#1 Schreiben an Raul | Menschenrechtsaktivist Eduardo Cardet von tom2134 24.01.2018 13:01

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Hallo

Eduardo Cardet ist Leiter der Christlichen Befreiungsbewegung (Movimiento Cristiano Liberación - MCL),
die sich für Demokratie einsetzt. Seit November 2016 ist er in Haft und wird hier offenbar misshandelt.

Wer für Eduardo etwas tun will, der kann den anhängenden Text per Mail an Raul Castro schicken und
seine Freilassung fordern. Je mehr das tun, umso eher kommt er wieder frei. In Kuba funktioniert
Druck von aussen sehr gut und man inhaftiert politische Gefangene dann nur sehr kurz. Was ihm und seiner
Familie sehr helfen würde.

Dies ist ein Aufruf von Amnesty International und somit sehr seriös. Weitere Informationen stehen weiter unten.

Einfach den Text ins Mail kopieren und abschicken.


Mitmachen / urgent actions / Kuba finden, der Link ist
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-...countries%3A193


Danke an alle die mitmachen TOM



Gewaltloser politischer Gefangener angegriffen
Der kubanische Menschenrechtsaktivist Eduardo Cardet

Am 19. Dezember 2017 wurde der inhaftierte Menschenrechtler Eduardo Cardet
laut Angaben seiner Frau von drei Mitgefangenen angegriffen. Dies ereignete
sich direkt nach seiner Verlegung aus dem provisorischen Gefängnis in
Holguín in das "Cuba Si"-Gefängnis. Er ist ein gewaltloser politischer
Gefangener und muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

AI Index
AMR 25/7759/2017

Text zum schicken an Raul Castro:

Exzellenz,

mit großer Sorge verfolge ich die Situation von Dr. Eduardo Cardet. Deswegen
wende ich mich heute an Sie: Bitte lassen Sie Dr. Eduardo Cardet sofort und
bedingungslos frei, da er ein gewaltloser politischer Gefangener ist, der
sich nur deshalb in Haft befindet, weil er sein Recht auf Meinungsfreiheit
friedlich ausgeübt hat. Bitte sorgen Sie auch dafür, dass er bis zu seiner
Freilassung jede notwendige medizinische Versorgung erhält, dass er weder
gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird und dass er regelmäßigen
Zugang zu seiner Familie und Rechtsbeiständen seiner Wahl erhält.
Untersuchen Sie bitte den mutmaßlichen Angriff auf Eduardo Cardet und sorgen
Sie dafür, dass er und auch die anderen Gefangenen jederzeit durch wirksame
Maßnahmen geschützt werden.

mit freundlichen Grüßen

Appell an:

Raúl Castro Ruz
Presidente de la República de Cuba
La Habana
KUBA

Sende eine Kopie an:

Botschaft der Republik Kuba
S. E. Herrn Ramon Ignacio Ripoll Diaz
Stavanger Str. 20
10439 Berlin
Fax: 030-4473 7038
E-Mail: <mailto:recepcion@botschaft-kuba.de> recepcion@botschaft-kuba.de
oder <mailto:consulberlin@t-online.de> consulberlin@t-online.de

Amnesty fordert:

· Bitte lassen Sie Dr. Eduardo Cardet sofort und bedingungslos frei,
da er ein gewaltloser politischer Gefangener ist, der sich nur deshalb in
Haft befindet, weil er sein Recht auf Meinungsfreiheit friedlich ausgeübt
hat.

· Bitte sorgen Sie auch dafür, dass er bis zu seiner Freilassung
jede notwendige medizinische Versorgung erhält, dass er weder gefoltert noch
in anderer Weise misshandelt wird und dass er regelmäßigen Zugang zu seiner
Familie und Rechtsbeiständen seiner Wahl erhält.

· Untersuchen Sie bitte den mutmaßlichen Angriff auf Eduardo Cardet
und sorgen Sie dafür, dass er und auch die anderen Gefangenen jederzeit
durch wirksame Maßnahmen geschützt werden.

Sachlage

Am Nachmittag des 19. Dezember 2017 wurde Eduardo Cardet im "Cuba
Si"-Gefängnis laut Angaben seiner Frau Yaimaris Vecino von drei
Mitgefangenen angegriffen. Dies ereignete sich offenbar unmittelbar nach
seiner Verlegung dorthin aus dem provisorischen Gefängnis von Holguín.
Daraufhin sollte er erneut in ein anderes Gefängnis verlegt werden, worüber
Yaimaris Vecino sowie weitere Angehörige von Eduardo Cardet jedoch erst am
Tag dieser Verlegung von den Gefängnisbehörden informiert wurden. Seine
Familienangehörigen durften ihn nur wenige Minuten lang besuchen und wurden
nicht über die Gründe für seine Verlegung informiert.

Yaimaris Vecino sagte Amnesty International, dass sie ihren Mann zwischen
dem 19. Dezember - dem Tag, an dem er angegriffen wurde - und dem 15. Januar
nicht besuchen durfte. Am 15. Januar stellte sie bei einem Besuch zwei runde
Narben am Bauch von Eduardo Cardet fest. Ihren Angaben zufolge berichtete
ihr Mann, dass er keine medizinische Versorgung erhalten habe und seit dem
Übergriff unter Kopfschmerzen und Schwindelanfällen leide.

Am 9. Januar legte die Schwester von Eduardo Cardet bei der
Staatsanwaltschaft von Havanna Beschwerde über den mutmaßlichen Angriff ein.
Am 19. Januar gab Yaimaris Vecino an, dass die Familie noch keine Antwort
erhalten habe.

Eduardo Cardet ist Leiter der Christlichen Befreiungsbewegung (Movimiento
Cristiano Liberación - MCL), die sich für Demokratie einsetzt. Er war seit
seiner Festnahme am 30. November 2016, fünf Tage nach dem Tod des ehemaligen
Staatschefs Fidel Castro, im Gefängnis in Holguín festgehalten worden. Vor
seiner Festnahme hatte Eduardo Cardet internationalen Medien Interviews
gegeben, in denen er sich kritisch über die kubanische Regierung äußerte.