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Dieses Thema hat 214 Antworten
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 Kubaforum (Fortsetzung ab 14.02.2001)
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Chris
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Rey/Reina del Foro

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#151 RE:Ach so, da war noch was
23.05.2005 17:43

@Alf

In Antwort auf:
Wer ist eigentglich die Regierung eines Landes und ist sie in Diktaturen überhaupt anzuerkennen?

Wer oder was entscheidet letztendlich, ab wann ein Land eine Diktatur ist bzw. wann man eine Regierung anerkennt oder nicht?

Saludos
Chris


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avenTOURa

carapapa
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#152 RE:Ach so, da war noch was
23.05.2005 17:44

na AMERIKA, wer sonst ?

Soy de Tunas ... soy Palestino !

Alf
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#153 RE:Ach so, da war noch was
23.05.2005 17:48

In Antwort auf:
Wer oder was entscheidet letztendlich, ab wann ein Land eine Diktatur ist bzw. wann man eine Regierung anerkennt oder nicht?

Das ist wohl wahr, aber im Falle Cubas (und aller ander "sozialistischen" Länder) recht einfach und eindeutig zu beantworten.

ewuewu
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#154 Völkerrecht
23.05.2005 19:52

cr Alf

In Antwort auf:
Wer ist eigentglich die Regierung eines Landes und ist sie in Diktaturen überhaupt anzuerkennen?

Das Völkerrecht reduziert dies auf die Frage der tatsächlichen Herrschaft innerhalb der Grenzen eines Völkerrechtssubjektes.
Der Rest ist Politik.

So mal ganz am Rande.
Um es deutlich zu machen:

Kampuchea war ein Königreich und weltweit als solches anerkannt. Aus dem Indochinakonflikt hat der König sein Land taktisch sehr geschickt rausgehalten, nahm aber (mehr oder weniger) in Kauf, dass durch sein Land Nachschublinien der VietCong verliefen.
Die Ammis ließen ihn durch Lon Nol stürzen, und haben diesen auch gleich anerkannt. Nun waren die Militärs unter Lon Nol die "legitime", weil tatsächlich Macht ausübende Regierung.
In der Folge kam es zum Bürgerkrieg in dem die königstreuen mehr oder weniger gemeinsam mit den Roten Khmer gegen die Militärs kämpften. Nachdem die Roten Khmer sich erfolgreich gegen Ihre einstigen Verbündeten und ihre Gegner durchgesetzt hatten, waren sie die legitime Regierung und errichteten ihre aberwitzige Blutherrschaft.

Ungeachtet dessen galten sie nun als die allgemein anerkannte Regierung mit Botschaften und Sitz in der UNO. 1979 machten die Vietnamesen dem Spuk ein Ende und setzten eine Regierung mit ihrem eigenen Verbündeten ein. Wer nun aber denkt, dass die Welt den Vietnamesen dankbar gewesen wäre, dass diese dem irren Morden ein Ende setzten, irrt.
Die Amis in ihrem Hass auf die Vietnamesen nach dem verlorenen Krieg setzten gemmeinsam mit den Chinesen, die auch eine blutige Niederlage gegen die Vietnamesen erlitten hatte, als sie versuchten verschiedene vietnamesische Inseln zu besetzen, durch, dass nur Pol Pot der legitime Vertreter des Volkes von Kambodscha sein könne.
Und da die Chinesen und Amis sich den Spass auch was kosten ließen, konnten die PolPot-Typen bis 1990, wenn ich mich recht erinnere, noch Krieg zur Wiedererlangung ihrer "legitimen" Herrschaft führen.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren Sie auch für die BRD die einzig legitime Regierung mit Botschafter in Bonn usw.

Nun ist Kambodcha wieder ein Königreich und die mit Vietnam verbündeten Kommunisten sind bei regelmäßig stattfindenden Wahlen ebenso regelmäßig Sieger. Oder beinahe Sieger, was aber eigentlich egal ist, weil mehr nach Schweizer Vorbild jeder ein wenig mitregieren darf.

Falls Dir, wenn Du tatsächlich bis hier gelesen hast, die Frage, wann eine Regierung völkerrechtlich legitimiert ist und wann nicht, noch schwerer zu beantworten scheint, als vor dem Lesen, dann wäre dies in meinen Augen eine vollkommen vernünftige und verständliche Reaktion.

CastroXL
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#155 RE:Völkerrecht
24.05.2005 00:17

Natürlich gibt es ein Recht sogar eine Pflicht zur Einmischung in innerstaatliche Vorgänge.

Anhand verschiedener Länder kann das jeder selbst für sich herausfinden;

past:
Polen
Südafrika
Chile
Haiti

present:
Tibet
Sudan

Natürlich kann man diese Liste beliebig fortsetzen.

Und wenn ein Land, zum Machterhalt, eine friedliche Versammlung von Menschen, die etwas im Land verändern wollen, verbieten muß, dann stimmt etwas mit dem Land nicht.
Das eine Bewegung nicht gleich 100.000 Anhänger hat, relativiert dies nicht -irgendwo fängt alles irgendwie ganz klein an, zumindest damit sollten sich auch große Männer auskennen ;-)


Michael
..................................................
“They always say time changes things,
but you actually have to change them yourself.”
(Andy Warhol)

ewuewu
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#156 RE:Völkerrecht
24.05.2005 06:37

Ist zwar arg schwammig, was Du schreibst, um nicht zu sagen inhaltsarm. Aber nehmen wir Deine Aufforderung mal ernst und schauen:

In Antwort auf:
Natürlich gibt es ein Recht sogar eine Pflicht zur Einmischung in innerstaatliche Vorgänge.

Anhand verschiedener Länder kann das jeder selbst für sich herausfinden;

past:
Polen
Südafrika
Chile
Haiti


POLEN
Der "freie" Westen hat sich immer zugute gehalten, Welesa unterstützt zu haben. Ich habe mal gelesen, das rund 800 Millionen Doller direkt eingesetzt worden sein sollen. Ein verdammt guter Preis verglichen mit den monatlich 40 Mrd Dollar, die der Irakkrieg kostet.

Aber erstaunlicher Weise keinen einzigen Cent für

SÜDAFRIKA

Der ANC bekam definitiv nichts und wurde stattdessen permanent zur "Gewaltlosigkeit" aufgefordert.
Das UNO-Embargo wurde von den wichtigen westlichen Staaten niemals eingehalten und selbst das Sportembargo, dass denen ja nun wirklich nicht weh tat, wurde regelmäßig gebrochen.

Geld und auch sonst jegliche Unterstützung hingegen gab es für

CHILE

Allerdings um die rechtmäßig gewählte demokratisch legitimierte Regierung zu stürzen und ein faschistisches Regime zu unterstützen.
Ich weiß nicht, ob Du dies mit "Pflicht zur Einmischung" gemeint hast?. Eine andere "Einmischung" als die hier beschriebene gab es nicht.

In
HAITI

herrschte unter liebevoller Zuneigung der USA, die das Land auch zwanzig Jahre lang direkt anektiert hatten, die Familie Duvalier, die an Brutalität und Bösartigkeit das an sich schon heftigen Maß der üblichen lateinamerikanischen Diktaturen weit überschritt. Auch die folgenden , jeweils durch Putsche an die Macht gekommenen Juntas, erfreuten sich ungeteilter Zuwendung der USA.

Soviel zur Vergangenheit, wobei die Gegenwart in Haiti auch Stoff böte.

Aus zeitlichen Gründen bleibe ich in der Vergangenheit.
Den Rest

In Antwort auf:
kann (..) jeder selbst für sich herausfinden

Vielleicht findet dabei der eine oder andere dabei heraus, dass Menschenrechte, Freiheit und Demokratie bei realen "Einmischungen" keine Sau interessieren und ganz andere Gründe regelmäßig hinter dem üblichen Propagandalärm zu finden sind
.

Alf
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#157 RE:Völkerrecht
24.05.2005 08:33

In Antwort auf:
Falls Dir, wenn Du tatsächlich bis hier gelesen hast, die Frage, wann eine Regierung völkerrechtlich legitimiert ist und wann nicht, noch schwerer zu beantworten scheint, als vor dem Lesen, dann wäre dies in meinen Augen eine vollkommen vernünftige und verständliche Reaktion.


Die Frage ist doch nicht wie das in der Vergangenheit gehandhabt wurde, sondern wie das in der Zukunft behandelt werden soll. Der Mensch an sich ist ja prinzipiell lernfähig, wenn man mal von einigen Extremisten absieht.


el loco alemán
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Rey/Reina del Foro

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#158 RE:Völkerrecht
24.05.2005 11:12

Alf,

Viele Völker dieser Welt werden sich zu wehren wissen, wenn denen eine ausländische Macht oder ein Gremium oder wer auch immer vorschreiben will, was sie zu tun haben in ihrem eigenen Lande. Es ist gut so, daß nicht alle unter der Hegemonie der USA und ihrer Weltorganisationen leben wollen. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient und die es sich selber ausgesucht hat.

Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates ist Krieg. Wenn es dann konkret wird, ziehen die Amis in alter Tradition immer sofort den Schwanz ein, sobald mit massiver Gegenwehr zu rechnen ist (z.B. nuklear). Wäre das nicht so, dann hätten sie ja den "Kommunismus" in der Sowjetunion schon vor Jahrzehnten militärisch auszurotten versucht.


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kubanito11
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#159 RE:Völkerrecht
24.05.2005 11:44

Sagmal ELA

das was du schreibst, ist für die meistens so schwer zu kapieren ??

Für mich ist das ABC des politischen lebens überhaupt !
Saluds

Cubareisen

barbacoa
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#160 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 11:52

Lieber Herr Chris,

eine solche Aussage ist doch sehr enttäuschend!
Nur im Sumpf der Belanglosigkeit bleiben! Auch wenn Cuba der Geschäftspartner eurer Reiseaktivitäten ist, so geblendet kann man doch gar nicht sein um sagen zu können: Ja - Cuba - senor Castro Ruz - ist ein/e Diktat/or/ur reinster Güte!

barbacoa

Chris
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Rey/Reina del Foro

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#161 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 11:56

Lieber (?) Herr Barbacoa,

welche Aussage? Hatte eigtl. nur eine Frage gestellt. Haben Sie das übersehen???

Saludos
Chris

Cuba-Reiseinfos
avenTOURa

kubanito11
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#162 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 12:03

Wer oder was entscheidet letztendlich, ab wann ein Land eine Diktatur ist bzw. wann man eine Regierung anerkennt oder nicht?


Das entscheidet das eigene Volk allein ( erste frage) , die zweite Frage beantworte ich mit: Entscheidung trifft der jeweiligen Land der mit Land Y diplomatischen beziehungen haben möchte oder auch nicht
Saluds

Cubareisen

vilmaris
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#163 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 12:28

@Chris

In Antwort auf:
Wer oder was entscheidet letztendlich, ab wann ein Land eine Diktatur ist bzw. wann man eine Regierung anerkennt oder nicht?

Saludos
Chris


Vielleicht sind es diese Leute:

CUBANS and their loved ones
Political prisoners and their families
A photographic exhibit


MARTA FARIAS, HOLDING A PHOTOGRAPH OF:
LAZARO PLANES FARIAS (HER SON)



ELSA MOREJON, HOLDING A PHOTOGRAPH OF:
OSCAR ELIAS BISCET (HER HUSBAND)



PEDRO MANESIA HERNANDEZ, HOLDING A PHOTOGRAPH OF:
PEDRO AVILIO MENEDIA CAMACHO (HIS SON)


GLADY FARAH ESTRADA, HOLDING A PHOTOGRAPH OF:
LAZARO ALESANDRO GARCIA FARAH (HER SON)


GLADYS IBARRA LUGO, HOLDING A PHOTOGRAPH OF:
RAFAEL IBARRA ROQUE AND MARITZA LUGO FERNANDEZ (HER PARENTS)

Quelle:

http://www.cubacenter.org/exhibits/slide1.html

pedacito
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#164 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 14:36

In Antwort auf:
Wer oder was entscheidet letztendlich, ab wann ein Land eine Diktatur ist bzw. wann man eine Regierung anerkennt oder nicht?

Das entscheidet das eigene Volk allein ( erste frage)


So ein Blödsinn! Keiner, auch kein Kubaner, kann jemand anderem ein Denkverbot aussprechen, kann verbieten, sich über die Scheisse,
die dort abgeht, seine Gedanken zu machen und entsprechend eine Wertung abzugeben.

el loco alemán
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#165 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 14:41

Vilmaris, sind das auf den Fotos die kubanischen Helden, auch "miami five" genannt?


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kubanito11
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#166 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 14:47

ja Ela

Pedacito, was ist Blödsinn !!

Cubanos allein bestimmen über ihre eigene Politik, genau wie andere Länder. Da gibt es nichts zu sagen, amen !
Ob für dich die Entscheidund der cubanos über die eigene Politik nicht dein Weltvorstellung entspricht, hat weder die Cubanos nocht andre Völker zu interessieren, du musst nicht richtig liegen, mit deiner Polit. Meinung.
Saluds

Cubareisen

pedacito
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Rey/Reina del Foro


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#167 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 15:30

@kubanito11:

Ich will nicht die Politik von Kuba bestimmen, ich hab hier auch so genug Probleme und Arbeit...
Aber um zu sehen, dass es eine Diktatur ist und das Volk nix zu sagen hat, muss man kein Kubaner sein.

pedacito
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Rey/Reina del Foro


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#168 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 15:32

In Antwort auf:
Ob für dich die Entscheidund der cubanos über die eigene Politik nicht dein Weltvorstellung entspricht,

Ich kenne nicht die Meinung DER cubanos, sondern nur die, mit den ich geredet habe, und da war bis auf einen keiner dabei,
der das System nicht schnellstens zum Teufel wünscht.

vilmaris
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#169 RE:Ach so, da war noch was
24.05.2005 15:56

@ ELA

In Antwort auf:
Vilmaris, sind das auf den Fotos die kubanischen Helden, auch "miami five" genannt?

Nein, dass sind alles zufriedene Kunden / Kundinnen, die sich auf diesem Wege für den tollen Service von Privatreisen-Cuba bedanken wollen.

"Ja, in Kuba gibt es nicht nur Sonne, Meer und Rum, sondern auch die besten Zigarren, preiswertesten Langusten und vor allem die schönsten und heißblütigsten Frauen der Welt ! Wir organisieren täglich die richtige Party!"

vilmaris
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#170 RE:Völkerrecht
24.05.2005 16:09

@ ELA

In Antwort auf:
Viele Völker dieser Welt werden sich zu wehren wissen, wenn denen eine ausländische Macht oder ein Gremium oder wer auch immer vorschreiben will, was sie zu tun haben in ihrem eigenen Lande.

Da bin mir vollkommen sicher. Wenn's da unten mal wirklich eine "Revolution" geben wird, dann wirst Du rennen müssen, denn dann werden als erste diejenigen Ausländer gelyncht, welche das Unglück dieser Leute ausgenutzt haben.

Tja, manchmal ist der Mob halt nicht zu kontrollieren.

Wenn Du`s nicht glauben solltest, auch 1994 beim Maleconazo flogen Steine gegen ausländische Hotels, und es brauchte Sicherheitskräfte, um Ausschreitungen zu verhindern.

In Antwort auf:
Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient und die es sich selber ausgesucht hat.

Auch da kann ich voll zustimmen. Nur leider hat man die Euch weggenommen, Eure Erichs. Vom Niveau her haben sie wirklich super zu Dir gepasst.

In Antwort auf:
Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates ist Krieg. Wenn es dann konkret wird, ziehen die Amis in alter Tradition immer sofort den Schwanz ein, sobald mit massiver Gegenwehr zu rechnen ist (z.B. nuklear). Wäre das nicht so, dann hätten sie ja den "Kommunismus" in der Sowjetunion schon vor Jahrzehnten militärisch auszurotten versucht.

Ja, genau, ab und zu einmal einen kleinen Atomkrieg. Wer da nicht mitmacht, ist ein Schlappschwanz.


chico tonto
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#171 RE:Völkerrecht
24.05.2005 17:10

@ vilmaris

heute sind wir aber wieder besonders gut drauf. Darf ich Dich etwas persönliches fragen?
1.Warum spuckst Du so Gift und Galle, wenn die User hier andere Meinungen vertreten als die der reaktionären Teile der Exil-Cubaner in Miami?

2. Bist Du oft auf Cuba und

3. was hat man Dir da Böses getan?

Biene
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#172 RE:Völkerrecht
24.05.2005 21:35

Ich denke mir mal, sobald sich das System ändert, ob durch den Tod von FC oder auf eine andere Art, diejenigen, die jetzt für FC hurra schreien, sind die ersten, die zu den Kapis überlaufen. Sie werden dann so tun, als wenn sie schon immer für den Kapi waren. So war es bei uns doch auch. Die sind auch diejenigen, die ihren Hintern wieder am schnellsten an die Wand bekommen. Fakt ist glaube ich eines, es wird nicht so friedlich abgehen, wie es bei der Wende war. Biene

el loco alemán
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Rey/Reina del Foro

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#173 RE:Völkerrecht
24.05.2005 23:06

@vilmaris
Durch deine letzte Antwort zeigst du lediglich, daß du meinen Ausführungen keine sachlichen Argumente entgegenzusetzen hast.

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Gladis_Y_Erik
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#174 RE:dissidententreffen heute in havanna
25.05.2005 00:59

Hallo zusammen,

In Antwort auf:
Diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Soll das heißen das auch verbrecherische Regimes (Pol Pot, Hitler, Stalin) das "Recht" haben, mit Gewalt ihre Herrschaft zu bewahren. Sind da wirklich alle Mitel erlaubt und sollte immer die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt werden?

Welche Mittel erlaubt sind, darüber haben wir noch nicht gesprochen. Dazu äußere ich mich gleich. Ausgangspunkt der Diskussion war aber die Abweisung zweier ausländischer Abgeordneter und die Verhaftung zweier ausländischer Journalisten. Und da, finde ich, ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt.

Im Übrigen ist es eigentlich völlig wurscht, ob ich dem Staat dieses Recht zugestehe oder nicht. Er hat es qua Staat sein. Es ist ein Wesenszug des Staates, dass er seine Existenz verteidigt. Selbstverständlich gibt es hier Grenzen, bei deren Überschreitung der Bürger dieses Staates die Pflicht hat, dagegen einzuschreiten. Nun ist das aber so eine Sache mit den Pflichten des Bürgers. Oft kommt er ihnen nicht nach. Das gibt einem anderen Staat noch lange nicht das Recht, hier einzuschreiten. Die Hemmschwelle sollte hier sehr, sehr groß sein. Damit vermeidet man dann vielleicht solche Debakel wie in Vietnam oder heute im Irak.

Wie hoch die Hemmschwelle sein kann, kann man in Afrika beobachten, wo sich regelmäßig irgendwelche Völker gegenseitig abschlachten, weil sie irgend welche verrückten Fehden austragen. Hier schreitet keine UNO, keine USA, kein Europa ein. Hier wird dann plötzlich die Souveränität der Staaten geachtet und an die Regierungen, die dem völlig machtlos entgegenstehen, wird appelliert, dem Einhalt zu gebieten oder damit aufzuhören. Und keinen hier regt es irgendwie auf. Manchmal kommt es nicht einmal mehr in den Nachrichten. Zu unwichtig.

In Antwort auf:
Mein Gott, wie musst Du unsere Gesellschaft hassen. Warum lebst Du denn hier noch eigentlich?

Huh!! "Geh doch nach drüben!" habe ich aber lange nicht mehr gehört. Wieso muss ich meine Gesellschaft hassen, wenn ich Deine Geisteshaltung beschreibe?

Nein, ich bin ein freier toleranter Geist, der es sich durchaus vorstellen kann, dass andere Menschen lieber in anderen Gesellschaftsformen leben möchten, als in der meinen. Und deshalb muss ich mich auch gar nicht in anderer Leute Angelegenheiten mischen.

In Antwort auf:
Hier sind sie. Zusammengestellt von der kanadischen FOCAL (Canadian Foundation for Latin America)

Das ist ja eine ganz beachtliche Liste. Nur fürchte ich, da die Gruppen alle nicht recht groß sind, dass hier der alte Trick angewendet wird, die Bedeutung dadurch aufzuplustern, dass man ganz viele Organisationen zu diesem und jenem gründet. Das findest Du in vielen lateinamerikanischen Ländern am politischen Rand.

Bei amnesty international liest sich das im Jahresbericht über Cuba von 2004 etwas anders ( http://www2.amnesty.de/internet/deall.ns...57?OpenDocument Na hoffentlich kommt die URL sauber rüber):

Der Bericht fängt damit an, dass eine erhebliche Verschlechterung der Menschenrechtsituation festzustellen war. Begründet wird es damit, 75 gewaltlose Oppositionelle verhaftet wurden und die Todesstrafe wieder vollstreckt wird. Und:

"Das anhaltende Handelsembargo der USA und damit zusammenhängende Maßnahmen trugen zu einem Klima der Missachtung grundlegender Rechte der kubanischen Bevölkerung bei."

Zunächst einmal klar und deutlich: Ich bin gegen die Todesstrafe. Hier ist die Grenze dessen, was ein Staat darf, überschritten. Darüber rechtfertigt sich noch keine Einmischung von außen. Ich erspare mir jetzt den Verweis auf die USA. Überall auf der Welt ist die Todesstrafe ein Verbrechen, das jedweder Vernunft widerspricht.

Ich hoffe, wir sind uns zumindest soweit einig, dass wir hier nur dann bei Verhaftungen von Menschenrechtsverletzung sprechen, wenn keine Gewalt von Seiten der Verhafteten angewandt wurde. Egal aus welchen Motiven auch immer die Gewalt ausgeübt wird und egal in welcher Staatsform, überall auf der Welt werden Gewalttäter, so man ihrer habhaft wird, eingesperrt.

Grundsätzlich gebe ich Dir sofort recht: Das ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Aber es gab und gibt immer wieder Situationen, in denen auch westlich-demokratische Staaten gegen diese Menschenrechte verstoßen. Schau doch einfach mal in die Notstandsgesetze, wie hier Deine Rechte eingeschränkt werden können.

Ob eine solche Situation gegeben ist, die einen solchen Schritt rechtfertigen, mag ich nicht recht beurteilen. Einerseits sehe ich, dass die USA den Druck immer weiter verschärft und auch schon mal offene Kriegsdrohungen ausgesprochen werden. In einer solchen Situation bei einer Bedrohung durch einen äußeren und dann auch noch übermächtigen Feind, kann kein Staat der Welt sich eine innenpolitische Krise leisten.

Auf der anderen Seite sehe ich den desolaten Zustand der Opposition und halte die Maßnahme von außen betrachtet für ein wenig paranoid. Das spricht nicht unbedingt für den guten Zustand der Regierung. Wie sich das aus der Binnensicht darstellt, weiß ich nicht. Ich werde nicht direkt bedroht. Aber ein wenig nachvollziehen kann ich es.

Damit wir uns recht verstehen: Genauso wie es legitim sein kann, auch mit Gewalt gegen ein Regime vorzugehen (um Mal Dein Lieblingsbeispiel zu verwenden: Hitler), genauso kann es für einen Staat legitim sein, gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung zu verstoßen. Um bei Deinem Lieblingsbeispiel zu bleiben, in unserem Staat ist dieses Recht auch eingeschränkt zur Abwehr von Schaden. Auch in Deutschland kannst Du für bestimmte Meinungsäußerungen verhaftet und verurteilt werden. Auch das sind Verletzungen der Menschenrechte, die ich zum Teil allerdings befürworte.

Ob eine solche Situation gegeben ist oder nicht, mag ich, wie gesagt nicht beurteilen. Dafür fehlen mir einfach die Fakten. Ich tendiere aber eher dazu, zu sagen, dass es eigentlich völlig unnötig ist. Sie sollen sie doch einfach wurschteln lassen. Sie sind doch eigentlich gar nicht gefährlich.

Denn der Bericht geht weiter mit der lapidaren Bemerkung:

"Ende des Berichtszeitraums befanden sich in Kuba 84 gewaltlose politische Gefangene in Haft, sieben von ihnen warteten auf ihre Gerichtsverfahren."

Nun rechnen wir mal nach: 84 + 7 = 91. Im März 04 wurden 75 verhaftet. 91 - 75 = 16. Es gab also vor der Verhaftungswelle laut ai ganze 16 politische Gefangene. Jede Menschenrechtsverletzung ist letztlich zu viel, wenn nicht sehr, sehr gute Gründe dafür sprechen. Die Grenze ist endgültig überschritten, wenn Staaten foltern oder töten. Aber wenn wir uns so auf der Welt umschauen, sind 16 doch herzlich wenig und 91 immer noch nicht wirklich viel.

Um so bitterer der Nachsatz im Bericht ganz unten:

"Nach der Festnahme ihrer Aktivisten stellte die Dissidentenbewegung ihre Aktivitäten ein. Im April trat im Zuge von Gerichtsverfahren zutage, dass zwölf Staatssicherheitsbeamte die Dissidentenbewegung zum Teil schon seit Jahren unterwandert hatten. Diese Information galt neben der Veröffentlichung zweier Bücher über angebliche Aktivitäten der Staatssicherheit innerhalb der Oppositionsbewegung als Versuch, Verdächtigungen und Misstrauen unter den noch auf freiem Fuß befindlichen Dissidenten zu säen."

Also mit einer Opposition, die wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen auseinanderläuft, wenn der böse Wolf kommt, ist kein Staat zu machen. Das ist ja das Dilemma. Als vernünftig denkender Mensch kann man Cuba eine starke Opposition nur wünschen. Denn wenn jetzt Fidel das zeitliche segnen sollte, dann gibt es aus meiner Sicht der Dinge nur drei Möglichkeiten:

1. Raul errichtet eine wirklich blutige Militärdiktatur.

2. Das Land versinkt im Chaos.

3. Die Yanquis bringen eine Regierung aus Miami mit.

Ich fürchte sogar, dass alles drei in der Reihenfolge eintreten wird. Ohne eine starke Opposition innerhalb Cubas oder eine neue starke Führungspersönlichkeit aus der Partei wird das Land letztlich eine leichte Beute für die Amis. Und das kann man sich nun wirklich nicht wünschen. Insofern wünsche ich Fidel Castro Gesundheit und ein langes Leben. Vielleicht formiert sich ja eine Opposition, die eine echte Alternative zum bestehenden System bietet. Im Moment steht jedenfalls die Souveränität Cubas auf dem Spiel.

Liebe Grüße

Erik

yo soy
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spitzen Mitglied

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Mitglied seit: 08.09.2004

#175 RE:Ach so, da war noch was
25.05.2005 10:11

nein,

das sind nach adam riese und eva zwerg "zehn" personen, und die sind wahrscheinlich verschleppt oder ohne gerichtsverfahren irgendwo gelandet; hoffentlich nicht bei den haifischen!

y.s.

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