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Dieses Thema hat 95 Antworten
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 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
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guzzi
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Ramon
19.01.2008 04:40

Ist jemandem den namen Ramon Castro Ruz bekannt, viele sprechen immer nur Von Fidel, Raul, Ramon ist auch eine Persönlichkeit in der Cuba Politik

Rafael_70
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#2 RE: Ramon
19.01.2008 04:59
Zitat von guzzi
Ist jemandem den namen Ramon Castro Ruz bekannt, viele sprechen immer nur Von Fidel, Raul, Ramon ist auch eine Persönlichkeit in der Cuba Politik



Claro que sí.

Die ganze Castro-Sippe ist irgendwie in die politische Führung des Landes eingebunden, von Mariela über Raúl, Ramón, Fidelito und alle anderen.
Also echt breite Vertretung aller Kubaner in den Top-Positionen ...

Rafael_70
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#3 RE: Ramon
19.01.2008 08:41

pepino
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#4 RE: Ramon
19.01.2008 09:27

er wird auch mongo genannt wohnt am stadtrand von havanna und ist " agrarspezialist"




HayCojones
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Rey/Reina del Foro


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#5 RE: Ramón Castro Ruz
19.01.2008 09:50
In diesem TV-Beitrag der BBC vom 7. November 2007 wird Mongo am Rand der Handelsmesse in Havanna interviewt (ab 1'19).

http://www.kubaforen.de/t520989f11718482...i-BBC-News.html
Angefügte Bilder:
ramon.jpg  
don olafio
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#6 RE: Ramon
19.01.2008 10:05

Zitat von Rafael_70
Zitat von guzzi
Ist jemandem den namen Ramon Castro Ruz bekannt, viele sprechen immer nur Von Fidel, Raul, Ramon ist auch eine Persönlichkeit in der Cuba Politik



Claro que sí.

Die ganze Castro-Sippe ist irgendwie in die politische Führung des Landes eingebunden, von Mariela über Raúl, Ramón, Fidelito und alle anderen.
Also echt breite Vertretung aller Kubaner in den Top-Positionen ...

Tja, das ist natürlich in hoch demokratischen Staaten wie den USA natürlich gaaanz, gaaanz anders...
Nebenbei: Gerade Ramon hat nun eben keine politische Funktion....

pepino
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#7 RE: Ramon
19.01.2008 10:29

Zitat von don olafio
Zitat von Rafael_70
Zitat von guzzi
Ist jemandem den namen Ramon Castro Ruz bekannt, viele sprechen immer nur Von Fidel, Raul, Ramon ist auch eine Persönlichkeit in der Cuba Politik



Claro que sí.

Die ganze Castro-Sippe ist irgendwie in die politische Führung des Landes eingebunden, von Mariela über Raúl, Ramón, Fidelito und alle anderen.
Also echt breite Vertretung aller Kubaner in den Top-Positionen ...

Tja, das ist natürlich in hoch demokratischen Staaten wie den USA natürlich gaaanz, gaaanz anders...
Nebenbei: Gerade Ramon hat nun eben keine politische Funktion....


misst jetzt hat wieder jemand vergessen noch alle hundert länder aufzuzählen wo das auch so ist

user_k
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#8 RE: Ramon
19.01.2008 10:36

Zitat von Rafael_70
Zitat von guzzi
Ist jemandem den namen Ramon Castro Ruz bekannt, viele sprechen immer nur Von Fidel, Raul, Ramon ist auch eine Persönlichkeit in der Cuba Politik



Claro que sí.

Die ganze Castro-Sippe ist irgendwie in die politische Führung des Landes eingebunden, von Mariela über Raúl, Ramón, Fidelito und alle anderen.
Also echt breite Vertretung aller Kubaner in den Top-Positionen ...





Genau. Sogar Nachkommen von dieser Familie sind mit Auslandischen Investoren(in Kuba).
verheiratet
50 Jahre immer noch als Funtionier ,,,, Unglaubig

Der Ramon hat eine größe Finca außerhalb von Havanna. Rinde , Pferde, der lieb wie en Millonär, so wie alle in diese Familie.

don olafio
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#9 RE: Ramon
19.01.2008 14:18
Zitat von pepino
Zitat von don olafio
Zitat von Rafael_70
Zitat von guzzi
Ist jemandem den namen Ramon Castro Ruz bekannt, viele sprechen immer nur Von Fidel, Raul, Ramon ist auch eine Persönlichkeit in der Cuba Politik



Claro que sí.

Die ganze Castro-Sippe ist irgendwie in die politische Führung des Landes eingebunden, von Mariela über Raúl, Ramón, Fidelito und alle anderen.
Also echt breite Vertretung aller Kubaner in den Top-Positionen ...

Tja, das ist natürlich in hoch demokratischen Staaten wie den USA natürlich gaaanz, gaaanz anders...
Nebenbei: Gerade Ramon hat nun eben keine politische Funktion....


misst jetzt hat wieder jemand vergessen noch alle hundert länder aufzuzählen wo das auch so ist

Wann hätte ich mich jemals einem deiner Wünsche verschlossen?

Also:
Ägypten, Aserbaidschan, Argentinien, Bangladesch, Burundi, Bayern, Bhutan, Chile, Dschibuti, Fidschi, Griechenland, Indien, Indonesien, Jordanien, Katar, Kongo, Kuwait, Lesotho, Libanon, Libyen, Liechtenstein, Marokko, Mauritius, Monaco, Nepal, Nicaragua, Nordkorea, Oman, Pakistan, Papua-Neuguinea, Philippinen, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Simbabwe, Sri Lanka, Suriname, Swasiland, Syrien, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Uganda, Usbekistan, Vanuatu,Vereinigte Arabische Emirate, Weißrussland, Zentralafrikanische Republik...

Als besonders hervorhebenswert erscheint mir darüber hinaus der Staat Tuvalu, der sein Geld vor allem mit dem Verkauf von Internet-Domains (Endung "tv") verdient und nicht mal über eine einzige Partei verfügt, sondern sein Parlament ehrlicherweise gleich von Sippenverbänden bilden lässt.

Desweiteren müssten nicht wenige Monarchien (z.B. Belgien, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien, Thailand) in die Aufzählung aufgenommen werden, bei denen die Potentaten zwar offiziell keinen direkten Zugriff auf die Tagespolitik ausüben, deren Einfluss auf Grund der lebenslangen Amtszeit (und wg. der Erbfolge darüber hinaus) aber unbestritten sein sollte.

Die Stellung Deutschlands ist dabei noch unklar, wiewohl es hier bereits erfolgversprechende Ansätze gibt. Erwähnt seien hier unter anderem die Brüder Vogel (Hans-Jochen und Bernhard), Schäuble (Thomas und Wolfgang) sowie Alfons und Thomas Goppel, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg und Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (jeweils Vater und Sohn).
Eindeutig klargestellt sei hingegen, dass Gerhard Schröder nicht mit Gerhard Schröder verwandt oder verschwägert ist - sie sind nicht einmal identisch.

Keine Berücksichtigung fanden hier Staaten wie St. Kitts und Nevis oder die Turks- und Caicosinseln, weil es sich bei deren jeweils sehr überschaubaren Einwohnerzahlen weniger um Politik, als vielmehr um Familienangelegenheiten handeln dürfte.


Don Olafio
pepino
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#10 RE: Ramon
19.01.2008 14:34

siehste olaf und wenn wir über all diese länder schreiben würden, würde das unser kleines cubaforum sprengen und deshalb finde ich dieses ständige " in anderen länder ist es viel schlimmer.. " etwas mühsam


ElHombreBlanco
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#11 RE: Ramon
19.01.2008 14:43
Zitat von don olafio
Also:
Vanuatu, ... , Vereinigte Arabische Emirate,

Dazwischen fehlt noch ein Staat, der laut Transparency International zu den korruptesten der Welt gehört und auch viele Familienmitglieder (Vetter) des Staatschefs in den Top-Positionen von Staat und Wirtschaft zu finden sind...

--
La vida debería ser amarilla... amar y ya.

el carino
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#12 RE: Ramon
19.01.2008 14:44

In Antwort auf:
wenn wir über all diese länder schreiben würden, würde das unser kleines cubaforum sprengen und deshalb finde ich dieses ständige " in anderen länder ist es viel schlimmer.. " etwas mühsam


gurke, hast du mit deinem film über Cuba`s ruinen nicht auch indirekt den vergleich zu europa gezogen, wo ja alles ja so viel besser ist? du hast sogar, wenn ich mal ganz böse bin, sogar die zeiten Batisdas hervorgehoben. da war alles noch intakt und nicht so runtergekommen. die häuser noch in statisch perfektem zustand, sodass lumpenpack wie die amerikanischen mafia (geschäfts) bosse dort die cubanischen prostituierten tanzen liesen.

alles auslegungssache.

don olafio
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#13 RE: Ramon
19.01.2008 15:03
@pepino
Wertung speist sich nun einmal durch den Vergleich, und da oft direkt (und zuweilen unterschwellig) die Kritik an den "cubanischen Zuständen" mit der "Empfehlung" oder der Favorisierung eines anderen konkreten Systems einhergeht, dann ist der Vergleich schon mal da. Und der besagt: "In dem von uns - auch für Kuba - gewünschten System ist alles besser".
Wenn also - im konkreten Fall - die kubanische "Familienbande" (Karl Kraus) als etwas Singuläres, offenbar nur im kubanischen System Vorhandes dargestellt und damit gleichzeitig impliziert wird: In dem favorisierten System ist das aber ganz anders... - dann muss schon der Hinweis gestattet sein: Nee, isses nicht.

Voll und ganz Recht gebe ich dir, wenn sich derartige Dinge (siehe z.B. "Rumänien und die EU" oder "Emazipation" etc.) so sehr Verselbständigen, so dass ein Bezug zu Kuba nicht einmal mehr in Ansätzen zu erkennen ist. Dafür ist das Kubaforum dann wirklich etwas zu klein.


Don Olafio
pedacito
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#14 RE: Ramon
19.01.2008 15:04

Zitat von ElHombreBlanco
Zitat von don olafio
Also:
Vanuatu, ... , Vereinigte Arabische Emirate,

Dazwischen fehlt noch ein Staat, der laut Transparency International zu den korruptesten der Welt gehört und auch viele Familienmitglieder (Vetter) des Staatschefs in den Top-Positionen von Staat und Wirtschaft zu finden sind...


Zwischen Vanuatu und Vereinigte Arabische Emiirate? Das kann nur der von dir regierte Vatikanstaat sein!

62 = 3.500.000.000 (2016)

Rafael_70
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#15 RE: Ramon
19.01.2008 15:10

Zitat von don olafio
Wenn also - im konkreten Fall - die kubanische "Familienbande" (Karl Kraus) als etwas Singulaäres, offenbar nur im kubanischen System Vorhandes dargestellt und damit gleichzeitig impliziert wird: In dem favorisierten System ist das aber ganz anders... - dann muss schon der Hinweis gestattet sein: Nee, isses nicht.

Voll und ganz Recht gebe ich dir, wenn sich dertige Dinge (siehe z.B. "Rumänien und die EU" oder "Emazipation" etc.) sich völlig Verselbständigen, so dass ein Bezug zu Kuba nicht einmal mehr in Ansätzen zu erkennen ist.


Don Olafio


Also man könnte dem Compañero Ramón ja eine eigene Provinz schenken (als "Lehen" vergeben), und die würde dann "Ramonien" heissen.

Damit hätten wir den Brückenschlag gefunden: "Rumänien" - "Ramonien"

In Bezug auf Korruption wird es wohl keinen Unterschied geben ...


el carino
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#16 RE: Ramon
19.01.2008 15:21
In Antwort auf:
In Bezug auf Korruption wird es wohl keinen Unterschied geben ...


Raffie, es wird kein land der welt geben, wo sich die mächtigen des jeweiligen landes nicht "bereichern". ihren status ausnutzen.
gier und im weiterführendem sinne korruption ist niemals zu verhindern. es steckt in uns menschen drin.
aber: man kann es eindämmen durch ein gewisses maß an kontrolle und vernünftiger maßregelung.
wenn es allen oder wenigstens der masse eines landes gleichmäßig gut geht, könnte man eine "bereicherung" seiner führung in gewissem maße durchaus tolerieren.
zu auswüchsen wie entstandene großkonzernen, die nun massiv in die politik und somit auch in die gesetzesgebung eingreifen um ausschließlich ihre eigenen interessen zu vertreten, sind nicht zu tollerieren.

was will ein Piech mit millarden von euro privatbesitz!? kein mensch der welt kann dies in vernünftiger weise ausgeben. es ist ein größenwahn der erbärmlichst zum himmel stinkt!
das ein system wie das unsrige dies noch durch seine "gesetze" legalisiert ist schon wieder ein verbrechen an der menschlichkeit.

"wieso, es hat doch jeder in unserem lande die chance milliardär zu werden"

genau dies ist das krebsgeschwür was eine ursprünglich intakte gesellschaft auseinandertreibt!
chavalito
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#17 RE: Ramon
19.01.2008 15:27

Zitat von don olafio
Wenn also - im konkreten Fall - die kubanische "Familienbande" (Karl Kraus) als etwas Singuläres, offenbar nur im kubanischen System Vorhandes dargestellt ......
Etwas Singuläres gibt es im kubanischen Fall sehr wohl, nämlich die Tatsache, dass sich der Staatschef (trotz gewaltiger Machtfülle!) nicht die Bohne interessiert für das Anhäufen von Reichtümern, materielle Privilegien der Familienmitglieder und einen luxuriösen Lebensstil!!


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„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“
Winston Churchill

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el carino
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#18 RE: Ramon
19.01.2008 15:31
In Antwort auf:
dass sich der Staatschef (trotz gewaltiger Machtfülle!) nicht die Bohne interessiert


Fidel ist nicht bestechlich! obwohl oder gerade weil sein volk leidet hätte er seit 50 jahren die chance gehabt die hände aufzuhalten, sich schmieren zu lassen wie es zahllose führer lateinamerikanischer länder taten um ihr volk zu verraten. sicher lebt Fidel besser als eine familie im campo. aber als korrupter staatschef würde er noch viel besser leben und die familie im campo hätte warscheinlich nicht mal mehr ihre bambushütte.
ElHombreBlanco
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#19 RE: Ramon
19.01.2008 15:31

Zitat von chavalito
Etwas Singuläres gibt es im kubanischen Fall sehr wohl, nämlich die Tatsache, dass sich der Staatschef (trotz gewaltiger Machtfülle!) nicht die Bohne interessiert für das Anhäufen von Reichtümern, materielle Privilegien der Familienmitglieder und einen luxuriösen Lebensstil!!

Wie kindlich naiv unser Chavalito immer wird, wenn es ums Thema Fidel geht.

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Biene
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#20 RE: Ramon
19.01.2008 15:32

Stand nicht mal irgendwo, daß er Konten hat in Schweiz o.ä.. Biene

Rafael_70
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#21 RE: Ramon
19.01.2008 15:33
Zitat von chavalito
Zitat von don olafio
Wenn also - im konkreten Fall - die kubanische "Familienbande" (Karl Kraus) als etwas Singuläres, offenbar nur im kubanischen System Vorhandes dargestellt ......
Etwas Singuläres gibt es im kubanischen Fall sehr wohl, nämlich die Tatsache, dass sich der Staatschef (trotz gewaltiger Machtfülle!) nicht die Bohne interessiert für das Anhäufen von Reichtümern, materielle Privilegien der Familienmitglieder und einen luxuriösen Lebensstil!!


Mein lieber Chavalito, wenn das alles so stimmen sollte, warum zum Teufel findet man dann so häufig den Namen "Castro" in den Top-Positionen der kubanischen Nomenklatura?

Alles reiner Zufall?
Überlegener Gen-Pool?
Zufällige Namensgleichheit? (nicht verwandt und nicht verschwägert ..)

pedacito
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#22 RE: Ramon
19.01.2008 15:35

Zitat von chavalito
Etwas Singuläres gibt es im kubanischen Fall sehr wohl, nämlich die Tatsache, dass sich der Staatschef (trotz gewaltiger Machtfülle!) nicht die Bohne interessiert für das Anhäufen von Reichtümern, materielle Privilegien der Familienmitglieder und einen luxuriösen Lebensstil!!


War doch bei Honecker auch so? Jedenfalls die Bilder von seinem Wochenendhäuschen, das war eher marginal.

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Rafael_70
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#23 RE: Ramon
19.01.2008 15:39

Hier das Spiel zum Thema:

http://www.spielbox-online.de/indxtemp.h.../dbh/ljunta.htm

Junta
Der skrupellose Dauerbrenner


1986 hat man seinerzeit als "Das Jahr der Spiele" bezeichnet, denn es kamen eine ganze Reihe äußerst guter und zum Teil erfolgreicher Spiele auf den deutschen Markt. Zu nennen sind Titel wie Heimlich & Co., Bazaar, Malawi oder Das ver-rückte Labyrinth. Mit in diesem Jahrgang war ein Spiel, das schon auf der Nürnberger Messe für Aufregung sorgte. Das Titelbild ziert der General einer Bananenrepublik, die Uniformmütze zeigt schwarz-rot-goldene Verzierungen und das Gütesiegel "Made in Germany", Dollars fliegen herum, und auch der Mercedes fehlt nicht im Hintergrund. Der Stempel "Freigegeben ab 18 Jahren" macht dann endgültig klar, daß hier eine gefährliche Satire in Spieleform vorliegt.

Junta, herausgegeben von der altehrwürdigen Altenburger und Stralsunder Spielkartenfabrik AG (ASS), wurde durch das Engagement des seinerzeitigen Spiele- und auch SpielBox-Redakteurs Reiner Müller ins Programm genommen. Er zeichnet u. a. für so erfolgreiche Spiele verantwortlich wie Barbarossa oder Die Siedler von Catan.

Man hoffte damals, daß das Thema und die freche Aufmachung dazu führen würden, daß gegen das Spiel ein Indizierungsantrag als "jugendgefährdend" gestellt werden würde, um so zu kostenloser Publicity zu kommen. Daß dies damals nicht unrealistisch war, zeigen beispielsweise der erfolgreiche Indizierungsantrag gegen die Politsatire Provopoli und das letztlich erfolglose Verfahren gegen den Spieleklassiker Risiko. Junta hingegen scheint den Tugendwächtern entgangen zu sein. Dennoch war das Spiel mäßig, aber dafür beständig, am Spielemarkt erfolgreich und hat sich jetzt schon 10 Jahre halten können. Immer noch werden in jedem Jahr rund 3.000 Spiele verkauft. Das ist besonders erstaunlich, denn Junta erschlägt die Spieler zunächst mit einer sechzehnseitigen Spielregel und einer Unmenge kleiner Pappteilchen und Karten, die das Spielmaterial bilden. Wer es jedoch einmal gespielt hat, erkennt, daß die Regeln eigentlich ganz einfach sind, weil sie logisch und nachvollziehbar reale Vorgänge abbilden.

Jeder Spieler repräsentiert einen Familienclan, der sich mit anderen die Macht in einer fiktiven Bananenrepublik teilt. Nicht das Wohlergehen des Volkes sondern das des eigenen Bankkontos in der Schweiz ist die einzige Sorge dieser Typen. Gesteuert wird das ganze Spiel über Karten, von denen jeder Spieler eine Anzahl vom Stapel zieht. Einige der Karten werden offen ausgelegt und repräsentieren dauerhaften politischen Einfluß, z. B. auf kirchentreue Bevölkerungsgruppen oder die Gewerkschaften. Andere werden verdeckt gehalten und können nur einmal ausgespielt werden.

Zunächst treten die Akteure in ganz intensive Verhandlungen. Ziel ist, den zukünftigen Präsidenten zu bestimmen. Bei dessen Wahl spielen die Karten eine wichtige Rolle, weil sie zusätzliche Stimmrechte geben. Der Präsident vergibt nun die Posten, die innerhalb der regierenden Junta zu besetzen sind. Die drei Generäle sind besonders mächtig, weil sie je eine Brigade Soldaten kommandieren. Recht hilflos sind dagegen die Kommandeure von Marine und Luftwaffe. Eine Sonderrolle hat der Innenminister, der neben der Polizei auch eine Todesschwadron kontrolliert. Diese kann in jeder Runde ein Attentat auf einen der Spieler versuchen.

Sind die Posten vergeben, zieht der Präsident verdeckt von einem Stapel mit "Entwicklungshilfe" eine bestimmte Zahl an Geldscheinen. Davon verteilt er einiges an seine Anhänger. Weil die Gelder verdeckt aufgenommen wurden, wissen diese natürlich nicht, ob der Präsident wirklich niedrige Werte gezogen hat oder einfach nur den Löwenanteil in die eigene Tasche steckt. Hier kommt es oft zu wahrhaft "herzzerreißenden" Szenen, wenn mit Schmeichelei und Drohungen versucht wird, an ein höheres Budget zu kommen.

Im weiteren Verlauf einer Runde können noch Ereignisse mit den Karten ausgelöst oder Attentate verübt werden. Kommt ein Spieler dabei um, so erhält der Spieler, der den Attentäter kontrolliert, das Geld des Verblichenen, und dessen Karten werden eingezogen. Gelder, die im Verlaufe des Spiels in die Schweiz transferiert wurden, sind jedoch sicher. Weil die Spieler aber einen ganzen Familienclan repräsentieren, kehren die Verstorbenen nach kurzer Zeit ins Spiel zurück.

Nach diesem Schema würden die Spielrunden ablaufen, wenn es nicht früher oder später zum Putsch käme! Steigt nämlich die Unzufriedenheit über den Präsidenten, dann suchen sich einige Spieler Verbündete und setzen ihre Bodentruppen in Marsch. Jetzt kommt der Spielplan, ein Stadtplan der Hauptstadt, ins Spiel, denn darauf werden die Kämpfe ausgefochten. Dabei gelten ganz einfache Spielregeln ähnlich Risiko. Auch während der Kämpfe wird ständig weiter verhandelt, werden Bündnisse eingegangen und wieder gebrochen. So ein Putsch endet, wenn entweder eine Seite kapituliert, was eigentlich nie geschieht, denn man kann über Verhandlungen vielleicht im letzten Moment noch einen wichtigen Überläufer auf seine Seite ziehen. Oder spätestens mit Ablauf der siebten Putschrunde ist der Aufstand beendet. Welche Seite dann ganz bestimmte Gebäude in der Hauptstadt besetzt hält, z. B. Präsidentenpalast oder Rundfunksender, die gewinnt.

Das zeigt schon, wie wichtig die Bodentruppen in einem Putsch sind. Darüber verfügen nennenswert aber eigentlich nur die drei Heeresgeneräle. Luftwaffe und Marine unterstützen mit Feuerkraft, sind allein aber hilflos. Die Präsidentengarde oder die Polizei mischen auch mit, und selbst das Volk wird durch bestimmte Karten zu den Waffen gerufen. Nach dem Putsch dürfen die Sieger einen der Verlierer hinrichten, wählen einen neuen Präsidenten, und das Spiel wird fortgesetzt.

So plündert man den Staat munter aus, bis das endgültige Ende des Spiels naht, wenn nämlich der Stapel der Banknoten mit den Geldern der Entwicklungshilfe zu Ende geht. Jetzt folgt die Endabrechnung, bei der die reichste Sippe zum Sieger erklärt wird und vermutlich ins sichere Exil flieht.

Das waren die grundlegenden Juntaregeln, die ergänzt werden durch eine Vielzahl weniger wichtiger Details. Junta sollte man mit mindestens sechs Leuten spielen, besser noch ist die volle Spielerzahl von sieben, denn erst dann kommen die Verhandlungen voll zur Geltung, und man kann auch die beiden mißliebigsten Spieler zur Marine bzw. Luftwaffe versetzen. Junta führt manchmal zu ganz interessanten Erkenntnissen über die Mitspieler. Bei einer meiner ersten Partien beispielsweise spielte auch ein Entwicklungshelfer mit, der gerade aus der Dominikanischen Republik zurückgekommen war. Nachdem er sich fürchterlich über die Unmoral des Spiels aufgeregt hatte, entwickelte er als Innenminister ein wahres Schreckensregime.

Nach dem Erscheinen der deutschen Ausgabe wurde Junta in Heft 4/1986 der SpielBox recht positiv besprochen. Im selben Heft gab es in der Kolumne "Besser Spielen" eine auch heute noch sehr lesenswerte Analyse des Spiels, die Martin Callies verfaßt hat. Unter anderem weist er darauf hin, daß ein Spieler, dessen Figur aus dem Spiel ausscheidet, in der amerikanischen Fassung länger aussetzen muß, nämlich zwei Runden. Damit werden kriegerische Aktionen viel gefährlicher und deshalb seltener. Das trägt zu einer Beschleunigung des Spielgeschehens bei, und man sollte diese Regel auch anwenden.

Junta stammt von dem ansonsten nicht in Erscheinung getretenen Spieleautor Vincent Tsao und ist 1979 erstmals bei dem Kleinverlag Creative Wargames Workshop erschienen, später dann bei Westend Games, ebenfalls in Amerika. Bei der Erstausgabe erregte es noch die Gemüter, daß der Autor Vincent Tsao seinen Namen unübersehbar auf das Titelblatt gebracht hatte. Was heute ganz normal erscheint, stieß damals auf einige Kritik. Im Laufe der langen Zeit wurde das Spiel in einigen Details weiterentwickelt. Insbesondere sind die ursprünglich extrem schwachen Posten der Luftwaffe und Marine etwas aufgewertet worden, indem man ihnen Fallschirmjäger bzw. Marineinfanterie als Bodentruppen gab.

In der heutigen Form ist Junta immer noch eine sehr gute Empfehlung für diejenigen, die sechs oder sieben Spieler zusammenbekommen, zwei bis vier Stunden Zeit mitbringen und Spaß daran haben, Im Spiel mal so richtig skrupellos und hinterhältig zu sein. Derzeit wird bei ASS übrigens eine leicht überarbeitete Neuauflage vorbereitet.

Berthold Heß

chavalito
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#24 RE: Ramon
19.01.2008 15:46

Aus vielen Gründen freue ich mich auf das Ende der Diktatur.

Unter anderem auch deshalb, weil dann so einige Mythen über die Person Fidel Castro zurechtgerückt werden.

Klar werden auch unappetitliche Dinge ans Licht kommen, aber hinsichtlich des Themas Korruption, Lebensstil, persönliche materielle Interessen etc. werden viele den Mund vor Staunen nicht mehr zukriegen und einräumen müssen, dass vermeintlich naive Leute wie Chaval doch nicht so weit danebenlagen.

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#25 RE: Ramon
19.01.2008 15:52

Zitat von chavalito
Aus vielen Gründen freue ich mich auf das Ende der Diktatur.

Unter anderem auch deshalb, weil dann so einige Mythen über die Person Fidel Castro zurechtgerückt werden.

Klar werden auch unappetitliche Dinge ans Licht kommen, aber hinsichtlich des Themas Korruption, Lebensstil, persönliche materielle Interessen etc. werden viele den Mund vor Staunen nicht mehr zukriegen und einräumen müssen, dass vermeintlich naive Leute wie Chaval doch nicht so weit danebenlagen.



Mag ja alles schön und recht sein, aber warum so viele Castros an den Fleischtöpfen, mein lieber Chaval?

Gibt es dafür eine rationale Erklärung und glaubst du noch an den Weihnachtsmann?



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