels abgeschaut haben, steht ja wohl ausser frage. die mechanismen, leute zu verdummen, sind in diktaturen nun mal dieselben.
man koennte das ja schnell abhaken, wenn es nicht immer wieder leute geben wuerde, die selbst in demokratien leben, aber mit diesem regime sympathisieren.

Devil-D
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Mitglied seit:

#30 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
16.12.2004 09:41

In Antwort auf:
die selbst in demokratien leben, aber mit diesem regime sympathisieren.

Weil die ja nach ihren zwei bis vier oder mehr Wochen Urlaub wieder zurück fahren können und nicht gezwungen sind dort als Bürger zu leben.

Aber ist halt die übliche Diskussion hier
_________________________________
(Lebe das Leben! Du hast nur eins!)

Socke
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Beiträge: 2.051
Mitglied seit: 19.10.2004

#31 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
16.12.2004 11:55

Das mit dem Embargo merkt man eigentlich nur im Bereich Telekomunikation wirklich. Die Transatlantik Leitungen enden nun mal in den USA. Cuba hat keinen (ausreichenden) Zugang zur weltweiten Telekomunikation.

Ob das ohne Embargo besser wäre, wage ich allerdings zu bezweifeln! Die Strippen sind teuer, die Betreiber haben sich in den 90'ern bis an, teilweise über, die Grenzen verschuldet um die Kabel zu verlegen und erwarten, meiner Ansicht nach, zu Recht eine Gegenleistung für die Nutzung dieser Infrastruktur.
Oder anders ausgedrückt, mit welchem Recht verlangt Cuba Zugang zu Infrastrukturen zu deren Aufbau es nichts beigetragen hat?

Eine ewige Alimentierung Cubas durch den Rest der Welt wird es definitv nicht geben und aus eigener Kraft kann Cuba nicht überleben.

¿Es Patria o Muerte,
o sólo Muerte?

Ay Candela
Beiträge:
Mitglied seit:

#32 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
19.12.2004 13:51

@ uwe.s, devil-d und alf

Wie schön, dass wir in einem Land mit Meinungsfreiheit leben, nicht wahr?
So sei euch eure Meinung belassen. Ich halte sie jedoch für entschieden zu einäugig.
Um eines klarzustellen: Ich teile eure Ansicht, dass es sich bei dem cubanischen
System um eine kommunistische Diktatur handelt. Auf jeden Fall...
Trotzdem sehe ich Unterschiede in der Entstehungsgeschichte zwischen Cuba einerseits
und den einstmals sozialistischen Staaten in Europa.
Naja, und ob die Komministen sich was bei Goebbels abgeschaut haben, dass bezweifle ich
ziemlich. Als kommunistische Diktaturen installiert wurden, beginnend 1917, da war
Goebbels 20 Jahre alt. Nachweislich schloss er sich 1924 der NS-Ideologie an. Stalin war schon
umtriebig, als Goebbels noch ein kleines oder eher gar kein Licht war.

In Antwort auf:
Denn immer wenn seine Macht schwindet oder er das Gefühl hat, "sein" Volk steht nicht mehr 100% hinter ihm, dann wird mal eben wieder der Gegner aus den USA hervorgeholt und eine RiesenDemo veranstaltet und alles angeprangert.

Man, Respekt, wo kann man messen, ob Castros Macht schwindet und wenn ja, wieviel?
Und dass du dich mit seinen Gefühlen auskennst, bewundere ich ganz besonders. Bitte bestelle ihm
meine herzlichen Grüße, wenn du ihn das nächste Mal siehst...

In Antwort auf:
Das ist doch die faule Ausrede mit der sich FC an der Macht hält. Das schlimste was FC passieren kann ist, daß die USA ihre Sanktionen beenden.

Das sehe ich ähnlich, komisch oder?.
Hätten die USA Castro einfach machen lassen, dass hätte sich das Thema vermutlich
Mitte der 60er Jahre erledigt. Aber die Angst hat sich des Adlers bemächtigt und so den Bärtigen direkt in die
Arme des roten Bären getrieben. Ich bin nicht der Einzige, der vermutet, dass Castro früh gescheitert wäre,
wenn er sich nicht den Russen hätte anschließen können. "Dank" des Embargos griff er nachdem angebotenen
rettenden Strohhalm.

Also, jetzt mal alle Polemik beiseite. Sympathie hin oder her, solche Aussagen entspringen
Kleinstkategorien - rechts oder links, braun oder rot. Dazwischen gibt es nichts?
Einzelteile des Systems sind nicht pauschal als schlecht zu bezeichnen, Gesundheit und Bildung.
Nun gut, beides macht genauso wenig satt wie Meinungsfreiheit. Und hierin sehe ich die Widersprüche, die
ich ursprünglich angesprochen habe.
Ich vertrete aber auch die Ansicht, dass die NS-Diktatur nicht komplett mit Castros Cuba vergleichbar ist.
Über die Details könnte man wohl ein Buch schreiben. Und das Posting mit Leni Riefenstahl paßt schlicht
nicht zum Ausgangsthema...

Einigen wir uns auf Meinungsfreiheit für alle?
Jedem das seine - und mir das meiste

A C

Socke
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Beiträge: 2.051
Mitglied seit: 19.10.2004

#33 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
19.12.2004 14:11

Ay Candela schreib:

In Antwort auf:
Einzelteile des Systems sind nicht pauschal als schlecht zu bezeichnen, Gesundheit und Bildung.

Gerade bei der Bildung habe ich so meine Bedenken. Ich habe die Einrichtung der Universität Matanzas gesehen, die Leute die da studieren und leben haben meine Hochachtung aber ob die auch eine zu anderen Unis vergleichbare Ausbildung bekommen, wage ich zu bezweifeln.

Der Hammer ist die Mexikanerin, die da ohne eigenen Rechner mit gelegentlichem Zugang zum Internet und ohne Englischkentnisse Informatik studiert.
In Mexico haben die Cubanischen Unis einen sehr guten Ruf, aber spätestens beim Bewerbungsgespärch sollte auffallen, das sie da nur ihre Zeit verschwendet hat.

Ähnliches gilt für wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Jemand der in Cuba Logistik oder Management hört wird nicht auf die Aufgaben in weiter entwickelten Ländern vorbereitet. Woher wollen die denn wirklich wissen, welche Ansprüche ein Just in Time System bei einem Autohersteller wirklich stellt? Die kriegen doch gerade mal Kondensmilch in die Haushalte, und das noch nicht einmal regelmässig oder in ausreichenden Mengen.

Dann wird den Studenten SPSS um die Ohren geknallt ohne ihnen die Voraussetzungen bei zu bringen. Statistik kann man auch mit einer Formelsammlung, ein paar Tabellen, Papier und Bleistift lernen, ach ja, Papier gibt es ja keines ....

Dann der Gesundheitsbereich, ok, soweit so gut, aber versuch mal eine Brille zu bekommen!

CastroXL
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super Mitglied


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#34 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
19.12.2004 15:03

In Antwort auf:
Ich vertrete aber auch die Ansicht, dass die NS-Diktatur nicht komplett mit Castros Cuba vergleichbar ist.

Sie sollte gar nicht verglichen werden!

Die Einzigen, die das absichtlich machen sind die neuen Rechten und Revisionisten, da man so das verbrecherischte System der Geschichte mit mehr als 50 Millionen Toten versucht zu relativieren. Selbst die Aussage "Das ist so ähnlich..." finde ich komplett verfehlt.
Auch wenn es in der menschlichen Natur liegt mit Vergleichen zu arbeiten um Unrecht zu beschreiben, sollte man diesen verkneifen. Unrecht hat eben viele Facetten und einen Genozid/Ethnozid in Afrika braucht nicht den Vergleich mit der Shoa während des 3.Reiches.

Und, das die Demagogie von Göbbels heute Unterrichtsstoff in jeden Studiengang ist, der sich mit Rhetorik beschäftigt, sollte hinlänglich bekannt sein.

Ok, zurück zu Cuba, das genug Stoff für die Betrachtung einer ganz eigenen Form von Diktatur zuläßt ;-)
Oder wie schrieb schon Brecht? "Erst kommt das Fressen, dann die Moral"

Schönen 4.Advent,

Michael
..................................................
No hay mal que por bien no venga

Quimbombó
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Mitglied seit: 12.03.2004

#35 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
19.12.2004 18:13

In Antwort auf:
Ähnliches gilt für wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge.

Da muss ich entschieden widersprechen. Es mag für die Universität von Matanzas zutreffen; ich habe allerdings persönlich bessere Erfahrungen in Santiago gemacht, besonders im Vergleich zu Studienaufenthalten von Kommilitonen in Spanien. Dazu mein Beitrag aus einem anderen Thread:

In Antwort auf:
Im Sommersemester 2003 habe ich an der Universidad de Oriente in Santiago de Cuba studiert. Das Auslandssemester war ein obligatorischer, integrativer Bestandteil meines Studiums in Deutschland. Wir waren zu dritt von unserer deutschen Hochschule. In den Vorlesungen, die wir zusammen mit kubanischen Studenten belegten, waren wir die einzigen Ausländer unter etwa 25 bis 35 Studenten. Es handelte sich also um ganz normale Vorlesungen für Kubaner. Im Fach "fortgeschrittene Makroöknomie" (ja, ich habe in Kuba Wirtschaft studiert!) haben wir als Lehrbuch die spanische Übersetzung des Standardwerkes von Dornbusch benutzt (siehe hier: Der Dornbusch bei Amazon) - natürlich nicht in der neuesten Auflage, nicht in bester Papierqualität und nicht in schönem Hardcover, aber ohne Probleme zu verwenden. Nach meiner Rückkehr haben wir drei in den Vorlesungen des nächsten Semesters zu unserer großen Überraschung festgestellt, dass wir in Kuba - besonders im Bereich Volkswirtschaftslehre - wesentlich mehr gelernt hatten, als die große Mehrheit der Studenten, die ihr Auslandssemester an einer der zahlreichen spanischen Partnerhochschulen verbracht hatten!

(http://2001662.homepagemodules.de/topic....1&mark=Quimbomb%F3)

Alf
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Mitglied seit: 21.05.2001

#36 RE:1. Mai in Havanna - Triumph des Willens?
20.12.2004 12:30

In Antwort auf:
Wie schön, dass wir in einem Land mit Meinungsfreiheit leben, nicht wahr?

Eben, viel besser als vor der Wende.

Wer sich was von wem Abgeschaut hat ist doch völlig egal. Gegenseitig "Inspiriert" haben sie sich höchst wahrscheinlich.

Währe der Komunismus aus der SU der rettende Strohalm gewesen ließen sich die letzten 15 Jahre schlecht erklähren.
FC ging es scheinbar von Anfang an nur um sich und seine Macht. Die SU bot ihm die notwendige Finanzielle, Idiologische und militärische Unterstützung.


In Antwort auf:
Man, Respekt, wo kann man messen, ob Castros Macht schwindet und wenn ja, wieviel?


Die zu bewerten ist relativ schwierig, allerdings mehren sich die Anzeichen das der Große Knall näher rückt.

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