Kurzbericht Santiago 7. – 28.11.2008 – 2. Teil

02.12.2008 01:23 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2008 01:23)
#1 Kurzbericht Santiago 7. – 28.11.2008 – 2. Teil
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Kurztrip und akt. Situation in Baracoa

Da ich vor dem Hurrikan noch nie in Baracoa war, nur mein persönlicher Eindruck. Alles sah sehr aufgeräumt und ordentlich aus, höchstwahrscheinlich besser als vorher. Am Malecon sind einige stark beschädigte Häuser inzwischen komplett eingeebnet worden, andere sind Häuser sind mitten im Wiederaufbau. In der zweiten und dritten Parallelstraße zum Malecon kaum noch Schäden. Sehr viel frische Farben zu sehen. Meine Casa (300m vom Malecon entfernt) hatte keine Schäden, auch das Dach (Tonziegel noch aus Batista-Zeiten) komplett erhalten. Wasser drang bis zur Hauptstraße vor. Laut Bewohner gab es kaum Schäden durch den Sturm, sondern nur durch das Wasser.

Das Nachtleben findet unter anderem in der Casa de la Trova statt, hat mir von der Stimmung besser überzeugt, als die in Santiago. Außerdem hatte die Cafeteria am Parque Independencia morgens um zwei noch gute Musik und Leben, trotz Dauerregens. Direkt gegenüber der Casa Chocolate gibt es eine OpenairDisko und MiniTrocadero-Show - die 1 CUC Eintritt, ist es allemal wert. Die Toiletten haben sich jedoch eine besondere Auszeichnung verdient. Der unmenschliche Gestank hat mich nach 2 ½ Sekunden vertrieben, musste daher alles ausschwitzen.

Mein persönlicher Lieblingsstrand war der Playa Maguana (ca. 15 Km / 30 Min von Baracoa) auf halben Weg zum Park Humboldt, die Straße dahin war allerdings eine echte Zumutung. Am Strand alles sauber, viel Sand, schöne Wellen und eine kleine Cafeteria (nicht verwechseln mit der Villa Maguana / nur Ministrand). Die Straße zum Rio Yumuri (kurz vorher die prägnante Felsdurchfahrt) in gutem Zustand. Wir konnten uns dort aber nicht lange aufhalten, da ich am Abend wieder in Santiago sein wollte. (Fahrtzeit Santiago-Baracoa ca. 4 ½ Stunden)

Trinidad war eher ein Familientreffen und daher recht teuer. Nur einmal am Strand. Die besuchte Familie hat ein wenig genervt. Da ich keine Lust hatte, die ganze Familie ständig freizuhalten (war zuletzt sogar meiner „Familie“ peinlich, habe ich mich kurzfristig abgesetzt. Drei mehr oder weniger verlorene Tage.


Baden und Strände in der Umgebung von Santiago

Die westlichen Strände von Santiago, Playa Verde und Caleton haben mich schon im Jan/Feb nicht besonders überzeugt, daher auch aufgrund der schlechten Straße diesmal nicht besucht.
Unterhalb von der Festung El Morro gibt es einen kleinen Strand, der ist aber in der Hafenausfahrt und nicht zu empfehlen.
Siboney ist der Strand der ChicaSzene, kam für mich mit „Familie“ nicht in Frage. Hotel Bucanero (Tagespauschale 20 CUC/ mit 4 Personen macht man das auch nur einmal), Playa Juragua mit Cafeteria für MN und Playa Cazonal (kurz vor der Laguna Baconao) waren meine persönlichen Favoriten. Von der Playa Cazonal (etwas Sand am Strand und im Wasser) haben wir ab und zu Getränke im Hotel Carisol (teuer) gekauft. Das Restaurant an der Laguna Baconao war zur Mittagspause preismäßig (kleine Gerichte für 1,50 – 3,50 CUC / Qualität eher fragwürdig) noch im Rahmen.

Sowohl die Wassertemperatur des Naturfreibades der Finca por el venir (kurz vor dem Hotel Bucanero, auf der anderen Straßenseite) als auch die im El Salton ist für Kubaner eher ungeeignet. Beides sollte man aber auf jeden Fall gesehen haben. Mein „Herzblatt“ hat sich allerdings strikt geweigert, mehr als eine Zehenspitze dem „Eis“-Wasser des Salton auszusetzen. Vielleicht war aber auch schon die Geräuschkulisse des Wasserfalls zu furchteinflößend. Der Rest des Anhanges hat es zumindest einige Minuten im Wasser ausgehalten.

Das Naturfreibad der Finca „por el venir“ war schon eher geeignet, da meine „Schwiegertochter“ eine Studienkollegin der Tochter des „Cantineros“ war, und man einmal ungehemmt auf meiner „Cuenta“ schlemmen konnte. Habe es leider zu spät bemerkt, und die Brandrede hat den Schaden nicht mehr gemindert. Der Pool wurde nur wenig genutzt. Die gesamte Anlage machte jedoch einen interessanten und guten Eindruck.

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02.12.2008 12:49
#2 RE: Kurzbericht Santiago 7. – 28.11.2008 – 2. Teil
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Einige ergänzende Anmerkungen zu Siboney (selber Zeitpunkt): Am Strand gibt es jetzt einen Bierausschank für MN. Dagegen ist die Versorgung mit Brötchen für MN offenbar ganz eingestellt und auch das kleine Restaurant im hinteren Bereich des Strandes hat nicht mehr auf. Essen funktioniert also nur noch für Devisen. Dafür hat das Restaurant auf der Calle Barco (?) seine Preise drastisch gesenkt und sehr gutes Essen. Verstehe nicht, warum Siboney für Familien nicht geeignet ist. Es ist viel zu viel Polizei vor Ort, als dass die Chicas baggern. Und wer es drauf anlegt, findet weiterhin eine Frau. Mein Sohn hat jedenfalls begeistert mit anderen Kindern am Strand gespielt.
Schwarztaxi kostet von Santiago nach Siboney wieder zurück jetzt bereits 25 CUC, zumindest war es der billigste Preis, den ich erzielt habe. Ist also mindestens zehn CUC teurer, als noch vor einem halben Jahr. Dafür hat auch die Zahl der Unterwegskontrollen zugenommen. Wer hat, sollte daher im Auto Kopien von Papieren oder Fotos mitnehmen, die zeigen, dass er seine Chica schon länger kennt. Wie der öffentliche Verkehr funktioniert, habe ich diesmal nicht ausprobiert. Motorradtaxis kosten im Stadtgebiet von STGO nicht mehr 10, sondern jetzt 20 MN pro Fahrt.

MN-Restaurants in STGO: 1900 hatte zu, La Dalia auf der Enramada ist zum empfehlen, wer Live-Musik mag: die Taverna am Dolores, Esperanzia ist gut, El Baturo (aber nicht der Eingang an der Ecke, sondern jener, der in den Hof führt. Der staatliche Agrarmarkt am Cespedes ist wie leer gefegt, der Bauernmarkt "La Trocha" hatte dagegen sogar grüne Tomaten und Kochbananen. Im freien Verkauf keine Eier, keine Bananen, keine Milch, kein Yoghurt, kaum Speiseeis (!).


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02.12.2008 13:57 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2008 14:04)
#3 RE: Kurzbericht Santiago 7. – 28.11.2008 – 2. Teil
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sehr erfahrenes Mitglied
Zitat von Jose Ramon

Verstehe nicht, warum Siboney für Familien nicht geeignet ist. Es ist viel zu viel Polizei vor Ort, als dass die Chicas baggern. Und wer es drauf anlegt, findet weiterhin eine Frau. Mein Sohn hat jedenfalls begeistert mit anderen Kindern am Strand gespielt.



Siboney ist bestimmt für Familien geeignet. Mir persönlich hat es aber am Juragua und Cazonal besser gefallen. Keine Polizei, keine Touristen und auch sonst sehr ruhig. Aber nur mit Mietwagen geeignet, da von Santiago weit entfernt.

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