Santiago Dezember 2006

28.12.2006 19:25
#1 Santiago Dezember 2006
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Kurzeindrücke STGO im Dezember

Hatte ich im vergangenen Jahr noch angenommen, dass Santiago das Jubiläum seiner Gründung verschläft, so kam diesmal die Erkenntnis: Nicht das runde Jubiläum der spanischen Kolonialstadt wird gefeiert, sondern der Aufstand vor 50 Jahren am 30. November 2006. Schließlich ist Santiago ja Heldenstadt. Jedenfalls wird jetzt an allen Ecken und Enden nicht nur vorgerichtet, sondern auch richtig ausgebessert. Sogar im alt-ehrwürdigen Hotel Venus an der Calle Hartman werkeln Bauarbeiter und basteln am Estrich. Ob es wieder ein Hotel wird. Auch am ehemaligen Hotel am Ausgang der Enramada (gegenüber dem Mercado) wird gebaut. Allerdings war nicht ersichtlich, was es mal werden soll. Auch viele Privathäuser erhalten zumindest einen neuen Anstrich.
Das Jahresendgeschenk der Gebrüder Castro ist diesmal der Umtausch der einflammigen Elektrokocher in etwas größere. Das ist für viele dringend notwednig, da die Ende 2005 gegen die Gasherde eingetauschten Geräte ohnehin vor Monaten ihren Geist aufgegeben haben. Ansonsten scheint Raul vor allem in die Polizei investiert zu haben. Die zentralen Plätze in Santiago (Cespedes, Boulevard) werden jetzt Video (Infrarot?) überwacht und die Polizei schreitet über Funk gelenkt zu ihren Kontrollen. Die Folge ist, dass insbesondere abends kaum noch etwas los ist. Höchstens zwischen Cespedes und Boulevard werden Touristen noch angequatscht. Das ist einerseits angenehm, zumindest wenn man auf keine Abenteuer aus ist, andererseits auch belastend, da auch langjährige kubanische Bekannte keine Lust mehr haben, mit einem die zentralen Plätze zu frequentieren.
Die Lebensmittelversorgung klappt. Es gibt sogar wieder Pollo auf der Straße für MN. Und in den Restaurants (Taverna, El Dalia, Espiranzia, Fischrestaurant am Dolores) gibt es meistens neben Pollo auch ein anderes Fleischgericht für Moneta National. Nur mit dem Rum schien es im Dezember einen Engpass zu geben. Es gab in den Eckgeschäften nur Ron Caribe. Unter der Hand natürlich für um die 60 Pesos die Flasche auch besseres. Weißbrot kostet weiterhin 3,50 MN und war fast täglich zu haben. Yoghurt (der Liter 3 MN) drei- bis viermal in der Woche. Die Bierversorgung war schwankend. Devisenbier gab es immer, dass für 18 MN die Flasche auch, meistens auch Hatuevay (?) für 10 MN die Flasche, dafür nur selten Faßbier.
Habe in 14 Tagen nur eine zehnminütige Stromunterbrechung erlebt, dafür wird das Wasser knapp. Was fehlt sind die langen Reden Fidels im Fernsehen. Die Telenovella beginnt jetzt immer pünktlich, weil Raum nur sechs Minuten dafür benötigt, dass auszudrücken, was sein Bruder in drei Stunden erzählte.


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29.12.2006 23:35
#2 RE: Santiago Dezember 2006
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Rey/Reina del Foro

Tja, da hat sich wohl leider seit Januar 2006 nicht viel verändert, ausser das Gewerkele an den Häusern- aber kennt man ja von Potemkinschen Anstrichen aus DDR-Zeiten (zumindest Einige). Bloß Ron gab's damals immer ausreichend, dafür nicht immer Pollo auf der Straße...


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30.12.2006 11:40 (zuletzt bearbeitet: 30.12.2006 11:43)
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#3 RE: Santiago Dezember 2006
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Hotel Imperial, ggü. siglo 2000

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