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Eines der wichtigsten wirtschaftlichen Probleme der kubanischen Wirtschaft ist sicherlich die mangelhafte Produktivität der Landwirtschaft.
Aktuelle Situation:
* ca. 80 % der Lebensmittel müssen importiert werden, wodurch die insbesondere im Tourismus erwirtschafteten Devisen wieder verloren gehen. * Auch die Produktion von Zuckerrohr hat wohl einen Tiefpunkt erreicht. * Die neuen Privatbauern sind überwiegend nicht ausreichend erfolgreich und unproduktiv, dies auch wegen fehlender Qualifikation und fehlender finanzieller Mittel.
Welche realistischen Möglichkeiten gibt es dies zeitnah zu ändern ?
Zitat von jojo1Eines der wichtigsten wirtschaftlichen Probleme der kubanischen Wirtschaft ist sicherlich die mangelhafte Produktivität der Landwirtschaft.
Aktuelle Situation:
* ca. 80 % der Lebensmittel müssen importiert werden, wodurch die insbesondere im Tourismus erwirtschafteten Devisen wieder verloren gehen. * Auch die Produktion von Zuckerrohr hat wohl einen Tiefpunkt erreicht. * Die neuen Privatbauern sind überwiegend nicht ausreichend erfolgreich und unproduktiv, dies auch wegen fehlender Qualifikation und fehlender finanzieller Mittel.
Welche realistischen Möglichkeiten gibt es dies zeitnah zu ändern ?
------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Wie Du selbst schon erkannt hast,ausreichende finanziellen Mittel und Qualifiezierung fehlen. Realistisches Mittel dagegenDu meinst was man im Moment unter dem herschenden System machen könnte? Mir fällt nur unrealistisches ein:Abschaffung des 2 Währungen Systems,eine Gesetzgebung die Selbständigkeit richtigfördert,Infrastrukturmaßnahmen zb.Straßen. Bürokratieabbau (Hast Du in Cuba schon mal Papierkrieg zu erledigen gehabt?) Ausländer als Lehrer zulassen (Ich zb.könnte denen die Apfelsinen-Erträge locker um 1/3 steigern.) Ja,und den typischen Cuba-Macho müßte man auch abschaffen,von wegen ich bin Mann,ich weiß alles von Geburt an
Als erstes fehlt eine zuverlässige Vertrags- und Rechtssicherheit. Und die ist selbst wenn der Wille seitens der Regierung ernsthaft vorhanden wäre in Kuba nicht realisierbar. Denn das Damoklesschwert möglicher Enteignung und Totalverlust durch Restitutionsansprüche schwebt ständig über jedem der sich da mit Arbeitskraft und Geld engagieren würde.
Zitat von el loco alemánAls erstes fehlt eine zuverlässige Vertrags- und Rechtssicherheit. Und die ist selbst wenn der Wille seitens der Regierung ernsthaft vorhanden wäre in Kuba nicht realisierbar. Denn das Damoklesschwert möglicher Enteignung und Totalverlust durch Restitutionsansprüche schwebt ständig über jedem der sich da mit Arbeitskraft und Geld engagieren würde.
Da irrst du. Die internationalistischen Brigaden stehen schon bereit, Kuba bis zum letzten Blutstropfen gegen mögliche Invasoren aus dem Norden zu verteidigen!! Und mit so einer Einstellung läufst du auch keine Gefahr sonstwelch gearteter Enteignungen.
Das Privatbauern tatsächlich wenig effektiv sind würde mich wundern. Zumindest vor der Einführung der Massnahmen der Landverteilung waren die wenigen Privatbauern mit Abstand die am produktivsten produzierenden Einheiten. Klar, dass es einige geben wird, die sich das Landleben anders vorgestellt haben und wieder aufgeben werden.
Zitat von LuzDie internationalistischen Brigaden stehen schon bereit, Kuba bis zum letzten Blutstropfen gegen mögliche Invasoren aus dem Norden zu verteidigen!!
Du meinst Ausländer, wie Luz, die Kuba vor den im Ausland lebenden Kubanern "beschützen" wollen? Das nennen die Linken bei anderen immer "Einmischung in innere Angelegenheiten". Außer dümmliches Hugo-Geschwätz, dass seine Armee die kubanische Revolution verteidigen werde, habe ich von solchen "internationalen Brigaden" noch nichts gehört.
________________________________________ “The problem with socialism is that you eventually run out of other people's money.” ‒ Margaret Thatcher
Zitat von LuzDas Privatbauern tatsächlich wenig effektiv sind würde mich wundern.
Die Privatbauern sind deshalb unproduktiv, oder weit weniger produktiv als sie eigentlich könnten, weil sie von der Regierung an der kurzen Leine gehalten werden: unwirtschaftliche Zwangsabgabepreise, wenig Möglichkeiten (u.a. fehlende Märkte) zum Einkauf benötigter Produktionsmittel, schlechtes Transportwesen, Bürokratie, ...
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Ich wäre da jetzt mal skeptisch. Bei vielen dieser Zahlen. In Kuba läuft doch vieles im Graubereich, es ist nicht so (ausser vielleicht Kühe), daß dort jedes Weizenkorn, jeder Malanga gezählt wird. Das baut jemand an und dann wird es am Schwarzmarkt verhökert. In Statistiken kommt hier kaum etwas. Ein Ansatz ist da natürlich dann eine evtl. einzutreibende Steuer, aber auch da werden die Privatbauern Mittel und Wege finden (zumindest anfangs) diese zu umgehen.
Dass keine Kohle (Stichwort Mikrokredite) in ausreichendem Masse vorhanden ist und viele der aufgezählten Probleme real existieren, kommt auf der anderen Seite natürlich auch dazu.
Das kann ich so auch bestätigen.Die Campesinos,zumindest die in Dorf oder Stadtnähe,sind nicht arm. Da geht einiges unter der Hand.Für den Staat die Reste.
Es geht ja auch weniger darum, dass die Bauern für den Eigenbedarf ausreichend produzieren und nebenbei noch etwas den Schwarzmarkt bedienen, sondern vielmehr dass ausreichend angebaut wird, sodass Kuba seinen Lebensmittelimport merklich herunterfahren kann.
________________________________________ “The problem with socialism is that you eventually run out of other people's money.” ‒ Margaret Thatcher
Die will ich doch den Bauern gar nicht nehmen, sondern dass staatlicherseits vernünftige Rahmenbedingungen für deutlich mehr als Eigenbedarfsproduktion und Schwarzmarkt gesetzt werden.
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Ich muss immer Düsen für die IFA-Wassepumpen, die zum Reisanbau im Dorf meiner Frau verwendet werden, mitbringen. Ist schon abenteuerlich, der Reis wird auf der Straße getrocknet, man muss aufpassen, dass man mit dem Auto nicht durch den Reis fährt. Das Problem scheint wirklich das Beschaffen von Geräten und Ersatzteilen zu sein. Ich denke ansonsten sind die Kubaner schon kreativ, weil sie auch mit Landwirtschaft Geld verdienen können. Vor zwei oder drei Jahren haben wir auch eine Familie aus Ciego de Avila kennengelernt die eine größere Finca haben und auch Angestellte. Zumindest können sie sich jedes Jahr zwei Wochen für CUC ein günstiges Hotel in Varadero leisten. Wir treffen sie jedes Jahr in Varadero und sie haben uns auf ihre Finca eingeladen, da wir dieses Jahr nach Santiago wollen fahren wir dort wahrscheinlich vorbei.
Zitat von cardenasWie Du selbst schon erkannt hast,ausreichende finanziellen Mittel und Qualifiezierung fehlen. Realistisches Mittel dagegenDu meinst was man im Moment unter dem herschenden System machen könnte? Mir fällt nur unrealistisches ein:Abschaffung des 2 Währungen Systems,eine Gesetzgebung die Selbständigkeit richtigfördert,Infrastrukturmaßnahmen zb.Straßen. Bürokratieabbau (Hast Du in Cuba schon mal Papierkrieg zu erledigen gehabt?) Ausländer als Lehrer zulassen (Ich zb.könnte denen die Apfelsinen-Erträge locker um 1/3 steigern.) Ja,und den typischen Cuba-Macho müßte man auch abschaffen,von wegen ich bin Mann,ich weiß alles von Geburt an
Deshalb lohnt keine Debatte mit Cubaner, ich halte mich in entsprechender Situation immer zurück und nicke gen Himmel schauend. und sage nur:"el señor del cielo sabe todo, pero los Cubanos saben siempre todo mejor"
Leider verstehen nur die wenigsten diese Anspielung.
Zitat von LuzDa irrst du. Die internationalistischen Brigaden stehen schon bereit, Kuba bis zum letzten Blutstropfen gegen mögliche Invasoren aus dem Norden zu verteidigen!! Und mit so einer Einstellung läufst du auch keine Gefahr sonstwelch gearteter Enteignungen.
Das Privatbauern tatsächlich wenig effektiv sind würde mich wundern. Zumindest vor der Einführung der Massnahmen der Landverteilung waren die wenigen Privatbauern mit Abstand die am produktivsten produzierenden Einheiten. Klar, dass es einige geben wird, die sich das Landleben anders vorgestellt haben und wieder aufgeben werden.
Wie bist du heute drauf? Nimmst du Drogen oder ist das das Überbleibsel aus der Bildzeitung vom Balaton. Oder doch nur Satire
LG Félix
___________________________________ Hay mas tiempo que vida
Zitat von ElHombreBlancoDie will ich doch den Bauern gar nicht nehmen, sondern dass staatlicherseits vernünftige Rahmenbedingungen für deutlich mehr als Eigenbedarfsproduktion und Schwarzmarkt gesetzt werden.
------------------------------------------------------------------------- Natürlich. Aber JOJO sprach von realistischen Möglichkeiten sofort etwas zu ändern. Und da fällt mir nichts ein.Dir?
Zitat von ElHombreBlancoDie will ich doch den Bauern gar nicht nehmen, sondern dass staatlicherseits vernünftige Rahmenbedingungen für deutlich mehr als Eigenbedarfsproduktion und Schwarzmarkt gesetzt werden.
------------------------------------------------------------------------- Natürlich. Aber JOJO sprach von realistischen Möglichkeiten sofort etwas zu ändern. Und da fällt mir nichts ein.Dir?
Mir ja, wenn jeder aus dem Foro der Familie in Cuba hat so ein Gerät mit Zubehör rüber bringt geht es vorwärts.
LG
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Zitat von cardenasAber JOJO sprach von realistischen Möglichkeiten sofort etwas zu ändern.
"Sofort" ist unmöglich, "zeitnah" - wie Jojo schrub - sehr schwierig, perspektivisch (3-5 Jahre), dürfte aber mit den angesprochenen Maßnahmen wohl was zu machen sein.
________________________________________ “The problem with socialism is that you eventually run out of other people's money.” ‒ Margaret Thatcher
Zitat von cardenasLOL Felix.Vieleicht transportiert Condor das ja als Rollstuhl kostenfrei. Aber wenn schon dann einen Holder.
Besser noch eine Agria, die produzierern heute noch und haben mehr Zubehör. Übrigens, meine Familie steht sich deswegen gerade die Füße Wund für eine Importgenehmigung. Nur la fea maricona china, oder deren Vertreter, meint man könne sich damit am Volke bereichern.
Also nicht so gut die Agrarreform, mit Steinzeitmittel soll es effektiver und schneller gehen, a lo cubano halt.
LG Félix
___________________________________ Hay mas tiempo que vida
Mir ja, wenn jeder aus dem Foro der Familie in Cuba hat so ein Gerät mit Zubehör rüber bringt geht es vorwärts.
Und ich sage dir sogar ziemlich genau voraus was damit passieren wird: auf die Ladefläche werden paar Sitzbänke montiert und dann gehts los mit Schwarztaxi fahren, solange bis der Karren irgendwann mal wegen Ersatzteilmangel liegenbleibt. Dann ist der Yuma dran schuld, wenn er keine neuen Ersatzteile mitbringt. Als Geschenk, versteht sich.
Zitat von cardenasLOL Felix.Vieleicht transportiert Condor das ja als Rollstuhl kostenfrei. Aber wenn schon dann einen Holder.
Besser noch eine Agria, die produzierern heute noch und haben mehr Zubehör. Übrigens, meine Familie steht sich deswegen gerade die Füße Wund für eine Importgenehmigung. Nur la fea maricona china, oder deren Vertreter, meint man könne sich damit am Volke bereichern.
Also nicht so gut die Agrarreform, mit Steinzeitmittel soll es effektiver und schneller gehen, a lo cubano halt.
LG Félix
Meines Erachtens ist eine effektive Verwaltung auch sehr wichtig. China hat schon von 1000 Jahren eine zuverlässige landwirtschaftliche Produktion erreicht, siehe:
Nun kann man daraus zumindest lernen, dass man hinreichend gutfunktionierende Strukturen braucht. Dies bedeutet meines Erachtens z.B. auch sehr gute organisierte Genossenschaften, wie es diese in Deutschland und Österreich schon lange gibt. Nur dann kann ein Privatbauer ohne Kapital Maschinen ausleihen und Dünger und Saatgut erhalten. Aber ich sehe halt auch immer wieder unzählige defekte landwirtschaftliche Maschinen, die wohl seit Jahren niemand repariert, weil natürlich - mal wieder - niemand zuständig ist. Das Ersatzteilproblem kommt hinzu, aber so wie ich die Kubaner kenne, wäre dies immer lösbar und wenn man ein Ladagetriebe in einen Traktor einbaut usw...
Nach Aussagen von Mitarbeiterinnen der kubanischen Verwaltung entsprechen die Statistiken im wirtschaftlichen Bereich in Kuba nicht der Realität. Es sind Fehlberechnungen und mutwillig falsche Angaben enthalten, damit das Regime positive Zahlen veröffentlichen kann.
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