Kolumbiens Regierung und ELN-Rebellen vereinbaren Treffen in Kuba

07.12.2005 09:12
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#1 Kolumbiens Regierung und ELN-Rebellen vereinbaren Treffen in Kuba
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BOGOTÁ - Die kolumbianische Regierung und die Guerillaorganisation ELN haben für kommenden Montag ein Treffen auf Kuba zur Vorbereitung möglicher Friedensgespräche vereinbart. Das teilte der Friedensbeauftragte der Regierung, Luis Carlos Restrepo, mit.

Die Haftbefehle gegen diejenigen führenden Mitglieder des prokubanischen "Nationalen Befreiungsheeres" (ELN), die an dem Treffen teilnehmen sollten, würden so lange ausser Kraft gesetzt, sagte Restrepo in Bogotá weiter.

An der Spitze der ELN-Delegation werde der Anführer der Rebellen, Gerardo Bermúdez alias Francisco Galán, stehen. Er befindet sich bereits seit drei Monaten auf freiem Fuss, um Möglichkeiten für eine friedliche Beilegung des jahrzehntealten Konflikts auszuloten.

Die mit 4500 Kämpfern zweitgrösste Rebellengruppe Kolumbiens hatte vor kurzem die aktive Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppen in die Friedensbemühungen gefordert. Ausserdem müsse Präsident Alvaro Uribe anerkennen, dass der Konflikt in Kolumbien soziale Ursachen habe.

Uribe, der im nächsten Jahr seine Wiederwahl anstrebt, hatte das in Aussicht gestellt, falls das ELN zu einem Waffenstillstand bereit sei. Das für Massenentführungen berüchtigte ELN hat in den vergangenen Jahren viel von seiner früheren Schlagkraft verloren. Zahlreiche Mitglieder liefen zu anderen Rebellengruppen oder zu den besser zahlenden rechtsextremen Paramilitärs über.

http://www.swissinfo.org/sde/swissinfo.h...y=1133912470000

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07.12.2005 09:16
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#2 RE: Kolumbiens Regierung und ELN-Rebellen vereinbaren Treffen in Kuba
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Galan nach seiner Entlassung im Herbst (Keystone)

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09.12.2005 03:06
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#3 Norwegen und Schweiz "begleiten" Gespräche mit Rebellen
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Norwegen und Schweiz "begleiten" Gespräche mit Rebellen
Treffen zur Vorbereitung eines möglichen Friedensdialogs
Bogota - Die für kommende Woche in Kuba geplanten Gespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und den linken ELN-Rebellen werden von Vertretern Norwegens, der Schweiz und Spaniens unterstützt werden. Die drei Länder hätten zugesagt, bei dem Treffen zur Vorbereitung möglicher Friedensgespräche in Havanna ihre guten Dienste anzubieten, sagte der Friedensbeauftragte der Regierung in Bogota, Luis Carlos Restrepo, am Donnerstag.

Für das "Nationale Befreiungsheer" (ELN), die zweitgrößte Rebellengruppe Kolumbiens, würden die Kommandanten Francisco Galán, Antonio Garcia und Ramiro Vargas nach Kuba reisen. Die Haftbefehle gegen sie seien ausgesetzt, sagte Restrepo weiter. An der Spitze der ELN-Delegation werde der Anführer der Rebellen, Galán, stehen. Er befindet sich bereits seit drei Monaten auf freiem Fuß, um Möglichkeiten für eine friedliche Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts auszuloten.

Der Erfolg der Friedensbemühungen war jedoch völlig offen. Beide Seiten haben in den vergangenen Jahren immer wieder Kontakte aufgenommen, die jedoch zu keinem Ergebnis führten. So wurde der seit 1992 einsitzende Galán bereits sechs Mal für die Anbahnung von Friedenskontakten vorübergehend auf freien Fuß gesetzt. (APA/dpa)

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2269585


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