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Seit Wochen häufen sich die Berichte, dass Santiago von einer schlimmen Dengue-Epidemie betroffen ist. Dass das Thema vorgestern sogar in der Granma vorsichtig zur Sprache kam, ist kein gutes Zeichen -- bekanntlich haben in den kubanischen Medien beispielsweise Meldungen über Arbeitslosigkeit in Griechenland oder Aufrufe von Solidaritätsgruppen im Saarland zur Befreiung der fünf kubanischen Spione in den USA deutlich höhere Priorität als Probleme mit der kubanischen Volksgesundheit. Forscher in Santiago haben herausgefunden, dass die Larven des Aedes Aegypti auch außerhalb des Wassers gute Überlebenschancen haben.
Apropos: Es gibt Berichte, nach denen die Patienten in Santiago mangels Bettenkapazitäten schon nicht mehr im Krankenhaus behandelt werden können, sondern notdürftig zuhause betreut werden sollen. Angeblich hat das auch den den Behörden willkommenen Nebeneffekt, dass diese Dengue-Fälle dann nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Auch sollen Fumigations-Teams aus Santiago mitsamt ihrer Ausrüstung als Leiharbeiter auf "Misión" in andere Länder geschickt worden sein, wodurch das Schutz-Niveau in Santiago bedenklich gesunken sei. In diesen Tagen läuft offenbar eine massive Anti-Dengue-Kampagne in allen Wohnvierteln und Arbeitsstätten in Santiago. Die in Granma zitierten Behördenvertreter sehen die Schuld natürlich vor allem bei der Bevölkerung. Dass Moskito-Bekämpfungseinheiten anderswo aushelfen, ist natürlich kein Einzelfall: Juventud Rebelde berichtet über ein Team von 90 Experten, die die Provinz Matanzas aktuell zur Unterstützung nach Havanna entsendet, sogar mit militaristischer Flaggen-Zeremonie zum Abschied und allem Pomp.
Hat jemand eigene aktuelle Informationen zum Thema?
Also um Denge zu bekommen, muß man nicht bis nach Santiago.Ich war selbst 6 Wochen in Guanabo bis Mitte Dez.2011. Nachts wurden fast täglich Mücken abgetötet und tagsüber besuchen Mitarbeiter des Gesundheitswesens die Häuser um nachzusehen ob es kranke gibt.Die Aussage alein, man wäre gesund reicht nicht immer aus, es wird auch Fieber gemessen.Als ich in Guanabo an bekannter Stelle wiedermal frischen Fisch kaufen wollte, stand ich vor verschlossener Tür.Die Nachbarin gab dann die Auskunft, die betrefende liegt im Krankenhaus mit Denge. Die Kubaner reagieren darauf gar nicht bis gelassen.Ich selbst habe alles mir Mückenlotion gut überstanden.
Die Dengue-Häufungen gibt es in SdC schon seit Anfang November. Wettertechnisch war der Sommer und Herbstverlauf sehr feucht, überall viele Pfützen und ausreichend Wasserbrutstätten im Oriente. Rein chemisch bekommen die es nicht mehr eingedämmt, das geht bis zu einem bestimmten Level...da sind sie bereits drüber! Man kann auch nicht alles einnebeln, zumal die biologischen Gegenspieler der Mücken dann zusammenklappen. Faulendes Wasser in Bächen, Tümpeln, auf Dächern, in Schlaglöchern und Gräben gibt es zur Genüge, hier hilft nur ein konseuqentes Vorbeugen bei den Brutstätten und die Hoffnung auf ein paar trockene Monate....
Am Donnerstag war bei "meiner Oma" in Sueno große Wassertankinspektion. Jeweils zwei Kontrolleure haben sich die Wassertanks der ganzen Straße angesehen und auf Moskito- Larven kontrolliert. Dazu gab es noch den Tipp, Fische in die Wassertanks zu setzen, damit diese die Larven fressen.
Am Freitag zog dann ein Räucherkommando durch die Straßen und hat alle Häuser durch- genebelt. Ich habe mich währenddessen mit dem Supervisor unterhalten. Er meinte, alles sei noch kein Problem. Die Infektionsrate mit Dengue sei zwar stark gestiegen, aber man es sei keine Epedimie oder Bedrohung. Man hat viele Maßnahmen ergriffen, um das Problem unter Kontrolle zu behalten.
Zitat von SCUDazu gab es noch den Tipp, Fische in die Wassertanks zu setzen, damit diese die Larven fressen.
Genau die winzigen Fische (5 Stück oder so) haben sie in Cuabitas in die Wassertanks im November gesetzt, als ich dort war. Nach höchstens 2 Tagen war der erste tot. Kein Wunder, bei chlorversetzten Wasser meinte meine Familie.
Zitat Genau die winzigen Fische (5 Stück oder so) haben sie in Cuabitas in die Wassertanks im November gesetzt, als ich dort war. Nach höchstens 2 Tagen war der erste tot. Kein Wunder, bei chlorversetzten Wasser meinte meine Familie.
Dann stellen die sich schon etwas dämlich an. Üblicherweise holt man die Fische, oder einige, vor dem Einlassen von neuem Wasser heraus und setzt sie erst nach ein/ zwei Tagen wieder ein wenn das Chlor ausgegast ist. Diese Fische sind meines Wissens aber nur notwendig wenn der Wassertank/ die Zisterne offen ist, so das Mücken Ihre Brut überhaupt erst ansetzten können.
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