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Der britische Autor der aus meiner Sicht besten Kuba-Reiseführer (Moon Travel Guide) schildert in seinem Blog die erstaunlichen Eindrücke von einem Besuch der zahnärztlichen Abteilung eines Krankenhauses in Cienfuegos. Die Devisen-zahlende Touristin und Teilnehmerin einer teuren Rundreise, die Christopher Baker als Reiseführer begleitete, war zur Behandlung eines akuten Abszesses von der Clínica Internacional eigens dorthin überwiesen worden. Das Tablett, auf dem die Instrumente lagen, war vermutlich seit Monaten nicht mehr abgewischt worden (von gereinigt ganz zu schweigen)... das muss am US-Embargo liegen!
(...) The first image took my breath away. I couldn’t believe my eyes. Dental instruments were sitting in a tray that hadn’t been cleaned — not even wiped! — in ages. Literally, my best guess is in months, if not years! A microscopic study might well have revealed every known bacteria under the sun. In Europe or North America, the hospital would be instantly closed as a health hazard. The travelers looked up at me with a mix of revulsion and near-panic.
Wenn er derartige Lügengeschichten und Verleumdungen über den größten Stolz der Revolution verbreitet, frage ich mich, ob Baker auch noch in Zukunft Reisegruppen durchs Land führen darf...
Ich war mal in der Zahnarztpraxis der Clínica Internacional in Santiago. Die Einrichtung hat mich an einen DDR-Zahnarzt erinnert. Aber ansonsten nicht wirklich schlimm.
________________________________________ “The problem with socialism is that you eventually run out of other people's money.” ‒ Margaret Thatcher
Zitat von HayCojonesWenn er derartige Lügengeschichten und Verleumdungen über den größten Stolz der Revolution verbreitet, frage ich mich, ob Baker auch noch in Zukunft Reisegruppen durchs Land führen darf...
Und dann noch solche Fragen und Antworten bezüglich der Verfügbarkeit von Medikamenten stellt..
Zitat The Cuban government disingenuously tells Cubans that the U.S. embargo is to blame for the critical shortage of basic medicines. How, then, to explain the fully-stocked pharmacies serving tourists, which Cubans never get to see? Clearly, a political decision has been made to not stock the Cuban pharmacies.
Why? I can think of only one plausible reason: It’s great politics in Fidel Castro’s pathological demonization of Uncle Sam.
Mir haben sie vor Jahren (2004?) mal einen Zahn in Las Tunas gezogen. Das Behandlungszimmer der Zahnklinik war gut eingerichtet und blitzsauber. Die technische Ausrüstung befand sich ca. auf dem Niveau der 60er Jahre, aber was solls...Zuerst wollte der Arzt 50.-CUC, am Ende har er es dann aber für 20.-CUC gemacht.
Zitat von ReyDas Behandlungszimmer der Zahnklinik war gut eingerichtet und blitzsauber.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das kubanische Gesundheitsministerium vorschreibt, dass medizinisches Gerät nicht gereinigt werden darf. Aber andererseits scheint die Einhaltung von Standards für so selbstverständlich gehalten zu werden, dass man sich die Kontrolle spart.
Auch ich mußte letztes Jahr wegen eines Abszesses die clinica in Cienfeuegos besuchen. Das Tablett am Behandlungsstuhl sah ähnlich aus wie auf dem Foto. Alles schief und dreckig. Die Apparatur mit den Bohrern war aus China "Shanghai Instruments" o.ä., wobei die Druckanzeige daran komplett rostig und verdreckt war und wohl auch nicht mehr funktionerte. Das ganze war in einem Behandlungssaal, wo ca. 8 Stühle in einer Reihe standen und es zuging wie im Taubenschlag. Die Instrumente kamen in einer Pappe eingeschlagen aus einem Ultraschallbad. Dann ein Spray - mit einem Messer aufgeschnitten und ausgedrückt - fertig-.
Auch heute sind die Behandlungsvoraussetzungen an den meisten Orten so veraltet,das man niemndem Zahnprobleme wünscht.Trotzdem hat sich an verschiedenen Orten auch etwas positiv geändert. Vor 5 Jahren war ich mit einem 9jährigen Jungen bei einem Zahnarzt in einem kleinen Ort nahe Holguin. Die Bestuhlung,Werkzeug u Aparatur war stark runtergekommen.Bei diesem Anblick packte dem Kind die pure Angst.Mit viel Überredung erfolgte die Behandlung statt.Kariesbehandlung,bohren ,füllen. Da ich den Zahnarzt familiär kannte ,erlaubte er Fotos für meinen persönl Gebrauch als Erinnerung( zu machen. Zwei Jahre später mußte ich den Zahnarzt neu aufsuchen. Ganz stolz zeigte mir der Arzt nun alles.Zwei neue Behandlungsstühle u Apparate vorhanden. Herkunft : Brasilien.Trotzdem noch ein Wermutstropfen:Kein Wasseranschluß f Behandlung möglich.Teile nicht mitgeliefert und Ersatzteile nicht nachträglich lieferbar!! Behandlungskosten f Kubaner frei.Aber aus Symphatie schenken die Patienten (Hühner,Fleisch,Kartoffeln). Und aus diesem Grunde möchte der Arzt nicht in einer größeren Stadt kontrolliert arbeiten. Gruß Mirle
Meinem Freund (Cubaner) habe ich das Foto gezeigt. Er sagte, dass so ganz häufig Zahnarztpraxen auf Cuba aussehen. Und die hygienischen Umstände sind leider manchmal auch nicht so gut.
Vor ca. drei Jahren ist er (und ca. 3-4 andere Patienten) bei einer Zahnreinigung mit Hepatitis B angesteckt worden. Positiv zu bemerken ist, dass sehr sorgfältig geprüft wurde, wo die Ansteckungsquelle sein könnte. Und es blieben halt nur die Instrumente der Poliklinik übrig, die nicht richtig sterilisiert wurden. Der Verantwortliche dafür sei entlassen worden.
Auch erzählte mein Freund, dass er am Arbeitsplatz doch gegen Hepatitis geimpft worden sei. Aber bei genauerer Nachfrage stellte sich heraus, dass er nur eine Impfung erhalten hatte. Es fehlten wohl die weiteren Impfdosen für die notwenigen zwei weiteren Impfungen, um eine aktive Immunisierung zu gewährleisten.
Glück im Unglück: Eine HIV Infektion fand nicht durch die Instrumente statt. Die Hepatitis B Infektion ist schon lange ausgeheilt.
Also, wer nicht unbedingt zum Zahnarzt muss auf Cuba, sollte es meiner Meinung nach bleiben lassen.
Gestern habe ich mit einer Freundin (Cubanerin) in Spanien telefoniert. Ihr Freund (beide leben und arbeiten schon einige Jahre in Spanien und sind "onze-messinos") ist mit einem "schlimmen" Backenzahn nach Cuba zurückgefahren und wollte sich dort behandeln lassen. In St. Antonio de los Banos (Cuba) ist ihm gesagt worden, er würde zwar dort behandelt werden können, wenn er das wolle. Aber selbst die Zahnärztin (!) hat ihm dringend davon abgeraten, da die Infektionsgefahr deutlich erhöht sei und er solle sich besser in Spanien behandeln lassen.
Meine damalige Novia hatte nal einen Notfall, ein Zahn musste sehr dringend gezogen werden. In der Clinic dann die Aussage dass keine desinfizierten Instrumente vorraetig seien, keine Spritze fuer die lokale Betauebung etc. Dann die Frage der Aerztin: Ich habe gehoert Du bist mit einem Yuma zusammen stimmt das???? Aha so laueft das 10 CUC wechselten die Besitzerin und schon war alles vorhanden!!!! Cuba live!!!!!
In St. Antonio de los Banos war aber kein Yuma beteiligt, sondern nur Cubaner. Und der Cubaner aus Spanien ist nicht so blauäugig zu glauben, dass er dann für 10 cuc ne sterile Behandlung kriegen würde.
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