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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 931 mal aufgerufen
 Lateinamerika und karibische Inseln ( kleine und große Antillen)
Chris
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Rey/Reina del Foro

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Informationsreise nach Venezuela
18.05.2006 17:53
Bericht über eine einwöchige Informationsreise nach Venezuela


Verlauf der Tour vom 01.05.-08.05.2006

Montag, 01. Mai 2006

Da die Anschluß-Flieger der Iberia Richtung Südamerika in Frankfurt schon früh morgens um 7 Uhr losgehen, hieß es für mich früh aufstehen bzw. gar nicht erst ins Bett gehen. Habe mich für letzteres entschieden, da der Atlantikflug eh versprach langweilig zu werden und genug Zeit ließ, mich von der vorhergehenden Nacht zu erholen. Zumindest gab es von Freiburg aus einen Direkt-ICE zum Flughafen, der zwar eine Stunde länger als normal brauchte, aber der Komfort des Nicht-umsteigen-müssens machte das wett. So fuhr ich also kurz nach Mitternacht los um ca. 4 Stunden vor dem Abflug am Flughafen einzutreffen.

Aufgrund der gerade in den letzten Monaten gehäuften Meldungen über verspätet eingetroffene Koffer bei Iberia (neues Terminal – neues Kofferleitsystem von Siemens!!) hatte ich mich dazu entschieden für die insgesamt 2 Wochen (1 Woche Venezuela + 1 Woche Tourismus-Messe Havanna) mich mit einem kleinen Trolly zu begnügen, der als Handgepäck mit in den Flieger genommen werden kann. Insgesamt gesehen eine äußerst gute Idee, auch wenn der cubanische Teil meiner Familie deswegen diesmal auf Mitbringsel verzichten musste .

Am Flughafen traf ich dann nach dem Check-In beim Frühstück in der Iberia-Lounge auf den restlichen Teil der kleinen Gruppe, die sich aus weiteren 13 Teilnehmern von anderen deutschen Reiseveranstaltern, sowie einer Begleiterin der Iberia zusammensetzte. Der Flug via Madrid – das neue Terminal 4 ist wirklich schön gelungen, auch wenn die Entfernungen zwischen den Gates z.T. recht groß sind – nach Caracas verlief dann reibungslos und gab mir Zeit die entgangene Nachtruhe zuvor zumindest teilweise nachzuholen.

Am Nachmittag landeten wir dann in Maiquetía dem Flughafen von Caracas wo wir auch schon erwartet wurden. Es ging auch gleich weiter zu einem kleinen Inlandsflughafen, von wo aus wir mit einer kleinen Maschine Richtung Ciudad Bolívar losflogen.


Unser Flieger von Caracas nach Ciudad Bolivar


Innenansicht

Zumindest einer unserer zwei Piloten schien die Nacht zuvor wohl - genau wie ich - nicht so recht zum Schlafen gekommen zu sein, nur so konnte ich es mir jedenfalls erklären, dass er immer wieder am Steuerknüppel einnickte. Nur gut, dass wenigstens sein Compañero hellwach war und uns ohne Probleme zum Endziel des heutigen Tages, dem am Orinoco gelegenen Ciudad Bolivar chauffierte.


Landeanflug Ciudad Bolivar mit einer der wenigen Orinoco-Brücke, die es gibt

Vom kleinen Flughafen wurden wir dann zu einem kleinen Hotel La Cumbre oberhalb der Stadt mit schöner Aussicht auf denselben gebracht, wo wir uns erst mal frisch machen konnten.


Hotel La Cumbre – Ciudad Bolivar


Hotel La Cumbre – Ciudad Bolivar


Anklänge an Cuba im Hotel La Cumbre – Ciudad Bolivar

Am Abend um 20 Uhr gab es dann im kolonialen Zentrum auf einer Dachterrasse ein Willkommens-abendessen mit den Incoming-Agenturen des Bundesstaates Bolivar.

Bei der anschließenden Tanzvorführung fielen dann aufgrund der anstrengenden Anreise einem nach dem anderen so langsam die Augen zu, da konnte selbst die voll aufgedrehte Musikanlage nicht mehr helfen. So ließen wir uns dann auch nach insgesamt nur 2 Stunden zum Hotel zurückbringen um uns vom heimischen Getier sanft in den Schlaf singen bzw. summen zu lassen. Wer sich da nicht vorher gut mit Autan präpariert hatte musste dies an den folgenden Tagen mit Juck- und Kratzattacken büßen!

(Fortsetzung folgt)


Cuba-Reiseinfos
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Habanero
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#2 RE: Informationsreise nach Venezuela
18.05.2006 19:03

Diese schoene Tour habe ich in 93 das erste mal mitgemacht und war total fasziniert.
Ich kann es jedem nur empfehlen einmal so etwas schoenes mitgemacht zu haben. Natur Pur !!!

Bin damals noch mit den halbvollen "Schrottkisten" der VIASA ( gibt es heute nicht mehr) geflogen.
Also in jeder Hinsicht ein Erlebnis ;-))

Fazit: Immer wieder gerne nach Venezuela !!!


Saludos habanero


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Chris
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Rey/Reina del Foro

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#3 RE: Informationsreise nach Venezuela
19.05.2006 00:12
Vom 02. bis 04. Mai 2005 unterwegs im Süden Venezuelas


Verlauf der Tour vom 02.05.-04.05.2006

Dienstag, 02. Mai 2006

Noch vor der normalen Frühstückszeit wurden wir zu einem Bootausflug auf dem „Río Orinoco“ gebracht. Der Orinoco ist an dieser Stelle nur 300 Meter breit und zur Regenzeit ca. 10-12 m (!!) höher als jetzt. Zu sehen war das auch an den verschiedenen Felsformationen am Ufer bzw. an den Brückenpfeilern einer der wenigen Brücken über den Fluß.


Unser Transferbus in Ciudad Bolivar, hier wird schon die Copa America 2007 beworben, die in Venezuela stattfindet


Der Rio Orinoco


Unser Boot


Felsformation im Orinoco, an der man den hohen Wasserstand im Sommer ersehen kann


Orinoco-Hängebrücke

Die Bootsfahrt ging unter der Brücke hindurch zu einer kleinen Sandbank mitten im Fluß wo für uns von der örtlichen Tourismus-Agentur ein Frühstück hergerichtet wurde.


Blick von der Sandbank auf die Orinoco-Brücke, im Hintergrund unser Boot


Gruppe beim Essen fassen


und das gab es ...

Nach der „River-Tour“ stand ein kleiner Stadtrundgang durch das koloniale Städtchen auf dem Programm, das seinen Namen vom großen Freiheitsheld Südamerikas bekommen hat. Die bunt angemalten Fassaden geben dem ganzen einen fröhlichen Touch und auch die UNESCO hat mittlerweilen reagiert und den Ort zum Weltkulturerbe erklärt.

Hier einige Impressionen:


Strassenbild


Strassenbild


Strassenbild


Im Hintergrund das Rathaus, Sitz des Gouverneurs des Bundesstaates Bolivar


die Plaza Bolivar


Blick auf den Orinoco

Im Anschluß an den Stadtrundgang wurden wir wieder zum Flughafen von Ciudad Bolívar gefahren, um von dort mit dem Flieger vom Vortag nach Canaima in den Nationalpark zu fliegen. Der Flug dauerte ca. 1 ½ Stunden, und ging über die imposante „Gran Sabana“ und den 4.000 km² großen Guri-Stausee.


Impressionen „von oben“


Die ersten Tepuis (Tafelberge)


“Flughafenterminal“ Canaima

Und auch hier müssen “Extranjeros“ mehr bezahlen:

Nach der Landung ging es dann zuerst mit einem Transfer-„Laster“ zum Mittagessen in einem kleinen Restaurant einer Hotelanlage. Es gab „Pollo con Arroz“, für uns Cuba-Liebhaber ja nicht ganz ungewohnt . Dass das ganze mit Kartoffelsalat „a la aleman“ garniert wurde gab dem Almuerzo noch die ganz spezielle Note.


“Transferbus“ Canaima


“Parque Canaima”

Wir wurden im übrigen auch von zwei Damen des Tourismusbüros des Bundesstaates Bolivar begleitet, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen :


Liset und Patricia


Unsere Piloten beim Mittagessen

Nach dem Mittagessen machten wir dann einen halbtägigen Ausflug mit dem Boot und zu Fuß zum Salto el Sapo. Der Parque Canaima mitsamt seiner Lagune an der wir uns hier befanden kann schlichtweg als spektakulär schön beschrieben werden. Dschungel, Indianerdörfer und eine Ansammlung sehenswerter Wasserfälle, von denen man an der Lagune Canaima auch einen auf einem Steinpfad hintergehen kann.
Allerdings haben diese Naturschönheiten auch ihren Preis. Flüge und Hotels in der Region sind im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubend“. Gut, dass wir auf Einladung dort waren, ob nämlich jeder von uns die 380 US$ für ein einfaches Zimmer mit Frühstück pro Übernachtung bezahlen würde darf doch schwer bezweifelt werden. Selbst Hängemattencamps warten mit Preisen jenseits der 50US$-Marke je Übernachtung pro Person auf. Na ja, gut dass wir eingeladen waren .

Hier nun einige Bilder aus dem Park:


Kurzer Fussmarsch zur Bootsanlegestelle


Lagune mit Booten, im Hintergrund die Wasserfälle und Tepuis


Unser Boot


Einheimische beim Baden


auf zum Wasserfall!


Unser einheimischer Reiseleiter Miguel


Der Salto el Sapo

Nach der Rückkehr von der Lagune ergab sich nochmals ein Herrlicher Blick auf die Wasserfälle und Tafelberge:

Ein Einheimischer:

Unser Camp Ucaima, wo wir übernachteten liegt am Ufer des Schwarzwasserflusses „Río Carrao“.


“Hoteltransfer“ Canaima


Camp Ucaima


Camp Ucaima – Zimmer für 380 US$ / Nacht

Mittwoch, 03. Mai 2006

Wir mussten heute leider sehr früh aufstehen, da geplant war den höchsten Wasserfall der Erde, den Angel Fall und die Gran Sabana zu überfliegen und im Anschluß noch weitere Besichtigungen zu unternehmen. Aber wie es in Lateinamerika eben so ist, es kommt doch immer etwas anders. Wir planten vorab im Flugzeug zu frühstücken und dabei außer dem guten „Café Venezolano“, einen einzigartigen Blick auf diese spektakuläre Landschaft geniessen zu können, aber der Wettebericht machte uns einen Strich durch die Rechnung. Am frühen Morgen war es noch stark bewölkt und es regnete leicht, sodass wir erst einmal am Flugplatz warteten und dort auch das Frühstück zu uns nahmen. Währenddessen konnten wir den Einheimischen zusehen, wie Sie nach und nach aus ihren Hütten kamen um am „Flughafenterminal“ ihre Souvenirs für die erwarteten Tagesgruppen zu präparieren.


Reiseleitung beim Frühstück am Flughafen


Souvenirverkauf

Mit 2-stündiger Verspätung und als der Regen nachliess flogen wir dann los, allerdings konnten wir aufgrund der Bewölkung die schöne Landschaft unter uns nur „erahnen“. Auch der Salto Angel blieb uns leider verborgen.


Der Co-Pilot macht sich kurz vor dem Flug noch Ortskundig!


Leider wegen der Wolken nicht viel zu sehen!

Die Ankunft war in Santa Elena um 8:30 Uhr geplant, wir waren nun aber durch die Verspätung erst um kurz vor 11 Uhr angekommen und die für uns angemieteten Jeeps warteten schon sehnsüchtig auf uns. Die Kleinstadt Sta. Elena de Uairén ist ein Grenzort zu Brasilien und war lange Zeit nur für Goldgräber von Bedeutung. Inzwischen ist Sta. Elena der Hauptort für den Tourismus in La Gran Sabana. Von dort aus können Tagesausflüge in die Gran Sabana
Unternommen werden.
Wir besuchten mit unseren Jeeps als nächstes nun die Quebrada de Jaspe, ein Naturwunder und eine geologische Besonderheit. Das Bett dieses flachen Baches besteht aus dem roten Halbedelstein Jaspis, dessen Farbe zum dunklen Grün des umgebenden Waldes einen besonderen Kontrast bildet.


Weiter geht es mit Jeeps


Unser Chauffeur: Ana Matilde


Quebrada de Jaspe


Quebrada de Jaspe


Quebrada de Jaspe

Danach ging es weiter zu einem Camp abseits der asphaltierten Strasse zu einem Essen im Pemón-Indianer Stil in der Comunidad Indígena Riworiwo. Es gab ... gegrilltes Hähnchen mit Reis!


Off Road Feeling!


Ana Matilde im Gespräch, mit einem Teilnehmer: Dauert es noch lange bis zum Mittagessen? Wir haben schon fast 16 Uhr. Ana Matilde: No, we are near!


Endlich erreicht ... das Lokal!


Hmh … wie das duftet!


Die Truppe ist hungrig

Letzter Tagesordnungspunkt: Mit Booten zum Salto Chinak Meru (Apomwao). Einer der schönsten Wasserfäll der Gran Sabana, der in perfekter, ungehemmter Linie 55 m in die Tiefe rauscht.

Umgebung der Comunidad


Indio-Kinder


Umgebung der Comunidad


Fluß mit Boot


Unterwegs auf dem Fluß


Einheimische beim Baden


Achtung! Gefährlicher Wasserfall!


Der Salto Aponwao

Danach fuhren wir - wieder einmal geschlaucht vom Programm - zu unserem Camp Rápidos de Kamoiran wo wir nach dem Abendessen noch ein Treffen mit den örtlichen Tourismusvertretern hatten, die uns über Ihre Touren und Exkursionen informieren wollten. Aufgrund der zusehenden Ermattung der „Kandidaten“ fiel dieser Tagesordnungspunkt allerdings nur sehr kurz aus und wir fielen erschöpft in unsere Betten. Da störte es dann auch nicht mehr sonderlich, dass in den Zimmern keine Türen zu den Klos waren und die Geräusche des Bettnachbarn im Bad ungehindert ans müde Ohr vordringen konnten ...

Donnerstag, 04. Mai 2006

Das Frühstück wurde wieder frühmorgens um 7:00 Uhr geplant, denn heute stand uns eine lange Busfahrt entlang der Grenze zum von Venezuela beanspruchten Guayana nach Puerto Ordaz bevor, wo wir zu Mittagessen wollten. Während der Fahrt konnte man gut die unterschiedlichen Vegetationszonen vom Hochland der Gran Sabana durch den Dschungel bis zum Orinoco beobachten. Wir durchfuhren hier eine Gegend, die vor allem durch die Gold- und Diamantensuche berühmt aber auch berüchtigt ist!


Goldgräberstimmung stellt sich ein ... auf nach El Dorado!


Obst für unterwegs

Nach dem wir längere Zeit hinter diesem Wagen fuhren blieb es nicht aus, dass einige richtig Durst bekamen:


Bier-Werbung auf Venezoelanisch

Dann wurde erst mal „getankt“:

Kurz vor Puerto Ordaz holte uns dann wieder die Tagespolitik ein. Stau auf der Autobahn und keiner wusste erst mal warum. Nach einiger Warterei dann die Lösung: Das Trinkwasser war in einem Vorort seit Tagen ausgeblieben und so wurde erst mal protestiert und der Verkehr in die Stadt komplett blockiert. Der Vorschlag einiger Gruppenteilnehmer in die Stadt zu Fuß zu gelangen wurde aufgrund des Risikos mit den Knüppeln der erbosten Demonstranten Bekanntschaft zu machen von unseren Guides rundum abgelehnt. Für uns hiess das nun, zurück zum letzten Ort (ca. 50 km) um dort Mittagzuessen und darauf zu hoffen, dass die Blockade bis zum Abend wieder aufgehoben würde.


! Protest !

Gegen 17 Uhr kam dann auch ‚Gracias a dios’ der ersehnte Anruf und wir machten uns daran zu unserem Hotel in Puerto Ordaz, der Residencia Tore zu gelangen wo wir auch gegen 18 Uhr eintrafen. Puerto Ordaz, eine Anfang der 60er Jahre gegründete Stadt, ist ein Teil der so
genannten Ciudad Guayana, die sich aus der alten Kleinstadt San Félix, Matanzas, Castillito und Caruachi zusammensetzt. Ciudad Guayana liegt an der Nahtstelle zwischen den östlichen Llanos und dem Guayana-Schild. Es dehnt sich am Südufer des Orinoco aus, beiderseits de Mündung des Flusses Caroní, etwa 60 Kilometer flussaufwärts des Orinoco-Deltas und ca. 750
Straßenkilometer südöstlich der Hauptstadt Caracas. Das Abendessen war dann wieder von den
Tourismusunternehmern von Ciudad Guayana geplant mit denen dann noch ein wenig gemütlich geplauscht wurde, bevor wir uns mit unserer Reiseleiterin Patricia, die in Puerto Ordaz wohnt ins Nachtleben der Stadt stürzten, was die nächsten Tagen ob der guten Lautsprecher im besuchten Club zu einigen Hörproblemen bei den Teilnehmern führte.

(Fortsetzung folgt)


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Chris
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Rey/Reina del Foro

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#4 RE: Informationsreise nach Venezuela
19.05.2006 12:10
Vom 05. bis 08. Mai 2005 Entdeckung des Nordostens Venezuelas


Verlauf der Tour vom 05.05.-08.05.2006

Freitag, 05. Mai 2006

Der morgen war für eine Besichtigungsfahrt auf dem Rio Caroni vorgesehen, die wir am Vortag aufgrund der Blockade nicht durchführen konnten. Auch hier waren es wieder die spektakulären Wasserfälle, an die ganz nahe mit dem Boot herangefahren wurde sodass man die Gischt im Gesicht spüren konnte. Danach war auch der letzte Discogeschädigte wieder endgültig wach!


Club Nautico Puerto Ordaz


Der Rio Caroni


Brücke über den Rio Caroni – im Vordergrund ist die Grenze zum braunen Wasser des Orinoco deutlich zu sehen


Puerto Ordaz


Wasserfälle des Rio Caroni


Wasserfälle des Rio Caroni

Nachdem wir uns von unseren Reiseleiterinnen Liset und Patricia herzlichst verabschiedet hatten, die zwei blieben hier in ihrem Bundesstaat zurück um sich wieder an die Arbeit mit ihrer Werbekampagne für die Copa America 2006 zu machen, fuhren wir heute – immer noch leicht hörgeschädigt vom Vorabend – zuerst mit einer Fähre über den Rio Orinoco und dann weiter in den Nordosten Venezuelas, auf die Halbinsel Paria im Bundesstaat Sucre.


Fährstation am Orinoco


Händler bieten während der Überfahrt günstig Essbares und CD’s/DVD’s an

Während der langen Fahrt konnten wir die interessanten Sachen, die wir im Süden erlebt haben, verarbeiten und uns auf die nächsten Trips auf Paria vorbereiten.
Zu Mittag wurde wieder einmal am Nachmittag (das hatte sich mittlerweilen so eingespielt!) bei Maturín gegessen, wo wir Zeuge einer Urkundenverleihung einer hiesigen Behörde zum Tag der Arbeit dem 1.Mai wurden. Das Essen war köstlich und die Jubelausbrüche an den Nachbartischen ließen auch bei uns Feierstimmung aufkommen.


Feierliche Übergabe der Urkunde


Die Urkunde

Dass auch in Venezuela Deutschland nicht unbedingt immer mit der modernsten Geschichte in Verbindung gebracht wird wurde uns klar, als wir nachfragten ob wir die Urkundenverleihung fotografieren dürften. Als wir auf Nachfrage bekannten aus Deutschland zu sein erhielten wir lapidar zur Antwort „aaahhh, Hitler ... „ . Na ja, wir distanzierten uns sofort und klärten die Frager auf, dass Deutschland heutzutage weit besseres zu bieten hat als dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte.


unterwegs


unterwegs


unterwegs

Weiter ging es dann auf einer serpentinenreichen Bergstrasse über die Ausläufer der Küstenkordilliere an die Karibikküste, wo wir am Abend nach Einbrechen der Dunkelheit in Rio Caribe ankamen und von Herrn Jacquin Dominique, von Natura Raid empfangen wurden. Er begleitete uns zur Posada Caribana, einer hübschen Pension im Ort wo wir die erste Nacht auf Paria verbrachten. Nach dem Check in konnten wir uns in Río Caribe noch ein wenig die Beine von der langen Fahrt vertreten bevor wir das Abendessen und die Reise in das Land der Träume antraten.


Posada Caribana


Posada Caribana

Samstag, 06. Mai 2006

Río Caribe war früher ein von Kakaoanbau geprägtes Dorf. Heute ist Río Caribe eine touristische Sehenswürdigkeit sowohl für Venezolaner als auch für aus anderen Ländern kommenden Touristen, die von den sehr schön erhaltenden kolonialen Häusern angezogen werden. Von Río Caribe aus lässt sich zudem die noch teilweise wenig erschlossene Halbinsel Paria gut erkunden.
Wieder relativ früh um 7.00 Uhr liessen wir uns von einem „desayuno oriental“ verwöhnen. Danach wurden wir von Herrn Jacquin abgeholt, der mit uns durch den Ort zum Hafen schlenderte, während unser Gepäck in zwei Wagen gepackt wurde und uns folgte.


Rio Caribe


Rio Caribe


Rio Caribe


Rio Caribe


Markt in Rio Caribe


Markt in Rio Caribe


Kundschaft !


Einschiffung

Am Hafen, der zu dieser Zeit schon von Marktständen, Einheimischen und Pelikanen bevölkert war schifften wir uns ein und fuhren ca. 2 Stunden nach Santa Isabel entlang der wilden Küste von Paria.


Playa Medina


noch freier Strand!


Baden in der Karibik ist angesagt

Unterwegs machten wir Pause an einem der schönsten Strände Venezuela, an der Playa Medina und badeten an einem weiteren noch nicht so bekanntem Strand. Wir erreichten Santa Isabel gegen 11.00 Uhr. Santa Isabel, ein malerisches Fischerdorf bewohnt von ca. 100 Einwohner, ist
umgeben von einem überschäumenden Tropenwald mit vielen Flüssen und „Magie“. Deswegen verfügt Santa Isabel über wichtige Potenziale für die Förderung des Ökotourismus. Uns das zu zeigen war auch das Ziel des Besuchs dieser Region. Wir wanderten von Santa Isabel aus ca. zwei Stunden zum Río Grande, in dem wir in einem „natürlichen Whirlpool“ baden werden. Nachdem wir uns erfrischt hatten, liefen wir nach Santa Isabel zurück, wo auf uns ein typisches
Mittagessen in der Posada de Doña Cucha wartete.


Bucht von Santa Isabel


Wanderung entlang des Rio Grande


Entlang der Küste nach Querepare

Gegen 15.00 Uhr fuhren wir dann weiter Richtung Westen zum Camp Querepare. Unterwegs badeten wir an der Playa Negra und besuchten noch San Juan de las Galdonas, eine Ortschaft wo die Posada Las Tres Calaberas zu finden ist, von der aus sich en schöner Ausblick über den Strand bot. Wir erreichten unser Camp Querepare gegen 18.00 Uhr.


Ankunft bei Querepare


Querepare


Pauschalurlaub mal ganz anders


Aber der Ausblick vom Zimmer entschädigt für vieles!


Zimmer im Camp Querepare

Die ganze Einrichtung besteht aus 12 aus Holz gebauten, einfach eingerichteten Lodges, die malerisch am Strand liegen. An diesem Strandabschnitt gab es auch eine kleine Schildkrötenaufzucht-Station und die Aufpasser liefen die ganze Nacht hindurch mit Taschenlampen am Strand entlang um neu gelegte Schildkrötennester aufzuspüren und die Eier auszugraben und danach zu ihrem Schutz in die Zuchtstation zu bringen. Unser Abendessen wurde dann wieder einmal mit Musik aus der Region
verschönert. Que se diviertan...

Sonntag, 07. Mai 2006



Relativ früh fuhren wir dann mit zwei Kleinbussen in Richtung Nationalpark Mochima, nach Santa Fe ab. Unterwegs konnten wir die kontrastreiche Landschaft der Halbinsel bewundern und
liessen uns von der Schönheit der großen Bucht von Cariaco bezaubern. Etwa 5 Stunden dauerte die Fahrt nach Santa Fe, einem Fischerdorf, das wir am frühen Nachmittag erreichten.


Aufbruch am Morgen vom Camp Querepare


Unterwegs die ersten Flamingos


Flamingo-Kolonie

Santa Fe liegt ungefähr in der Mitte zwischen Cumaná und Puerto La Cruz, im unmittelbaren Einflussbereich des Parque Nacional Mochima. Nach dem Mittagessen stiegen wir wieder in ein Boot um, und machten einen 3-stündigen Ausflug im Nationalpark Mochima, um die Highlights dieses 950 km² großen Schutzgebietes zu erkunden. Diese waren Eindeutig die Delfinschwärme die man zwischen den Inseln bei der Jagd auf Fische beobachten kann. Ein einmaliges Erlebnis während unserer 1-wöchigen Reise. Leider sind die Delphine nur schwer zu fotografieren – da sie zu schnell und zu unerwartet aus dem Wasser schiessen um gleich wieder in dieses einzutauchen, daher kann ich hier leider auch nicht mit „Beweisfotos“ dienen.


Strand bei Santa Fe


Bootsfahrt im Mochima-Nationalpark


Abendstimmung im Mochima-Nationalpark

Gegen 18.00 Uhr erreichten wir Santa Fe wieder und von dort aus fuhren wir zu den „Altos de Sucre“, wo Vista Montaña liegt. Wir übernachten in dieser schön gelegenen Posada und wurden von seinem Besitzer, Herrn Eckardt Fella, empfangen und betreut. Das „letzte Abendessen“
wurde vom Tourismusamt des Bundesstaates Sucre gesponsert. Frau Myriam Sesto, Vorsitzende des “Fondo Mixto de Turismos de Sucre”, bedankte sich bei uns für den Besuch von Paria natürlich in der Hoffnung dass wir möglichst vielen unserer Gäste den Weg in diese schöne Region weisen würden .


Musikgruppe beim Abendessen

Montag, 08. Mai 2006


Posada Vista Montaña

Nach dem Frühstück wurden wir zum Flughafen von Barcelona gebracht, wo wir unsere Aeropostal-Maschine nach Caracas bestiegen. Nach der Ankunft in Caracas trennten sich dann die Wege der Gruppe, und während einige wieder ins heimische Deutschland flogen machte ich mich auf den Weg nach Havanna.


Auf dem Weg zum Flughafen von Barcelona


Rückflug nach Caracas …


… und gleich weiter nach Havanna

Hasta pronto, Venezuela – es war mit Sicherheit nicht die letzte Reise in dieses wunderschöne Land, dass noch so viel mehr zu bieten hat als das kleine bisschen, dass wir während dieser 1-wöchigen Reise zu sehen bekamen!!


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avenTOURa

Moskito
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Rey/Reina del Foro


Beiträge: 12.440
Mitglied seit: 02.06.2001

#5 RE: Informationsreise nach Venezuela
21.05.2006 09:18

Tolle Landschaft!
Gestört hätte mich lediglich das Tempo der Reisegruppe, man hätte sich für diese Tour locker einen Monat Zeit nehmen sollen.
Aber schon klar, war ja keine Urlaubsreise...

Moskito

don olafio
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Mitglied seit:

#6 RE: Informationsreise nach Venezuela
21.05.2006 13:45

St

Zitat von Moskito
Tolle Landschaft!
Gestört hätte mich lediglich das Tempo der Reisegruppe, man hätte sich für diese Tour locker einen Monat Zeit nehmen sollen.
Aber schon klar, war ja keine Urlaubsreise...
Moskito

Stimmts? Die war von der venezuelanischen Botschaft/Regierung organisiert

"Una delegación empresarial compuesta por doce tour operadores alemanes especializados en Latinoamérica, un periodista de viaje y un representante de la línea aérea IBERIA explorarán -en 8 días de viaje – los contrastados paisajes naturales y culturales de la geografía de los Estados Bolívar ....

(http://www.botschaft-venezuela.de/ES/pc_n15.html)


Neid Neid Neid...


Don Olafio

Chris
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Rey/Reina del Foro

Beiträge: 5.947
Mitglied seit: 01.01.2000

#7 RE: Informationsreise nach Venezuela
21.05.2006 13:57

@Don Olafio

In Antwort auf:
Die war von der venezuelanischen Botschaft/Regierung organisiert

Stimmt! Die war es.

@Moskito

In Antwort auf:
man hätte sich für diese Tour locker einen Monat Zeit nehmen sollen

selbstverständlich wäre jeder einzelne Punkt der Reise einige Tage Aufenthalt wert gewesen, tja ...
Wie du ja schon treffend festgestellt hast, war "leider" kein Urlaub

Saludos
Chris


Cuba-Reiseinfos
avenTOURa

carapapa
Beiträge:
Mitglied seit:

#8 RE: Informationsreise nach Venezuela
21.05.2006 13:59

Nach Canaima hab ich meine erste Hochzeitsreise gemacht ... will eigentlich au mal wieder hin. Aber buca sitzt ja nu auf Cuba .

El sentimiento más fuerte que siente una persona que no es libre es el odio a quien le quito la libertad (Eduardo Vega).

derhelm
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Forums-Senator/in

Beiträge: 2.757
Mitglied seit: 07.08.2001

#9 RE: Informationsreise nach Venezuela
21.05.2006 17:30

Schöne Bilder.
(Bestimmt der Lieblingsthread von Nutzern einer Dial-Up-Verbindung )

Als spannende Lektüre zu Venezuela kann man das 2. Buch von Henri Charrière empfehlen: Banco - Die weiteren Abenteuer des Papillon.
------------------------------------------------
"In the poker game of life, women are the rake."
PARTYPOKER.com

user
Beiträge:
Mitglied seit:

#10 RE: Informationsreise nach Venezuela
22.05.2006 02:22

Tja Venezuela,
werde ich auch nicht mehr vergessen.
Schönes Land und super, auch verrückte Leute kennen gelernt.
Gran Sabana, eine der schönsten Gegenden dieser Erde.
Salto Aponwao, man ist der laut.
Hatten damals auch dort, Comunidad Indígena Riworiwo, gecampt, super romantisch.
Strandsand, Frösche quaken, Wasserfallrauschen im Hintergrund und einen super Sternenhimmel.
Ach Santa Fe, man war ich dort voll gewesen, bei einem Treff mit mehreren Backpackern.
Man kann in Venezuela auch super mit dem Bus fahren, z.B. Santa Elena - Caracas ca. 24h.
Tja, wenn ich keine Familie mit Kleinkindern hätte, würde ich bestimmt nochmal rüber fliegen,
aber was zur Zeit nicht ist, kann ja noch werden.

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