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Andrés Izarra, Informationsminister von Venezuela, wirft El País tendenziöse Negativberichterstattung und Nachrichtenmanipulation zum Nachteil Venezuelas vor und unterlegt dies mit einer Aufrechnung der Berichte von El País:
Ein Großmeister der tendenziösen und verfälschenden Berichterstattung (ich meine damit die venezolanische Staatspresse als ganzes, nicht den Minister persönlich) wirft einem Blatt genau sowas vor, weil dieses ihm scheinbar besonders häufig ans Bein pinkelt.
________________________________________ “The problem with socialism is that you eventually run out of other people's money.” ‒ Margaret Thatcher
Naja, Staatspresse... - ist wohl nicht wirklich sooo heftig. Mich deucht zu wissen, dass rund Dreiviertel der Medien in Venezuela in oppositioneller Hand sind.
Aber das war ja nicht die Frage - sondern: Stimmt das, was Izarra behauptet?
Zitat von don olafioNaja, Staatspresse... - ist wohl nicht wirklich sooo heftig. Mich deucht zu wissen, dass rund Dreiviertel der Medien in Venezuela in oppositioneller Hand sind.
Ich rede aber von der Staatspresse, wie Telesur. Im wichtigen Fernsehen wurde die Opposition ja schon Mundtod gemacht, bis auf einen Sender, da arbeitet man noch dran.
Also, wer im Glashaus sitzt, soll bitte nicht mit Steinen werfen.
Was El País betrifft, interessiert mich nicht die venezolanische Polemik, sondern ob sie schon mal dabei ertappt wurden, bewusste Falschmeldungen über Venezuela zu verbreiten, also dass was Telesur (Ölminister Ramirez zitierend) zuletzt zum Urteil Exxon vs. PDVSA getan hat.
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Zitat von ElHombreBlanco Ich rede aber von der Staatspresse, wie Telesur.
Auch Telesur wird im Lande kaum wahrgenommen - da sind andere Sender und Zeitungen mit ganz anderen Quoten und Auflagen am Wirken.
Zitat von ElHombreBlancoIm wichtigen Fernsehen wurde die Opposition ja schon Mundtod gemacht, bis auf einen Sender, da arbeitet man noch dran.
Auch das ist eine Legende. Ginge man nach deutschem Presse- und Strafrecht, wären bei gleichem Auftreten hierzulande nicht wenige Redaktionen entvölkert (wg. Quartiernahme in Moabit) und die Unternehmen geschlossen. Und was das mundtot machen betrifft: Es gibt ja hierzulande leider keine wirksamen systemgegnerischen Medien. Und die kleineren, wenn sie dann auch nur lokal oder regional wirksam zu werden schienen, wurden nicht nur mundtot, sondern mit Hilfe der Politik gleich ganz dichtgemacht (wenn ich mal viel Zeit haben sollte, erzähl' ich dir die Geschichte von "Radio 100"... - nur mal so als Hausnummer.).
Zitat von ElHombreBlancoAlso, wer im Glashaus sitzt, soll bitte nicht mit Steinen werfen.
Eben. Leute aus einer Gegend, in der es keinerlei nennenswerte systemgegnerischen Medien gibt, sollten gegenüber anderen Gegenden, in denen die systemgegnerischen Medien rund 75 Prozent des "Marktes" beherrschen, mit Vokabeln wie "mundtot machen" natürlich etwas behutsamer umgehen.
Zitat von ElHombreBlancoWas El País betrifft, interessiert mich nicht die venezolanische Polemik, sondern ob sie schon mal dabei ertappt wurden, bewusste Falschmeldungen über Venezuela zu verbreiten, also dass was Telesur (Ölminister Ramirez zitierend) zuletzt zum Urteil Exxon vs. PDVSA getan hat.
Mal davon abgesehen, dass auch in hiesigen Medien Politiker zuweilen schon mal Unwahrheiten verbreiten: Allein Chavez als "Diktator" zu bezeichnen, ist nun schon einmal eine pralle Lüge (bzw. eine bewusste Falschmeldung), denn er wurde - durch internationale Wahlkontrolleure jeglicher Couleur bestätigt - in demokratischen Wahlen zum Staatsoberhaupt gewählt. Also würde es mich interssieren, ob auch die anderen Vorwürfe von Izarra stichhaltig sind. Und ich dachte, dass du als ausgewiesener El-País-Leser Auskunft geben könntest.
Zitat von don olafioUnd ich dachte, dass du als ausgewiesener El-País-Leser Auskunft geben könntest.
Tut mir Leid. Ich kann mit solchen Wortstatistiken ohne Kontextzusammenhang nichts anfangen Ist aber in Venezuela sehr beliebt, um z.B. die politische Ausrichtung einer Zeitung einzuschätzen.
Ansonsten find ich El Pais recht in Ordnung. Die sagen nachvollziehbar ihre Meinung und wenn sie damit falsch lagen, dann sagen sie es auch.
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Zitat von ElHombreBlanco(...) Die sagen nachvollziehbar ihre Meinung und wenn sie damit falsch lagen, dann sagen sie es auch.
Ah ja...- das heißt also, sie haben die nachweisliche Falschmeldung, dass es sich bei Chavez um einen Diktator handelt also mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurückgenommen...? Oder wie?
Zitat von don olafioAh ja...- das heißt also, sie haben die nachweisliche Falschmeldung, dass es sich bei Chavez um einen Diktator handelt also mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurückgenommen...?
Ich weiß leider nicht, wann sie was, in welchem Zusammenhang behauptet haben. Da musst du mir nachhelfen.
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Zitat von don olafioche Falschmeldung, dass es sich bei Chavez um einen Diktator handelt also mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurückgenommen...? Oder wie?
Neugierig: Don Olafio
Wann haben sie das geschrieben? Bisher hat Chavez seinem Vorbild noch nicht bis zur Präsidentschaft auf Lebenszeit nacheifern können :-)
Zitat von don olafioche Falschmeldung, dass es sich bei Chavez um einen Diktator handelt also mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurückgenommen...? Oder wie?
Wann haben sie das geschrieben? (...)
Das war ja meine Frage: Stimmen die Vorwürfe - oder hat Izarra sich das nun alles bloß ausgedacht? Da gibts ja nun mal bloß ein entweder/oder. Und da ich erstens jetzt keinen Bock, zweitens keinen Nerv und drittens keine Zeit habe, nun Ausgabe für Ausgabe bei El País nachzublättern, hatte ich gehofft, dass EHB als Quasi-Abonnent weiterhelfen kann. Aber leider kam da nichts Konkretes.
Ich hab dir mal den Gefallen getan und mal nach dictador chávez gesucht. Bezeichnungen, wie "El dictador Hugo Chávez", sind mir dabei nicht aufgefallen, allerdings werden ab und zu Leute zitiert, die der Meinung sind, Chávez sei Diktator.
Vielleicht findest du mehr?
Ich würd mal sagen, die Vorwürfe Izarras sollten nur ein Ablenkungsmanöver sein, um die ausführliche Berichterstattung über die mutmaßlichen Erkenntnisse über die FARC und deren Verbindungen in Regierungskreise von Ecuador und Venezuela als unglaubwürdig hinzustellen.
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