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Auf den Spuren Napoleons in Santiago de Cuba
08.08.2008 21:59

Tras las huellas de Napoleón en Santiago de Cuba

Autorin: Sabine Faivre d’Arcier

ISBN No. 959-10-0978-X
Instituto Cubano del Libro, Editorial Letras Cubanas, 2005

(Gefunden in einer Peso-Buchhandlung in Santiago).

Was hat Napoleon mit Santiago de Cuba zu tun?
Nichts direkt, ist die Antwort, sondern indirekt, indem nämlich der Arzt, der Napoleon auf St. Helena bis zu dessen Tode betreute, seine beiden letzten Lebensjahre in Santiago verbracht hat. Sein Grab kann im Friedhof Santa Ifigenia besichtigt werden. Gleich nach dem Eingang rechts den Weg entlang.

Das Buch entführt uns ins Santiago der 1830er Jahre: französische Exilanten; Kaffeeplantagen; Negersklaven; immer wiederkehrende Ausbrüche von Gelbfieber. Es beschreibt anschaulich die auch uns vertraute Umgebung: Königs- und Kokospalmen, wuchernde Vegetation; brütende Hitze; Schwarze und Mulatten, Aberglaube, die Topografie Santiagos mit dem Tivoli, der Bucht und den Bergen im Hintergrund. Dazu das, was in der Zwischenzeit verschwunden ist: das bunte Treiben auf dem übervollen Gemüse- und Früchtemarkt, steifer Katholizismus; entlaufene Sklaven.

In diese Welt hinein gerät Dr. Francisco Antonmarchi, ex-Arzt Napoleons, und eröffnet eine erfolgreiche Praxis, welche ihm Lob und Ansehen einbringt, insbesondere bei der Behandlung des Kataraktes, bis er zwei Jahre später am Gelbfieber stirbt.

Das Buch ist kein Action Thriller. Nein, es besteht vorwiegend aus Erinnerungen; es ist sozusagen introvertiert. Im ersten Teil sehen wir Antonmarchi in seinen letzten Zügen auf dem Krankenbett liegen. In seinen klaren Momenten erinnert er sich in Fragmenten an seine Jugendzeit, sein Studium, seine Nominierung als Leibarzt Napoleons, damit einhergehende Intrigen und an Ereignisse auf St. Helena. Antonmarchi stirbt, kurz bevor seine Geliebte, eine junge Mulattin namens Dolores, welche von ihm schwanger ist, an seine Seite eilen kann.

Der zweite Teil beinhaltet nun die Erinnerungen Dolores’. Sie denkt zurück an die Zeit mit ihrem geliebten Francisco, und an seine Erzählungen über Napoleon in Form von weiteren Fragmenten und Monologen. Die Figur Napoleons dominiert und ist überall. Wir erfahren, wie sie Antonmarchi kennengelernt hat, wie sie zum ersten Mal Liebe gemacht haben an einem Bach in der Nähe von El Cobre; wie sie sich als Mulattin zwischen den beiden völlig verschiedenen Gesellschaften bewegt: der weissen und der schwarzen, welch letzterer sie sich zugehörig fühlt. Am Schluss des zweiten Teils erzählt ihr Halbbruder, wie sie bei der Geburt ihres Kindes qualvoll stirbt. Der Leser leidet mit.

Dann gibt’s einen Bruch, und der dritte Teil beschäftigt sich mit den “odds and ends” und einigen Ungereimtheiten von Antonmarchis Biografie. So wie wenn die Autorin die unbearbeiteten Reste mit dem Besen zusammengewischt hätte. Unter anderem wird hier noch die Theorie von der Vergiftung Napoleons vertreten. Neuere Forschungsergebnisse weisen aber auf einen Tod aufgrund Magenkrebs hin.

Dieses Werk nennt sich “biografia novelada”, das heisst, es bettet historische Tatsachen in eine erfundene Geschichte ein, und zwar sehr geschickt. Ich habe mir nicht die Mühe genommen nachzuforschen, ob Antonmarchi wirklich eine Geliebte brauner Hautfarbe gehabt hat. Ich nehme mal an, dass dies der erfundene Teil ist. Die Erinnerungen jedoch dürften, soweit meine bescheidenen geschichtlichen Kenntnisse ein solches Urteil zulassen, den Tatsachen entsprechen.

Die Lektüre der 377 dicht beschriebenen Seiten verlangen Geduld (ich kam relativ langsam voran) und sind nicht zu bewältigen ohne einige Grundkenntnisse erstens über Napoleon und seine Zeit und zweitens über Kuba und Santiago und seine Vergangenheit. Eine merkwürdige Kombination, ich weiss. Wer diese Voraussetzungen aber mitbringt, wird dieses Buch mit Gewinn lesen!


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