«Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage

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17.03.2026 18:35
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#1 «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Das Regime in Havanna ist am Ende seiner Kräfte. In Miami hoffen manche Kubaner, dass Washington die Castro-Diktatur stürzt. Andere befürchten, dass sich Trump mit einer «karibischen Perestroika» zufriedengeben wird.

In Little Havana, dem kubanischen Herzen von Miami, klingt wie gewöhnlich Salsa-Musik aus den mit Touristen gefüllten Restaurants. Im Máximo-Gómez-Park vertreiben Rentner beim Domino-Spielen ihre Zeit. Und beim Denkmal für die Gefallenen der Schweinebucht brennt das ewige Feuer. Aber etwas ist anders an diesem Sonntag im März: Im Gedenkpark für die gescheiterte Invasion in der Schweinebucht im April 1961, mit der Exil-Kubaner Fidel Castro hatten stürzen wollen, versammelt sich eine Menschengruppe vor einer Redebühne und grossen Porträtfotos von zehn Männern, um die jüngsten Helden ihres langen Freiheitskampfes zu ehren.

...

http://archive.today/Mp8JL NZZ, 17.3.26


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17.03.2026 18:58
#2 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Sehr guter Artikel, der die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten zeigt...

Toleranz als gesellschaftliche Tugend wird meist von denen gefährdet, die unter ihren Schutz fallen...

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17.03.2026 21:38 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2026 21:40)
#3 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Finde ich nicht. Außer von einer Person , alles sehr einseitig, was in einen Völkerrechtsbruch mündet mit unterschiedlichen Argumente. Am auffälligsten stach mir der Satz heraus wo gemeint wurde, dass die Castros ja nicht König einer Müllhalde sein wollten. Da wurde suggeriert das die das Elend erzeugt hätten, nicht etwa Trump mit seiner jüngsten totalen Blockade.

Aus meinem Bekanntenkreis will niemand durch eine Intervention von Trump gerettet werden. Ich weiß auch nicht ob die Exilkubaner den Willen des cub. Volkes widerspiegeln genausowenig wie die Deutschtürken die des türkischen Volkes etwa.
Ich für meinen Teil möchte nicht, dass eine Verbesserung für die Einwohner Kubas von einer Person abhängt, der für mich ein soziopathischer Irrer ist und ebenso ein verurteilter Straftäter, der die Grenzen seines Handelns nur in seinem Gewissen sieht und der heute öffentlich bekundet, mit Kuba eh machen zu wollen wie es ihm beliebt. Ich denke Kuba hat eine bessere Lösung seiner Probleme verdient, als dass sich Die Biebermütze Kuba mit seiner Clique unter den Nagel reißt wie eine Schrottimmobilie in den 80iger in New York mit Hilfe seiner Mafiafreunden. Meine cub. Freunde sehen das alle genauso und die interessiert es auch nicht was Exilkubaner denken.


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17.03.2026 22:01
avatar  quattro
#4 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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sehr erfahrenes Mitglied

Viele Worte wenig Sinn. Das kubanische Volk will ein besseres Leben, der Sozialismus hat abgewirtschaftet. Díaz Canel ist das Symbol für die Unfähigkeit zu Reformen, jeder Kubaner den ich jemals getroffen habe hasst diesen Mann. Jetzt öffnet sich ein wohl einmaliges Fenster für einen Wandel und ich hoffe für Kuba dass es gewaltfrei bleibt und möglichst rasch zu einer Öffnung kommt, sowohl wirtschaftlich als auch politisch.


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17.03.2026 22:09 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2026 22:12)
#5 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Na dann frag mal die Leute in den Ländern die die USA schon befreit haben und das waren keine möchtegern Despoten wie Trump. Wir werden sehen wer Recht hat und welche Worte keinen Sinn dann ergeben haben. Wir beide sind eh nur Zuschauer.
Ubrigens, wenn für dich die Worte keinen Sinn ergeben, muss das nicht zwangsläufig die Schuld der Worte sein.


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17.03.2026 23:51
#6 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Das mag sogar sein. Ändert aber gar nichts daran, dass die Cubis ne Veränderung wollen und auch brauchen (wie die anderen"Befreiten" ebenfalls)! Du bist Sponsor, da mag es etwas anders aussehen...du hast auf Cuba was zu verlieren - die Ansässigen nicht mehr (viel). Oder was glaubst du, warum die eh schon dünne Mittelschicht das Land verlässt bzw verlassen hat?

Toleranz als gesellschaftliche Tugend wird meist von denen gefährdet, die unter ihren Schutz fallen...

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18.03.2026 00:58 (zuletzt bearbeitet: 18.03.2026 01:19)
#7 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

@Manzana Prohibida:
Natürlich, da hast du recht. Verbesserungen wollen wir alle das liegt in unserer Genetik und in Kuba gibt es auch mehr als genügend Ansatzpunkt. Man vergisst aber das das cub. Model in Mittel ,- und Südamerika oft als absolutes Vorzeigemodell im Bereich Medizin, Bildung und soziale Programme galt. Viele Ländern Mittel und Lateinamerikas haben ihr bessere Situation im Gesundheits ,- und Bildungssytem Kuba zu verdanken und was haben diese Länder den USA zu verdanken in den letzten 100 Jahren ? Und das wäre auch heute noch so, wenn die USA endlich die Blockadepolitik aufheben würde. Allein dadurch würde Kuba schon enorm aufblühen. Was wäre möglich, wenn die USA sich von seiner Revanchepolitik lösen würde und Kuba sogar helfen würde. Da hätte Kuba ein richtiges Potential und ganz Mittel,- und Lateinamerika würde davon profitieren ohne das man das cub. Modell mutwillig sabotieren und zerstören müsste. Manchmal denke ich, das die Amis Angst haben, dass der cub. Ansatz sogar glückliche Menschen hervorbringen könnte. Es würde ja den Raubtierkapitalismus eines Donald Trump vielleicht in Frage stellen. Den eines ist doch klar. Die Wirtschaftsmodelle in den USA und Europa haben ihre Schwächen in den letzten Krisen seit 2000 auch offengelegt. Muss man dann dieses System einen anderen Land mit Gewalt aufzwingen ? Wie gesagt, so wie es ist, ist es nicht tragbar in Kuba, aber wie stünde Kuba da, wenn Länder wie die USA nicht nur nicht blockieren sondern im Gegenteil sogar unterstützen würden. Ich bin davon überzeugt, alle würden davon profitieren und es würde keinen schaden. Leider ticken die Menschen anders und so warten die Exilkubaner auf ihre Chance das Land als neue Herren übernehmen zu können. Es würde dann die jetzige Regierung durch die neuen, alten Kolonialherren übernommen und ich habe mir sagen lassen das diese Exilkubaner, die sich immer gerne auf Facebook mit protzigen Ketten, Uhren und Autos zeigen eine Charaktereigenschaft meistens nicht haben, nämlich den des Altruismus. Da hätte ich dann ein Deja Vu Gefühl wie damals die Besserwessis nach 89 die DDR kolonisierten. Mir kommt heute noch der Ekel wenn ich daran denke. Veränderung ja, aber bitte nach UN Völkerrecht und aus dem Volk heraus. Das wäre möglich, wenn die USA nicht nur zuließen, sondern sogar förderlich mitwirken würden. Das Geld wäre locker da, allein der Wille fehlt. Meine Meinung.

Aber Trump will, den Sieg, die totale Kontrolle und Unterwerfung einer Region, die er als sein Vorzimmer ansieht. Kann man sowas einem Volk wünschen was vor der Blockadepolitik in vielen Ländern in Mittel,- Südamerika und Afrika ein Hoffnungsträger war.


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18.03.2026 07:44
#8 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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sehr erfahrenes Mitglied

...das Ziel der Trump-Administration, "regime-compliance" statt "regime change, ist sicher mittelfristig ohne großen Aufwand erreichbar. Aber vor allem Rubio, der ja Ambitionen auf die Trump-Nachfolge hat, steht unter Erfolgsdruck nachzuweisen, dass sich danach die materielle Lage der Kubaner auch verbessert. Mit ein paar Stunden weniger Stromausfall pro Tag wäre es wohl nicht getan. Es wird deshalb massive US-Anschubhilfen geben müssen. Massiv für Kuba, peanuts für den großen Nachbarn...


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18.03.2026 07:54
#9 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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sehr erfahrenes Mitglied

Anders ausgedrückt: Trump hätte ein Problem, wenn ihn ein neuer US-freundlicher Präsident Kubas ganz offiziell um Hilfe beim Wiederaufbau des Landes bittet...


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18.03.2026 08:52
#10 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Genau ...

Zitat
Trump, 79, Gets Critical Fact About Cuba Dead Wrong

“It’s a beautiful island, great weather,” Trump said. “They’re not in a hurricane zone, which is nice for a change, you know?”

The 79-year-old president went on to say that under American control, Cuba would not be “asking us for money for hurricanes every week.”

https://www.yahoo.com/news/articles/trum...-202302623.html

La vida debería ser amarilla... amar y ya.

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18.03.2026 09:42
avatar  quattro
#11 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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sehr erfahrenes Mitglied

„Kuba hat eine Wirtschaft, die in einem politischen und staatlichen System nicht funktioniert, und dieses System kann sie nicht reparieren. Deshalb müssen sie sich grundlegend verändern“, sagte Rubio am Dienstag. „Die gestrige Ankündigung ist nicht weitreichend genug. Das wird das Problem nicht lösen. Sie müssen dort also einige wichtige Entscheidungen treffen.“

Auch auf den Punkt gebracht von Rubio. Jetzt muss Kuba liefern. Rücktritt von Diaz-Canel und die alte Revolutionsgarde endlich in die die verdiente Rente. Rechtssicherheit für Investitionen, neue Gesichter in die Regierung, das Militär sorgt für Ruhe im Land. Es muss kein Systemwechsel erfolgen, die Spielregeln und die Spieler müssen geändert werden.


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18.03.2026 09:57
#12 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Forums-Senator/in

Alte Lehre des Marxismus/Leninismus: Sozialismus in einem Land allein funktioniert nicht. Erst Recht nicht auf einer kleinen Insel. Ohne Systemwechsel keine Veränderungen. Zu beachten ist, dass die Situation auf Kuba derzeit immer noch besser ist, als 1991.
Zulassung anderer Parteien, freie Wahlen, Ende der Blockade und Sanktionen, Wirtschaftshilfe, KfW, Hermeskredite, Ende der staatlichen Vorgaben in der privaten Landwirtschaft, Entschädigung des enteigneten kubanischen Mittelstands...


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18.03.2026 10:04
#13 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Zitat von Jose Ramon im Beitrag #12
Alte Lehre des Marxismus/Leninismus: Sozialismus in einem Land allein funktioniert nicht.

Die Leeren von Marx (Weltrevolution) und Lenin (Revolution in einzelnen Ländern) unterscheiden sich hier.

La vida debería ser amarilla... amar y ya.

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18.03.2026 11:28
#14 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Forums-Senator/in

Lies mal derkommunist.de zum Stichwort Kuba


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18.03.2026 12:53
avatar  quattro
#15 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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sehr erfahrenes Mitglied

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18.03.2026 13:50
#16 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Forums-Senator/in

Jo, gehörte schon zu den Wunderwaffen der Nazis, neben Bakterienwaffen auch Erdbeben künstlich auszulösen. Dazu läuft aktuell eine Sonderausstellung im Armeemuseum in Dresden "Wunderwaffen und Propaganda".


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18.03.2026 15:21
avatar  quattro
#17 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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sehr erfahrenes Mitglied

Und auch bei der linken "taz" schlägt man moderate Töne an.
https://taz.de/Trump-droht-Kuba/!6163335/


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18.03.2026 17:10
#18 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Knut Henkel - passt natürlich zur TAZ:-) kein Wort über Diktatur und das Versagen eines sozialistischen, nicht funktionierenden Wirtschaftssystems...
(Immerhin hat selbst er nach Jahrzehnten feststellen müssen, dass dieses Gesellschaftsmodell komplett gescheitert ist - ist ihm sicher nicht leicht gefallen...)

Toleranz als gesellschaftliche Tugend wird meist von denen gefährdet, die unter ihren Schutz fallen...

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19.03.2026 12:32
avatar  ich
#19 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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ich
Forenliebhaber/in

Zitat von sputnik-wulf im Beitrag #5
Na dann frag mal die Leute in den Ländern die die USA schon befreit haben und das waren keine möchtegern Despoten wie Trump. Wir werden sehen wer Recht hat und welche Worte keinen Sinn dann ergeben haben. Wir beide sind eh nur Zuschauer.
Ubrigens, wenn für dich die Worte keinen Sinn ergeben, muss das nicht zwangsläufig die Schuld der Worte sein.

Die letzte erfolgreiche Befreiung mit Demokratisierung fand 1945 statt. Die letzte Demokratisierung (ohne militärische) Intervention 1990. Beides in Deutschland. Alle anderen regime changes sind gescheitert. Wobei der schlimmste regime change aller Zeiten der von hiesigen Kommunisten und Frankreich unterstützte Sturz des Schah im Jahr 1979 war. Damit wurden gesamte Kette negativer Entwicklungen in Nahost und Nordafrika, einschließlich der gescheiterten regime change versuche, überhaupt erst in Gang gesetzt. Und die Wiege des modernen Islamismus und islamistischen Terrors geschaffen. Lustig, dass nun gerade Trump versucht, diesen größten Fehler der Neuzeit wieder geradezubiegen.

Stephan

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19.03.2026 14:14
avatar  Chaval
#20 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Zitat von sputnik-wulf im Beitrag #3
Da wurde suggeriert das die das Elend erzeugt hätten, nicht etwa Trump mit seiner jüngsten totalen Blockade.

Und damit wurde exakt das Richtige suggeriert!!!

__________________________________________________
"Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."
Winston Churchill

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19.03.2026 14:25 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2026 14:27)
#21 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Forums-Senator/in

In Havanna hätten doch spätestens die Alarmglocken läuten müssen, als ihnen zehn Prozent der Bevölkerung abhanden gekommen waren und Trump moserte, die ganzen Emigranten würden eine Bedrohung der inneren Sicherheit der USA darstellen. Gab es irgendeinen Runden Tisch in den kubanischen Medien oder in politischen Gremien wo man darüber nachdachte, wie man der Jugend im Land eine Perspektive geben könnte? Nein, die dachten strategisch, hofften auch weitere Jahre des parasitären Daseins, denn diese Million Abgehauener würde bald Milliarden US-Dollar Jahr für Jahr nach Kuba überweisen...


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19.03.2026 16:11
#22 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Die wären aber nicht alle abgehauen wenn die USA nicht 60 Jahre alles dafür provoziert hätten mit ihren Blockaden.
Der hat gemosert? Aber vorher haben doch die Amis den Kubis besondere Rechte gegeben, dass sie viel leichter als andere nach USA konnten um so Kuba auszubluten. Die Regierung wollte sie vielleicht halten , aber mit leere Kassen, totaler Blockade und keiner Hilfe ist es nicht so einfach einen Anfang zu finden, zumal das ideolosche Narrativ die Grenzen viel zu eng setzt. Das müsste die Regierung einfach mal aufbrechen, aber wenn man halt fast 70 Jahre immer auf dem selben Gleis unterwegs ist, ist es halt schwer im Kopf mal neue Wege zu suchen und ob da Kriegsdohungen von außerhalb die Ängste der Entscheider für neue Wege schwinden läßt, halte ich für fraglich.


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19.03.2026 16:58
avatar  Chaval
#23 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Zitat von sputnik-wulf im Beitrag #22
aber wenn man halt fast 70 Jahre immer auf dem selben Gleis unterwegs ist, ist es halt schwer im Kopf mal neue Wege zu suchen
Deinen Kommentaren ist zu entnehmen, dass du mit dem gleichen Problem zu kämpfen hast.

Diejenigen, die dem kubanischen Gesellschaftssystem wohlwollend gegenüberstehen, unterliegen seit Jahrzehnten dem kolossalen Irrglauben, dass die Probleme in Kuba in erster Linie dem äusseren Druck geschuldet sind.

__________________________________________________
"Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."
Winston Churchill

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19.03.2026 17:39
#24 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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Rey/Reina del Foro

Also, trotz US Blockade soll es Cuba Ende der 80iger verhältnismäßig gut gegangen sein und die letzten 60 Jahre hat Cuba für Mittel,- und Südamerika wesentlich mehr Gutes getan als die USA. Ich weiß, eine wahnsinnige Untertreibung. Also könnte man doch sagen , dass es in Kuba vielleicht ziemlich schwer ist sehr reich zu werden, aber für Mittel,- und Südamerika war Kuba wesentlich mehr ein Segen als die USA, die vor Wirtschaftskraft nur so strotzt. Die haben in den Regionen eigentlich nur Verderben und Tod gebracht. Auch ne Sichtweise, oder ?


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19.03.2026 18:27
avatar  ich
#25 RE: «Alle warten darauf, dass Trump etwas gegen das Regime unternimmt»: Exil-Kubaner hoffen auf eine Intervention in Havanna. Eine Reportage
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ich
Forenliebhaber/in

Das ist recht einfach zu erklären und eigentlich sollte es auch jeder wissen (und selbst den meisten Kubanern ist das klar): Fidel wurde in den USA zwar wie ein Kriegsheld gefeiert, aber seine Versuche in Richtung "guter Beziehungen" zu den USA wurden von Anfang an unterbunden. Also hat er nach der alten Regel "der Feind meines Feindes ist mein Freund" die Annäherung an die Sowejetunion gesucht und Nikita Chrustchow hat ihn mit offenen Armen empfangen. Und 30 Jahre lang durchgefüttert. Das ganze Land, unter Entbehrungen der Sowjetunion. Die bloße Provokation der USA war bei der damaligen Blockpolitik genug der "Bezahlung". Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion war der Sponsor dann auf einmal "wech". Periodo Especial. Kluge Dollaröffung, Tourismus, Ärzteverleih usw. usf. Man ächzte sich so durch, damals noch mit ausreichend einigermaßen funktionierender Landwirtschaft und Industrie. 1998 hat Fidel dann einen neuen Sponsor gefunden: Hugo Chavez. Der lieferte mehr Öl als Kuba brauchte, Kuba konnte das verkaufen, und es ging wieder aufwärts, wie weiland bei den Russen. Obendrauf der Tourismus und ein florierender Ärzteverleih. Nach Chavez' Tod 2013 wurde es dann holperiger, aber Zuwächse beim Tourismus usw. haben viel Geholper aufgefangen. Unterstützt von der vorsichtigen Öffnung Obamas in 2016. Bis zur Pandemie. Da haben die Kubaner zu schnell zugemacht und in Folge noch weitere wirtschaftlich verheerende Entscheidungen (Wegfall CUC und damit der Dollarbindung, am Markt nicht durchsetzbare Preiserhöhungen und und und) getroffen. Seitdem ging es dann immer steiler abwärts. Mit der Gesundheitsversorgung, der Libreta, der Energie. ... Und dann ist Venezuela am 3. Januar 2026 gefallen. Und damit war auch der Rest der Ölgeschenke aus dem runtergewirtschafteten Venzuela weg. Schlüsselindustrien wie Schuhproduktion (sic!) und zuletzt Anfang der Nuller Jahre Rohrzucker hatte Fidel schon eingestampft. Landwirtschaft parallel rückläufig. Also zum Stichtag 3. Januar schlechtere Voraussetzungen wie 1989. Fin ...

Stephan

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