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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Flora und Fauna auf Kuba
osvaldocuba
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Mitglied seit: 12.09.2004

Kuba-Amazone
18.02.2006 23:41

Ozeanische Inseln haben im Vergleich zu Festländern ziemlich fragile Ökosysteme, denn erstens ist aufgrund ihrer Abgeschiedenheit das tierliche und pflanzliche Artenspektrum stets sehr beschränkt und zweitens sind wegen der Begrenztheit ihrer Fläche die Bestände der vorhandenen Tier- und Pflanzenarten immer sehr klein. Inselökosysteme sind deshalb sehr anfällig auf grobe Eingriffe, wie sie beispielsweise durch Wirbelstürme, besonders aber durch den Menschen bewirkt werden.


Die Inseln Westindiens, im Bereich des Karibischen Meers gelegen, sind Musterbeispiele dafür, wie schnell, tiefgreifend und unwiderruflich der unachtsame weisshäutige Mensch die Flora und Fauna tropischer Inseln zu schädigen vermag. Aufzeigen lässt sich dies beispielsweise anhand der farbenprächtigen Inselpapageien: Zur Zeit der Entdeckung der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus und andere europäische Seefahrer lebten mindestens 28 Papageienarten auf den Westindischen Inseln (exkl. den vor Venezuela liegenden Inseln Trinidad, Tobago, Margarita, Bonaire, Curaçao und Aruba): 7 Aras (Gattung Ara), 9 Keilschwanzsittiche (Gattung Aratinga) und 12 Amazonen (Gattung Amazona). Heute, fünfhundert Jahre später, leben davon nur noch 12 Arten: Vollständig verschwunden sind im Laufe der letzten fünf Jahrhunderte die Aras, von den Keilschwanzsittichen ist über die Hälfte ausgestorben, und von den Amazonen hat ein Viertel nicht überlebt.


Dieses Schicksal hat zum Glück die Kuba-Amazone (Amazona leucocephala), von der im folgenden die Rede sein soll, nicht ereilt. Doch hat auch sie in ihrem ganzen Verbreitungsgebiet starke Bestandseinbussen erlitten.



Die fünf Rassen der Kuba-Amazone


Amazonen (Gattung Amazona) kommen ausschliesslich in der Neuen Welt vor. Man findet sie in 27 Arten von Mexiko im Norden bis Argentinien im Süden. 16 Arten leben im Bereich der Westindischen Inseln, und davon sind 9 endemisch, also nur gerade hier zu finden. Zu diesen «eingeborenen» westindischen Amazonen zählt auch die Kuba-Amazone. Man findet sie auf Kuba selbst und der vorgelagerten Isla de Pinos, ferner auf den 250 Kilometer weiter südlich befindlichen Cayman-Inseln, und ausserdem auf den nördlich des Karibischen Meers liegenden Bahama-Inseln.


Gemäss ihres geografischen Vorkommens wird die Kuba-Amazone in fünf verschiedene Unterarten gegliedert, von denen jede aufgrund der jahrtausendelangen Isolation in ihrer jeweiligen Inselheimat gewisse Eigenheiten hinsichtlich des Körperbaus und der Lebensweise entwickelt hat. Auf Kuba, dem «Stammland» der Kuba-Amazone, finden sich zwei Unterarten: die Östliche Kuba-Amazone (Amazona leucocephala leucocephala), welche im östlichen und zentralen Kuba zu Hause ist, und die Westliche Kuba-Amazone (Amazona leucocephala palmarum), welche im westlichen Kuba und auf der Isla de Pinos vorkommt. Der Bestand dieser beiden Unterarten wird auf zusammen ungefähr 5000 Individuen geschätzt. Auf den Bahamas lebt die Bahama-Amazone (Amazona leucocephala bahamensis). Sie scheint einst auf allen grösseren Inseln des Archipels heimisch gewesen zu sein. Heute findet man sie aber nur noch auf den beiden Inseln Great Abaco ganz im Norden der Bahamas und auf Great Inagua ganz im Süden. Der Bestand umfasst auf Great Abaco rund 800 bis 1200 Vögel, auf Great Inagua 400 bis 500. Zwei weitere Unterarten der Kuba-Amazone finden sich sodann auf den Cayman-Inseln. Die Grand-Cayman-Amazone (Amazona leucocephala caymanensis) bewohnt die Hauptinsel Grand Cayman, während die Cayman-Brac-Amazone (Amazona leucocephala hesterna) auf der kleineren Insel Cayman Brac vorkommt. Der Bestand der Grand-Cayman-Amazone wird auf 1400 bis 1800 Vögel geschätzt, derjenige der Cayman-Brac-Amazone auf 300 bis 400.


Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Unterarten der Kuba-Amazone betreffen hauptsächlich die Färbung des Gefieders im Kopfbereich. So sind beispielsweise die roten Flächen auf den Kopfseiten bei der Grand-Cayman-Amazone kleiner als bei den anderen Rassen und deutlich durch grüne Federn von der roten Kehlfärbung abgetrennt. Auch die Grundfärbung des Gefieders ist nicht bei allen fünf Unterarten der Kuba-Amazone einheitlich. So sind etwa die beiden Rassen auf den Cayman-Inseln heller grün gefärbt als die beiden Rassen auf Kuba. Des weiteren bestehen Unterschiede hinsichtlich der Körpergrösse. Die Grand-Cayman-Amazone ist beispielsweise im Mittel etwas grösser als die durchschnittliche Kuba-Amazone, die Cayman-Brac-Amazone dagegen kleiner.


Interessanterweise zeigen sich selbst in bezug auf die Wesensart Unterschiede zwischen den verschiedenen Rassen der Kuba-Amazone. So ist die Cayman-Brac-Amazone in freier Wildbahn ein eher stiller und scheuer Vogel, während sich die Grand-Cayman-Amazone gewöhnlich recht auffällig und laut verhält.



Spechte und Pilze leisten Vorarbeit


Kuba-Amazonen leben in fest «verheirateten» Paaren, bei minimaler Scheidungsrate. Wie die meisten Papageien nisten sie in der Regel in Baumhöhlen. Diese vermögen sie allerdings nicht selbst herzustellen, sondern sind bei gesunden Bäumen auf die Vorarbeit von Spechten, Termiten und anderen «Zimmerern» unter den Tieren angewiesen, bei kranken und toten Bäumen auf die Tätigkeit von Pilzen und Bakterien. Die Amazonen beschränken sich darauf, solch vorfabrizierte Nisthöhlen mit ihren kräftigen Schnäbeln noch etwas nach ihren Wünschen zu erweitern und auszubessern.


Die Fortpflanzungszeit der farbenprächtigen Vögel beginnt jeweils im Februar und März damit, dass jedes Paar eine geeignete Nisthöhle besetzt und alle Artgenossen aus der näheren Umgebung vertreibt. Mit der Errichtung des Nistterritoriums gehen Balzhandlungen und Paarungen des Amazonenpaars einher.


Jeweils im April legt dann das Weibchen 3 bis 4 Eier in die Nisthöhle, und im Mai, nach einer Brutdauer von vier Wochen, schlüpfen daraus die Jungen. Diese wechseln im Alter von einem Monat ihr anfängliches Daunenkleid gegen ein erstes Federkleid, und schon einen weiteren Monat später, gegen Ende Juli, sind sie flügge und verlassen im Gefolge ihrer Eltern das Nest. Bis zum Beginn der nächsten Brutsaison halten die Kleinfamilien zusammen. Dann macht sich der Nachwuchs selbständig.


Die Kuba-Amazone ernährt sich zur Hauptsache von allerlei Früchten, Nüssen und Sämereien, die sie in ihrem Lebensraum auf Bäumen und Sträuchern zusammensucht. Sie erweist sich dabei als wenig wählerisch, sondern richtet sich einfach nach dem lokalen und saisonalen Angebot. Unter den Futterpflanzen befinden sich beispielsweise der Mangobaum (Mangifera indica), der Durantestrauch (Duranta repens), der Terpentinbaum (Bursera simaruba), die Karibikkiefer (Pinus caribaea), die Wildguave (Tetrazygia bicolor) und der Papayabaum (Carica papaya).



Von Kochtöpfen, Piraten und Mungos


Leider haben die Kuba-Amazonen in allen Bereichen ihres Verbreitungsgebiets im Zuge der Kolonisierung Westindiens durch europäische Siedler erheblichen Schaden erlitten. Berichte über den Fang und Abschuss der bunten Vögel erscheinen besonders in der frühen Chronik der Westindischen Inseln häufig. Ungezählte Amazonen landeten damals im Kochtopf oder in Käfigen. Und ungezählte Jungvögel wurden aus ihren Nisthöhlen geholt, gezähmt und dann an vorüberziehende Seefahrer verkauft.


Schwer gelitten haben die Kuba-Amazonen in der frühen Siedlungsgeschichte aber auch infolge die Umwandlung der natürlichen Waldgebiete in Kultur- und Siedlungsland, wodurch sie auf breiter Front ihrer angestammten Nistplätze und Futterquellen beraubt wurden. Und nicht zuletzt fielen manche der Papageien, besonders in jugendlichem Alter, den von den Europäern eingeschleppten Mungos und Katzen zum Opfer, denn auf solche Raubsäuger waren sie nicht gefasst.


In jüngerer Zeit sind es besonders die im Rahmen der Tourismusförderung durchgeführten Landerschliessungsprojekte, welche den natürlichen Lebensraum der Kuba-Amazonen schmälern und so zum Rückgang der Vögel beitragen. Als Folge davon sind die grossen Papageien vermehrt gezwungen, ins Kulturland auszuweichen, um ihren Hunger zu stillen, geraten dadurch verstärkt in den Ruf von Ernteschädlingen und werden deshalb öfters von geschädigten Pflanzern abgeschossen, auch wenn dies illegal ist.

user
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#2 RE: Kuba-Amazone
19.02.2006 09:42
@ osvaldocuba, mach doch zu deinen informativen Berichten auch ein Bild rein. damit man sieht um
was es geht.
Du weisst doch 1x sehen ist besser als 10x hören.

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Que te diviertas bien
y gastes poco
------------------------

user
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#3 RE: Kuba-Amazone
19.02.2006 09:55
@osvaldocuba

Schreib doch auch mal was über den Kuba Trogon als Nationalvogel Cubas, solange es ihn noch gibt.

Oder Zunzuncito als kleinsten Vogel der Welt mit weniger als 2gr.

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Que te diviertas bien
y gastes poco
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osvaldocuba
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#4 RE: Kuba-Amazone
19.02.2006 12:28

@ el bucanero
dann hast du ja gar nichts mehr zu tun
funktioniert doch, du hast interesse gezeigt und nach bildern gesucht. finde ich toll

osvaldocuba
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Beiträge: 1.144
Mitglied seit: 12.09.2004

#5 RE: Kuba-Amazone
19.02.2006 12:29
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Schreib doch auch mal was über den Kuba Trogon als Nationalvogel Cubas, solange es ihn noch gibt.
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das hab ich doch hier schon gemacht!!!
siehe: 1.)fidel hat einen vogel 2.)-was ist ein.....

Soroa »»
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