Kriminalität in Kuba

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02.01.2004 03:12
avatar  Rumbo
#26 RE:Kriminalität in Kuba
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Mir ist als Tourist bei 10 Kubareisen noch nie etwas geklaut worden. (Einem Freund von mir mal 100 US $ von der Polizei).
Jedoch kann ich nur bestätigen das die Kubaner untereinader klauen wie die Raben. Zwei Straßen vom meinem Casa Particular entfernt wurde am Tag um 15 Uhr Nachmittags ein Fernseher aus der Wohnung geklaut.
Jedoch glaube ich das die Kriminaltät in Kuba eine neue Dimension erreicht hat. Ich war vom 17.12.2003 bis zum 31.12.2003 in Camaguey und in diesen 2 Wochen sind 3 Einheimische ermordet worden. Ist schon erschreckend. Der erste war ein 15 Jahre alter Junge in der Discothek Bolero. Die zweite ein 19 jähriges Mädchen (die Tochter eines hohen Tieres, was zu einer sehr starken Polizeipräsenz führte) und der Dritte ein Hausinspektor, den man nach drei Tagen mit gefeselten Armen und Beinen gefunden hat.
Ein Kubaner sagte zu mir um in diesem Land friedlich leben zu können brauch man mindestens 2 Wachhunde und eine Machete neben dem Bett.


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02.01.2004 13:15
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#27 RE:Kriminalität in Kuba
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( gelöscht )

In Antwort auf:
Dann viel mir auf, dass mein Schloss weg war und zu Hause bemerkte ich, dass man doch tatsächlich ohne meines Beiseins in meinem Koffer herumgewühlt hatte.

Bei Koffern mit verdächtigem Inhalt auf dem Röntgengerät werden diese schonmal geöffnet.
Das passiert aber überall auf der Welt - auch in Deutschland.
Wenn irgendetwas den Sicherheitsdienst stutzig macht, werden die Koffer geöffnet!

Zum Thema selbst kann ich sagen, dass mir noch nie etwas gestohlen wurde.
Ich denke, dass Cuba, wenn man nicht gerade doofdämlichen Leichtsinn an den Tag legt, noch eines der sichersten Reiseziele ist.


Gruß
Roncubanito

Dirás que soy un soñador pero no soy el único


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02.01.2004 18:19
avatar  ( Gast )
#28 RE:Kriminalität in Kuba
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( Gast )

@moskito:
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In den einschlägigen Reiseführern findet man meist den Standardsatz: "Kuba ist eines der sichersten Reiseländer Lateinamerikas"

Durch die hohe Polizeipräsenz in touristisch frequentierten Gebieten, scheinen Gewaltverbrechen, wie sie z.B. in den Städten Brasiliens oder Kolumbiens an der Tagesordnung sind, relativ selten vorzukommen. Andererseits weisen Gegenstände, die nicht unter der ständiger Beobachtung ihrer Besitzer stehen, eine starke Tendenz zu entschwinden auf.
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Obwohl es keine offiziellen Kriminalitätsstatistiken von Kuba gibt (zumindest sind mir keine bekannt), treffen die Aussagen meiner Ansicht nach zu:

In den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern reicht die Sicherheitslage von "schlecht" bis hin zu "extrem kritisch". Z.B. kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass in Brasilien nächtliche Spaziergänge (ab ca. 21.00) für Touristen tabu sind. Nach Einbruch der Dunkelheit alleine oder auch in Begleitung an den Strand zu gehen, kann sogar lebensgefährlich sein. Taxis halten ab 21 Uhr abends dort nicht mehr an roten Ampeln. Das ist legal und hat seine Ursache in den vielen Überfällen.
Kuba ist insoweit, nämlich soweit es um Straftaten gegenüber Touristen geht, ein "sicheres" Reiseland. Ich denke, diese Erfahrung werden die meisten teilen, die Kuba besucht haben.

Auf der anderen Seite muss man wohl auch hier unterscheiden: Kleinere Diebstähle, die schnell und ohne viel Aufsehen ausgeführt werden können (z.B. Geld und kleinere Wertsachen im Hotel, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in belebten Straßen mit vielen Menschen) kommen auch in Kuba nach dem, was ich gehört habe, häufig vor. Gleiches gilt für "kleinere" Betrügereien (z.B. überhöhte Preise in Restaurants, Geschäften oder Taxis, fehlerhafte Rechnungen, wertlose Gegenleistungen bei Verträgen u.ä.).

Anders ist es für Gewaltdelikte gegenüber Touristen (Raub, Vergewaltigung, Totschlag o.ä.). Diese scheinen in Kuba nur selten vorzukommen. Hierfür dürte die hohe Überwachung und die große Entdeckungswahrscheinlichkeit bei solchen Taten verantwortlich sein. Schwere Straftaten, die naturgemäß einen entsprechenden Polizeieinsatz zur Folge haben, dürften in Kuba fast immer aufgeklärt werden.

Auch wenn Kuba damit vergleichsweise "sicher" ist, müssen die üblichen Vorsichtsregeln für Touristen beachtet werden. Mir ist es persönlich passiert, als ich bei meinem ersten Kubabesuch mit einer teuren Kamera um den Hals durch die Gassen von Havana vieja spaziert bin, dass mir meine damalige Begleiterin (eine jinetera, aber nichtsdestotrotz eine klasse Frau) plötzlich bedeutete, dass ich die Kamera jetzt in meinem Rucksack verstauen müsste. Mir ist dabei gar nichts besonderes aufgefallen. Aber die Dame kannte die Gegend und die Leute ganz genau. Ein paar Straßen weiter sagte sie mir, dass ich die Kamera jetzt wieder herausholen könnte.
Als Tourist sieht man eben bei weitem nicht alles...


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02.01.2004 20:22
#29 RE:Kriminalität in Kuba
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Rey/Reina del Foro

In Antwort auf:
mit einer teuren Kamera um den Hals durch die Gassen von Havana vieja spaziert bin, dass mir meine damalige Begleiterin....plötzlich bedeutete, dass ich die Kamera jetzt in meinem Rucksack verstauen müsste. Mir ist dabei gar nichts besonderes aufgefallen. Aber die Dame kannte die Gegend und die Leute ganz genau. Ein paar Straßen weiter sagte sie mir, dass ich die Kamera jetzt wieder herausholen könnte.

Das kann natürlich auch andere Ursachen gehabt haben. Vielleicht wohnte dort deren Chulo und der Anblick einer so teuren Kamera hätte dann höhere Abgaben an ihn zur Folge gehabt.

e-l-a
http://www.privatreisen-cuba.de


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04.01.2004 12:14
avatar  Moskito
#30 RE:Kriminalität in Kuba
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Rey/Reina del Foro


Friedhelm, ich finde, du hast die Situation ganz realistisch beschrieben. Wenn man ein bisschen in der Welt herumgekommen ist und vergleichen kann, lernt man Kuba schnell als relativ sicheres Reiseland kennen und schätzen. Allerdings sind auch kritische Situationen nicht ausgeschlossen, z.B. auf nächtlichen Straßenfesten oder in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln.

In Kuba scheint die Gefahr ausgenommen zu werden, größer zu sein, als ausgeraubt zu werden.
Mit 'ausnehmen' meine ich z.B. die teils astronomisch überhöhten Preise für Touristen, die kleinen alltäglichen Betrügereien wie zu wenig Wechselgeld im Supermarkt, Schmiergeldzahlungen um Probleme zu lösen und natürlich die staatliche Abzockerei z.B. in Flughäfen in Form von „Zöllen“, oder mittels Ausreisesteuern für Inselflüchtlinge ...etc.

Moskito


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04.01.2004 13:38
avatar  ( Gast )
#31 RE:Kriminalität in Kuba
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( Gast )

Und nicht zu vergessen, die horrenden und unverschämten Gebühren für irgendwelche Verwaltungsakte und Urkunden etc., die in keinstem Verhältnis zu dem Einkommen dort stehen.

(Lebe das Leben! Du hast nur eins!)


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