Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Billige Kubaflüge, Mietwagen in Kuba, Tickets für Euren kubanischen Gast - inkl. unserer günstigen Krankenversicherungen - hier alles günstig buchen ! Infotelefon: 06056/911912 /// Die günstigsten Kubaflüge und Kubareisen,Rundreisen, Mietwagen, Hotels und Transfers hier buchen : www.billigfly.de --- Infotelefon: 06056/911912 ///  
www.kuba-flüge.de - hier finden Sie Ihre günstige Kubareise, die billigsten Kubaflüge,Hotels in Kuba,
günstige Kuba-Mietwagen,die besten Rundreisen in Kuba und vieles mehr. Infotelefon: 06056/911912
Ihr Spezial Reisebüro für CUBA und Karibik
Deutschland Kuba
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 46 Antworten
und wurde 3.118 mal aufgerufen
 Lateinamerika und karibische Inseln ( kleine und große Antillen)
Seiten 1 | 2
Rafael_70
Offline PM schicken
Forums-Senator/in

Beiträge: 3.090
Mitglied seit: 22.09.2006

Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 09:14
Exklusiv für Jemen und Chaval aus der "neoliberalen" Zeitung "Freitag"


Jeroen Kuiper

Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!

VENEZUELA

Caracas gilt als gewalttätigste Stadt der Welt - an manchen Wochenenden sterben Dutzende von Jugendlichen

"Erstaunlich groß", ist spontan mein erster Gedanke, als der Halbwüchsige, der mich in der Kurve überholt hat, plötzlich eine Pistole unter seinem T-Shirt hervorholt und auf mich zielt. Eine große, schwarze, glänzende Kanone - eine Waffe, mit der man jemanden töten kann, schießt es mir durch den Kopf. Trotzdem weiß ich einen Moment lang nicht genau, was passiert. Das reicht für den Halbwüchsigen. Blitzschnell steht er hinter mir und schlägt mit dem Kolben auf meinen Kopf. Der Schlag ist so forsch, dass ich sofort in die Knie gehe, aber nicht so hart, dass ich bewusstlos werde.

Seit ich in Venezuela lebe, habe ich unendlich viele Geschichten über Überfälle auf Straßen und Plätzen, in Bussen und Zügen, in bestimmten Quartieren, nachts und am Tage gehört. Und jetzt passiert es mir ausgerechnet hier - an einem ruhigen Sonntagmittag mitten im Nationalpark an der Peripherie von Caracas, auf einem Wanderweg, auf dem jeden Moment andere Ausflügler auftauchen können.

Flashartig explodieren die Bilder in meinem Kopf, der Film lässt sich nicht mehr anhalten: Das ist ein Überfall, und die Regeln lauten: ruhig bleiben, kooperieren, alles abgeben, keinen Widerstand leisten. Ich sitze auf der Erde, meinen zweijährigen Sohn noch immer auf dem Arm, während der andere, der sechsjährige Sohn neben mir steht. Der Typ mit der eindrucksvoll großkalibrigen Pistole kann höchstens 15 sein, sein Komplize nicht viel älter als zwölf. Vielleicht bin ich deswegen so überrascht, weil ich nicht erwartet habe, in einem öffentlichen Park am helllichten Tag von zwei Schülern im Sportdress überfallen zu werden. Nur eine Kleinigkeit muss schief gehen, und alles läuft aus dem Ruder, denke ich, und versuche, so ruhig wie möglich zu bleiben. In Venezuela wird man ohne Probleme für 30 Dollar erschossen. Ich traue mich kaum, die Jungs anzuschauen - ich will sie nicht provozieren -, nehme den Rucksack ab und leere fast mechanisch meine Hosentaschen, das Kleingeld, die Schlüssel und alles, was ich bei mir habe. Erstaunlicherweise legt der Jüngere, der die Sachen einkassiert, ganz präzise meine Schlüssel auf einem Stein zur Seite, die braucht er nicht. Gott sei Dank wollen die nicht auch noch wissen, wo ich wohne, geht es mir durch den Kopf. Ich fühle mich trotzdem erniedrigt, hier so zu Boden gezwungen mit meinen Kindern, die das alles miterleben müssen.


[...]

usw:

http://www.freitag.de/2006/25/06250901.php


Zum Thema "Gold":

"Tu anillo!", ruft der Ältere plötzlich. "Rápido!", und er wedelt mit seiner Waffe herum. Jetzt gerate ich doch in Panik. Will er wirklich mein Kind? Schließlich nimmt die Zahl der Entführungen immer mehr zu in Venezuela. Doch dann zeigt er mit dem Lauf seiner Pistole auf meinen Ehering: in der Aufregung habe ich Ring ("Anillo") mit Kind ("Niño") verwechselt. Ich bin bereit, alle Sachen abzugeben, aber ob ich so einfach meinen kleinen Sohn hergeben würde? So geht also auch mein Ehering verloren, den ich schnell vom Finger ziehe, irgendwann während eines verregneten, aber glücklichen Wochenendes in Rom hatte ich ihn gekauft.

Rafael_70
Offline PM schicken
Forums-Senator/in

Beiträge: 3.090
Mitglied seit: 22.09.2006

#2 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 09:18

In Antwort auf:
"Woher dieser Hang zur Gewalt? Manche Oppositionspolitiker geben sich überzeugt, Präsident Hugo Chávez trage dafür eine Mitschuld. Seine schroffe, polarisierende und aggressive Rhetorik führe dazu, dass viele Venezolaner heute mit Hass und Verachtung aufgeladen seien und sich durch Brutalität abreagieren müssten. Tatsächlich liegen die Ursachen wohl mehr im expandierenden Drogenhandel, im Elend und in der sozialen Depression, die auf den Armenvierteln lastet.

Tatsache ist, dass die Regierung dem Thema Gewalt und Kriminalität bis vor kurzem nur wenig Aufmerksamkeit schenkte. Das änderte sich im April schlagartig, als das ganze Land nach dem Tod der entführten Faddoul-Brüder, die 12, 13 und 17 Jahre alt waren, in Aufruhr geriet. Die drei Söhne eines kanadisch-venezolanischen Unternehmers wurden zusammen mit dessen Chauffeur kaltblutig hingerichtet, als die Entführung zu scheitern drohte. Es gab danach tagelang Ausschreitungen und Demonstrationen, viele Venezolaner fuhren mit dem Wort "Luto" (Trauer) in Großbuchstaben auf ihrem Autoverdeck durch die Straßen. Die Regierung verhielt sich nicht sonderlich glücklich, als sie zwar versprach, es werde Gerechtigkeit geben, gleichzeitig aber der Opposition vorwarf, sie missbrauche die Morde, um Unruhe zu schüren.

Mittlerweile sind im "Fall Faddoul" 21 Verdächtige verhaftet worden, darunter etliche Polizisten. Einige Tage nach dem Mord wurde ein Pressefotograf, der Bilder von einer Demonstration gegen die Gewalt machen wollte, von einem Unbekannten auf einem Motorrad erschossen. Der tödlich Verwundete schoss sein letztes Bild von dem davon rasenden Krad, was schließlich bei der Identifizierung des Täters half: ein Ex-Polizist, der sich mittlerweile als Killer verdingte. Dies alles bestätigt, was nicht wenige Venezolaner schon länger zu wissen glauben: vielen Polizisten kann man nicht vertrauen, sie beteiligen sich an kriminellen Aktivitäten und sind korrupt. Man tut gut daran, sich immer so weit wie möglich von der Polizei entfernt zu halten. Das hat mittlerweile auch Juan Barreto, der Bürgermeister von Caracas, erkannt und entließ mehrere tausend Polizisten, die in die organisierte Kriminalität verstrickt waren.

Ein Informationsblatt der deutschen Botschaft in Caracas stimmt auch nicht gerade fröhlich: man solle sich nie in irgendwelche Gespräche mit Fremden einlassen, heißt es da, unterwegs immer die Autoscheiben geschlossen halten, in der Mitte der Straße fahren, damit man stets ausweichen könne und so weiter. Dass man am Besten so schnell wie möglich Venezuela verlassen soll, fehlt noch in diesem Verhaltenskatalog. Im Übrigen sind selbst diplomatische Missionen kein sicheres Terrain - Ende Mai wurde der österreichische Konsul angeschossen, als drei Kriminelle sein Konsulat ausräumten.

Dass die Venezolaner Angst haben, bleibt der Opposition nicht verborgen. Seit längerem gibt es an öffentlichen Plätzen in Caracas den Grafitti-Spruch Teodoro - Venezuela sin miedo! ("Teodoro - Venezuela ohne Angst") zu besichtigen. Teodoro Petkoff ist gerade dabei, zum wichtigsten Gegenspieler für Hugo Chávez bei den Präsidentenwahlen im Dezember aufzusteigen. Mit dem Slogan wird nicht nur auf die Kriminalität angespielt, es geht prinzipiell um die grassierende Angst vieler "Mittelstandsvenezolaner" vor dem künftigen Kurs. Die Frage - wie weit wird Chávez mit seiner sozialistischen Politik noch gehen? - versetzt sie in Unruhe.



Rafael_70
Offline PM schicken
Forums-Senator/in

Beiträge: 3.090
Mitglied seit: 22.09.2006

#3 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 09:44
In Antwort auf:
Ein Land in Angst
In Venezuela nimmt die Gewalt rasant zu / Präsident Chávez ignorierte lange Zeit die Probleme


An einem Freitagabend brach Ender José Hernández so wie jede Woche auf, um seine Großmutter zu besuchen. Er ging durch die engen und gewundenen Gassen des Armenviertels Carapita in Caracas, als er auf seine Mörder traf. Mit einem Schuss in die Brust, einem ins Bein und einem in den Kopf töteten sie den 20-Jährigen. Sie erbeuteten ein Mobiltelefon und eine kaum gefüllte Brieftasche.

Am darauffolgenden Montag war der Mord an Hernández nur noch einer unter vielen des Wochenendes. Die Polizei in der venezolanischen Hauptstadt zählte von Freitag bis Sonntag 19 Opfer von Gewalttaten. Fast alle passierten in den Slums von Caracas, die sich wie ein Gürtel aus Blech und Backstein um die Fünf-Millionen-Metropole legen.

Caracas hat sich in den vergangenen Jahren zur gefährlichsten Stadt Lateinamerikas entwickelt und Städte wie Rio de Janeiro und Mexiko-Stadt in den Verbrechensstatistiken längst abgehängt. Doch die Explosion der Gewalt beschränkt sich nicht nur auf die Hauptstadt. In ganz Venezuela sind Verbrechen wie Mord und Entführung dramatisch angestiegen. Und die Regierung von Präsident Hugo Chávez hat dem Problem lange keine Bedeutung geschenkt.

Viele Gewaltdelikte

"Noch vor 15 Jahren haben unsere Nachbarländer uns um unsere Sicherheit und Ruhe beneidet", klagt Marcos Tarre, der Chef der Nichtregierungsorganisation "Venezuela segura" (Sicheres Venezuela) ist. Damals wurden rund 2500 Menschen pro Jahr Opfer eines Gewaltdeliktes im ganzen Land. Heute sind es allein in der Hauptstadt so viele.

"In Venezuela sterben in einer Woche mehr Menschen eines gewaltsamen Todes als im Irak", sagt Roberto Briceño, Kriminologe und Leiter des Forschungsinstitutes Lacso in Caracas. Nach offiziellen Statistiken sind vergangenes Jahr 14 813 Menschen in Venezuela getötet worden. Bei knapp 26 Millionen Einwohnern entspricht das fast 58 Gewaltopfern pro hunderttausend Einwohnern.

Zum Vergleich: In Südafrika liegt die Rate bei 37, in Russland bei 22 und in den USA bei sechs Toten pro hunderttausend Einwohnern.

"Wir haben nicht den Bürgerkrieg Kolumbiens, nicht die Jugendbanden Zentralamerikas und nicht die Drogenkartelle Brasiliens, aber wir haben mehr Tote und Mordopfer", konstatiert Marcos Tarre und benennt gleich mehrere Gründe: So gibt der venezolanische Staat jährlich nur drei bis vier Prozent der Haushaltsmittel für Kriminalitätsbekämpfung und Sicherheit aus, während international sieben bis zehn Prozent üblich sind.

Daher müssen Polizisten ihre Munition und die schusssicheren Westen selbst bezahlen und oftmals auch das Benzin für den Streifenwagen. "Da verleihen sie halt ihre Pistole oder ihr Gewehr über das Wochenende, um so Geld hinzuzuverdienen", sagt Tarre.

Chávez blickt auf Wiederwahl

Zum anderen ist Venezuela in den vergangenen Jahren Rückzugsgebiet rechter Todesschwadronen und linker Guerilleros aus dem Nachbarland Kolumbien geworden, die so der Verfolgung durch den konservativen Präsidenten Álvaro Uribe ausweichen. "Sie kommen über die Grenze und machen gemeinsame Sache mit den venezolanischen Kriminellen", betont Tarre, der so den großen Anstieg der Entführungen in Venezuela erklärt. "Die Behörden sprechen offen von 300 Verschleppungen pro Jahr, 40 davon in Caracas."

Lange Zeit hatte Venezuelas Präsident Chávez das Problem völlig ignoriert. Erst als vor einigen Monaten eine kubanische Ärztin ermordet wurde, die in einer Gesundheitsstation in einem Armenviertel arbeitete, wurde der Präsident aufmerksam. Inzwischen hat er reagiert und eine international besetzte Kommission einberufen, die Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheitslage erarbeiten soll. Schließlich will sich der Präsident am 3. Dezember wiederwählen lassen, und auf keinem Gebiet hat die Regierung in den Augen der Venezolaner so stark versagt wie bei der Verbrechensbekämpfung.

Der Kriminologe Briceño geht noch einen Schritt weiter und macht den Präsidenten persönlich verantwortlich für den drastischen Anstieg der Kriminalität in dem lateinamerikanischen Land. Es gebe einen klaren politischen Einfluss beim Anstieg der Verbrechen, betont Briceño. "Die aggressive und bisweilen martialische Sprache des Präsidenten sendet fatale Signale in einem Land, in dem zwei von drei Menschen in Armut leben". Wenn Chávez beispielsweise sage, er könne verstehen, dass man stiehlt, wenn man nichts zu essen hat, dann fühlten sich viele dazu berechtigt, sich mit Gewalt zu holen, was ihnen fehlt, meint der Kriminologe.

Zudem fördere Chávez mittelbar die Militarisierung der Gesellschaft. Der Kauf von 100 000 AK-47 Schnellfeuergewehren sei zwar offiziell für die Erneuerung der Ausrüstung der Streitkräfte gedacht worden. "Aber Chávez verteilt die Waffen auch unter seinen Anhängern, um sich so eine ihm treue Reservearmee zu schaffen", kritisiert Briceño.<

Quelle:
Weser Kurier

Chaval
Offline PM schicken
Rey/Reina del Foro


Beiträge: 3.868
Mitglied seit: 25.12.2005

#4 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 18:21

Zitat von Rafael_70
Exklusiv für Jemen und Chaval aus der "neoliberalen" Zeitung "Freitag"

Vilmas übliche Polemik! (und wie üblich fern der Realität, denn ich habe noch mit keinem Sterbenswörtchen das Ausmaß der dortigen Kriminalität angezweifelt!)

Aber nur ruhig Blut, Vilma! Denn heute wird der Grundstein dafür gelegt, dass du vielleicht in einer nicht so fernen Zukunft ähnlich relaxt und gefahrlos durch die Straßen von Caracas schlendern kannst wie du es heute schon in Havanna tust!

Rafael_70
Offline PM schicken
Forums-Senator/in

Beiträge: 3.090
Mitglied seit: 22.09.2006

#5 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 18:25
In Antwort auf:
Introducción

En los últimos años la violencia se ha convertido en un hecho de primera
importancia en Venezuela. Hasta hace poco tiempo, los estudios sobre violencia
en el país hacían referencia fundamental a la violencia política:

la relacionada con la guerrilla de inicios de los años sesenta, o con la represión
del gobierno durante este período de subversión política armada o en los
años subsiguientes, en los cuales se seguía manteniendo la tesis marxista de
la violencia como partera de la historia y de la violencia como arma legíitima
de los pobres en su lucha de clases contra los ricos.

Algunos estudios muestran inclusive una doble calificación sobre la violencia, siendo ésta mala
cuando la hacía el gobierno, pero buena cuando la ejecutaban los revolucionarios
(Blanco Muñoz, 1976a, 1976b).

Al contrario, cuando quien escribía era un representante del gobierno. La violencia era apenas un medio que se legitimaba o no dependiendo del acuerdo ideológico con los fines
que la animaban.

En Venezuela, sin embargo, la violencia política de este siglo nunca fue
mucha ni de muy larga duración. Ésta no ha sido un arma importante en la
lucha política ni económica en el país, ha existido, pero está lejos de tener
la relevancia que tiene en otras sociedades tan próximas como la colombiana.

Las circunstancias especiales de ser Venezuela un país exportador de petróleo,
con altos ingresos que llegan al gobierno central pues la riqueza petrolera
pertenece a la república y no a los particulares, ha permitido un control
social muy especial a través de los mecanismos de distribución de la renta
petrolera.

La guerra contra el movimiento guerrillero la ganó el gobierno
con fuertes inversiones sociales que permitieron la reforma agraria, una amplia
acción sanitaria en el campo (primero en las campañas de saneamiento
rural y luego con la instalación de ambulatorios), con la construcción de viviendas
para campesinos y un audaz programa de educación rural. Las armas
del ejército cumplieron un papel menor comparado con la fuerte acción
de cambio social que se impulsó con el financiamiento de la renta petrolera.
Si bien sus bases eran endebles, el país tuvo por años una sensación
permanente de mejoría y los problemas de criminalidad y violencia eran
atribuidos más a los costos necesarios que acompañan al desarrollo y la riqueza
que a una dificultad en sí misma (Briceño-León, 1990).

[...]




http://www.flacso.org.ec/docs/sfsegbriceno.pdf

ElHombreBlanco
Online PM schicken
Rey/Reina del Foro


Beiträge: 26.238
Mitglied seit: 19.03.2005

#6 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 18:29

Zitat von Chaval
Aber nur ruhig Blut, Vilma! Denn heute wird der Grundstein dafür gelegt, dass du vielleicht in einer nicht so fernen Zukunft ähnlich relaxt und gefahrlos durch die Straßen von Caracas schlendern kannst wie du es heute schon in Havanna tust!

Das Gros der vom US-Imperialismus gesteuerten Presse und Experten ist offensichtlich anderer Meinung.
___________________________________
La distancia no es la causa para que nazca el olvido.

Rafael_70
Offline PM schicken
Forums-Senator/in

Beiträge: 3.090
Mitglied seit: 22.09.2006

#7 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 23:12
@Chaval

In Antwort auf:
Aber nur ruhig Blut, Vilma! Denn heute wird der Grundstein dafür gelegt, dass du vielleicht in einer nicht so fernen Zukunft ähnlich relaxt und gefahrlos durch die Straßen von Caracas schlendern kannst wie du es heute schon in Havanna tust!


Stimmt es, dass Herr Chavez schon 8 Jahre Zeit hatte, die Verbrechensbekämpfung zu organisieren? Wie viele Jahre sind noch nötig, damit sich ein Erfolg einstellt? 8 , 80 oder 800?

Ist es wahr, dass die Kriminalitätsrate seit dem Amtsantritt von Chavez steil nach oben ging? Warum?



Morde in Venezuela!

Chaval
Offline PM schicken
Rey/Reina del Foro


Beiträge: 3.868
Mitglied seit: 25.12.2005

#8 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 23:30

Zitat von Rafael_70
Wie viele Jahre sind noch nötig, damit sich ein Erfolg einstellt? 8 , 80 oder 800?

Es ist schon aufschlussreich, dass die selben Leute, die z.B. in den postsozialistischen Staaten Osteuropas jedes gesellschaftliche Problem noch 17 Jahre (!!) nach dem Umbruch als "Erbe des Kommunismus" bezeichnen, im Falle Venezuelas schon nach 7 Jahren Chavez jegliche Verantwortung der Vorgängerregierungen (und des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems vor 1999) konsequent ausblenden.

Das soll nicht heissen, dass Chavez keine Fehler begangen hätte und keine Verantwortung trüge!

Wie auch immer, in sechs Jahren sprechen wir uns wieder. Mal sehen, wie die Kriminalitätskurve dann verlaufen ist.

Rafael_70
Offline PM schicken
Forums-Senator/in

Beiträge: 3.090
Mitglied seit: 22.09.2006

#9 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 23:42
Du bist ein realitätsferner Ideologe und Traumtänzer....

wie folgende Präsentation beweist, ist die Kriminalitätr in Venezuela seit dem Amtsantritt von Chavez regelrecht explodiert.

http://www.urru.org/papers/2005_varios/P...ela_de_Luto.ppt

Warum, lieber Chaval?

Chaval
Offline PM schicken
Rey/Reina del Foro


Beiträge: 3.868
Mitglied seit: 25.12.2005

#10 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
03.12.2006 23:58
Zitat von Rafael_70
Du bist ein realitätsferner Ideologe und Traumtänzer
Welche Ideologie schreibst du mir denn zu??
Da ich hier regelmäßig die USA lobe, die freiheitlich-demokratische Grundordnung und den demokratischen Rechtsstaat Bundesrepublik verteidige und meine antikommunistische und antitotalitäre Haltung betone, würde mich mal interessieren, in welcher Ecke/Schublade du mich verortest!

Fidelismo?

don olafio
Beiträge:
Mitglied seit:

#11 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
04.12.2006 11:07

Zitat von Rafael_70
Du bist ein realitätsferner Ideologe und Traumtänzer....
wie folgende Präsentation beweist, ist die Kriminalitätr in Venezuela seit dem Amtsantritt von Chavez regelrecht explodiert.
http://www.urru.org/papers/2005_varios/P...ela_de_Luto.ppt
Warum, lieber Chaval?


Erstmal "beweisen" Präsentationen gar nichts, sondern sie veranschaulichen höchstens etwas (manchmal auch nur den Willen des Autors). Zweitens weiß ich immer noch richtig was du eigentlich sagen willst. Dass die Gewaltkriminalität in Venezuela - und wohl vor allem in Caracas - exorbitant ist, hat hier, glaub ich, noch niemand bestritten. Fragt man sich doch besorgt: Was soll dann das Einkopieren immer weiterer Artikel, die nicht Bestrittenes untermauern sollen? Rätselhaft... .
Dass eine der Hauptursachen von Gewaltkriminalität in der mit extremer Armut einhergehenden sozialen Verwahrlosung zu suchen ist und also die Bekämpfung jener ursächlichen Zustände eine Grundlage zur langfristigen Bekämpfung der Kriminalitätsauswüchse ist, wurde von dir ja wohl schon in einem anderen Thread angezweifelt. Damit stehst du zwar im Widerstreit zu fast allen, die sich mit dieser Materie schon etwas länger und tiefgründiger beschäftigen, als wir zwei beide dass wohl je taten - aber bitte, warum nicht...
Hingegen die wortgewaltigen Reden des Präsidenten nun zur Ursache der Gewaltkriminalität zu erheben (wie dies ein Herr in deinem einkopierten "Beweisstück" tut), hat nun doch etwas ziemlich lächerliches: Nicht nur, dass mir noch nicht zu Ohren gekommen ist, dass Chavez dazu aufgerufen hätte, Touris mit 'nem Trommelrevolver von ihren goldenen Uhren zu "enteignen" - auch glaube ich kaum, dass sich Zwölf- oder Fünfzehnjährige erstmal zur Einstimmung vorm Fernseher 'ne saftige Hugo-Philippika reinziehen, um solcherart gestärkt auf Beutezug zu gehen...
Ich denke, neben einer konsequenten Armutsbekämpfung wäre mit einer (Wieder)Herstellung bzw. Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols schon eine Menge getan (und bin mir sicher, sofort rufts aus allen Ecken: "Chavez installiert einen Polizeistaat!").



Don Olafio

Uli
Offline PM schicken
Rey/Reina del Foro


Beiträge: 4.260
Mitglied seit: 12.02.2006

#12 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
04.12.2006 11:35

Ich kenn ja, diesen Rafael nicht so genau, aber andere hier Ideologen zu nennen ist fast schon Realsatire, wenn ich seine Beiträge lese. Worum gehts? Um die Verbesserung der Kriminalitätsbekämpfung in Venezuela oder um das Anprangern eines politischen Systems? Letzteres! Und das doch wohl aus ideologischen Gründen von Raffael

Sind denn in Bogotá, Rio und Johannesburg auch die bösen Linken an der Macht? Keine Ahnung, sicherlich klärt mich Raphael unter 70 darüber auf.

Übrigens: die meisten Leute, die ich kenne, fanden den Schwarzen Kanal genauso bescheuert wie das ZDF Magazin. Keiner braucht hier ne Mesa Redonda, egal von welcher politischen Seite. Es nervt einfach nur, das Leute immer wieder Medienberichte hier reinstellen, die ihre politische Meinung unterstützen und die jeweils andere als falsch darstellen. Das hier ist doch keine parteipolitische Veranstaltung, das hier ist ein Kubaforum.

Wie wärs mit: Kommunisten sind doof, Neoliberalisten sind toll oder vice versa als tägliches Post und schon wissen wir alle worums geht.
-------------------------------------------------
Es lo que hay!

Garfield
Beiträge:
Mitglied seit:

#13 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
17.12.2006 16:44

eins ist doch klar: im nach-Castro-Kuba wird es genauso aussehen wie hier beschrieben. Während man heute die Jungen mit dem sog. "Bildungssystem" wenigstens etwas unter Kontrolle hat, ebenso mit den harten Gesetzen für Straftäter, wird das in einem "liberaleren" Kuba ganz anders werden. Wenn man nämlich - wie bei uns - jeden Straßenräuber oder Totschläger wieder auf freien Fuß setzt, weil der eine Wellblechhütte als festen Wohnsitz hat.


Migelito 100
Offline PM schicken
Forums-Senator/in

Beiträge: 2.989
Mitglied seit: 23.02.2006

#14 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
17.12.2006 16:47

eins ist doch klar: im nach-Castro-Kuba wird es genauso aussehen wie hier beschrieben
----------------------------------------------------------------------------------------
Ich hoffe das es nicht so kommt



La Lucha, Migelito 100

Garfield
Beiträge:
Mitglied seit:

#15 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
17.12.2006 16:52
das hofft sicher keiner - aber liege ich mit dieser Prognose wirklich falsch?
Wenn man sieht, mit was für hahnebüchenen Argumenten ("schlechte soziale Lage") man bei uns Jugendkriminalität begründet und verharmlost, sollte man mal die soziale Lage in Kuba sehen, wenn die mal merken wie "gut" es anderen geht und sie von diesem Kuchen auch was abbekommen möchten.

Garfield
Beiträge:
Mitglied seit:

#16 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
04.01.2007 19:04

heute in http://www.spiegel.de:

Gewalttätige Banden in Rio de Janeiro nehmen sich immer häufiger Urlauber zum Ziel. Jetzt hat eine bewaffnete Gruppe in der brasilianischen Metropole einen Minibus mit deutschen und kroatischen Touristen überfallen - mitten auf der Autobahn.

Rio de Janeiro - Die vier Angreifer hätten den Minibus heute am frühen Morgen mit ihrem eigenen Fahrzeug im Süden der Stadt auf dem Weg zum Flughafen gestoppt, teilte die brasilianische Polizei mit. Die sechs Urlauber wurden demnach mit vorgehaltenen Pistolen zur Herausgabe von Geld, Schmuck und Kameras gezwungen.

Der Überfall ereignete sich auf einer Autobahn in der Nähe eines Elendsviertels. Bereits am 25. November waren dort 18 britische Touristen auf ähnliche Weise ausgeraubt worden.

Der neue Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sergio Cabral, hatte erst gestern den Einsatz einer Eliteinheit im Kampf gegen Kriminelle und gegen das organisierte Verbrechen angekündigt. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden bei bewaffneten Überfällen in der Stadt am Zuckerhut mindestens 24 Menschen getötet, darunter Zivilisten, Polizisten und mehrere Kriminelle.

Halleluja
Offline PM schicken
spitzen Mitglied


Beiträge: 632
Mitglied seit: 26.08.2004

#17 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
09.01.2007 10:34
Fliege am 19. Januar nach Rio, war das letzte mal 2003 dort. Wenn ich zurückkomme werde ich mal schreiben wie´s war.

Garfield
Beiträge:
Mitglied seit:

#18 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
09.01.2007 20:54

au weia! Ich drück die Daumen dass alles klappt!


Halleluja
Offline PM schicken
spitzen Mitglied


Beiträge: 632
Mitglied seit: 26.08.2004

#19 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
10.01.2007 09:59
Wo bin ich denn hier. Natürlich ist Rio gefährlicher als Matanzas oder Varadero. Einer unserer Investoren mit dem ich auf Cuba zusammenarbeitete ist Brasilianer und lebt in Rio, den werde ich besuchen, weiss wirklich nicht weshalb Du zu Rio so negativ eingestellt bist. Ein Apartment an der Copa Cabana kostet € 35 pro Nacht, Essen ist günstig, Frauen sind sehr attraktiv und der Strand ist 100 m vom Apartment entfernt, Brasilien ist ein sehr schönes Land und für € 150 kann man nach Salvador fliegen, da ist es dann ähnlich wie in Havana. Überall wo Armut und Wohlstand aufeinander treffen gibt es gesellschaftliche Probleme, als ich auf Jamaica, Dom.Rep., Mexico, Venezuela arbeitete gab es diesbzgl. auch Probleme. So ist es nun mal. Es ist aber auch so, dass ich Rio auf jeden Fall Havana vorziehe, da Havana teurer ist, laues Nachtleben, mieses Essen und von den Frauen will ich lieber nicht reden.

el carino
Beiträge:
Mitglied seit:

#20 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
10.01.2007 10:26

In Antwort auf:
da Havana teurer ist,... von den Frauen will ich lieber nicht reden.


nööö?
na, dann werden wir alle gespannt sein wie ein flitzebogen wenn du uns ausführlichst von den brasilieras berichtest.
und Halleluja, dieses mal keine Latina mit nach hause schleppen, auch wenn sie von liebe redet

Lisa
Beiträge:
Mitglied seit:

#21 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
10.01.2007 10:31

In Antwort auf:
Brasilien ist ein sehr schönes Land und für € 150 kann man nach Salvador fliegen, da ist es dann ähnlich wie in Havana.
Bin auch gespannt, flieg ich doch Ende Monat das erste Mal nach Salvador und werde auch über den Karneval dort sein, obwohl ich nach all diesen Negativmeldungen in Bezug auf Brasilien nun doch ein bisschen Schiss habe.

Lisa

Halleluja
Offline PM schicken
spitzen Mitglied


Beiträge: 632
Mitglied seit: 26.08.2004

#22 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
10.01.2007 10:46

Die € 150 beziehen sich natürlich auf die Strecke >Rio - Salavador<.

Lisa
Beiträge:
Mitglied seit:

#23 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
10.01.2007 10:52

Und ich bin gespannt wie Salvador im Vergleich zu La Habana ist.

stendi
Offline PM schicken

Beiträge: 5.904
Mitglied seit: 15.08.2002

#24 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
10.01.2007 10:56

In Antwort auf:
nach all diesen Negativmeldungen in Bezug auf Brasilien nun doch ein bisschen Schiss habe.



ralf(comandante)hat bestimmt noch ausgemusterte kampfanzüge von der bundeswehr,die er zu verfügung stellen könnte.....
dazu ne schuss sichere weste.......
stendi
Kamener kreuz


Chaval
Offline PM schicken
Rey/Reina del Foro


Beiträge: 3.868
Mitglied seit: 25.12.2005

#25 RE: Vergiss Bogotá, Rio und Johannesburg!
10.01.2007 10:58

Zitat von Lisa
Und ich bin gespannt wie Salvador im Vergleich zu La Habana ist.
Schwärzer!

Seiten 1 | 2
Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Binationales Studium: Von Münster nach Bogotá
Erstellt im Forum Lateinamerika und karibische Inseln ( kleine und große Antillen) von pedacito
1 06.03.2016 13:23
von Flipper20 • Zugriffe: 170
Metropole Bogotá Chillen in den Anden
Erstellt im Forum Lateinamerika und karibische Inseln ( kleine und große Antillen) von Alf
1 10.05.2011 17:44
von bastians • Zugriffe: 210
Wieder Botschafer Venezuelas in Bogotá
Erstellt im Forum Lateinamerika und karibische Inseln ( kleine und große Antillen) von santiaguero aleman
0 18.05.2009 14:15
von santiaguero aleman • Zugriffe: 118
Iberia News
Erstellt im Forum Lateinamerika und karibische Inseln ( kleine und große Antillen) von Habanero
3 29.01.2008 16:36
von Giselita • Zugriffe: 579
Castro l'infidèle - die Entstehung eines Autokraten
Erstellt im Forum Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001) von joaquin
0 21.11.2003 19:17
von joaquin • Zugriffe: 641
 Sprung  

Unsere Partner www.kreuzfahrtschnaeppchen.com Kubareisen www.kubaflüge.de günstige Karibikreisen www.Karibikreisen24.de günstige Kuba Rundreisen www.flussreisen-buchen.de

Condor

LÄCHELN Hier ist es zu Hause

Ein Forum von Homepagemodules.de