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Dieses Thema hat 296 Antworten
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 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
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Higgi 11
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Top - Forenliebhaber/in


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#26 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 10:50

jo jürgen, schreib mal weiter wenn es deiner gebeutelten seele guttut.

null user
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#27 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 11:15

@jo jürgen, schreib mal weiter wenn es deiner gebeutelten seele guttut.

Ach, weißt Du, sehr geehrter Higgi 11, hier in diesem board wird so viel s........... geschrieben, da fällt doch mein Beitrag kaum ins Gewicht. Verbuch es einfach unter "Sommerloch" oder halte ein Umfrage, ob ich weiter schreiben soll oder nicht, is eh nicht wichtig. Im Übrigen kann ich Dir konstatieren, daß ich derzeit keine gebeutelte Seele habe, ganz im Gegenteil. Mein Beitrag richtet sich auf die Vegangenheit und deren Verarbeitung um eventuell anderen Liebeskaspern vorschnelle Schritte zu ersparen. Aber das hatten wir hier alles schon bis zum Erbr...... Ich bewundere all diejenigen, die mit ihrer Cubana Glück gehabt haben und noch hatten, mir persönlich war es eben nicht vergönnt. Allerdings gibt es nicht viele, die so wie ich ehrlich sind und zu ihren Fehlern stehen. Schönen Tag noch, Jürgen

el loco alemán
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Rey/Reina del Foro

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Mitglied seit: 11.11.2001

#28 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 11:46
In Antwort auf:
Allerdings gibt es nicht viele, die so wie ich ehrlich sind und zu ihren Fehlern stehen. Schönen Tag noch, Jürgen

Wahre Worte. Und ein interessanter Bericht ist es außerdem.
Nur die Hoffnung, daß potenzielle LK's* dadurch die gleichen Fehler vermeiden, ist als gering einzuschätzen. Du warst ja seinerzeit selber auch wie paralysiert. In solch einer Phase ist ein LK* immer beratungsresistent.

*) LK = Liebeskasper

e-l-a
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Belinda
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#29 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 13:57

Habe den Erfahrungsbericht mit einem leichten Schmunzeln - aber auch mit einem Stechen im Herzen - gelesen. Habe ähnliches erlebt, nur halt von der Frauenseite aus gesehen, und auch schon vor vielen vielen Jahren, nämlich 1991 bis 1997. Wenn ich von meinem anstehenden Cuba-Urlaub zurück bin, werde ich auch mal etwas schreiben....Ich hoffe, ich bin diesmal "imun" gegen das Virus...

el carino
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#30 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 19:06
In Antwort auf:
Blutsturz aus der Nase während einer Fahrt von Florida nach Camagüey, Krankenhausaufenthalt, wahnsinnige Schmerzen im Rückenbereich, Krankenhausaufenthalt , Kreislaufprobleme und ähnliches mehr.
Im Flugzeug drängte sich mir die Frage auf, warum tust Du Dir das an ? Für so viel Kohle ein Erholungswert von Null ? Aber der Virus bohrte weiter und ließ nicht locker.

all das schafft eine einzige cubanita!

@yeshin
laß dich nicht irre machen, dein geschreibsel ist ok. weiterrr!!

@belinda
wir sind gespannt! mach dir im urlaub schon mal paar notizen, damit du ja nix vergißt!

hombre del norte
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Rey/Reina del Foro


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#31 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 19:43

Mitreißend geschrieben, Yeshin, nicht nur für LieKa´s und SeTou´s, sondern auch alle anderen Kuba-Interessierten (dazwischen)! Was musst du für ein Elefantengedächtnis haben!!

dirk_71
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Rey/Reina del Foro


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#32 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 19:58

Kann mich dem Lob nur anschließen und warte schon gespannt auf mehr...
Nos vemos
Dirk
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Tom333
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#33 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 21:12

Toll geschrieben, bitte weiter. (wenn es deine Zeit zuläst)

Saludos
Tom

el-che
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#34 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 21:56


geschichte von 1997 ?? und erzählt 2006 !! als newsletter vielleicht? träumst du noch davon? mama mia...und noch die täglichen kleinigkeiten als ob sie noch heute gewesen wären. ehhh aufwachen! hast du noch nicht eine olla arrocera gesehen?

LocoJorge
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normales Mitglied

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#35 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 22:11
Hi Jürgen,

toll geschrieben der Bericht.
Ich schliesse mich gerne einigen anderen hier an:
Auch ich würde gerne mehr davon lesen, wenn es Deine Zeit erlaubt.

Gruß

el prieto
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Rey/Reina del Foro

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#36 RE: Urlaub war es eigentlich nie
05.07.2006 23:23
Ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung. Echt schön und unterhaltsam geschrieben
Und den Titel finde ich auch klasse. Der trifft wohl auf viele unserer Kubatrips zu

null user
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#37 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 08:06

Guten Morgen zusammen, freut mich, daß ich positives feedback auf meine kleinen Geschichten erhalten habe.In der Tat ist es auch für mich erstaunlich, daß ich viele Details meiner insgesamt 10 Reisen nach Kuba noch so im Gedächtnis habe.

Fortsetzung.

Nach dem Bruch mit I. kam erst einmal die große Leere. Ich versuchte mich in meine Arbeit zu stürzen und erst einmal Abstand zu Kuba zu gewinnen. Meine Frau war damals ja wie bereits beschrieben, sehr rücksichts- und verständnisvoll, eine gewisse Häme konnte sie sich jedoch nicht verkneifen. Ihrer Ansicht nach trat all das ein, was sie mir von vornherein ja schon immer prophezeit hatte. Im Grunde hatte sie ja auch Recht. Mit Roberto blieb ich in ständigem Briefkontakt (ja, alle 6 Wochen kam ein Brief von ihm an) und als eines Tages ein sehr langer Brief auf spanisch von R. Schwester A. kam, ließ ich diesen professionell übersetzen. A. öffnete mir in diesem Brief schonungslos die Wahrheit über das Umgehen mit den cubanischen chicas im Allgemeinen und im Umgang mit I. im Speziellen. Demnach hatte diese von Beginn an nur vor gehabt, mich auszunutzen. Wenige Monate nach meiner Rückkehr nach Deutschland angelte sie sich einen fetten alten Itaker, der sie heiratete und nach Italien holte. Bezeichnend, im Forum schon 100fach gelesen. Vielleicht nicht ganz bezeichnend, daß gerade diese I. mich wenige Monate nach Ihrer Hochzeit aus Italien anrief und um ein Treffen bat – Italien sei doch nicht so weit weg von Deutschland, sie würde mich gerne wiedersehen ............inzwischen weiß ich, daß auch solch unglaubliches Verhalten für cubanas nichts Ungewöhnliches ist.
Na wie dem auch sei. Mein cubanisches Weltbild hatte sich mittlerweile doch ein wenig verschoben und eigentlich hätte ich in Sachen chicas mehr auf Distanz gehen müssen, mehr den Kopf einsetzen als die unteren Körperregionen. Der Wille ist stark und das Fleisch ist schwach. Irgendwann nach einigen Monaten stand der nächste Aufenthalt an. Mit dem fesen Vorsatz, dieses mal machst Du es richtig, flog ich wieder mal nach Holguin, in St. Lucia hatte ich ein Hotel. Es war kein erlebnisvoller Urlaub in St. Lucia, ein paar Tage am Stand abhängen, Freunde besuchen, ron trinken. Rumbos und rapido, normales nuttiges Treiben, Anbettelei wegen Zigaretten, Dollar, das Übliche dort halt. Also ab nach Florida zur Familie, war eh geplant. Mittlerweile war ich im Barrio bekannt wie ein bunter Hund. Mein Zimmer wie gehabt, aber dann ging auch täglich der Streß wieder los. Rund um die Uhr die Großfamilie um mich, kochen, einkaufen, Nachbarn mit Medikamenten versorgen und immer wieder lange Diskussionen mit R., der unbedingt nach Deutschland wollte um hier zu arbeiten. Inzwischen hatte er sich einen alten LKW-Anhänger angeschafft,von dem aus er bei Festen und insbesondere im Karneval Bier verkaufte (aus einem riesigen Container). Das war jetzt sein neuer job, zusammen mit einem Kumpel. Dessen Frau, eine sehr hübsche, wenn auch ein wenig klein geratene besuchte uns zusammen mit einer Freundin, blanca, Marke Vollweib a la Veronica Ferres, abends in R. Wohnung. Natürlich hatte R. die beiden chicas nicht umsonst eingeladen, er wollte mir mal wieder etwas gutes tun. Allerdings wußte ich nicht, daß die kleinere der beiden die Frau seines „Geschäftspartners“ war. Im weiteren Verlauf dieses Abends wurde gesungen, getanzt, gegessen, eine richtige kleine imtime Party. Meine Wahl fiel auf die Kleine und als es ans Eingemachte gehen sollte, erklärte mir R. endlich, ich müsse „das Vollweib“ nehmen, sonst gäbe es u.U. Ärger. Mich erstaunte dabei vor allem die Tatsache, mit welcher Leichtigkeit die cubanische Mentalität es verkraftet, so unverkrampft mit der Sexualität umzugehen. Selbst ein schlechtes Gewissen R. Mutter gegenüber war nicht angebracht, die schien die ganze Geschichte sogar noch schmunzelnd zu unterstützen, trotz ihrer über 60 Jahre.
Also blieb das Mädel dann wie selbstverständlich die Nacht über in meinem Zimmer. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück verabschiedete sie sich und wenig später merkte ich, daß sie sich ungeniert an meinem Portemonai bedient hatte. Es fehlten 100,-- DM. Am späten Vormittag fuhren R. und ich dann zu ihrer Wohnung, wo uns die Mutter öffnete. Ich machte erheblichen Druck und drohte mit Anzeige. Welch ein Gejammer, bühnenreif. Cubanische Schauspielkunst vom Feinsten. Irgendwann tauchte dann aus dem Hintergrund auch die Täterin auf, erklärte seelenruhig, daß sei der Lohn für die vergangene Liebesnacht gewesen. Ich gab ihr genau 5 Minuten, mir das Geld wieder zu geben, oder zusammen mit mir zu policia zu fahren. Wiederwillig drückte sie mir 50,-- DM in die Hand und sagte, wir müssen mitkommen. Einige Blocks weiter wurde dann an eine Tür geklopft, drinnen riesiges Palaver, dann setzte es wohl Ohrfeigen. Mit verweinten Augen, roten Wangen wurden mir dann die restlichen 50,-- DM ausgehändigt, die wohl schon innerhalb der Familie verplant waren. Ein weiterer negativer Aspekt und die Erkenntnis, daß man selbst innerhalb eines Zimmers nicht sicher ist. Von da ab wurden alle Papiere sowie Geld in R. Mamas sicherem Schrank deponiert.
Die weiteren Tage in Florida blieben ereignislos. Wasserknappheit, Duschen mit Coladose, Stromausfälle, Florida ist im Grunde ja ein Kaff, touristisch eigentlich völlig ungeeignet. Es gab/gibt 3 cas particulars, ein Hotel mit großem Pool, einige Kneipen und discos, das wars dann aber auch schon. In Deutschland erntete ich immer bewundernde Blicke, wenn ich ankündigte, wieder mal nach Cuba fliegen zu wollen. Mann, Alter, Karibik, hmhmhm, die Frauen, der Rum, die Zigarren, du hast es gut, Strand vom Feinsten, wenn ich das auch einmal in meinem Leben könnte. Pustekuchen, wenn die wüßten. Die playa de Florida liegt ungefähr 1 ½ Std. von Florida entfernt, ist mit PKW über eine bretterharte Abenteuerpiste zu erreichen. Dort angekommen, besteht der „karibische Sahnestrand“ aus einem stinkenden ca. 50 m. breiten Abschnitt, verdreckt, verkommen, einige Fischerhütten und wenige Häuser. Aber immerhin, wenigstens mal ins Wasser. Wir kauften einen Eimer voll Fische, nahmen sie aus und grillten diese über einem primitivem selbst gebauten Grill. Ganz romantisch, aber ist das Karibik ?
Zeit für Abschied, mal wieder. Ich wollte noch 2 Tage geruhsamen Urlaub in St. Lucia erleben, R. Familie war traurig, claro. Mit dem dicken Versprechen, im nächsten Jahr wieder zu kommen, gings ab Richtung St. Lucia. Vorletzter Abend, Rapido. Mit öleicht verklärtem Blick, eine Flasche ron und Cola auf dem T’isch, ließ ich die vergangenen Tage in Ruhe Revue passieren. Jetzt kann ja eigentlich nicht Aufregendens mehr passieren, Alter, laß mal den Urlaub in Ruhe ausklingen und dann sehen wir weiter.
Zwei chicas kamen an meinen Tisch, attraktiv (was sonst ?) , sehr witzig, lachten und sprudelten vor Lebenslust. Woher ich käme, 1. Urlaub in Cuba, schon Bekanntschaften gemacht, halt die Übliche Anmmache, dachte ich. Ich lud die beiden ein, kam ins Gespräch. Die eine von beiden sei mit einem Deutschen verheiratet, seit 3 Jahren, sie sprach bereits recht gut Deutsch. Es entwickelte sich im Laufe des Abends eine bunte Unterhaltung mit dem Ende vom Lied, daß die 2. Chica, D. zusammen mit mir beladen mit einigen Dosen Bier am Stand die Nacht verbrachte. Wie sie mir verriet, käme sie aus Amancio, ein kleines Dorf im Süden von Cuba, ca. 3 – 4 Std. von St. Lucia mit dem Auto. Wir tauschten Adressen, versprachen zu schreiben. Es war wie in einem Bühnenstück, immer gleiche Handlung, nur die Akteure wechselten, aus I. wurde nun D.

Fortsetzung folgt.

null user
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#38 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 09:00

Fortsetzung.

Amancio, Amancio ? Wo liegt das ? Wieder einmal war ich eine Beziehung hineingestolpert, die ich eigentlich nach all den negativen Erfahrungen nicht haben wollte. Aber D. ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Es entwickelte sich mit ihr ein reger Briefaustausch, ich erfuhr immer mehr von ihrer Familie, ihrer kleine Tochter T., von dem kleinen Ort in dem sie wohnte. Mehrfch lud sie mich ein, sie in meinem nächsten Urlaub zu besuchen, ihre Eltern wären einverstanden und freuten sich bereits auf mich und ihre Freundin sei schließlich glücklich mit einem Deutschen verheiratet und könnte notfalls immer hilfreich dolmetschen.
Klitzeklein beschrieb sie ihn ihren Briefen, welche Route ich zu fahren hätte, wo sie auf mich warten würde und welches Kleid sie anziehen würde, damit ich sie sofort am Ortseingang erkennen würde.
Die Planungen liefen also wieder mal auch Hochtouren. Die Kuba-Aufenthalte hatten inzwischen erhebliche Löcher in meine finanziellen Reserven gerissen und eigentlich war ein teurer Karibik-Urlaub nicht drin. Zudem gab es weitere Probleme finanzieller Art, die damals dadurch gelöst wurden, daß ich meine geliebte Harley-Davidson (NW ca. 50.000,-- DM) für die Hälfte des Wertes verkaufte. Im Nachhinein betrachtet, kann ich gerade diesen Schritt heute überhaupt nicht mehr nachvollziehen, ich weiß nicht, welche verrückten Pferde mich damals geritten hatten. Aber nun war wieder Luft vorhandenl, für mich stand fest, ich besuche D. in Amancio, neues Spiel, neues Glück.
Ankunft in Florida, bei der Familie. Inzwischen ein altbekanntes Ritual. R. versuchte mir immer zu erklären, ich würde doch erheblich sparen, wenn ich bei ihm wohnen würde, da ja keine Hotelkosten anfallen würden. Das sei die beste Lösung. Na klar, keine Frage. Nur wer es kennt, weiß, daß dieses Wohnen in einer cubanischen Großfamilie eine Milchrechnung ist. Man trinkt nicht allein ein Bier, nein, una paleta, man trinkt nicht allein seinen ron, nein, dos botellas, cola etc. pp. Noch dazu. Gutes Fleisch ist auf Cuba auch nicht billig, also, eine 10-köpfige Familie zu bekochen mit einem guten, für uns Europäer verträglichen Essen, kostet schon einiges und das täglich. Aber, ich bin inzwischen Patenonkel mit Urkunde von der Kirche und von daher hat man für die Familie auch einige Pflichten (grins).
Ich erzählte R. von der Bekanntschaft mit D. aus Amancio und durch Zufall stellte sich heraus, daß R. Schwager ebenfalls von dort stammt. Was lag also näher, zusammen mit R. und dem Schwager nach Amancio zu fahren und D. zu besuchen. So machten wir es. Nach einer strapaziösen Anreise in einem winzigen Daihatsu ohne Klima erreichten wir Amancio.
Wir hattenuns natürlich vorher telefonisch angekündgit. Vor dem Haus ihrer Eltern erwartete uns eine hinreißende Frau, zwar blanca, aber mit einem leichten Hang zur Mulata, Traumfigur, dazu in ein unschuldiges weißes raffiniertes Kleid (könnte vom Laufsteg aus Europa gewesen sein) gekleidet. R. und dem Schwager klappten wie mir gleichermaßen die Unterkiefer hinunter. Das ist Deine neue chica ? si. Phantastico, wardie einhellige Meinung der beiden. Wir wurden herzlich empfangen, von D. überschwenglich, von den Elternmit freundlicher Distanz. Nach einem Rundgang durchs Haus kam dann D. Freundin, die mit dem Deutschen verheiratete. Da mein Spanisch immer noch zu wünschen übrig ließ, mußte sie alles und jedes fleißig übersetzen. Wir vereinbarten, D. und ihre Tochter T. solle für einige Tage mit zurück nach Florida kommen, ich würde sie dann zurück fahren.
Spät abends ging es auf die Rückreise, die kleine Tochter T., die ich schon längst wie D. auch in mein Herz geschlossen hatte, schlief auf dem Rücksitz firedlich im Schoß der Mutter.
Nach ca. 1 ½ Std. Fahrt wurde mir plötzlich schlecht, Magenkrämpfe, unerklärliches Zittern, Sehstörungen und einiges mehr. Plötzlich wurde mir bewußt, daß ich seit dem Frühstück nichts gegessen hatte, mittlerweile war es stockdunkel und wir waren ca. ½ Std. vor Camagüey. Ich konnte auf keinen Fall mehr fahren. Mein Freund R. immer hilfreich in allen Lebenslagen, mußte das Ruder übernehmen. Ich konnte beim besten Willen nicht mehr.
You are my teacher, Jürgen, lets go. Wie selbstverständlich klemmte er sich hinters Lenkrad und fuhr mit meiner Hilfe bis Camagüey, dort zur Tankstelle, wo er erst einmal etwas zu Essen besorgte. Tief besorgt um meine Gesundheit karrte er mich anschließend in Camagüy ins Krankenhaus. Dort wurde ich durchgecheckht und man konstatierte einen Schwächeanfall. Mit einigen Spritzen wurde ich aufgepäppelt und mit der Ermahnung entlassen, auf keinen Fall jetzt noch Auto zu fahren. Also biß R. sich durch und fuhr auch noch die letzte Distanz von Camagüey nach Florida. Zum Glück hatten wir keinerlei Kontrollen, man vermag sich leicht vorzustellen was hätte passieren können, am Steuer eines Mietwagens ein Cubaner ohne Führerschein.
Mein Zimmer in Florida hatte nun eine Dreierbelegung, denn T., die kleine Tochter schlief mit uns zusammen in einem Bett. Noch heute muß ich grinsen daß die Kleine einen derart erholsamen und tiefen Schlaf hatte.
Drei Tage blieben wir in Florida, danach gings zurück nach Amancio, wobei ich mit D. und ihrer Familie im Prinzip das Gleiche erlebte, nur daß der Ort jetzt Amancio hieß und nicht Florida. In Erinnerung habe ich Partys, Familienleben, Spontanität was nach Einkauf von diversen Alcoholica so alles abgeht auf dem Campo und eine innige Beziehung zwischen D. und mir. In Erinnerung habe ich auch, unter welch Schwierigkeiten die cubanische Bevölkerung manchmal mit primitivsten Mitteln organisatorische Probleme meistert und sei es nur, zwei Suppenhühner zu besorgen. Dafür benötigten wir mehr als einen halben Tag um mit einem lebenden Huhn wieder zu kommen.
Schon irre. Zum Schluß das Übliche, Versprechen, im nächsten Jahr wieder zu kommen, zu telefonieren, zu schreiben, Kontakt zu halten, auch mit dem Ehemann der Freundin in Deutschland in Kontakt zu kommen, Geschenke mitzubringen, wem erzähle ich das. Tränenvoller Abschied, kunstvoll für den Yuma in Szene gesetzt.
Hätte ich ahnen können, daß meine Angebetete zu der Zeit bereits eine megadicke Akte bei der örtlichen Polizei hatte, wäre sicherlich alles anders gekommen.

Fortsetzung folgt.

Belinda
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#39 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 09:09

Zitat von el-che

geschichte von 1997 ?? und erzählt 2006 !! als newsletter vielleicht? träumst du noch davon? mama mia...und noch die täglichen kleinigkeiten als ob sie noch heute gewesen wären. ehhh aufwachen! hast du noch nicht eine olla arrocera gesehen?

HAHA nein ich träume nicht mehr davon, schon lange nicht mehr. Aber darüber heute nachzudenken, wo das alles so lange her ist, ist einfach witzig! Wenn man heute drüber nachdenkt, was für ein Trottel man vor Jahren war, also ich find das genial.

el loco alemán
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Rey/Reina del Foro

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#40 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 10:08
Yeshin, du bestätigst durch deine Erfahrungen genau das, was einige hier schon so oft über typisch kubanische Verhaltensweisen uns gegenüber geschrieben haben. Auch wenn es mancher nicht wahr haben will. Genau so läuft dort der Hase und nicht anders.


e-l-a
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user
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#41 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 10:31

In Antwort auf:
Auch wenn es mancher nicht wahr haben will. Genau so läuft dort der Hase und nicht anders.

Wo der ELA Recht hat hat er Recht.
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Que te diviertas bien
y gastes poco
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Pincheira
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#42 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 10:34

Super Bericht! Spannende Geschichte, so richtig aus dem Leben gegriffen- asi es!

In Antwort auf:
Die playa de Florida liegt ungefähr 1 ½ Std. von Florida entfernt, ist mit PKW über eine bretterharte Abenteuerpiste zu erreichen. Dort angekommen, besteht der „karibische Sahnestrand“ aus einem stinkenden ca. 50 m. breiten Abschnitt

Da war ich auch mal. Es sollte ein toller Tag an der Caribikküste werden. Ich dachte, der Weg würde nie enden. Meine Frau wollte gleich wieder umkehren, als wir auf die Schotterpiste kamen.
Kurzum, baden waren wir dort nicht, die Enttäuschung war zu groß. 3 Fotos gemacht, zur Erinnerung an das Abenteuer "Playa de Florida" und wieder zurück.

saludos P.

user
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#43 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 11:49

oh je - aber wenn es Dich tröstet - liebe macht nicht nur blind, sondern auch blöd! und da schließe ich mich nicht aus. OMG wenn ich manchmal die alten videos reinziehe - wer ist dieser LK? ICH?! kann nicht sein :D

dirk_71
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#44 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 11:51
In Antwort auf:
Da war ich auch mal. Es sollte ein toller Tag an der Caribikküste werden. Ich dachte, der Weg würde nie enden. Meine Frau wollte gleich wieder umkehren, als wir auf die Schotterpiste kamen.


Ich war dort auch im Oktober letzten Jahres und bin dann auch auf der Schotterpiste umgekehrt..
Auf den ersten Kilometern ist die Strasse ja noch gut siehe:



Nos vemos
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Pincheira
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#45 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 12:34

Auf der Asphaltstraße (oberes Foto) hatten sie kilometerweit Reis breitgeschüttet zum trocknen. Da ist dann allerlei Mensch und Getier drübergelaufen, ab und zu auch mal ein Auto.

saludos

el-che
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#46 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 15:04

na gut Yelsin mach weiter. aber nur eine frage, ab wann bist du selbstkritisch geworden? deine reise nach cuba war es für dich das erstemal kontakt mit südamerikaner? wie oft bist du geraubt worden, nur einmal? wie du deine erlebnisse auf kuba beschreibst, das warst oder bist du das richtige element! se juntaron el hambre con las ganas de comer, pobrecillo!

null user
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#47 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 16:27

@na gut Yelsin mach weiter. aber nur eine frage, ab wann bist du selbstkritisch geworden? deine reise nach cuba war es für dich das erstemal kontakt mit südamerikaner? wie oft bist du geraubt worden, nur einmal? wie du deine erlebnisse auf kuba beschreibst, das warst oder bist du das richtige element! se juntaron el hambre con las ganas de comer, pobrecillo!

el-che

Danke, el-che das ich weiter machen darf. Zur Frage 1. warte die letzten Berichte ab, das kommt schon noch. Zur Frage 2: ja Frage 3. ich bin insgesamt 3 x (be)raubt worden, (ge)raubt wurde ich nicht. Den letzten Satz habe ich nicht verstanden.

Hoffe geholfen zu haben.

Jürgen

chulo
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#48 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 16:39

In Antwort auf:
wahnsinnige Schmerzen im Rückenbereich

HaHa, kennst Du nicht das Sprichwort: Wenn es hinten weh tut, sollte man vorne ruhig mal ne Pause machen ?!


Alfonso
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#49 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 16:56

In Antwort auf:
se juntaron el hambre con las ganas de comer, pobrecillo

se juntaron = 3. Person Plural, Grundform juntarse, reflexives Verb
= sich anschliessen, sich treffen, sich (ver)sammeln, sich zusammentun

el hambre = der Hunger

con las ganas de comer = mit der Lust zu Essen

"Der Hunger tut sich mit der Lust zu Essen zusammen"

pobrecillo = Verkleinerungsform / Verniedlichung von "pobrecito"
= der kleine Arme, bzw wörtlich "das Ärmsterchen"

Mach weiter, ich find Deine Geschichte spannend, gut geschrieben und informativ. Ich hofe auf "Kommentare" bis Du vorbereitet.....

paul aus DK
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#50 RE: Urlaub war es eigentlich nie
06.07.2006 17:18

Hallo Jürgen,
vielen Dank für Deinen Bericht, klasse geschrieben, persönlich und ehrlich, ohne Verallgemeinerungen und päpstlichen Absolutheitsanspruch (Kuba/DIE Kubarerinnen sind (nur)so, wie er einem hier des öfteren begegnet
Besonders interessant für mich, weil ich ja Kuba aus ganz anderer Perspektive kennengelernt habe (siehe "von Anfängern für Anfänger).
Ich ewarte schon mit Spannung auf die Fortsetzung.
Gruss aus dem Norden

Paul aus DK

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