Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington

08.08.2026 20:19 (zuletzt bearbeitet: 08.08.2026 20:19)
#1 Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Rey/Reina del Foro

Etwas oberflächlich, aber korrekt:

Zitat
Krise in Kuba
Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington

Die jahrzehntelange Misswirtschaft des Regimes in Havanna trifft auf einen US-Präsidenten, der das Land nun weiter gezielt schwächt. Den Preis dafür zahlt die Bevölkerung

https://www.derstandard.at/story/3000000...-aus-washington

La vida debería ser amarilla... amar y ya.

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08.08.2026 20:42
#2 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Der Beitrag ist insofern irreführend, in dem es um Anfang heißt, seit Januar, anschließend aber Beispiele genannt werden, die Jahre zurück liegen und Zahlen von 2024. Kompletter Blödsinn wird es, wenn es heißt, staatliche Investitionen würden zum Militär gelenkt. Der Analyst hat Null begriffen, wie Kuba funktioniert.


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08.08.2026 20:58 (zuletzt bearbeitet: 08.08.2026 20:59)
#3 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Rey/Reina del Foro

Die Aussage ist vollkommen korrekt, nur von dir inkorrekt wiedergegeben:

Zitat
Während die Bevölkerung unter anhaltenden Stromausfällen, rationierten Lebensmitteln und mangelndem Benzin leidet, einer Notsituation, die sich nach dem Einbruch der lange Zeit subventionierten Öllieferungen aus Venezuela noch verschärft hat, fließen erhebliche staatliche Investitionen in den Bereich der "Unternehmensdienstleistungen und Immobilien". Das ist jener Sektor, in dem der Militärkonzern GAESA über seine Tochtergesellschaften große Teile des Tourismus- und Hotelwesens kontrolliert.

La vida debería ser amarilla... amar y ya.

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08.08.2026 22:38
#4 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Dann erläutere mir mal, warum "neuere Daten kaum aussagefähig" sein sollen, die von 2024 aber angeblich sehr wohl. Ich finde auch keinen Haushaltsposten, der die Finanzierung der Gaesa aus dem staatlichen Haushalt belegt.


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08.08.2026 22:52 (zuletzt bearbeitet: 08.08.2026 22:52)
#5 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Rey/Reina del Foro

Zitat von Jose Ramon im Beitrag #4
Ich finde auch keinen Haushaltsposten, der die Finanzierung der Gaesa aus dem staatlichen Haushalt belegt.

Der wird auch nirgends darunter laufen. Genau das ist das Problem, dass die GAESA ein unkontrollierter Nebenhaushalt ist. Nach 2024 kommt übrigens maximal 2025.

La vida debería ser amarilla... amar y ya.

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09.08.2026 08:38
#6 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Nein, es ist einfach so, dass sich das Militär über seine wirtschaftlichen Aktivitäten selbst finanziert und zwar als einziger Akteur auf Kuba erfolgreich. Insofern ist Nebenhaushalt falsch. Entweder es gibt einen Etat oder es gibt eben keinen. Ich glaube auch nicht an die Erzählung, dass sich die Militärführung persönlich bereichert. Die Erfahrung zeigt, dass mit derartigen Personen kurzer Prozess gemacht wird.


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09.08.2026 09:48
#7 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Rey/Reina del Foro

Das mag bis zu einer gewissen Ebene so zutreffen! Dass die in den "Oberen Etagen" jemals für solche Machenschaften verantwortlich gemacht werden....das glaubst Du wohl selbst nicht!


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09.08.2026 10:06 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2026 10:07)
#8 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Doch, es gab schon Verurteilungen wegen angeblicher oder tatsächlicher Korruption. Innerhalb der Gaesa wird das allerdings kaum bekannt werden, da die Akteure unter dem Radar der Öffentlichkeit agieren. Vielleicht gibt es aber auch Listen mit den jeweiligen Abteilungsleitern etc und ich habe sie überlesen? Die Ausweisung der einen Immobilienhändlerin aus den USA war ja ein Hinweis.
Ich glaube, dass Rubio & Co die Gaesa auch deswegen auf dem Schirm haben, weil dort die einzigen fähigen Manager arbeiten, die Kuba hat. Und die werden für die USA, falls diese tatsächlich einen Wandel auf Kuba einleiten, so wichtig sein, wie die einstigen Koko-Akteure für Kohl beim Ausverkauf der DDR ( siehe Tankstellen, Buna etc).


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09.08.2026 13:02
avatar  tom2134
#9 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Also, da muss man glaube ich mal etwas aufräumen…
Wem „gehört“ denn diese Gaesa? Den kub. Staat oder jemandem privat?
Das hier Gelder ins Ausland fließen scheint mir normal, der kub. Staat braucht ja Devisen um einzukaufen. Oder fließt das Geld in private Taschen? Das wäre nat. was anderes.
Dass die kub. Regierung alles zurückweist und die Blockade für die katastrophale Lage verantwortlich macht, das ist ganz neu.
Ansonsten ist es ja gerade so, dass in einer Staatswirtschaft ALLES auch dem Staat gehört und nichts dem einzelnen, ist ja gerade die Idee des Sozialismus.
Also kurzum, was ist an dieser Gaesa komisch? Oder erwartbar nicht normal?

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09.08.2026 20:03
#10 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Sie ist ein System des Militärs, von Raul Castro nach 1990 geschaffen, dass dafür sorgt, dass sich die Landesverteidigung unabhängig von der kubanischen Staatswirtschaft finanziert. Sie verfügt neben den bekannten Hotelanlagen etc auch über Hospitäler, interne Einkaufsmöglichkeiten und landwirtschaftliche Unternehmen. Ein in sich geschlossenes System


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09.08.2026 23:17
avatar  el-che
#11 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Rey/Reina del Foro

z.B. Viazul


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10.08.2026 01:53 (zuletzt bearbeitet: 10.08.2026 01:54)
#12 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Verstehe ich nicht, Astro und die Tochter Viazul unterstehen dem Transportministerium. Verwechselst du das mit Transgaviota?


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17.08.2026 19:04
#13 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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sehr erfahrenes Mitglied

Ich habe den Eindruck, dass die sog. bodegones, in welchen man Lebensmittel online bestellen kann (z.B. über supermarket23.es), ihre Lager auf der Insel haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Lieferung am gleichen Tag und gratis erfolgt. Die Waren, die bei der spanischen tienda bestellt werden, dauern hingegen ein paar Tage. Ich vermute daher hinter den bodegones auch die GAESA.


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17.08.2026 19:05
#14 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Rey/Reina del Foro

Zitat von nadjalika im Beitrag #13
Ich vermute daher hinter den bodegones auch die GAESA.

Soweit ich weiß, nicht direkt. Aber obere Nomenklatura.

La vida debería ser amarilla... amar y ya.

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17.08.2026 19:07
#15 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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sehr erfahrenes Mitglied

Zitat von Jose Ramon im Beitrag #10
Sie ist ein System des Militärs, von Raul Castro nach 1990 geschaffen, dass dafür sorgt, dass sich die Landesverteidigung unabhängig von der kubanischen Staatswirtschaft finanziert. Sie verfügt neben den bekannten Hotelanlagen etc auch über Hospitäler, interne Einkaufsmöglichkeiten und landwirtschaftliche Unternehmen. Ein in sich geschlossenes System

Das ist schon genial. Auch wenn der Staat bankrott geht, das Militär macht einfach weiter.


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18.08.2026 10:26
avatar  dirk_71
#16 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Rey/Reina del Foro

Zitat von nadjalika im Beitrag #13
Ich habe den Eindruck, dass die sog. bodegones, in welchen man Lebensmittel online bestellen kann (z.B. über supermarket23.es), ihre Lager auf der Insel haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Lieferung am gleichen Tag und gratis erfolgt.


Ja haben sie. Und egal wo wir bestellen, sogar gerade über die USA den ecoflow, am Ende kommt immer der gleiche Fahrer zu meiner Schwiegermutter mit der Lieferung.

Nos vemos
Dirk

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18.08.2026 11:08
#17 RE: Die Schattenmacht des Militärs in Kuba und der Druck aus Washington
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Forums-Senator/in

Es wäre bestimmt interessant zu recherchieren, wie die Castros nach der Machtergreifung die Armee umgebaut haben. Bei der Luftwaffe ist es wohl am offensichtlichsten. Schauprozesse mit 30 Jahren Zwangsarbeit, die übrigen sind getürmt, der Rest auf die Revolution eingeschworen und dann - vermute ich - paar Söldner angeworben. Und beim Heer? Der Spiegel hat mal kolportiert, Fidel habe sich explizit um arbeitslose Waffen-SS-Offiziere bemüht. Die hätten dann nach ihren Indochinaerfahrungen gleich bei ihm anheuern können. Wahrscheinlicher ist, dass die 40.000 Berufssoldaten ein paar Comandantes etc als Kommissare zur Seite gestellt bekommen haben und dann der Personalaustausch allmählich verlief wie bei NVA und Bundeswehr nach deren Gründung. Ist aber alles bezüglich Kuba erstmal Spekulation


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