Lateinamerika tanzt nicht mehr nach Washingtons Pfeife

01.05.2005 22:40
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#1 Lateinamerika tanzt nicht mehr nach Washingtons Pfeife
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Rey/Reina del Foro

Lateinamerika tanzt nicht mehr nach Washingtons Pfeife

Im Kräftemessen um die Kandidatur für den neuen OAS-Generalsekretär unterliegen die USA / Ärger über Venezuela

US-Außenministerin Condoleezza Rice hat bei ihrem zweiten Lateinamerika-Besuch deutlich zu spüren bekommen, dass der Regierung Bush aus dem Süden ein scharfer Wind entgegenweht: Der Hinterhof will nicht so wie Washington.

VON WOLFGANG KUNATH

Rio de Janeiro · 1. Mai · Am heutigen Montag wird der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gewählt - vermutlich per Akklamation, weil es nur einen Kandidaten gibt. Das ist eine klare Niederlage für Washington. Die US-Amerikaner halten den einzigen Kandidaten für den falschen und taten im Vorfeld alles, um ihn zu verhindern. Aber die Mehrheit, die sich für Chiles Außenminister José Miguel Insulza abzeichnete, war so groß, dass der von den USA favorisierte mexikanische Außenminister Luiz Ernesto Derbez am Freitag dem Chilenen das Feld überließ.
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02.05.2005 08:45 (zuletzt bearbeitet: 02.05.2005 08:46)
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#2 RE:Lateinamerika tanzt nicht mehr nach Washingtons Pfeife
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Rey/Reina del Foro

Ansteigender Blutdruck

In der Organisation Amerikanischer Staaten lief alles, wie die USA es wollten - bis jetzt
Wiebke Hollersen

Offiziell heißt es Korruption, in der Umgangssprache Raub, sagte Colin Powell, Außenminister der USA, im Juni vor einem Jahr in Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Es war eine dieser Reden, wie sie eben gehalten werden auf Jahrestreffen großer Vereine, vor allem in Lateinamerika. In Quito war die Organisation Amerikanischer Staaten, die OAS, zusammengekommen. Die Außenminister aller Staaten Amerikas - außer Kuba - saßen also da und unterhielten sich über Korruption, der scheidende Generalsekretär hatte sich das Thema gewünscht. Dann wählten sie einstimmig seinen Nachfolger, einen Herrn namens Miguel Angel Rodríguez, früher Präsident von Costa Rica. Der Chefposten in der OAS ist ein schöner Abschluss einer Politikerkarriere.

Der neue Generalsekretär trat seinen Job im September an - und nach 17 Tagen zurück. Er war in seiner Heimat Costa Rica angeklagt worden, während seiner Zeit als Präsident mindestens eine halbe Million Dollar von dem Telekommunikationskonzern Alcatel genommen zu haben - als Dankeschön für die großzügige Zuteilung von Mobilfunkfrequenzen. In der Umgangssprache heißt es Raub, in der Anklage Korruption. Herrn Rodríguez stieg der Blutdruck, deswegen sitzt er seitdem nicht im Gefängnis, sondern in Hausarrest.

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http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...ung/444412.html


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