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Dieses Thema hat 41 Antworten
und wurde 2.608 mal aufgerufen
 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
Seiten 1 | 2
drinky
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die Nacht der langen Messer
06.07.2002 15:33
zwei Bekannte kommen gerade aus camagüey zurück und berichten von bisher 8! Todesopfern bei Streitereien während des derzeitigen Carnevals (ist zwar ohne Gewähr aber die Leute sind
glaubwürdig).Und alles unter dem "Motto":"Zehn kleine Jägermeister..."(oder wie hat man früher als Kind gesungen ohne sich des Rassismus schuldig zu machen?)

ulli
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#2 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 17:28
Karneval enthemmt
Hallo drinky,
das hatte ich schon früher beim Kölner Karneval beobachtet:
Da wird erst gefeiert und gesoffen, was das Zeug hält, dann wird munter durcheinander gef. und anschließend gibt es Zoff.
Warum soll das in Kuba anders sein? Hinzu kommt, dass die unerfreulichen materiellen Lebensbedingungen in Kuba Aggressionspotenzial aufbauen, welches dann beim Karneval abgebaut wird. Das wird verstärkt durch den Neid der Kubaner ohne Dollars auf die Kubaner mit Dollars.
Was mich bisher gewundert hat, dass kaum Groll von Kubanern auf Ausländer erkennbar ist, die tlw. mit den Dollars nur so um sich schmeißen. Das bleibt für mich auch ein Rätsel, dass ein Novio einer attraktiven Jinetera ohne sichtbare Gemütsbewegung mit ansieht, wenn ein mehr oder weniger attraktiver Ausländer mit seiner Novia gegen Dollars in die Casa particular entschwindet.
ulli

Andy
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#3 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 18:25
In Antwort auf:
Was mich bisher gewundert hat, dass kaum Groll von Kubanern auf Ausländer erkennbar ist, die tlw. mit den Dollars nur so um sich schmeißen. Das bleibt für mich auch ein Rätsel, dass ein Novio einer attraktiven Jinetera ohne sichtbare Gemütsbewegung mit ansieht, wenn ein mehr oder weniger attraktiver Ausländer mit seiner Novia gegen Dollars in die Casa particular entschwindet.


Da hat doch mal jemand folgende Aussage getätigt: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral !".
Ich weiß nicht mehr, wer es war. Auf jeden Fall ein sehr weiser Mensch.

Andy

R.Bost
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spitzen Mitglied

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#4 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 18:43
...war berthold brecht
r.

ulli
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#5 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 18:44
Hallo Andy,
unabhängig von der von Dir angesprochenen Moral ist es denkbar, dass sich der kubanische Novio stolz als Chulo fühlt und in dem besagten Moment denkt: " Ich bin doch ein toller Cubano! Der Ausländer muss für´s F. bezahlen und ich bekomme noch was raus!" (Ich weiß nicht genau, was in den schlauen Köpfen vor sich geht?)
Man hat mir nur von früher erzählt, dass die deutschen Männer in der Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg eine Sauwut im Bauch hatten, wenn einige junge deutsche Frauen für Zigaretten und Schokolade mit den Amis ins Bett gingen. Diese deutschen Frauen wurden offensichtlich auch von der restlichen Bevölkerung verachtet, während die Jineteras in Kuba nach meiner Einschätzung von der Großfamilie, den Nachbarn und Freunden bewundert werden. Oder sehe ich das falsch?
ulli

derhelm
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Forums-Senator/in

Beiträge: 2.757
Mitglied seit: 07.08.2001

#6 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 18:56
Es ist doch krass, dass schon 13jährige davon täumen mit einem Touristen zusammenzusein und die älteren Mädels, die im Ausland leben bewundern.
Mit einem Ausländer verheiratet zu sein ist schon mehr als nur gesellschaftlich anerkannt, es hat schon eher die Stellung eines Ideals. Obwohl es meiner Einschätzung nach eine Einschränkung gibt: Wenn der Altersunterschied zu gross ist regen sich insbesondere die älteren Cubaner sehr gerne auf.

ulli
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#7 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 19:58
derhelm: ... die älteren Cubaner ...
Hallo derhelm,
wie heißt doch der sehr beliebte kubanische Song (Salsahit):
Buscate un temba, Suche Dir einen älteren Mann (ab 40 Jahren aufwärts),
que te mantenga: der Deinen Lebensunterhalt bestreitet:
un papirriqui einen reichen Papi ( Kosewort für ältere Männer)
con guaniquiqui mit reichlich Schotter (Geld, Kohle, fula verde)
....

ulli

Uwe L.
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#8 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 20:14
In Antwort auf:
wie heißt doch der sehr beliebte kubanische Song
El Temba von La Charanga Habanera

der unter der Kategorie Musik im Forum downloadbar ist

Saludos

Uwe

derhelm
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Mitglied seit: 07.08.2001

#9 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 20:33
Klar,
bei den jüngeren Cubaner spielt auch das schon keine Rolle mehr, denn da kommen ja wieder die novios in Spiel, die für die sexuelle Auslastung der Mädels sorgen und entsprechend profitieren.

ulli
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#10 RE:die Nacht der langen Messer
06.07.2002 21:08
die novios.....profitieren
Hallo derhelm,
man könnte diese novios theoretisch als chulos bezeichnen, welche die chicas ausbeuten.
Nach meinen Beobachtungen ist diese Art von Zuhälterei in Kuba jedoch grundlegend anders gelagert als in anderen Ländern. Diese novios sind in der Regel von den jineteras ausgesuchte Begleiter, die nach ihrer Pfeife tanzen müssen, den jineteras am frühen Nachmittag das Frühstück ans Bett bringen ohne zu fragen, mit wem (Ausländer oder bailarin cubano) sie die letzte Nacht nach Schließung der Disko verbracht haben.
Es gibt auch Fälle, bei denen sich der novio das Wohlwollen der jinetera erworben hat, weil er ein qualitativ deutlich über dem Durchschnitt liegendes Appartment mit Fernseher und funktionierender Dusche besitzt. Die novios der jineteras werden nicht selten alle drei bis sechs Monate ausgewechselt, weil sie in Ungnade gefallen sind (nach dem Motto: Neues Spiel, neues Glück!)
Ich kenne kaum Fälle, bei denen eine jinetera keinen novio cubano hat. Der novio cubano ist - anders als in Europa - so eine Art Statussymbol.
Mich würde trotzdem mal interessieren, was die Auslöser für die Messerstechereien mit acht Toten beim Karneval waren. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verlust eines Goldesels (oder Goldeselin)= mina de oro
Auslöser für die Benutzung der "langen Messer" gewesen sein könnte. Das ist ja auch in Kuba besonders bitter, wenn eine lukrative Einnahmequelle versiegt!
ulli

hermann
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#11 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 11:33
Nicht alle jieteras haben einen beschützer oder zuhälter oder abkassierer.
ich kenne einige jineteras in havanna recht gut ohne etwas mit ihnen zu haben und hatte dadurch die möglichkeit etwas hinter die kulissen zu schauen. jineteras, die keine novio´s oder chulo´s haben sondern auf eigene rechnung arbeiten. die meisten kommen nicht aus havanna sondern aus dem süden, santiago oder guantanamo oder so.
die verhältnisse in cuba sind so, das jeder für sich selber schauen muss und es ist noch schwieriger jemanden zusätzlich mitdurchzufüttern.
hermann
hermann

ulli
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#12 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 12:33
hermann: jineteras in Habana, die keine novios oder chulos haben
Hallo hermann,
nach meiner Erfahrung haben diese jineteras einen novio cubano im Heimatort wie z.B. Palma Soriano, Guantánamo oder Santiago. Kannst Du das bestätigen?
ulli

hermann
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#13 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 14:32
es wird viele geben, die im heimatort einen "freund" haben, aber ob das jetzt ein chulo, zuhälter oder sonstwie eingebundener in die "Arbeit" der jeweiligen jinetera ist, das weiss ich nicht genau. Ich weiss von einigen, die nur solo arbeiten und die z. B. Kinder haben und auch mir gegenüber auf die frage nach dem chulo geantwortet haben, die kinder und das casa sind der chulo, dafür wird gearbeitet und sie würden einen teufel tun einem kerl das geld was weiss ich wo reinstecken. Eine hat sich sogar furchtbar aufgeregt über eine andere, die einen jüngeren freund hatte, dass der sie nur ausnutzen würde und sie sei doch blöd und dabei ist fast die langjährige freundschaft zerbrochen. Was mich einfach an den meisten aussagen hier im forum stört ist diese unheimliche verallgemeinerung, alle sind so, und dabei muss es bleiben. wenn jemand was anderes sagt oder andere erfahrungen hat, wird es schwierig gegen diese grundhaltung der geballten gesammelten negativen erfahrungen hier im forum dagegenzuhalten. ich kann nicht glauben, das die ganzen leute die hier so posten alles looser sind und hier ihren schlechte erfahrungen ablassen. warum werden eigentlich die leute die gute erfahrungen versuchen hier im forum darzustellen und damit anderen mut zu machen oder wege oder möglichkeiten aufzuzeigen immer so runtergebügelt ? jeder mensch macht doch andere erfahrungen auf grund seines wahrnehmungsvermögens und seines erfahrungshorizonts und das hat er so erfahren und dann ist es für ihn auch die "wahrheit", denn so hat er es erfahren. andere stellen ja auch nur Ihre "wahrheit" dar und wir wissen alle, eine "Wahrheit" gibt es nicht auf grund unterschiedlicher wahrnehmung etc s.o.
mir geht es so, das ich nur noch äusserst selten poste, weil ich mich nicht dem gelabere von einigen blöden aussetzen möchte die auf grund von was auch immer nichts einfach so stehen lassen können wie es da steht und beim ausgehen der argumente die anderen persönlich beleidigen oder diffamieren.
aber genug für heute, es ist zwar sonntag aber das wort zum sonntag wollte ich eigentlich nicht sprechen
hermann

El Guajiro
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#14 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 15:15
@ Hermann
das was du bezueglich die Chulos schreibt ist richtig, es trifft aber natürlich nur die Cubanas die mit Ausländer zusammen sind, wo kein bisschen Gefühle (seitens der cubana ) im Spiel sind.

Wegen das andere Thema.
Es gibt auch viele blinde Leute, die vielleicht 2 mal in Kuba waren, und ohne Ende verarscht werden ( ohne es zu merken ) und meinen Cuba/nos gut zu kennen.

Daher ist dann sicherlich unvermeidlich, dass bei der posten einige schwachsinnige Postings, irgendwelche dumme bemerkungen als Antwort kommen.

Es wäre zu begrüssen wenn auch gute Erfahrungen gepostet werden ( jedoch sachlich und nicht als fake wie z.B ne gewisse Frau ) , und wenn du was Sachlich postest, wo
90 % der Leute sich freuen und einen kleinen Teil dich vielleicht blöd anmacht, so solltest du soviel selbstbewusst sein haben um über die unbegründete kritiken wegschauen zu können, um dich mit die anderen die Themen vertiefen.
Mann geht zwar bei gewisse Themen immer von der allgemeinheit aus, was nicht heissen soll " alle sind so " denn wir wissen:
A: das überall solchen und solchen gibt.
B: keine regel ohne ausnahme gibt

Viele Grüsse

joaquin
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#15 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 16:12
während meines Auftenthaltes in Cuba gab es keinen Carneval aber auch zwei Tote. (in Trinidad, einer Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern). Übrigens hat man - wohl eher aufgrund das Fehlen geeigneter Alternativen -auch einen Machete verwendet.

Es ist nicht ganz klar, in wieweit Alkohol / Drogen das entscheidende Motiv solcherAuseinandersetzungen sind.
Aufgrund der Äußerungen von Kubanern ist davon auszugehen, dass - wie in allen Ländern - Eifersucht ein Thema sein könnte, angesichts der notorischen Promiskuität der Kubaner wohl nicht ganz von der Hand zu weisen.

Für mich unklar ist, welche Rolle Revierkämpfe der illegalen Mafia (Puros, Jineteras, andere Schwarzmarktgeschäfte) in solchen Auseinadersetzungen spielen.

Im übrigen ist die Lage in Kuba immer noch ausserordentlich sicher (vgl. andere lateinamerikanische Länder z.B. Venezuela, wo sich selbst Einheimische in der Innenstadt ab 19.00 Uhr nicht mehr auf die Strasse wagen.)





hermann
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#16 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 16:34
das du natürlich dazu schreibst pablo, mir fehlen die worte, das ist das tüpfelchen auf dem i.
ich habe bei meinen cuba-aufenthalten die meisten cubaner als sehr feinfühlig und sensibel kennengelernt, unheimlich kommunikativ, d.h. sofort auf jede stimmungsänderung oder änderung der jeweiligen gemütslage reagierend, bei den jineteras ein unbedingtes muss um so immer optimal auf den jeweiligen kunden eingehen zu können.
diese sensibilität scheint dir zu fehlen, du merkst auch gar nichts.
hermann

El Guajiro
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#17 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 16:50
Hi Hermann
ich habe dir auch recht gegeben, verstehe nicht was du nun meinst, ist aber auch egal.
Saludos

ulli
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#18 RE:die Nacht der langen Messer
07.07.2002 19:48
joaquin : ... die Lage in Kuba noch immer ausserordentlich sicher
Hallo joaquin,
auch ich fühle mich -subjektiv gesehen- in Kuba sicher. In den übrigen Mittel- und Südamerikanischen Ländern und in den U.S.A. ist das offensichtlich weitaus gefährlicher. Bei meiner letzten Reise in Kolumbien habe ich zwei Überfälle hautnah miterlebt (ohne selbst betroffen zu sein). Man hat dann ein mulmiges Gefühl im Bauch und fühlt sich nicht mehr wohl.
Ich vermute jedoch, dass die Kriminalität und Gewaltbereitschaft in Kuba in den letzten Jahren stark angestiegen ist, was jedoch von den Medien verschwiegen wird. Bei einem in etwa zehn? Jahren zu erwartenden Regierungswechsel in Kuba, bei dem die extrem starke Polizeipräsenz aus Kostengründen deutlich reduziert werden müßte, würde die latent vorhandene Gewaltbereitschaft in Kuba sichtbar werden.
ulli

el machinista
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Beiträge: 1.417
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#19 RE:die Nacht der langen Messer
08.07.2002 03:51
joaquin,

ich verbringe nunmehr seit drei Jahren die Winterhalbjahre in Kuba, besuche die Insel seit ´93 und das einzige, was mir einmal

gestohlen wurde, war eine Flasche aceite: Eine ältere Guantanamera,die beim Großvater (der auf der Isla de la Juventud wohnt)

für 2 Peso putzte, ließ sie mitgehen. Meine Cubana war natürlich erbost und suchte ganz Nueva Gerona nach der armen Frau ab,

schließlich fand sie sie am Hafen kauernd, sie verbrachte dort die Nacht. Meine Versuche, beschwichtigend einzuwirken, schlugen

fehl, zumal die Alte das Öl schon versetzt hatte. Ein in der Nähe stehender Policia hatte den Aufruhr mitbekommen und es kostete

mich alle Überredungskunst, ihn davon abzuhalten, die Frau mit auf die Wache zu nehmen. Meine Frau verstand nicht, wie ich eine

so dreiste Diebin in Schutz nehmen konnte, ich glaube heute weiß sie es besser.

Grundsätzlich geniessen Ausländer nach wie vor einen unglaublichen (und nicht immer verdienten) Respekt, natürlich auch, weil

Straftaten gegenüber Touris gnadenlos bestraft werden. Beispiele: Ein Kubaner in meinem barrio tötete einen Nachbarn im Affekt

mit einer Eisenstange und bekam 5 Jahre Carcel, nach 3 Jahren war er draußen. Ein Bruder meiner Frau tötete aus Hunger einen

alten Ochsen und bekam 6 Jahre, er sitzt nun schon 5 (in Kuba ist Rind- und Pferdeschlachten strengstens verboten). Eine Jinetera

auf der Isla de la Juventud bestahl einen alten Franzosen nach dem xxxxx und bekam 15 Jahre Frauenknast (Diebstahl+Prostitution).

Das wertvollste sind demnach Touris, dann kommen Rinder und Pferde und zuletzt Kubaner !

sichersten ist es in ländlichen Bereichen, am gefährlichsten logischerweise in Havanna, aber auch in anderen von Touris

besuchten Städt en sollte man schon aufpassen. Die Guajiros dagegen verehren Ausländer regelrecht, hier wirken noch die

Vorgaben per TV u.a..Es kann Dir im Landesinnern fernab asphaltierter Straßen gar passieren, daß Dollars als Zahlungsmittel

nicht akzeptiert werden, weil der nächste Dollarladen zig km entfernt ist, so passiert in Sto Domingo (20km südl.Delicias) als

ich eine Flasche Rum aus der erstaunlich gut bestückten Bodega(18peso) mit 3(!)Dollar bezahlen wollte (=81Peso), da mir die Pesos ausgegangen waren. Umtauschen wollte auch niemand, dieses Geld sei nur für Ausländer. Da mußte mir doch tatsächlich der Cochero Pesos leihen (war wie so oft mit Pferdekutsche unterwegs, da halbwegs legal und bei den

Wegen nur ein Jeep durchkäme)

Es gibt also durchaus noch "echte" Kubaner(man könnte auch sagen ahnungslose),die noch an das System glauben.

Solange sie unter sich bleiben, scheint das auch so einigermaßen zu funktionieren, da sie als campesinos eh überwiegend

Selbstversorger sind, was das Essen angeht. Das alles hat natürlich einen nostalgischen Reiz, der seinesgleichen sucht,

eine Folge der schlechten Transportmittel und der daraus resultierenden Abschottung. Nach Fidel werden diese Reservate sicherlich verschwinden.

Eifersucht ist fast der ausschließliche Grund, wenn auf dem Land Blut fließt, wobei sie sich nie (offen) auf Touris bezieht, viel

zu viel Angst äh ...Respekt natürlich. Revierkämpfe gibt es in "erschlossenen" Gebieten durchaus, so unter den (Schwarz-)Taxistas, Dollardealern, Speiseölverkäufern(Achtung:oft mit selbstgemachten Ölen gestreckt),Zimmervermietern und nicht zuletzt unter den

Chulos (habe ich allerdings nur in absoluten Touriorten wie Havanna, Santiago, Sta Lucia, Trinidad und Nueva Gerona beobachtet,

wobei sich meist die Putas gegenseitig zerfleischten u.die Chulos nur zum Anfeuern dienten). All diese Gewalt bezieht sich aber

nicht auf Touris, dessen größter Feind ist und bleibt der schnelle Mietwagen + besoffener cuban.Chofer + schlechte Straßen

+ ablenkende Chicas + Dunkelheit. Im Umkreis meines Wohnorts (keine Tourigegend, wird aber öfter durchfahren) in 5 Jahren

ca.20 tote Ausländer durch Crash, überwiegend Italiener u.Kanadier, oft auf schnurgerader Strecke. Fast immer fuhr ein besoffener Kubaner, die Chicas sitzen hinten und überleben verletzt - naja nicht alle natürlich.

Letzten Winter raste ein Kanadier nachts um 3 in ein unbeleuchtetes Fuhrwerk keine 100m von meinem Haus entfernt,

überschlug sich und prallte gegen einen Betonmast. Die Tachonadel blieb bei 173km/h hängen. Da weißt Du nicht, wo du mit der ersten Hilfe anfangen sollst, Bilanz: 4 Tote, 6 schwerverletzte. Abtransportiert

wurden zunächst nur der tote Kanadier und die tote Kubanerin vom

Fuhrwerk. Die beiden toten Kubaner, einer war der Chofer des Kanadiers, lagen bis zum nächsten Nachmittag bei 35Grad im Schatten nur mit Tuch abgedeckt mangels Leichenwagen im Straßengraben. Der abgestellte Polizist genoß den Andrang sichtlich und hob regelmäßig

die Tücher gegen eine kleinen Obulus. Kein Kind aus der Nachbarschaft hat den Anblick verpaßt . . .

Abgesehen von solchen Tragödien ist Kuba wohl das für Touris sicherste Entwicklungsland dieser Erde.

el machinista

ulli
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#20 RE:die Nacht der langen Messer
08.07.2002 10:47
el machinista : Das wertvollste sind Touris .... und zuletzt Kubaner
Hallo el machinista,
in Deutschland hat man auch manchmal das Gefühl, dass Ausländer von der Gesetzgebung bevorzugt werden. Aber in Kuba ist das ja extrem ausgeprägt (das ist insbesondere im Sozialismus verwunderlich, wo alle Menschen gleich sein sollen)! Ich habe jedoch den Eindruck, dass die Kubaner die Ungleichbehandlung als normal empfinden!?
Ich kann mir das nur so erklären, dass Fidel panische Angst davor hat, dass sein Devisenbringer Nr. 1 ausbleibt und Kuba zahlungsunfähig wird - so wie es 1989 in der DDR der Fall war und das Regime das Handtuch werfen mußte. Wenn Kuba in die Lage von Argentinien geraten sollte, würde vermutlich keine Weltbank oder eine andere Institution helfend eingreifen.
ulli

El Guajiro
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#21 RE:die Nacht der langen Messer
08.07.2002 11:22
n Deutschland hat man auch manchmal das Gefühl, dass Ausländer von der Gesetzgebung bevorzugt werden
ganz bestimmt, das merkt man an den zahlreichen Visaanträge ablehnung, an den zahlreichen abschiebung, und an den zahleichen guten Arbeiststellen was vom Ausländer besetzt werden, werfe einen blick bei der Zeitarbeit Firmen, und schaue dir an wieviele Ausländer(nämlich die meisten) darünter sind die für einen Hundgerlohn in die Fabrik aarbeiten, schaue dir an wieviele Ausländer angegriffen werden, und überlege dann ob deine Aussage richtig ist, oder lass es mich durch leichtes erklären verstehen wie du darauf gekommen bist.

Deine letzte Aussage ist ja korrekt und nachvollziehbar, bei Ausländer gibts Dollar zu holen, und nur dank dollars trinken die Herren von oben Wein, ist ja nun selbstverständlich das Touris eigene Rechte mehr eingeräumt werden.
muchos saludos

Andy
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#22 RE:die Nacht der langen Messer
08.07.2002 11:34
In Antwort auf:
Ich kann mir das nur so erklären, dass Fidel panische Angst davor hat, dass sein Devisenbringer Nr. 1 ausbleibt und Kuba zahlungsunfähig wird - so wie es 1989 in der DDR der Fall war und das Regime das Handtuch werfen mußte. Wenn Kuba in die Lage von Argentinien geraten sollte, würde vermutlich keine Weltbank oder eine andere Institution helfend eingreifen


Tja, klar haben die Angst davor, dass der Tourist wegbleibt und weniger Devisen reinkommen. Erklären kann ich mir in dem Zusammenhang aber nicht, warum durch schlechten Service, hohe Preise für schlechte Qualität und Schikanen für z.B. kubanische (Ehe-)partner (Kontrollen, etc.) dieses wieder torpediert wird.
Dass Kuba im Gegensatz zu anderen Staaten nicht auf Kredite der Weltbank oder des IWF zurückgreifen kann, liegt am Embargo der USA. Vermutlich ist das das größte Übel des Embargos.

Andy

el machinista
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#23 RE:die Nacht der langen Messer
08.07.2002 12:04
In Antwort auf:
Erklären kann ich mir in dem Zusammenhang aber nicht, warum durch schlechten Service, hohe Preise für schlechte Qualität und Schikanen für z.B. kubanische (Ehe-)partner (Kontrollen, etc.) dieses wieder torpediert wird


Fehlender Wettbewerb ist wohl ein Grund, im Prinzip sind ja alle (Dollar-)Produkte durch von Fidel begünstigte Monopolisten hergestellt,
begünstigt weil sie mehr abgeben als andere, bes.Qualität ist sekundär. Was die Schikanen angeht, sind sie wohl ein Tribut an
den Kampf gegen den Imperialismus. Man denke nur an die Beamten der Imigración in Tunas z.B., die glauben tats.
sie verteidigen den Sozialismus mit ihren Schikanen, absolut kontraproduktiv wenn man die finanz.Lage Kubas bedenkt, zumal
99% so wie ich auch nicht als potentielle polit.Querulanten sondern vielmehr als Devisenbringer eingestuft werden müßten.
Es ist halt die Politik für die kleinen Kader, damit die noch an was glauben. Für genügend Dollar geht`s dann ja meistens doch irgendwie.
el machinista

Andy
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#24 RE:die Nacht der langen Messer
08.07.2002 13:00
In Antwort auf:
... absolut kontraproduktiv wenn man die finanz.Lage Kubas bedenkt. Es ist halt die
Pseudo-Politik für die kleinen Kader, damit die noch an irgendwas glauben. Für genügend Dollar geht`s dann ja meistens doch irgendwie.



Genau, kontraproduktiv und inkonsequent. Auf der einen Seite wird der Tourist umgarnt und verhätschelt (auf Kosten der kubanischen Bevölkerung, wie schon weiter oben erwähnt). Auf der anderen Seite wird er (zumindest indirekt) schikaniert. Wenigstens die Touristen, die nach dem Einbruch in diesem Sektor (wegen 11.September, Wirtschaftskrise, etc.) noch geblieben sind, sollten doch animiert werden, wieder zu kommen. Aber irgendwo hakt es da bei den kubanischen Verantwortlichen.

Andy

el loco alemán
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#25 RE:die Nacht der langen Messer
08.07.2002 18:49
@ Pablo
sicher meinte Ulli damit nicht die ehrlichen ausländischen Arbeiter hierzulande, sindern eher jene, die sich in 16 Bundesländern gleichzeitig anmelden und Sozialkohle abziehen und nebenbei noch vorm Schulhof Drogen verkaufen. Wenn die dann mal per Zufall verhaftet werden, haben die tatsächlich weniger Stress zu erwarten als ein Einheimischer (deutscher) mit gleichem Straftatbestand. Diese armen verfolgten Betrüger und Dealer können sich nämlich auf das sog. "Asylrecht" berufen. Einheimische nicht.

e-l-a

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